Donnerstag, 5. November 2026

KW 45, Nach den Ferien wieder volles Programm

Montag
Für dieses Training stand wieder die Prüfungsvorbereitung im Mittelpunkt.

Kihon:
- verschiedenste 2er- bis 4er-Kombinationen, jeweils 5 Wiederholungen,

Kumite:
- Kihon-Ippon-Kumite,
- Kaeshi-Ippon-Kumite,
- Jiyu-Ippon-Kumite,
Zanshin bewahren, immer Blick zum Partner halten. Besonders beim Kaeshi-Ippon-Kumite nicht immer leicht, denn wenn man beim ersten Angriff schräg zur Seite raus geht passt es noch, der folgende Gegenangriff funktioniert auch gut, da man ja aus der Verteidigung noch dem Gegner zugewandt ist. Nicht so leicht ist es dann für den zweiten Verteiger, denn da sein Gegner zuvor schräg aus dem Angriff rausgegangen ist, muss sich der zweite Verteidiger nun wieder seinem Gegner zudrehen um zu blocken und auch kontern zu können.

Kata:
Zuerst liefen wir ein paar Heian-Katas gemeinsam und dann trainierten wir in Gruppen die nächste Prüfungskata,
welche wir am Schluß dann auch paarweise vorzeigten.

Mittwoch
Kihon:
Zuerst wieder bahnweise diverse 2er- bis 5er-Kombinationen, jeweils 5 Wiederholungen.

Kumite, diverse Partnerübungen:
- beide stehen sich in kurzem Abstand gegenüber, P1 2x Ushiro Geri jeweils vorn absetzen, P2 geht jeweils beide Male Schritt zurück, dann in andere Richtung,

- P1 Oi Zuki Chudan. P2 wehrt mit Soto Uke ab, greift den Unterarm mit dem blockenden Arm, geht dann in Neko Ashi Dachi und zieht den Gegner somit zu sich, kontert mit Kizami Mae Geri und Gyaku Zuki,

- Kaeshi-Ippon-Kumite mit Oi Zuki Jodan, Oi Zuki Chudan, Mae Geri und Mawashi Geri,

Jiyu-Ippon-Kumite mit Kizami Zuki:
- P1 greift mit YA an, P2 blockt von oben mit Gyakuhand und kontert gleichzeitig ebenfalls mit Kizami Zuki,
- P1 greift mit Gyaku Zuki Chudan oder Jodan an und setzt mit Mawashi Geri Jodan oder Chudan nach,
- P1 greift mit re. Gyaku Zuki Chudan oder Jodan an und setzt mit re. Mawashi Geri Jodan oder Chudan nach, setzt das rechte Bein vorne ab, macht dann sofort mit links einen kleinen Schritt vor, setzt linken Fuß rechts neben vorderen linken Fuß von P2, linke Hand über Brust zur hinteren Schulter von P2 und mittels Ashi Barai Wurf von P2 auf Boden,


Samstag, 24. Oktober 2026

KW 43 u. 44, Druck nach vorn über Drehung auf der Ferse

Freitag
Vom Urlaub zurück ging es auch direkt ins Dojo zum Training.
Hauptthema an diesem Abend war die Änderung des Standes in der Vorwärtsbewegung und die Drehung auf der Ferse (Kakato), statt auf dem Fußballen (Koshi).
Bei einer Drehung ist es häufig so, dass man eher mit dem hinteren Fuß auf dem Fußballen dreht als auf der Ferse. Das ist eine natürliche Bewegung. Aber durch die Drehung auf dem Ballen würde der Fuß eine Bewegung nach hinten machen, während wir aber den Druck nach vorn haben wollen. Diesen Vorwärtsdruck erreichen wir dabei besser über die Drehung auf der Ferse.

Mawate, Drehung über die Brustseite:
- Drehung um 180° in Zenkutsu Dachi, indem das hintere Bein um zwei Schulterbreiten nach innen versetzt wird und und sich der Körper auf den Fersen auf der Stelle mitdreht,

Drehung um 360° über die Rückenseite nach vorn:
- hinteres Bein wird herangezogen, Rotation über das vordere Bein, über dieses dann abdrücken nach vorn, Zusätzlichen Schub erreichen wir wieder, indem wir die Füße auf den Fersen in die richtige Position bringen,

Ferse nicht hochnehmen
- vorgehen in ZK mit Oi Zuki, den hinteren Fuß nicht durch abdrücken vom Boden mit dem Fußballen nach vorn bringen. Richtig: Knie, Hüfte und Leiste reißen das hintere Bein nach vorn neben das vordere Bein, das vordere Bein bringt durch Druck nach vorn das Bein auf Schrittlänge weiter vor.

Mit Partner und Gummiband:
- gleiche Übung wie zuvor, aber Bewegung in ZK nach vorn gegen den Zug des Gummibands, welche von hinten vom Partner auf Vorspannung gehalten wird,

Partner hält Handpratze ausgestreckt nach vorn:
- Mawashi Geri vorn absetzen,
- Kizami Ura Mawashi Geri mit heransteppen, hintern Fuß an vorderen Fuß setzen und dann mit vorderem Bein treten,

Kata:
- Heian Jondan, Heian Godan,
Wir liefen die Katas erst mehrmals gemeinsam mit besonderem Fokus auf die trainierten Fußdrehungen.
Danach liefen wir allein und ein Partner beobachtete und gab anschließend Verbesserungstipps.
 
Montag
Wir haben das Training vom Freitag etwas vertieft, um den Druck nach vorn weiter zu trainieren.

Kihon:
- in KB, linke Faust vor, in 45° nach links vor in ZK umsetzen mit Gyaku Zuki,
- aus dieser Position schräg vor nach rechts mit rechtem Fuß vor in ZK, ebenfalls mit Gyaku Zuki,
Viele Wechsel zwischen links und rechts. Dabei immer etwas reinrutschen, nicht auf der Stelle bleiben, Druck aufbauen.

Zu dritt im Dreieck aufstellen, alle in Kiba Dachi, Blick zur Mitte:
Nun wurde im Kreis agiert von Person 1 zu Person 2, von 2 zu 3, von 3 zu 1.
Person 1: ZK YA nach links Gyaku Zuki,
Person 2: ZK YA nach rechts Gyaku Soto Uke,
Person 2: ZK YA nach links Gyaku Zuki,
Person 3: ZK YA nach rechts Gyaku Soto Uke,
Person 3: ZK YA nach links Gyaku Zuki,
Person 1: ZK YA nach rechts Gyaku Soto Uke,

Danach anders herum: Person 1 Gyaku Zuki nach rechts zu Person 3, Person 3 blockt mit Gyaku Soto Uke. Dann 3 zu 2 usw.
Sich einspielen, Rhythmus finden und immer wieder leicht nach vorn gehen, reinrutschen. 

Kata:
Heian Katas und Jion 

Freitag, 16. Oktober 2026

KW 42, Wieder Kihon mit viel Kopf

Montag
Lucas leitete erstmals das Montagstraining und als unser Kataspezialist legte er natürlich seinen Trainingsschwerpunkt in diesen Bereich.
Zu Beginn standen Kondition und Kraft auf dem Programm:
- in die Hocke, wieder hoch mit Mae Geri,
- Hiki Ashi (Zurückschnappen des Unterschenkels): aus ZK 35x Mae Geri links, dann rechts,
- 100x Oi Zuki,
- aus Shizentai in Hiza Dachi, 20x links, dann rechts,
- aus Shizentai nach hinten tief runter, vorderes Bein gestreckt, Po fast am Boden, wieder Shizentai,
- Plank, Liegestütze,
Immer wenn die Muskeln anfingen zu brennen, wurden noch ein paar Wiederholungen rangehängt.

Vor Spiegelwand mit vielen Wiederholungen:
- sehr tief in ZK Kizami Zuki / Gyaku Zuki,

Mit Partner und Handpratze:
- Mawashi Geri Chudan,

Bei den beiden folgenden Katas wurde uns von Lucas wieder viel erklärt, was für unser Verständnis der Katas immer weiter voranbringt.
Sein besonderes Augenmerk lag dabei auf:

Heian Nidan
- zu Beginn keine Ausholbewegung aus Yoi zu Koshi Kamae, sondern beide Fäuste werden aus Yoi kreisförmig an der rechten Hüfte vorbei nach links oben bewegt,
- dann waagerechter Unterarm vor Stirn, nicht oberhalb, nicht als Age Uke sehen, sondern als Zuki,
- waagerechte Faust auf Höhe von Handgelenk des senkrecht nach oben zeigenden Unterarms,
- bei Haiwan Uke den Ellenbogen auf Höhe der Schulter, Oberarm zeigt nach außen somit leicht nach oben, nicht ganz waagerecht,
- um wieder am Ausgangspunkt anzukommen und nicht zu weit nach hinten zu gehen: für letzte beiden Gedan Barai die Zenkutsu Dachi auf einer Linie,

Heian Sandan
- bei Auftaktbewegungen Gedan Barai / Uchi Uke nicht tief stehen mit gebeugten Knien, sondern gerade stehen,
- gleichzeitige Bewegungen Gedan Barai / Uchi Uke mit Betonung nach vorn,
- bei den drei Fumikomi auf der langen Geraden tief bleiben, nicht hochkommen,

Auch wenn die Punkte nicht neu sind, so hilft es eine Kata zu vertiefen, wenn man sich einzelne Stände, Bewegungen oder Techniken heraus sucht und auf diese ein besonderes Augenmerk legt.

Mittwoch
In der ersten Trainingshälfte waren wieder viele Kihonkombinationen zu laufen. Die Schwierigkeit dabei war, dass wir gleichzeitig eine Kombi für die Vorwärtsbewegung UND eine Kombi für die Rückwärtsbewegung genannt bekamen, welche wir uns merken und dann entsprechend laufen mussten. Erst langsamer mit 2 x 5 Wiederholungen a 50 %, dann 2 x 5 mit 80 % und zuletzt 2 x 3 Wiederholungen mit 100 %.

