Nach zwei Wochen Ferienpause ging es gestern wieder mit dem Training los. Zwar war ich davon eine Woche im Wanderurlaub und täglich einige Kilometer in den Bergen unterwegs, aber trotzdem merke ich die zwei Wochen ohne Dojo-Training schon.
Die Woche begann mit einem sehr schön aufgebauten Training:
1.
Shizentai, linker Zuki vor. Sehr flacher Sprung um 90° um die eigene Achse nach links, mit aufkommen beider Füße Zuki mit anderem Arm. Mit jedem Sprung um 90° ein Zuki.
Dann andere Richtung aus Shizentai rechter Zuki vor und Sprünge um die eigene Achse nach rechts mit wechselnden Zukis.
Zuerst pro Sprung / Zuki eine Zählzeit, dann pro Zählzeit zwei Sprünge / Zukis, dann vier Sprünge / Zukis pro Zählzeit.
Wichtig: Flach hüpfen und sehr locker bleiben bis zum Kime beim Zuki. Nur durch die Lockerheit zu Beginn wird es kraftvoll und schnell zum Ende. Sehr wichtig für Bewegungen in den Katas.
2.
In Kokutsu Dachi stehen:
- beide Knie nach innen drücken, Leiste zusammenziehen,
- beide Knie wieder nach außen dücken, Oberschenkel und Po anspannen,
Dann in Kokutsu Dachi mit Shuto Uke vor- und rückwärts gehen. Z.B. vorwärts: eine Zählzeit hinteren Fuß neben den vorderen heranziehen (Leisten zusammenziehen), nächste Zählzeit gleichen Fuß vor in KK (Oberschenkel und Po anspannen). Danach eine Zählzeit beide Bewegungen.
Wichtig: Schritt vor oder zurück nicht als 2 Bewegungen nicht getrennt durchführen, sondern als eine Bewegung.
3.
Übung zu dritt, zwei Personen stehen sich mit 1,5 m Abstand gegenüber, halten Seil-Enden locker, so dass es in der Mitte zwischen Knie- und Hüfthöhe durchhängt.
Person in der Mitte steht in Heisoku Dachi seitlich zum Seil und tritt jeweils 10x, erst rechts, dann links:
- Yoko Geri Keage über das Seil,
- erst Yoko Uraken, dann Yoko Geri Keage,
- gleichzeitig Yoko Uraken und Yoko Geri Keage,
Wichtig: den Yoko Uraken kraftvoll zur Seite, so wird der der Yoko Geri Keage unterstützt und man muss sich zum Schwerpunktausgleich beim Tritt nicht zur Gegenseite lehnen.
Zum Ende liefen wir dann mehrmals die Kata Heian Nidan, wobei wir die zuvor trainierten drei Schwerpunkten besonders beachteten.
Donnerstag
Wir waren nur zu viert und da ein Beginner dabei war, welcher kaum Techniken kannte und konnte, war einfach mal Basistraining angesagt. Auch das sollte zwischendurch einfach mal sein, schon um Techniken langsam und sehr sauber anzugehen.
- Oi Zuki,
- Age Uke,
- Soto Uke,
- Uchi Uke,
- Gedan Barai,
Um die Ausführungen der Techniken besser darzustellen, trainierten wir mit Partner weiter.
Partner hielt uns am Kragen, mit einer Hand als Ausholbewegung ins Gesicht des Partners, dann mit Age Uke den greifenden Arm nach oben schlagen.
Für die anderen Übungen wurde ein Handgelenk gegriffen. Z.B. wird das Handgelenk in Hüfthöhe gehalten, den Unteram nach oben anwinkeln und mit Soto Uke von außen gegen den Ellenbogen schlagen. Dieses trainierten wir aber nur recht vorsichtig, denn der gegnerische Ellenbogen sollte das Training unbeschadet überstehen.
7Ziletzt liefen wir noch Heian Nidan, Heian Jondan und Heian Godan.
Freitag
Nach Erwärmung und Dehnung übernahm Jonny die Leitung des Trainings, es wurde wieder vielseitig, kraftvoll und schnell.
Wir begannen mit einem Mix aus Kihon und Kumite.
In Heisoku Dachi, dann linken Arm seitlich ausstrecken mit geöffneter Hand. Dann Scherpunkt absenken und nach links geht dann das linke gestreckte Bein. Nun in Armrichtung umsetzen in ZK und weit vor mit Gyaku Zuki.
Weiter aus sehr verkürztem Kamae mit Yori Ashi weit vor mit Gyaku Zuki, dann wieder zurück in verkürztem Kamae mit Kizami Zuki. Statt Kizami Zuki dann auch mit Age Uke, Soto Uke und Gedan Barai.
Als nächstes statt vor mit YA nun aus verkürztem Kamae den vorderen Unterschenkel vorsetzen, so dass das vordere Bein somit gestreckt ist. Das mit Gyaku Zuki und dann mit Ya Kizami Zuki nachsetzen. Diesen dann "überlaufenen" Gyaku Zuki bahnweise mit passivem Partner. Aufgrund des vorgestreckten Beins hat man indirekt den Abstand zum Gegner verringert und kann mit dem Gyaku Zuki, spätestens mit dem Kizami Zuki, an den Gegner ran.
Nun den Partner auf den Rücken nehmen und auch wieder aus verkürztem Kamae, den vorderen Fuß vorstrecken und die Hüfte aus Hanmi in Shomen drehen. Dann ohne Partner auf dem Rücken, aber dafür vor der Spiegelwand und die gleiche Übung klappt nun viel schneller.
Weiter mit Gummiband: in Kokutsu Dachi aus Gedan Barai das Gummiband mittels Gyaku Zuki spannen, dann wieder Gedan Barai.
Zuletzt wieder mit Partner:
P1: aus Kamae YA vor mit Kizami Zuki / YA Gyaku Zuki,
P2: aus Kamae YA zurück, Block mit Te Nagashi Uke, dann Block mit YA mit KK Gedan Barai,
P2: aus KK Gyaku Zuki,
P1: Block in KK mit Gedan Barai, Konter Gyaku Zuki,
Besonders auf Gewichtsverlagerung und den Einsatz der Hüfte achten.


















