Lucas leitete erstmals das Montagstraining und als unser Kataspezialist legte er natürlich seinen Trainingsschwerpunkt in diesen Bereich.
Zu Beginn standen Kondition und Kraft auf dem Programm:
- in die Hocke, wieder hoch mit Mae Geri,
- Hiki Ashi (Zurückschnappen des Unterschenkels): aus ZK 35x Mae Geri links, dann rechts,
- 100x Oi Zuki,
- aus Shizentai in Hiza Dachi, 20x links, dann rechts,
- aus Shizentai nach hinten tief runter, vorderes Bein gestreckt, Po fast am Boden, wieder Shizentai,
- Plank, Liegestütze,
Immer wenn die Muskeln anfingen zu brennen, wurden noch ein paar Wiederholungen rangehängt.
Vor Spiegelwand mit vielen Wiederholungen:
- sehr tief in ZK Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
Mit Partner und Handpratze:
- Mawashi Geri Chudan,
Bei den beiden folgenden Katas wurde uns von Lucas wieder viel erklärt, was für unser Verständnis der Katas immer weiter voranbringt.
Sein besonderes Augenmerk lag dabei auf:
Heian Nidan
- zu Beginn keine Ausholbewegung aus Yoi zu Koshi Kamae, sondern beide Fäuste werden aus Yoi kreisförmig an der rechten Hüfte vorbei nach links oben bewegt,
- dann waagerechter Unterarm vor Stirn, nicht oberhalb, nicht als Age Uke sehen, sondern als Zuki,
- waagerechte Faust auf Höhe von Handgelenk des senkrecht nach oben zeigenden Unterarms,
- bei Haiwan Uke den Ellenbogen auf Höhe der Schulter, Oberarm zeigt nach außen somit leicht nach oben, nicht ganz waagerecht,
- um wieder am Ausgangspunkt anzukommen und nicht zu weit nach hinten zu gehen: für letzte beiden Gedan Barai die Zenkutsu Dachi auf einer Linie,
Heian Sandan
- bei Auftaktbewegungen Gedan Barai / Uchi Uke nicht tief stehen mit gebeugten Knien, sondern gerade stehen,
- gleichzeitige Bewegungen Gedan Barai / Uchi Uke mit Betonung nach vorn,
- bei den drei Fumikomi auf der langen Geraden tief bleiben, nicht hochkommen,
Auch wenn die Punkte nicht neu sind, so hilft es eine Kata zu vertiefen, wenn man sich einzelne Stände, Bewegungen oder Techniken heraus sucht und auf diese ein besonderes Augenmerk legt.
Mittwoch
In der ersten Trainingshälfte waren wieder viele Kihonkombinationen zu laufen. Die Schwierigkeit dabei war, dass wir gleichzeitig eine Kombi für die Vorwärtsbewegung UND eine Kombi für die Rückwärtsbewegung genannt bekamen, welche wir uns merken und dann entsprechend laufen mussten. Erst langsamer mit 2 x 5 Wiederholungen a 50 %, dann 2 x 5 mit 80 % und zuletzt 2 x 3 Wiederholungen mit 100 %.
Danach wurde es weniger kopflastig, denn wir trainierten mit wechselnden Partnern Jiyu-Ippon-Kumite mit Kizami Zuki, Chudan Zuki, Mae Geri, Mawashi Geri und Ushiro Geri.
Wichtig war es wieder mit dem Block zurückzuweichen, aber nicht zu weit, um dann mit dem Konter in den Gegner reinzugehen. Augenmerk auf die Abstände zwischen Technik und Partner. Der Block musste treffen, der Konter sollte aber auch den Gi berühren. Und nicht zu vergessen, sollten die Konter auch funktionieren. Es bringt natürlich nichts, wenn mit dem Konter der Arm getroffen wird oder eine Körperstelle, welche nicht als Trefferfläche gilt.