Danach wurde es weniger kopflastig, denn wir trainierten mit wechselnden Partnern Jiyu-Ippon-Kumite mit Kizami Zuki, Chudan Zuki, Mae Geri, Mawashi Geri und Ushiro Geri.
Wichtig war es wieder mit dem Block zurückzuweichen, aber nicht zu weit, um dann mit dem Konter in den Gegner reinzugehen. Augenmerk auf die Abstände zwischen Technik und Partner. Der Block musste treffen, der Konter sollte aber auch den Gi berühren. Und nicht zu vergessen, sollten die Konter auch funktionieren. Es bringt natürlich nichts, wenn mit dem Konter der Arm getroffen wird oder eine Körperstelle, welche nicht als Trefferfläche gilt.

Dienstag, 6. Oktober 2026

KW 41, Auftakt mit Team-Kata

Montag
Kihon:
- vor Oi Zuki Jodan,
- vor Sanbon Zuki,
- zurück Age Uke, Kizami Mae Geri / Mae Geri,
- vor Uchi Uke / Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- vor Ren Geri ( Mae Geri / gleiches Bein Mawashi Geri),
- vor ZK Soto Uke, umsetzen KB Yoko Empi / Tata Uraken, umsetzen ZK Tate Gyaku Zuki,
- KK Shuto Uke / umsetzen ZK Gyaku Zuki,
- KB übersetzen Yoko Geri Keage,
- KB übersetzen Yoko Geri Kekomi,
- vor Ushiro Geri,
- Sonoba Geri (gleiches Bein Mae Geri / Yoko Geri / Ushiro Geri / Mawashi Geri),

Team-Kata:
Unsere 3er-Gruppe trainerte die Kata Jion. Dazu sind wir diese erst einmal mit mittlerer Geschwindigkeit gelaufen und haben dann geschaut, in welchen Bereichen es Unterschiede gab. Da wir nicht gleich groß und schnell sind, waren hier schon die größten Differenzen erkennbar. Dann haben wir uns abgesprochen, in welchen Bereichen wir welchen Rhythmus laufen wollen, welche Pausen wie lang sein sollen, welche Techniken wie schnell und welche Schritte von wem kürzer oder länger sein sollten, damit die Abstände zueinander eingehalten werden können. WIr näherten uns mit jeder Wiederholung einander an und konnten so mit unserer Darbietung vor der Gruppe recht zufrieden sein.
 
Mittwoch
Kumite:
Alle in einer Reihe nacheinander gegen eine Person in Kamae.
Toris der Reihe nach Angriff 2x rechts und 2x links, dann wird der nächste zum Uke:
- Angriff mit YA Kizami Zuki, Uke kommt mit Mae Geri zuvor,
- Angriff mit Gyaku Zuki, Uke kommt mit Mawashi Geri zuvor,
- Angriff mit Oi Zuki, Uke kommt mit Ushiro Geri zuvor,
 
Kihon:
Erst 5 Wiederholungen mit 30 %, dann 5 Wiederholungen mit 50 %, dann 3 Wiederholungen 100 %. 
Andi sagte wieder Kombinationen an, angefangen von vor mit
- ZK Oi Zuki,
- ZK Sanbon Zuki,
- vor ZK Soto Uke, umsetzen KB Yoko Empi / Yoko Uraken / Tate Uraken / umsetzen ZK Gyaku Zuki,
- vor ZK Uchi Uke / Kizami Zuki / Gedan Barai, vor ZK Oi Zuki,
- zurück ZK Age Uke, Kizami Mae Geri / Mae Geri hinten absetzen, vor Oi Zuki,
- vor Ushiro Geri / Gyaku Zuki, zurück Gedan Barai / Gyaku Zuki, 
- Mae Geri / gleiches Bein Mawashi Geri,
- Sonoba Geri (Mae Geri / Ushiro Geri / Mawashi Geri),

Jiyu Ippon Kumite:
- YA Kizami Zuki,
- Oi Zuki Jodan,
- Oi Zuki Chudan,
- Mae Geri,
- Yoko Geri,
- Mawashi Geri,
- Ushiro Geri,
So vorgehen, wenn der Verteidiger stehen bleiben würde, müsste der Stoß oder Tritt durch ihn hindurchgehen. Also nicht zu früh angreifen, der Verteider muss den Druck spüren, zurückgehen oder ausweichen zu müssen. Verteider geht zur Seite oder nach hinten raus und kontert dann mit Druck nach vorn.
 
Freitag
Kihon, bahnweise:
Angefangen bei Oi Zuki, Sanbon Zuki über die typischen Kombinationen aus dem DJKB-Prüfungsprogramm. Dann kompliziertere Bewegungen in Kokutsu Dachi mit verschiedenen Arm- und Beintechniken mit 180°-Drehungen über die Brust- oder Rückenseite vor und zurück. Dieses Mal ohne langsame Einführungsrunden, sondern gleich schnell und kraftvoll.

Kata:
In der zweiten Trainingshälfte waren erst die Heian-Katas und Tekki Shodan dran, weiter mit Taikyoku Shodan aber in etwas abgewandelter Form.
Dazu gingen wir zuerst für die Gedan Barais in eine Rückwärtsbewegung und dann für die Oi Zukis mit Schritt nach vorn. Nach einigen gelaufenen Katas auf dieser Art wurde anschließend noch etwas abgewandelt, indem manfür den Oi Zuki nicht einen ganzen Schritt nach vorn ging, sondern das vordere Bein nach hinten neben das hintere Bein setzte und dann das zuvor hintere Bein nach vorn setzte mit dem Zuki.

Zuletzt Kumite:
Eine Person in der Mitte, ihr zugewandt auf den vier Seiten die Gegner in Kamae. Dann griffen die äußeren Personen nacheinander den Enbusen der Kata entsprechend an, die innen stehende Person blockte und konterte mit dem zuvor trainierten Wechselschritt.
Wichtig: die drei jeweils gerade passiven Personen drumherum mussten den Abstand zur mittleren Person wahren und trotzdem als nächste angreifende Person sofort wieder nah dran sein, damit sich beide einen aktiven Zweikampf liefern konnten.
Zanshin 

Dienstag, 29. September 2026

KW 40, Bewegung zwischen zwei Zenkutsu Dachi

Montag
Das Hauptthema war die Bewegung zwischen zwei Zenkutsu Dachi.
Wie man richtig im Zenkutsu Dachi steht, wissen wir. Das Problem ist eher, wie man sich optimal vor- oder zurückbewegt.
 
Vorwärts:
Das vordere Bein, bei welchem sich das Knie über dem Spann befindet, fällt nach vorn. Gleichzeitig wird das hintere Bein zum anderen Bein herangezogen. Wichtig: tief bleiben, nicht hochkommen! Das Gewicht bleibt auf dem zuvor vorderen Bein, welches nun durchgestreckt wird und den Körper nach vorn abdrückt.
 
Rückwärts:
Zuerst die Gewichtsverlagerung nach hinten auf das hintere Bein. Dann das vordere Bein zurückziehen. Auch hierbei wieder tief bleiben und nicht hochkommen. In dieser Rückwärtsbewegung jetzt das zuvor hintere Bein abdrücken und das herangezogene ein nach hinten durchstrecken.
 
Mit Gummiband vor der Spiegelwand:5
Zurück:
P1 steht im ZK und hat Gummiband um vorderen Knöchel, P2 kniet vor P1 und hält Gummiband auf Vorspannung.
P1 geht nun wie oben beschrieben in die Rückwärtsbewegung mittels Gewichtsverlagerung und zieht das vordere Bein neben den hinteren Fuß. Dann wieder nach vorn in Ausgangsstellung.
Vorwärts:
Danach kniet P2 hinter P1 und P1 hat das Gummiband um den Knöchel des hinteren Beins und geht nun in die Vorwärtsbewegung. Das vordere Knie fällt dabei nach vorn und der hintere Fuß wird neben den vorderen herangezogen.

Im Spiegel dabei beachten:
- tief bleiben, nicht hochkommen,
- Knie fällt nicht nach innen oder außen, um den Schwung und das Gewicht auszugleichen,
- Bewegung ausschließlich auf dem Fußballen (Koshi),

Kata
Wir liefen mehrmals Jion, anfangs allerdings nur im Tai-Chi-Stil. Sehr langsame, flüssige, ineinander übergehende Bewegungen, ohne Kime und ohne Druck.
Dann schneller und stärker und zuletzt mit Partner. Dabei lief eine Person die Kata und die andere Person beobachtete und nannte anschließend den auffälligsten Fehler. Dann wurde gewechselt. Jede Person lief die Jion 3x und versuchte, besonders auf den genannten Fehler zu achten und diesen zu vermeiden.
 
Zum Abschluss noch etwas Abhärtung der Unterarme. Mit Partner eng gegenüberstehend in Shizentai, abwechseln beide rechts, beide links,...
- Soto Uke / Gedan Barai / Uchi Uke,
 
Mittwoch
Schwerpunkt war Kihon zur Prüfungsvorbereitung. Dazu stellten wir uns in zwei Reihen auf und auf Zuruf einer Kombination wurde diese auf einer Bahn laufend 5x wiederholt.
Dieses Mal waren es fast ausschließlich Kombinationen, welche in keiner Prüfungsordung zu finden sind. Da Andi als Prüfer großen Wert darauf legt, den Kihon-Prüfungsteil sehr individuell zu gestalten, wurde das Training einfach sehr fordernd für den Kopf. Einerseits eine unbekannte Vierer- oder Fünferkombination auf Zuruf direkt umzusetzen und zusätzlich für sich zu schauen, wie man den Takt und Atmung setzt, finde ich oftmals schon nicht leicht. Dieses aber auch noch mit 100 % zu laufen ist noch eine größere Hürde. Aber dafür trainieren wir ja.
 
