Sechseinhalb Jahre ist dieser Blog nun schon mein digitaler Wegbegleiter und letztes Wochenende veröffentlichte ich hier inzwischen meinen 300. Blogpost. Mal wieder Zeit für ein paar Gedanken.
Als ich mich im Januar 2020 dazu entschied, meine Trainingsnotizen nicht mehr nur in ein gebundenes Notizbuch zu schreiben, sondern online zu stellen, hätte ich mir niemals diesen Umfang vorgestellt.
300 Posts sind nicht nur 300 Veröffentlichungen, es sind eher Kapitel, welche meistens für eine Trainingswoche oder einen Lehrgang stehen und mehrmals mit den einzelnen Trainings- und Lehrgangstagen erweitert werden.
Das Blogschreiben selbst ist natürlich schon aufwendiger als meine früheren, ins Buch gekritzelten Notizen, welche einzig und allein für mich waren. Indem ich es online stelle, versuche ich es verständlicher und nachvollziehbarer zu beschreiben, was entsprechend Zeit in Anspruch nimmt. Aber ich ziehe es durch und setze mich zeitnah nach den Trainings hin, um die Abläufe und Erlebnisse aufzuschreiben. Egal wie spät es ist oder wie müde ich bin, es gehört für mich zu meinem Training dazu.
Fast ein Jahr trainiere ich nun schon im Tonbo Dojo und bin sehr froh, diesen Schritt gegangen zu sein, denn es war definitiv ein Schritt nach vorn.
Mit dem Wechsel zum Tonbo Dojo hat sich natürlich auch mein Training verändert. Nach wie vor versuche ich dreimal pro Woche zu trainieren, aber die Intensität hat stark zugenommen. In der Braun-Schwarzgurt-Gruppe trainiert man inmitten von sehr guten Karatekas, von denen nicht wenige regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen und zum Teil sogar dem Kaderteam des DJKB angehören. Und das spürt man in allen Bereichen, aber vor allem im Kumite. Wie dynamisch, kraftvoll und schnell hier vorgegangen wird, kannte ich zuvor nur von anderen wettkampforientierten Vereinen, meistens von Lehrgängen. Es hat etwas Zeit gebraucht, aber inzwischen bin ich angekommen, mag Dojo, Team und Training und fühle mich einfach nur wohl.
Meine Lehrgangsbesuche sind aktuell etwas weniger geworden. Einerseits gibt mir das wöchentliche Training sehr viele neue Inputs, an welchen ich arbeiten kann und muss, andererseits passt nicht jeder Lehrgang zum Familienkalender. Aber ab September stehen noch einige Veranstaltungen an und auf diese freue ich mich auch schon.
Ansonsten bleibt mir nur, mich bei den Lesern zu bedanken, welche meinen Blog und meinen Weg begleiten und denkt an die Worte von Jan Steklý Sensei von meinem letzten Lehrgang in Forst:
"Don't just do Karate, study Karate!"
DANKE!
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