ZK bahnweise 5x:
- vor Oi Zuki, zurück Uchi Uke, vor Oi Zuki,
- Sanbon Zuki vor
- zurück Age Uke / gleicher Arm Gedan Barai / Gyaku Uchi Uke / Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- vor Oi Zuki Age, Uke zurück / gleicher Arm Uraken, vor Oi Zuki,
- zurück Age Uke / Gyaku Zuki / Kizami Mawashi Geri, Mae Geri vorn absetzen mit Gyaku Zuki,
- vor Mae Geri / zurück Gedan Barai / Gyaku Gedan Barai, vor Yoko Geri / absetzen mit Uraken,

KK bahnweise 5x:
- vor Age Uke, zurück Soto Uke, vor Uchi Uke / Kizami Zuki / ZK Gyaku Zuki,
- vor Age Uke, zurück Gedan Barai, vor Ushiro in Zk,
- vor Shuto Uke / Kizami Mae Geri / absetzen in ZK Nukite, 
 
Zum Ende liefen wir dann noch Kata. Dazu suchte sich jeder einen Platz im Dojo und lief mehrmals seine nächste Prüfungskata.
 
Freitag
Da ich am Freitagabend noch arbeiten musste, klappte es leider nicht mit dem Training.
So nutzte ich die Zeit zwischendurch und trainierte zu Hause ein paar Schwerpunkte. Dazu weihte ich dann auch mein neues Schlagpolster am Makiwara ein. Als härtere Variante verwende ich gern einen ausrangierten weißen Gürtel. Recht hart und die Knöchel werden entsprechend beansprucht. Als weichere Variante gibt es nun zusätzlich ein weicheres Schlagpolster. Warum sind diese Polster eigentlich weiß? Denn wenn die Haut an den Knöcheln im Seikenbereich nach einer Weile  nachgibt, verfärbt sich so ein Polster recht schnell, dann sieht das Weiß nicht mehr schön aus. Allerdings sieht man dann seinen Trefferbereich besser...


Donnerstag, 24. September 2026

KW 39, Gyaku Zuki und überlaufener Gyaku Zuki

Montag
Zu Beginn berichtete Maxi erst einmal von den Norddeutschen Meisterschaften des DKKB, welche am Wochenende in Wolfsburg stattfanden. Unser Team war wieder richtig gut dabei und kam mit mehreren Podiumsplätzen in Kata und Kumite zurück.
Zur Erwärmung liefen wir jeweils 2x die Heian-Katas, aber sehr langsam und ohne Kime und betonter Atmung, eher im Tai-Chi-Stil. Aufgrund der sehr langsamen Ausführung kann man seine Schwachstellen noch mal sehr genau sehen. Bei der schnellen Umsetzung kann man eher etwas überlaufen und somit vertuschen, das gelingt in der Slow-Motion-Variante nicht.

Weiter ging es mit einem halbstündigen Power-Circle-Training mit vielen Stationen mehreren Durchgängen. Danach waren wir wirklich warm.

Im letzten Teil war Bunkai dran. Beide Partner stehen sich gegenüber in Shizentai.
Age Uke:
P1 hält mit rechter Hand den Obi von P2 im linken Brustbereich. P2 geht mit rechtem Bein zurück und schlägt gleichteitig mit rechter Handinnenfläche zum Kinn von P1. Die noch haltende Hand von P1 wird von P2 mit Age Uke weggeschlagen, direkt gefolgt von einem Gyaku Zuki.

Soto Uke:
P1 hält mit linker Hand von oben das linke Handgelenk von P2. P2 geht mit linkem Bein zurück, dreht seine gehaltene Hand linksherum und greift gleichzeitig so um, dass man das Handgelenk von P1 hält. Somit ist der Arm von P1 verdreht. P2 geht nun mit rechtem Soto Uke oberhalb des Ellenbogens in den Arm von P1.

Uchi Uke:
P1 hält wieder mit rechter Hand den Obi von P2 im linken Brustbereich. P2 hält seine linke Hand auf der haltenden Hand von P1. Mit linker Hand kommt ein Schwinger von P1 zum Kopf von P2. P2 streckt das rechte Bein und geht nach links raus in Kokutsu Dachi. Mit rechter Faust in Armbeuge des haltenden Arms von P1 und ruckt sich somit aus dieser Haltung und zieht P1 in seine Bewegung nach links. Nach dem Schlag in die Armbeuge sofort Schlag in die andere RIchtung mit Uraken zum Kopf von P1.

Diese Kombinationen trainierten wir erst etwas statischer mit wechselnden Partnern und zuletzt aus straßentypischen Begegnungen mit schubsen und plötzlichen Griffen des Angreifers. Der Verteidiger musste sich spontan für eine Verteidigungsvariante entscheiden und entsprechend agieren.

Mittwoch
Mit wechselnden Partnern zuerst etwas Abhärtung, beide in Kamae gegenüberstehend:
- mit Unterarmen Soto Uke, Gedan Barai, Uchi Uke aneinanderblocken,
- Kizami Mawashi Geri zum Oberschenkel des Partners,
- Mawashi Geri zum Oberschenkel des Partners,

Kumite
- beide immer gleichzeitig YA Gyaku Zuki zum Partner,
- mit schnellen Kommandos: "Ichi": beide schnell Gyaku Zuki zueinander, "Ni": P1 bleibt stehen, P2 mit überlaufenem Gyaku Zuki zum Partner,
Wichtig!: Hohe Konzentration, denn wenn ein Partner nicht stehen bleibt, laufen beide mit überlaufenem Gyaku Zuki und Gyaku Zuki ineinander,
- setlich zum Partner in Shizentai: blitzschnell Unterschenkel hinten hochschlagen, wieder auf Boden auftippen, Mawashi Geri Jodan zum Partner,
- 2x überlaufener Gyaku Zuki zum Partner,
Dabei mit vorderer Hand stören und vordere Hand des Partners wegblocken, dann sofort mit sehr langgestrecktem Gyaku Zuki zum Partner,

Kihon
Andi sagte diverse 2er- bis 4er-Kombinationen an, welche wir bahnweise je 5x wiederholten,
Eine Bahn etwas langsamer, um für uns zu erkennen, in welchem Takt wir die Kombinationen laaufen und atmen wollen, dann eine Bahn kraftvoll und schnell.

Zuletzt nochmal Kumite, wobei P1 in Kamae stand und P2 aus 3m auf ihn zuging. P1 musste nun die richtige Entfernung abpassen und mit gestrecktem Gyaku Zuki und Gyaku Zuki, Gyaku Zuki aus dem Stand zum Partner. Dabei daran denken, die Zukis sofort wieder schnell zurückzuziehen. Es täuscht doch sehr, wie früh man mit den Techniken starten muss, um die Techniken sauber gestreckt ausführen zu können.

Freitag
Hauptthema des Trainings war die Kata Heian Nidan. Diese liefen wir mehrere Male mit wechselnder Schnelligkeit und Fokus auf bestimmte Punkte. Dazwischen liefen wir die Sentei-Katas.

Zum Ende des Trainings waren dann, wie schon in den anderen Trainings zuvor, Gyaku Zuki und überlaufener Gyaku Zuki dran.
Mit Partner, beide gegenüberstehend in Kamae, auf Zählzeit:
- auf "Ichi" beide gleichzeitig Gyaku Zuki zum Partner, versuchen schneller zu sein als der andere,
- auf "ichi" beide gleichzeitig Gyaku Zuki, auf "Ni" NUR ein Partner mit überlaufenen Gyaku Zuki IN den Partner, die andere Person bleibt in Kamae stehen,
Wichtig! Hohe Konzentration aufgrund der erhöhten Verletzungsgefahr, wenn BEIDE vorgehen!

Dienstag, 22. September 2026

Autumn Camp mit Imura Takenori und Shiina Katsutoshi

Am Wochenende fand wieder das jährliche Autumn Camp des JKA-Berlin mit Imura Sensei und Shiina Sensei statt. Da es zeitlich für mich nicht anders möglich war, fuhr ich nur am Samstag in den Berliner Norden nach Buch, um die Trainings der beiden japanischen JKA-Instruktoren zu erleben.
Natürlich wird bei so einem Lehrgang das Rad nicht neu erfunden, aber es waren gerade viele Standarddinge, welche aus Sicht der Senseis besser sein müssen und worauf von beiden besonders geschaut wurde:
- das Zurückziehen des Zukis soll so schnell und kraftvoll sein wie der Auftakt des Stoßes,
- Spannung nur wenn erforderlich, also zum Kime und nicht die ganze Zeit,
- mehr Arbeit mit der Hüfte als mit der Schulter,
- konditionell ausdauernder und insgesamt schneller werden,
Also das, was man auch im heimischen Dojo vom Trainer hört und gemeinsam trainiert und nicht oft genug hören und trainieren kann.
Im Kihon und Kumite wurden kurze Kombinationen trainiert, keine komplizierten Abläufe, dafür sehr schnell und kraftvoll. Besonders Shiina Sensei zeigte immer wieder selbst recht eindrucksvoll vor, was er meinte und was er von den Teilnehmern erwartete.



Donnerstag, 17. September 2026

KW 38, Wiederholen und festigen

Montag
Nach der Erwärmung begannen wir gleich mit ein paar Bahnen Kihon als Prüfungsvorbereitung, jeweils eine Bahn vorwärts, dann eine Bahn rückwärts:
- ZK Sanbon Zuki,
- ZK Age Uke / Gyaku Zuki,
- ZK Soto Uke / in KB Yoko Empi / Tate Uraken / ZK Gyaku Zuki,
- Uchi Uke / Kizami Mae Geri / Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- KK Shuto Uke, ZK Tate Zuki,
- Shuto Uke / Kizami Mae Geri / Tate Nukite,
- Mae Geri Keage,
- Mae Geri Kekomi
- Mae Geri / mit gleichem Bein Mawashi Geri,
- Sonoba Geri (Mae Geri / Yoko Geri / Ushiro Geri / Mawashi Geri),
- ZK Oi Zuki Chudan,

Training Yori Ashi, schnelles vor und zurückgehen.
Vor:
- den vorderen Fuß weit vorsetzen mit gleichzeitigem Kizami Zuki, hinteren Fuß danach etwas nachziehen,
Zurück:
- den hinteren Fuß weiter nach hinten setzen, das vordere Bein strecken, Gewichtsverlagerung nach hinten, dann den vorderen Fuß nach hinten nachziehen.

Vorherige Techniken als Kumite mit Partner. Beide in Kamae, Fersen nicht auf Boden, Druck ausüben:
- P1 vor YA Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- P2 zurück YA Te Nagashi Uke Jodan / gleicher Arm Te Nagashi Uke Chudan,
Der Verteidiger geht erst zurück, wenn Angriff beginnt, läuft also nicht schon vorher weg.
Der Angreifer hat beim Yori Ashi das hintere Knie nach unten gebeugt und die hintere Ferse vom Boden hoch.

Zum Ende trainierten wir paarweise die nächste Prüfungskata. Ein Partner lief, der andere beobachtete und gab im Anschluß Hinweise und Tipps. Und das braucht man. Die Kata ist bekannt und man läuft sie "eigentlich" recht sicher. Doch es gibt immer wieder Dinge zu verbessern. Es kann immer wieder noch mehr betont werden, sei es die Größe der Techniken oder bei der Differenzierung von Kraft und Geschwindigkeit.

Freitag
Andi zeigte gleich zu Beginn, auf welche Kombinationsmöglichkeiten wir uns für die kommenden Kyu-Prüfungen einstellen können und sollten. Im Tonbo-Dojo schaut man bei den fortgeschrittenen Kyu-Graden nicht nur auf das DJKB-Prüfungsprogramm, sondern gerade bei den Tritttechniken auf das Verständnis und die Umsetzung von Kekomi und Keage bei Mae Geri und Yoko Geri und das gerne in Kombinationen, welche vom Prüfungsprogramm abweichen. Also hieß es viele Bahnen rauf- und runterlaufen, immer eine eine Bahn langsamer, dann eine Bahn schnell und kraftvoll.

Angriffstechniken:
1.
Beide Partner stehen sich in 2 m Abstand gegenüber. Immer ein Partner greift erst 10x mit rechts vor, dann 10x mit links vor an.
2.
P2 geht auf P1 zu, P1 wartet in Jiyu Kamae den "richtigen" Abstand ab, um dann so anzugreifen, dass er den herankommenden Partner gerade so schon erreicht:
- Kizami Zuki,
- Gyaku Zuki,
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- überlaufener Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,

Kata:
Wir liefen immer zu zweit eine spontan angesagte Heian-Kata nach den JKA-Wettkampfregeln. Vom Betreten der Wettkampffläche bis zum Verlassen derselben, wann wird sich wohin verbeugt, Anzahl der Schritte usw. Einfach um diese Abläufe mehr und mehr zu verinnerlichen.

Donnerstag, 10. September 2026

KW 37, In Richtung Prüfungsvorbereitung

Montag
Nach 25 Minuten Erwärmung und Dehnung ging es mit Kihon los.
Kurze 2-er-, 3-er-Kombinationen, jeweils 2 x 5 Wiederholungen mit Fokus auf saubere Ausführung der Techniken. Hin 
Erste Kombis wurden vom Trainer angesagt, dann war jeder Einzelne dran, sich eine Kombination zu überlegen und zu zählen.

Danach ging es dann vor die Spiegelwand:
- im Stand, Zenkutsu Dachi Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
Partner stellte Stock vor den Zehenspitzen senkrecht auf, um zu kontrollieren, dass das vordere Knie des Ausführenden beim Technikwechsel nicht zu weit vor oder zurück geht. Wobei der Druck nach vorne immer noch besser ist, als das Knie zurückzuholen.
- Im Stand, Kokutsu Dachi Uchi Uke / Gyaku Zuki,
Partner hielt Handfläche an Außenseite des vorderen Knies, damit dieses beim Technikwechsel nicht nach außen klappt.
Sehr wichtig hierbei war die starke Hüfte, wobei Schultern und Hüfte voneinander getrennt sein sollten. Hüfte soweit wie möglich rein- oder rausdrehen, die Schultern aber nicht.

Im Katatraining liefen wir erst gemeinsam Heian 1 - 5 und Tekki Shodan, dann gruppenweise oder einzeln die nächste Prüfungskata.
Bei der Prüfungskata kam es darauf an, sich Passagen herauszusuchen, bei welcher man selbst nacharbeiten und verbessern möchte.
Auf die ganze Kata gesehen sollen unterschiedliche Geschwindigkeiten und die Techniken deutlich sein, nicht einfach die Kata runterlaufen. Die Akzente machen sehr viel aus und und bringen Katas erst zum Wirken.
Dann eher etwas langsamer und betonter, als alles schnell hintereinander und somit eintönig.

Mittwoch
Mit Partner, beide in Jiyu Kamae:
- beide bewegen sich dynamisch hin und her bei gleichem Abstand,
- P1 greift mit diversen Techniken / Kombinationen an, P2 passiv,
- beide Partner greifen gegenseitig an,

Kihon:
Keri-Training zum Partner: Mae Geri Keage, Mae Geri Kekomi, Yoko Geri Keage, Yoko Geri Kekomi, Mawashi Geri, Ushiro Geri,
Diverse 2er- und 3er-Kombinationen auf Zuruf als Prüfungsvorbereitung für den ersten Kyu.

Kata:
Jion und Kanku Dai
Beide Katas wurden mehrmals gelaufen mit steigenden Geschwindigkeiten. Besonderer Fokus lag dabei wieder auf deutliche Techniken und das zusammengehörende Kombinationen auch als solche erkennbar sind und entsprechend zusammenhängend ausgeführt werden sollen.

Zum Abschluss noch etwas Bunkai zur Jion:
1.
- P1 hält mit beiden Händen den vorderen Kragen von P2,
- P2 schlägt mit linkem Unterarm auf rechten Arm von P1,
- mit rechtem Faustrücken auf rechtes Ohr von P1,
- P2 mit linkem Arm untenherum unter linken Arm von P1 und sich von Griff lösen, mit beiden Händen P1 wegstossen,
- Mae Geri / Zuki / Zuki,

2.
- rechter Schwinger von P1 auf P2,
- P2 blockt mit Age Uke,
- P2 mit linker Hand in oben links herum um geblockten Arm und diesen somit festhalten / einklemmen,
- P2 mit rechts Zuki zum Solar Plexus,

Ob das Freitagstraining stattfinden wird, ist aus Platzgründen noch nicht ganz geklärt, da im Dojo am Wochenende für die Kinder ein Gasshuku mit Übernachtung stattfindet.
Diese Woche war bis jetzt körperlich noch nicht ganz so anstrengend wie die vergangenen beiden Wochen. Auch mal ganz angenehm, so kann der Körper etwas regenerieren und man geht nicht von einem Muskelkater in den nächsten.
 
Freitag
Da wir im Dojo zwei Trainingsräume haben, konnte unser Training trotz gleichzeitig beginnendem Kinder-Gasshuku stattfinden.
Unter der Anleitung von Lucas begannen wir mit einer Erwärmung, welche ordentlich in Hüfte und Oberschenkel ging, um die Schnellkraft zu fördern. Viele Wiederholungen, viel von unten nach vorn, u.a.:
- aus der Hocke heraus Zuki vor,
- aus ZK nach hinten einbeugen und tief runter, das vordere Bein dabei gestreckt, dann mit dem hinteren Bein hoch- und nach vorn drücken in ZK mit Oi Zuki,

Weiter mit  Kumite.
Aus Jiyu Kamae vor zum passiv mitgehenden Partner, 2x vor, dann Aufgabenwechsel und somit 2x zurück:
- vor YA Kizami Zuki,
- vor Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- vor Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,
- vor überlaufener Gyaku Zuki,
Ziel war es, den Partner zu kriegen, schneller zu sein. Besonders war darauf zu achten, kraftvoll und schnell nach vorn zu kommen und dabei die Zuki-Hand immer blitzschnell wieder zurückzuziehen in Hikite

In der zweiten Trainingshälfte liefen wir die Katas Jion und Kanku Dai. Erst je einmal komplett, dann einzelne Passagen und Zeit, dass jeder diese für sich mehrmals üben konnte.
Dank Lucas, unserem Katafanatiker, war es wieder sehr, sehr lehrreich, denn keiner im Verein kennt die Katas besser als er. Von den groben Abläufen, über die Geschwindigkeiten der einzelnen Bewegungen bis zu den kleinen Feinheiten, Lucas lebt die Katas und gibt sein Wissen einfach auch gerne weiter. 

Dienstag, 1. September 2026

KW 36, Mit Training gegen den Muskelkater

Montag
Der Muskelkater vom Freitagstraining war noch deutlich spürbar, aber der Körper soll ruhig spüren, dass wir wieder voll im Trainingsmodus stecken.

Zur Erwärmung liefen wir selbständig Taikyoku Shodan und Heian Shodan 1 - 5.
Langsam und die Bewegungen ineinander übergehend.

Im Stand vor der Spiegelwand:
- ZK Age Uke / ZK Gyaku Zuki,
Wechsel zwischen Hanmi und Gyaku Hanmi mit sehr deutlicher Hüfte. Eine Person führt aus, eine andere hält und korrigiert dabei das vordere Knie des Ausführenden.
Dann mit 2 Stiften. Der aktive Partner hält sich je einen Stift in die rechte und linke Leistenbeuge.
Bei Age Uke und somit Hüfte im Hanmi, sollte der Stift aufgrund der Anspannung in der hinteren Leistenbeuge halten. Im Gegensatz zum Gyaku Zuki und Gyaku Hanmi, wobei der Stift in der vorderen Beuge halten sollte.
Dazu war ein verkürzter Zenkutsu Dachi notwendig, denn ansonsten wäre es sehr schwierig, den Stift auch nur annähernd in der hinteren Beuge zu halten.

Aus Chudan Kamae:
- Kizami Mae Geri / Mae Geri vorn absetzen, Schritt zurück / Kizami Mae Geri / Mae Geri hinten absetzen,
50x rechts, 50x links, auch wenn zum Ende hin die Beine nicht mehr wollten, nicht nachgeben.

Zum Abschluss Heian Nidan:
5x, erst langsam, dann schneller, aber immer kraftvoll und mit sehr starker Hüfte in Hanmi und Gyaku Hanmi.

Mittwoch
Maxi hatte schon zuvor angekündigt, dass wir für sein heutiges Training vorher gut essen und trinken sollten, um konditionell durchzuhalten.
Mir brannten noch etwas die Oberschenkel vom Montagstraining, also hieß es heute, gegen den Schmerz anzukämpfen.
Thema des Trainings war Oikomi, welches Maxi 1:1 von seiner Teilnahme am Lehrgang von Nemoto Sensei mitgenommen hatte.
Oikomi stellt eine Angriffstechnik oder ein Vorgehen mit einem ganzen Schritt dar, wobei der gesamte Körper nach vorne in Richtung des Gegners geht. Die Kraft kommt hauptsächlich aus den Beinen und der Hüfte.
Der Angriff geht mit viel Druck in den Gegner hinein.

Zur Erwärmung erst einmal ohne Partner, jeweils 50 Wiederholungen jede Auslage:
- aus Yoi in die Hocke, nach vorn abdrücken in ZK Oi Zuki,
- Schritt zurück ZK Age Uke, vor ZK Oi Zuki,

P1 steht fest in Chudan Kamae, P2 kommt aus circa 2m Entfernung auf P1 zu und versucht diesen, wie im American Football, aus dem Weg zu räumen / wegzutackeln.
P1 muss tief stehen, leicht nach vorn gebeugt, um gegen den ankommenden Körper stehen zu bleiben. Sofern P2, aufgrund des Drucks, leicht nach hinten gebeugt steht, hat man keine Changce mehr, dagegen standzuhalten.

Gohon Kumite:
- Oi Zuki Jodan - Age Uke,
- Oi Zuki Chudan - Soto Uke,
Zuerst den 5. Angriff kontern, dann nach jedem Angriff kontern.

Tori: vor Suri Ashi (hinteren Fuß heransetzen, mit anderem Fuß nach vorn) Kizami Zuki, überlaufener Gyaku Zuki, YA Gyaku Zuki,
Uke: zurück YA, Schritt ZK, YA,

P1 steht in Chudan Kamae, P2 greift mit überlaufenem Gyaku Zuki an,

Wichtig: Nach vorne abdrücken und dabei die Hüfte vorschieben und mit diesem Schub in den Gegner hineinzugehen,
Viele Bahnen, viele wechselnde Partner, viele Wiederholungen. Der Verteidiger konnte eigentlich nur bei den jeweils ersten langsameren Übungen mithalten. Bei richtigem Druck von vorn konnte man im Zurückgehen keine saubere Schrittfolge mithalten.

Zum Ende dann noch 50 mal aus dem Stand in die Hocke runter, nach vorn in die Hocke springen und wieder in die Hocke zurück.
Dann noch Dehnungsübungen und es war geschafft.
 
Freitag
Zuerst ein paar Zweierkombinationen vor der Spiegelwand:
- vor ZK Oi Zuki, zurück ZK Age Uke,
- zurück ZK Age Uke, vor ZK Oi Zuki,
- vor ZK Oi Zuki, zurück ZK Soto Uke,
- zurück ZK Soto Uke, vor ZK Oi Zuki,
- vor ZK Oi Zuki, zurück ZK Uchi Uke,
- zurück ZK Uchi Uke, vor ZK Oi Zuki,
- vor Mae Geri, zurück ZK Gedan Barai,
- zurück ZK Gedan Barai, vor Mae Geri,
Wichtig: Beim Vor- oder Zurückgehen keine Ferse vom Boden abheben, sondern die Bewegung durch Gewichtsverlagerung einleiten.

Haupthema im Freitagstraining war die Kata Jion. Dazu begannen wir mit Bunkaiübungen im Kumite.

Kumite:
- Tori rechts vor ZK Oi Zuki Chudan, Uke rechts zurück ZK Soto Uke, übernahme mit rechtem Arm, blocken des angreifenden Arms mit Kakiwake Uke. Konter von Uke mit Oi Zuki / Gyaku Zuki / Oi Zuki.
- Tori rechts vor ZK Oi Zuki Jodan, Uke rechts zurück ZK Juji Uke (Kreuzblock), linker Arm über rechtem Arm, linker Arm hält den Zuki, mit dem rechten Arm Tate Uraken auf Nase von Tori.
Direkt Gyaku Zuki Chudan von Tori, Uke wehrt ab mit Zenwan Mune Suhei Kamae (Unteramblock durch Bewegung von vertikal zu horizontal), Konter mit links Tate Uraken Uchi auf Nase.

Beide Kombinationen liefen wir mehrere Bahnen rauf und runter mit jeweils 5 Wiederholungen und wechselnden Auslagen.

Zuerst liefen wir jeweils 2x die Katas Heian 1 - 5 und Tekki Shodan, anschließend war Jion dran. Die Kata wurde in mehrere Parts unterteilt, welche wir uns nach und nach erarbeiteten. Dann liefen wir Jion als Ganzes mit den entsprechenden schnelleren und langsameren Abfolgen, den kraftvolleren und ruhigeren Akzenten.
Zuletzt traten unsere jungen Wettkämpfer gegeneinander an und zeigten Jion auf Wettkampfniveau. 

Dienstag, 25. August 2026

KW 35, Es geht wieder los

Montag
Endlich, die Ferienzeit ist vorbei und somit beginnt wieder das reguläre Training. Zwar fand auch Ferientraining statt, aber entweder war man selbst im Urlaub oder das Dojo blieb geschlossen, weil ein Teil des Teams beim Gasshuku in Füssen war Zusätzlich wurde die vergangene Woche genutzt, um das Dojo zu renovieren. Alles einmal raus, sämtliche Anbauten demontiert, Fenster und Spiegel abgeklebt, Putzarbeiten durchgeführt, Wände und Decken neu gestrichen, am Ende der Woche Matten, Anbauten usw. wieder rein. Wer Zeit hatte, kam vorbei und half, es waren von morgens bis abends immer Leute vor Ort.

Montag leitete Marc wieder mal das Training und somit wurde es entsprechend bunkailastig.

Vor der Spiegelwand, schnell und sauber:
- Oi Zuki, Age Uke, Soto Uke, Uchi Uke, Gedan Barai,

Mit Partner, P1 Schritt vor mit Angriffstechnik, dann Suri Ashi zurück. P2 aus Shizentai einen Schritt zurück bzw. seitlich raus mit Abwehrtechnik und wieder vor in Shizentai:
- Oi Zuki Jodan vs. Age Uke,
- Oi Zuki Chudan vs. Soto Uke,
- Oi Zuki Chudan vs. Uchi Uke,
- Mae Geri vs. Gedan Barai,
Mit dem Zurückgehen mit Suri Ashi von P1 hat man mit dem nächsten Schritt vor gleich einen Auslagenwechsel.
Wichtig: Die Kihon-Ausholbewegung bei den Abwehrtechniken war die erste Abwehr, der eigentliche Kihonblock übernahm den Zuki und leitete diesen weiter.
Die Schrittfolgen mussten schnell erfolgen. P1 ging mit seinem Angriff vor und mit dem Setzen des Fußes auch sofort wieder zurück. Druck aufbauen!

Weiter mit Partner:
- P1 vor YA Kizami Zuki, P2 zurück YA Te Nagashi Uke, Gyakuhand übernimmt und hält, Shuto Uke zum Hals,
- dynamisches vor und zurück in Kamae bei gleichbleibendem Abstand,
- Schieben und drücken im Clinch (beide jeweils eine Hand im Nacken, andere Hand auf dem Arm des Partners),
- Randori, eine Person greift an, andere verteidigt,

Der Dogi war endlich wieder nass, man war erschöpft und spürte sich wieder. Training is back!

Mittwoch
Nach ein paar Lauf- und Dehnungsübungen zur Erwärmung liefen wir
12x die Kata Tekki Shodan, wobei jeder Teilnehmer einmal die Zählzeiten vorgab.

Kihon vor der Spiegelwand:
- Aus Kamae Schritt zurück ZK Age Uke, Schritt vor Oi Zuki,
- Aus Kamae Schritt vor ZK Oi Zuki, Schritt zurück ZK Soto Uke,
Dann mit Gummiband um die Hüfte und Partner, welcher das Band auf Vorspannung hielt.

Kaeshi Ippon Kumite, also Angriff - Abwehr, gleicher Gegenangriff - Abwehr, Konter frei:
- Oi Zuki Jodan,
- Oi Zuki Chudan,
- Mae Geri,
- Yoko Geri Kekomi,
- Mawashi Geri,
- Ushiro Geri,

Danach ähnlich, jedoch den Gegenangriff in umgekehrter Reihenfolge: - Angriff mit Oi Zuki Jodan, Abwehr mit Age Uke, Gegenangriff mit Ushiro Geri, Abwehr z.B. Nagashi Uke, Konter, - Angriff mit Oi Zuki Chudan, Abwehr mit Soto Uke, Gegenangriff mit Mawashi Geri, ... ,

Freitag
Jonny kam gerade von einem Lehrgang eines japanischen Uni-Karate-Teams und so wurde auch sein Training am Freitag: sehr schnell, ohne wirkliche Pausen, kein Nachlassen, kraftvoll und wach sein bis zum Schluss.
Wir begannen mit  vielen Bahnen Kihon. Einzeltechniken oder kurze Kombinationen, aber Umsetzung wie im Kumite. Blitzschnelles vor und zurück, bei aufeinanderfolgenden Techniken beim Zwischenschritt den Fuß kaum richtig aufsetzen. Wie im Kumite schnell rein und sofort wieder raus.

Im zweiten Teil liefen wir alle gemeinsam die Katas Heian 1 - 5, jede Kata einmal gemeinsam mit Zählzeiten, dann jeder für sich. Aber immer 100 %. Mit dem Zurückgehen in Yoi nach der Kata blieben wir komplett im Zanshin, fokussiert und bereit und begannen dann sofort die nächste Kata, ohne Pausen. 

Danach liefen wir in kleineren Gruppen Katas auf Zuruf, wobei neben den Heian Katas auch noch Bassai Dai, Kanku Dai und Empi hinzukamen.

Zuletzt war dann noch Kumite dran, beide Partner im Jiyu Kamae:
- P1 und P2 gehen dynamisch einen Schritt aufeinander zu, klatschen mit der jeweils vorderen Hand ab und gehen den Schritt sofort wieder zurück. Also wieder wettkampfartig rein-raus. Die Gyakuhand deute dabei beim Abklatschen schon den Gyaku Zuki an, entsprechende Arbeit mit der Hüfte.
- danach dann beim Vorgehen ein Partner mit Gyaku Zuki, sofort wieder raus,
- P1 mit Vorwärtsbewegung, P2 kommt mit Gyaku Zuki im Beginn der Bewegung von P1 (Sen no Sen),
- schneller werden, bis P2 mit Gyaku Zuki kommt, wenn Vorwärtsbewegung von P1 noch nicht wirklich begonnen hat (Sen Sen no Sen),

Sehr forderndes Training mit kontinuierlichem Druck, nicht nachlassen, sondern eher in die nächste Technik noch mehr Kraft reinzulegen.

Mittwoch, 12. August 2026

KW 33, Ferientraining und wieder ein Zeh

Montag,
Partnerübungen zur Erwärmung:
1.
Beide in dynamischem Jiyu Kamae zueinander, bewegen sich im Raum und müssen dabei den Abstand beibehalten.
2.
Beide haben die rechte Hand im Nacken des Partners, die andere Hand hält den Arm des Partners im Bereich der Armbeuge.
Mit Schub und Zug versucht man nun den Partner zu bewegen und zu dominieren. Zwischendurch Armwechsel.
3.
Wie zuvor, aber zwischendurch löst immer eine Person seinen Griff und holt  zu einem Schwinger aus, welcher vom anderen Partner oberhalb des Ellenbogens geblockt wird. Um den Partner zusätzlich abzulenken, wird immer wieder zum Schienbein getreten.

Danach ein paar Dehnungsübungen allein und zu zweit.

Ein paar
1.
Aus ZK Kamae, jeweils mit Schritt vor: Mae Geri, Yoko Geri Keage, Yoko Geri Kekomi, Mawashi Geri, Ushiro Geri, Uraken / Gyaku Zuki, Sprungwechsel Uraken / Gyaku Zuki,
Dann mit passivem Partner, welcher jeweils nur schrittweise zurückging.
Zuerst etwas langsamer und sauber, dann schneller und Druck zum Partner aufbauen. Zuletzt versuchen, mit jedem Tritt den Partner zu überlaufen.

2.
YA Kizami Zuki, hinteren Fuß etwas heranziehen und den Schritt verkürzen. Dann den vorderen Fuß nach hinten setzen, also einen Schritt zurück.
Dann das Gleiche mit Gyaku Zuki.
Nun P1 mit beiden Kombis zu anderem Partner, dann beide Partner gleichzeitig zueinander:
P1 mit YA Kizami Zuki zu P2, Schritt verkürzen, Schritt zurück.
Gleichzeitig P2 mit YA Gyaku Zuki zu P1, Schritt verkürzen, Schritt zurück.
Dann beide gleichzeitig die jeweils die andere Technik.
Ständiger Wechsel, immer hin und her.

3.
P1 steht links vor in Kamae, dann rechts Schritt vor Oi Zuki Chudan, P2 aus Shizentai links Schritt zurück und Soto Uke mit rechts, dann reindrehen und Ushiro Empi Uchi zum Partner.

4.
Beide stehen links vor in Kamae. P1 mit YA vor Kizami Zuki.
P2 Gyaku Te Nagashi Uke, anderer Arm übernimmt zu Age Uke, Rippenseite von P1 nun offen für gyakuseitigen Stoss von P2 in die Rippen.

5.
Beide stehen links vor in Kamae. P1 mit YA vor Kizami Zuki.
P1 vor YA Kizami Zuki,
P2 zurück YA Te Nagashi Uke, andere Hand übernimmt und hält bzw. greift Arm oder Ärmel von P1, mit Oi-seitigem Unterarm Schlag gegen Hals von P1

Ach ja, bei der ersten Erwärmungsübung bin ich in der Vorwärtsbewegung mit einem Zeh an den Matten hängen geblieben und spürte einen stechenden Schmerz.
Zwar habe ich das Training mit getapten Zeh durchgezogen, aber kaum zu Hause angekommen, konnte man es schon erkennen... der nächste Zehbruch.

Mittwoch
Kurz war die Überlegung da, dem gebrochenen Zeh etwas Ruhe zugeben, aber wenn schon Training angeboten wird, muss man einfach hin. Also ordentlich Tape rauf, mit den Nachbarzehen verbunden und hoffen, dass kein Stoß von vorne kommt.
Wie schon am Montag gab Marc wieder das Training und passenderweise setzten wir das Training entsprechend fort.
Zur Erwärmung gab es mit Partner viel Handgemenge. Beide stehen recht eng, beide das rechte oder beide das linke Bein vor.
P1 Kizami Zuki / Gyaku Te Nagashi Uke, P2 Gyaku Te Nagashi Uke / Kizami Zuki, dann umgekehrt. Zwischendurch Auslagenwechsel, indem direkt nach dem Kizami Zuki mit der gleichen Hand Te Nagashi Uke ausgeführt wird.
Danach diverse schnelle Wechsel: eine Hand Zuki, der Abwehrende Te Nagashi Uke, der andere Arm übernimmt und führt die Abwehrbewegung fort, andere Hand Zuki.
So konnten wir verschiedene Kombinationen aus den Heian-Katas trainieren und die Bewegungen dann für den Einsatz auf der Straße.
Das heißt, weniger gerade Zuki, sondern eher Schwinger; statt Te Nagashi Uke mit Unterarm bzw. Ellenbogen in den Block und zum Kopf des Gegners.
Ebend ein Training, welches wir von Marc kennen!

Danach liefen wir mehrmals erst die Heian-Katas, dann die Jion. Unter Marcs prüfendem Blick wurde korrigiert und wiederholt, bis der Sensei zufrieden war.
Und wir auch, denn was gibt es besseres, als erfolgreich trainiert zu haben.

Dienstag, 4. August 2026

300 Posts - Und ein paar Gedanken

Sechseinhalb Jahre ist dieser Blog nun schon mein digitaler Wegbegleiter und letztes Wochenende veröffentlichte ich hier inzwischen meinen 300. Blogpost. Mal wieder Zeit für ein paar Gedanken.
Als ich mich im Januar 2020 dazu entschied, meine Trainingsnotizen nicht mehr nur in ein gebundenes Notizbuch zu schreiben, sondern online zu stellen, hätte ich mir niemals diesen Umfang vorgestellt.
300 Posts sind nicht nur 300 Veröffentlichungen, es sind eher Kapitel, welche meistens für eine Trainingswoche oder einen Lehrgang stehen und mehrmals mit den einzelnen Trainings- und Lehrgangstagen erweitert werden.
Das Blogschreiben selbst ist natürlich schon aufwendiger als meine früheren, ins Buch gekritzelten Notizen, welche einzig und allein für mich waren. Indem ich es online stelle, versuche ich es verständlicher und nachvollziehbarer zu beschreiben, was entsprechend Zeit in Anspruch nimmt. Aber ich ziehe es durch und setze mich zeitnah nach den Trainings hin, um die Abläufe und Erlebnisse aufzuschreiben. Egal wie spät es ist oder wie müde ich bin, es gehört für mich zu meinem Training dazu.

Fast ein Jahr trainiere ich nun schon im Tonbo Dojo und bin sehr froh, diesen Schritt gegangen zu sein, denn es war definitiv ein Schritt nach vorn.
Mit dem Wechsel zum Tonbo Dojo hat sich natürlich auch mein Training verändert. Nach wie vor versuche ich dreimal pro Woche zu trainieren, aber die Intensität hat stark zugenommen. In der Braun-Schwarzgurt-Gruppe trainiert man inmitten von sehr guten Karatekas, von denen nicht wenige regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen und zum Teil sogar dem Kaderteam des DJKB angehören. Und das spürt man in allen Bereichen, aber vor allem im Kumite. Wie dynamisch, kraftvoll und schnell hier vorgegangen wird, kannte ich zuvor nur von anderen wettkampforientierten Vereinen, meistens von Lehrgängen. Es hat etwas Zeit gebraucht, aber inzwischen bin ich angekommen, mag Dojo, Team und Training und fühle mich einfach nur wohl.
Meine Lehrgangsbesuche sind aktuell etwas weniger geworden. Einerseits gibt mir das wöchentliche Training sehr viele neue Inputs, an welchen ich arbeiten kann und muss, andererseits passt nicht jeder Lehrgang zum Familienkalender. Aber ab September stehen noch einige Veranstaltungen an und auf diese freue ich mich auch schon. 

Ansonsten bleibt mir nur, mich bei den Lesern zu bedanken, welche meinen Blog und meinen Weg begleiten und denkt an die Worte von Jan Steklý Sensei von meinem letzten Lehrgang in Forst:
"Don't just do Karate, study Karate!"
DANKE!

Sonntag, 2. August 2026

KW 31, Ferientraining

Mittwoch
Zur Erwärmung begannen wir mit Sprintübungen mit Spielkarten:
Auf die andere Seite laufen, auf dem Weg drei Liegestütze. Auf der anderen Seite sind auf dem Boden verteilte, verdeckt liegende Spielkarten. Eine Karte aufdecken, ist es die zugeteilte Karte mit dieser zurücklaufen. Ist es nicht die zugeteilte Farbe, die Karte wieder verdeckt hinlegen und ohne zurücklaufen. Welches Team zuerst alle zugeteilten Karten auf seiner Seite hat, hat gewonnen.
Danach mit erschwerten Bedingungen: bei den verdeckten Karten sind welche mit einem X, wird diese gezogen legt sich der Läufer auf den Rücken und muss von zwei anderen aus dem Team zurückgetragen werden.

Hauptthema im Training war dann Randori, wechselseitig, aus dynamischer Bewegung heraus:
- sehr langsam,
- schneller als zuvor,
- vor Angriff mit einer Hand Boden berühren,
- mit einer Fußtechnik beginnend,
- vor Angriff mit einer Hand stören,

Dazwischen Übungen, auch wieder mit Partner, für schnelle Reaktionen:

1. Beide bewegen sich in Kamae dynamisch, ein Partner geht plötzlich leicht vor mit zur Seite gestreckten Armen, Partner greift mit Gyaku Zuki an,

2. P1 wedelt in Kreisbewegungen mit Gürtel in der Hand:
- horizontal auf Kopfhöhe: P2 duckt sich runter,
- horizontal auf Gedanhöhe: P2 springt hoch,
- vertikal zum Körper, P2 geht seitlich raus,
und greift danach jeweils umgehend zu P1 an,

3. P1 in Kamae, P2 steht dahinter und tippt P1 an verschiedenen Körperstellen an:
- Schulter des vorderen Arms: P1 Kizami Zuki,
- Schulter des hinteren Arms: P1 überlaufener Gyaku Zuki,
- hinterer Oberschenkel des vorderen Beins: Kizami Mawashi Geri,
- hinterer Oberschenkel des hinteren Beins: Mae Geri,
- auf Rücken: Gyaku Zuki,

4. Wechselseitig einen Tennisball zuwerfen etwas weiter als über die seitliche Armlänge, so dass der Partner sich stark strecken muss, um den Ball zu fangen. Erst aus 2m Abstand, dann aus 1m Abstand zueinander.

5. Ein Partner mit 2 Handpratzen: Immer eine Pratze zeigt irgendwo hin, der andere Partner muss blitzschnell zu dieser Pratze angreifen: Kizami Zuki, überlaufener Gyaku Zuki, Gyaku Zuki, Kizami Mawashi Ger, Mae Geri.

Zum Abschluss noch einmal Randori ganz normal: schnelle Reaktion mit Zanshin, alle Techniken sind erlaubt, 2er und 3er Kombinationen, Ashi Barai.


Donnerstag, 9. Juli 2026

KW 28, Arbeitshöhe und Druck nach vorn

Montag
Im Shotokan-Karate bewegen wir uns generell recht tief und damit es bei aufeinanderfolgenden Bewegungen in Kihon, Kata und Kumite kein auf und ab gibt, trainierten wir am Montag die richtige "Arbeitshöhe".
Wir begannen mit der Bewegegung in den tiefen Stand. Dabei gingen wir nicht erst runter und dann vor oder zurück in den Schritt, aber auch nicht diagonal nach unten. Die optimale Bewegung ist eher exponentiell fallend, also als Kurve zu sehen.
Dieses trainierten wir durch wiederholende Bewegung aus Shizentai in Zenkutsu Dachi und Kokutsu Dachi. Anschließend gingen wir jeweils 10x aus Yoi in den ersten Stand aller Heian-Katas.

Weiter mit dem Verbleib in der Höhe in der Bewegung.
In der Vorwärtsbewegung im Zenkutsu Dachi hilft das über dem Fußspann stehende Knie. Würde man nun einfach nachgeben, fällt man ganz ohne Krafteinsatz nach vorn. Zieht man nun das hintere Bein an und drückt sich mit dem Standbein nach vorn. Für die Rückwärtsbewegung zieht man das vordere Bein heran und drückt sich mit dem Standbein nach hinten ab, aufgrund der Schwerkraft bleibt man unten.
Wichtig: die Knie bleiben gebeugt, damit man in der Bewegung nicht aufsteht!
Dazu liefen wir viele Bahnen in Zenkutsu Dachi und Kokutsu Dachi, unter anderem mit einer Gewichtsscheibe in nach vorn ausgestreckten Händen.
Am Ende liefen wir mehrmals die Kata Heian Shodan mit Fokus auf die Lerninhalte dieser Trainingseinheit 

 
Mittwoch
Das große Thema dieses Trainings war sen no sen. Der Verteidiger erkennt den Moment des Angriffs und ergreift die Initiative und kommt dem Angriff zuvor. 
 
Beide Partner in kurzem Abstand gegenüberstehend in Kamae:
- vor YA Kizami Zuki, 
- abwechselnd mit vorderer Hand stören, sofort Ushiro Geri,
- immer abwechseln P1 2x Schritt vor Gyaku Zuki, P2 geht beide Schritte passiv zurück,
 
Beide in dynamischem Jiyu Kamae einander gegenüberstehend:
- P1 vor YA Kizami Zuki, P2 YA zurück Te Nagashi Uke,
- P1 vor YA Kizami Zuki, P2 Gyaku Zuki, 
- P1 angedeuteter Kizami Zuki mit YA, P2 Gyaku Zuki, P1 hinteren Fuß heransetzen, mit vorderem Fuß Mawashi Geri, P2 YA Kizami Zui / Gyaku Zuki,
Wichtig: Der Kizami Zuki kommt mit dem Vorschieben des vorderen Fußes, mit welchem die Distanz verkürzt wird und nach dem Zuki die Faust wieder in Hikite zurückgerissen wird, wodurch der Körper wie durch ein Gummiband in den Gegner katapultiert werden kann.
 
Dazwischen immer wieder Randori, abwechselndes hin und her, mit sauberen geradlinigen Techniken.
 
Mit Partner und Gummiband, P2 geht hinter P1 mit, Gummi dauerhaft auf Vorspannung, P1 geht bahnweise vor:
- Oi Zuki,
- Gyaku Zuki,
- Mae Geri,
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki, 
- überlaufener Gyaku Zuki,
- Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,
 
Danach noch ein paar Bahnen Kumite, P1 schnell vor, P2 zurück mit Abwehrtechnik, Angreifer sollte immer versuchen mit seinem Angriff in den Verteidiger zu gehen.

Dienstag, 7. Juli 2026

Lehrgang mit Jan Steklý - Karate is easy

Freitag wurde etwas früher Feierabend gemacht, denn Frank (ebenfalls vom Tonbo Dojo) und ich fuhren zum Lehrgang nach Forst (Lausitz) mit dem tschechischen JKA-Chief-Instructor Jan Steklý.
Da Tonbo Dojo und der gastgebende SV Alemania Forst freundschaftlich verbunden sind, ist es immer ein herzliches Zusammentreffen, was ich seit meinem Beitritt zum Tonbo-Dojo schon häufiger miterleben durfte.
Nach einem ersten Einführungstraining am späteren Nachmittag, welches für alle Graduierungen offen war, ging es anschließend zusammen mit dem Sensei in ein Restaurant und ließen den ersten Tag in netter Runde ausklingen, bevor wir in unsere Unterkunft zu Thomas und seiner Familie nach Hause fuhren. Danke nochmals für eure Gastfreundschaft.
Am Samstag gab jeweils zwei Einheiten für 9.-7. Kyu und zwei Einheiten für 6. Kyu bis Dan und so nutzten wir die Gelegenheit und nahmen an allen Trainings teil.
Für die unteren Kyu-Grade lag der Lehrgangsschwerpunkt auf der Kata Heian Nidan, bei den Trainings für die höheren Graduierungen stand die Kata Gankaku im Mittelpunkt. Wir liefen viele einzelne Techniken und kleine Kombinationen im Kihon, erarbeiteten uns die Katas Stück für Stück und trainierten einzelne Technikfolgen im Kumite mit Partnern. 

Der Sensei sagte an, beobachtete, korrigierte uns und zeigt sehr anschaulich, wie wir es besser machen können. Besonderheiten der einzelnen Stände und Fußstellungen sowie die Auswirkungen bei schon kleinen Abweichungen, wie durch Gewichtsverlagerung ein Schritt schneller wird, direkte Ausholbewegungen für schnellere Drehungen, die Wichtigkeit von tretendem Bein und unterstützendem Standbein und der richtige Fokus auf das Ziel waren nur ein paar der Punkte, welche Jan Steklý immer wieder erklärte, vorzeigte und mit uns trainierte.
Ein sehr intensiver Lehrgang, in welchem wir einerseits die Katas ein großes Stück mehr verstehen lernten und andererseits der Sensei uns mit vielen wertvollen Hinweisen sein Verständnis von Karate näher brachte.
Dazu gehörte zum einen seine Devise "Karate is easy", was er uns immer wieder an verschiedensten Beispielen zeigte, andererseits auch sein Leitspruch "Don't just do Karate, study Karate!"
Im Karate sind es oft schon Kleinigkeiten, welche eine Technik erfolgreich machen. Nicht nur anschauen und nachmachen, sondern verstehen, hinterfragen, optimieren, erarbeiten und trainieren. Budo ist ein Weg.
Danke Sensei für diese erlebnisreiche Wochenende. Ossu






Donnerstag, 2. Juli 2026

KW 27, Im Dojo bleibt es heiß

Montag
Nach 20 Minuten Erwärmung und Dehnung waren zunächst die Heian-Katas und Tekki Shodan dran. Wir liefen alle Katas gemeinsam, immer eine andere Person sagte an:

"Musubi Dachi", "Rei" mit Verbeugung, "Kata xxx", "Yoi" mit Ausgangsstellung für die jeweilige Kata, Kata laufen mit entsprechenden Zählzeiten, "Rei" Verbeugung, "Yame",

Zur Entspannung, die Temperaturen waren noch nicht wirklich wieder trainingsfreundlich, liefen wir etwas Kumite. P1 mit Yori Ashi vor Kizami Zuki, P2 YA zurück mit Te Nagashi Uke. Ein paar Bahnen mit Richtungswechsel.

Danach weiter mit Jion und der nächsten Prüfungskata, letztere liefen wir gruppenweise. Abschließend zeigte jede Gruppe ihre Kata entsprechend der Wettkampfordnung vor den Augen der anderen Teilnehmer.

Mittwoch
Zuerst mit Antje eine 40-minütige schweißtreibende Erwärmung mit vielen Aspekten aus dem Yoga (ich glaube ich mag Yoga nicht), dann weiter mit Jonny und dem eigentlichen Karate-Training. Obwohl das auch nicht richtig ausgedrückt ist, denn eine gute Erwärmungs- und Dehnungsarbeit sollte Bestandteil eines jeden Karatetrainings sein.

Es waren alle Heian-Katas dran. Erst geinsam mit Zählzeiten, danach jeder für sich mit mindestens 80%, aber vor allem deutliche und saubere Bewegungen, Techniken und Stände.

Nach jeder Kata war bahnweise Jiyu-Kumite-Training dran. Beginnend aus Jiyu Kamae mit dynamischem Stand auf den Fußballen schnell vor:
- Kizami Zuki,
- Gyaku Zuki,
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki, Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- Gyaku Zuki, Gyaku Zuki / Gyaku Zuki, Kizami Zuki / Tritttechnik,
- Gyaku Zuki / Gyaku Zuki, Gyaku Zuki, Kizami Zuki / Tritttechnik,
Im Stand blitzschnelle Wiederholungen bis "Stopp"-Kommando kommt:
- Kizami Zuki,
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- Kizami Zuki / Kizami Zuki / Gyaku Zuki,

Jonny ist Wettkämpfer und legt besonderen Wert auf kraftvolles und schnelles Vorgehen. Immer nochmal wurden die Kombinationen wiederholt und immer wieder heizte er uns an, noch mehr aus uns herauszuholen. Bei den aktuellen Temperaturen echt eine Qual, aber auch richtig gut...

Dienstag, 23. Juni 2026

KW 26, Heiße Woche

Montag
Maxi musste heute leider als Trainer absagen und so fuhr ich zum Dojo, um für mich einfach Keris und Katas zu trainieren.
Vor Ort bot sich dann Marc an, uns in sein Bunkaitraining zu nehmen und Bunkai und Selbstverteidigung zu trainieren.
Bunkaitraining mit Marc ist für mich immer ein Highlight, da es sehr realitätsnah ist und so freute ich mich auf dieses Training. Draußen waren 29 °C und im Dojo tropisch feuchtwarm.

Wir begannen mit Clinchübungen:
Beide halten mit der jeweils rechten Hand am vorderen Kragen, die andere Hand liegt auf der Hand des Gegners. Beide Hände kontrollieren somit den Gegner und nun versuchten wir uns gegenseitig zu ziehen und zu drücken und den Gegner zu kontrollieren.
Danach wieder mit beiden Händen halten, mit Tritten zum Schienbein ablenken und dabei immer mal einen Schwinger von rechts oder links, versuchen darunter durchzutauchen und versuchen sich hinter den Partner zu drehen. Mit beiden Händen an den Schultern halten und in eine Kniekehle treten und den Gegner somit zu Fall zu bringen.

Weiter mit Renzoku, also Aufeinanderfolge zweier Techniken:
- Eine Hand (beide rechts oder beide links) Zuki, die andere Hand von außen Te Nagashu Uke, Wechselspiel von Stoß und Abwehr. Die Hände bleiben dabei oben, um den Kopf immer zu schützen.
- Wie zuvor z.B. P1 mit rechts Kizami Zuki, P2 mit links von außen Gyaku Te Nagashi Uke, die rechte Handaußenfläche (Haishu)  übernimmt dahinter im Ellenbogenbereich und führt den Weg des Arms von P1 fort, die rechte Hand drückt dann den Oberarm von P1 zum Körper von P1.
- P1 mit rechts Kizami Zuki, P2 mit mit links von außen Te Nagashi Uke und die rechte Handaußenfläche übernimmt dahinter im Ellenbogenbereich. Mit diesem Block dreht sich P2 aber schon um 90° im nach links raus. Mit der Übernahme durch die rechte Hand wird der gegnerische Arm mit rechts gehalten / fixiert und es folgt ein Stoß mit links zum Kopf des Gegners.

Shuto Uke von innen:
- Beide links vor, P1 Kizami Zuki. P2 mit links Te Nagashi Uke, mit rechts den Ärmel greifen und zu sich heranziehen, gleichzeitig mit linker Hand Shuto Uke zum Hals.
Shuto Uke von außen:
- Beide links vor, linker Kizami Zuki von P1. P2 mit rechts Gyaku Te Nagashi Uke von außen nach innen. Mit links Haishu übernehmen und sich dabei nach rechts um 90° rausdrehen, so dass rechter Fuß hinten ist.
Dann
a) mit rechts Schritt vor und unter das vordere linke Bein von P1. Dadurch wird P1 ausgehebelt. Mit dem hebelnden Schritt mit dem rechten Arm über die Brustseite des Gegners zur hinteren Schulter und ihn über das vordere Bein nach hinten werfen.
b) von außen gegen das vordere Knie von P1 treten und Gegner zu Fall bringen.

Age Uke:
- Beide links vor, linker Kizami Zuki von P1, P2 Gyaku Te Nagashi Uke von außen nach innen (Ausholbewegung des Age Uke). dann mit eigentlichem Age Uke Arm von P1 übernehmen, Rechter Haken in jetzt freien Rippenbereich.

Bei allen Übungen gingen wir mit dem Block zum Gegner bzw. in den Gegner hinein. So wie die meisten Katas es auch zeigen, mit dem Block geht es zum Gegner, nicht zurück, Druck nach vorn.

Zuletzt liefen wir 3x die dazu passende Kata Heian Nidan. Natürlich mit Druck nach vorn.

Nachtrag:
Fast hätte ich doch die Kakie-Übung vergessen! Kakie (übersetzt "klebende Hände") sind Nahkampfübungen, bei welchen man im Clinch kontinuierlich den Hand- bzw. Unterarmkontakt zum Partner hält und auf Druck- und und Schubbewegungen reagiert. Die Bewegungen sind meistens schiebend und kreisend und durch den kontinuierlichen Kontakt braucht man nicht auf die Bewegungen schauen, sondern diese werden gefühlt.
Wir trainierten erst einmal mit einer aktiven Hand. Beide rechte oder linke Hand vor, Kontakt zum Partner über Handgelenk und Shuto (Handaußenkante), die andere Hand mit Handinnenfläche nach oben, unterhalb vom Solarplexus. P1 versuchte nun zum Kinn von P2 zu stoßen, P2 drückte die herankommende Faust nach außen in Richtung P1 zurück. P1 nahm die Faust wieder zurück und versuchte dann wieder geradlinig zum Kinn vorzustoßen. Wichtig: ununterbrochener Kontakt.

Mittwoch
Mit über 30 °C Außentemperatur war es gestern wieder sehr warm. War es anfangs im Dojo noch recht gut erträglich, so waren am Ende die Gis der Beteiligten nur noch nass.
Dabei passte Andi mit dem Training auf und die Übungen waren gar nicht zu anstrengend, aber vielleicht braucht man momentan gar nicht viel, bis der Schweiß läuft.

Anfangs liefen wir die Katas Heian 1 - 5 und Tekki Shodan. Ohne Zählzeiten und nur mit 50 %, aber mit viel Hüfte und starken und deutlichen Bewegungen.

Kumite-Übungen:
Zuerst wieder Kommando durch den passiven Partner, schnelle Reaktion durch den Angreifer:
"Ichi" -> YA Gyaku Zuki,
"Ni" -> YA Kizami Zuki,

Abwechselnd eine Tritttechnik zum Partner. Sofort wenn P1 seinen Fuß wieder am Boden aufsetzt be und sauber.ginnt P2 mit seiner Tritttechnik. Beide nicht stark, aber kontrolliert

Dann waren die Sentei-Katas dran: Hangetsu, Bassai Dai, Kanku Dai, Jion and Empi.

Wieder Kumite-Übungen, dieses Mal ging der passive Partner immer einen Schritt zurück:
"San" -> Gyaku Zuki Jodan, Gyaku Zuki Jodan,
"Shi" -> überlaufener Gyaku Zuki,

Anschließend wieder die Trittübungen zum Partner. Nicht zu statisch, eher aus einer dynamische Bewegung heraus, Lücken sehen, antäuschen.

Als letzte Kata lief jeder seine nächste Prüfungskata, für die Schwargürtel war Unsu angedacht.

Zuletzt wurden Kataübungen zusammengefaßt und der Angreifer kamm auf Kommando Ichi, Ni, San oder Shi mit der jeweiligen Technik vor.

Am Ende war das Klima im Dojo recht tropisch, die feucht-warme Luft blieb trotz geöffneter Fenster.
 
Freitag
Die Temperaturanzeige im Auto stand immer noch auf 36 °C, aber egal, wenn Training stattfindet, gehe ich hin. Heute übernahm Lucas die Leitung und als unser Kataspezialist konnte es nur sehr lehrreich sein.
Nach etwas Erwärmung und Dehnung begannen wir mit Jion. Wir liefen sie zuerst alle gemeinsam auf Zählzeiten von Lucas, anschließend schaute er uns zu, um zu schauen welchen Stand jeder hatte. Danach teilten wir die Kata auf und liefen sie Stück für Stück. Lucas zeigte und erklärte, wir wiederholten.
Den mittleren Part mit Teisho Uke im Kiba Dachi liefen wir erst mehrmals und trainierten danach mit Partner an der Handpratze. Ungewohnt, aber gut um diese Technik zu verstehen.
Da ich die Jion als meine nächste Prüfungskata gewählt habe, war dieses Training sehr interessant und lehrreich für mich und hat mich der Kata ein ganzes Stück näher gebracht.