Dienstag, 27. Januar 2026

KW 05, Montag mit Kraft und Kata

Montag
Thommy fragte gleich zu Beginn, ob wir für das Training irgendwelche Wünsche hätten, auf welche er näher eingehen soll. Spontan wurden Krafttraining und Kata genannt und somit waren die Schwerpunkte des Trainings festgelegt.
Wir begannen mit Kraft und einem kleinen Circletraining, bestehend aus Liegestützen auf Sandpapier und Holzklötzen, Situps mit Medizinballzuwurf und Ausfallschritt mit Langhantel. Mehrere Runden a 45 Sekunden, kurze Pausen.
8 Stellungen im Kreuz-Schema:
Aus Heiko Dachi 90° nach links, 180° nach rechts, 90° nach links, 180° nach rechts, 90° nach links, 180° nach rechts, 90° nach links, 180° nach rechts,
- ZK Gedan Barai / ZK Gyaku Zuki,
- ZK Age Uke / ZK Shuto Uchi,
- KK Shuto Uke / KK Gyaku Zuki,
Linksherum und rechtsherum, nicht auf Schnelligkeit, sondern eher auf kraftvolle, richtungsorientierte Bewegungen mit deutlichem Hüfteinsatz.

Danach Korrekturen vor der Spiegelwand:
Eine Person im Stand, die andere Person korrigierte Knie und Hüfte:
- ZK Gedan Barai / ZK Gyaku Zuki,
- KK Shuto Uke / KK Gyaku Zuki,

Zuletzt war Kata dran:
- Heian 1 - 5, Tekki Shodan und Jion,
Zuerst liefen wir alle Katas nacheinander mit Zählzeiten, anschließend wurde die Jion in kürzere und längere Passagen aufgeteilt und Stück für Stück erarbeitet.

Da die Liegestütze schon Teil des Trainings waren, absolvierte ich im Anschluß nur noch ein paar Gyaku Zuki am Makiwara.

Mittwoch
Der Muskelkater als Nachwirkung von Montag war recht heftig, also ging es mit Ibuprofen zum Training. Mit 13 Leuten beim Braun-/Schwarztraining war das Dojo gut gefüllt.
Wir starteten mit Kihon:
1.
Aus ZK vorderen Fuß heranziehen, mit anderen Fuß vor mit Soto Uke, wieder vorderen Fuß zurück, anderen Fuß vor mit Soto Uke.
2.
Aus ZK hinteren Fuß heranziehen, mit anderen Fuß zurück mit Uchi Uke, wieder hinteren Fuß vor, anderen Fuß zurück mit Soto Uke.
Nun als Kombi:
1. und 2. hintereinander, anschließend mit vorderen Fuß 90° zur Seite mit Gyaku Zuki, 180° zur anderen Seite mit Gyaku Zuki

Dann weiter mit Partnertraining, beide in Kamae:
- P1 Schritt vor Mae Geri trifft, P2 passiv mit Schritt zurück,
- wie zuvor, P1 tritt stärker, aber P2 mit Handpratze vor Gürtel,
- Ushiro Geri,
- wie zuvor, P1 tritt stärker, aber P2 mit Handpratze vor Gürtel,
Dazwischen immer wieder bahnweise P1 vor mit Technikkombinationen, P2 zurück mit Abwehrtechniken. P1 stoppte zwischendurch und P2 konterte, dann P1 weiter vor.

Vor der Spiegelwand P1 im Stand in Kokutsu Dachi, P2 mit Gummiband schräg dahinter:
- Uchi Uke (Gummiband) / Gyaku Zuki,
- Shuto Uke / Gyaku Zuki (Gummiband),
P2 kontrollierte die Ausführung, also Brust raus beim Uke, öffnen und schließen der Hüfte und dessen Rotation.

Kata:
Andi nannte spontan eine Heian Kata und wir mussten blitzschnell die Anfangssequenz laufen, dabei war besonders auf öffnen und schließen der Arme und Leisten und Hüfte zu achten.
Zum Ende liefen wir mehrmals noch die Tekki Sandan und so langsam funktioniert sie auch.

Donnerstag
Alle guten Dinge sind sind ja bekanntlich drei und weil ich am Freitag zeitlich nicht zum Training kann, bin ich heute gegangen. Da Antje als Trainerin und auch einige Teilnehmer heute krankheitsbedingt ausfielen, waren wir lediglich zu dritt und absolvierten unser eigenes Training.
Zur Erwärmung einen kleinen Kraftkreis aufgebaut, besteehend aus Sandpapierplatten und Holzklötzen für Liegestütze, Medizinball für Situps und eine Langhantelstange für Ausfallschritte.
Danach liefen wir gemeinsam die Heian-Katas. Jede drei Mal, langsam, mittel und schnell.
Noch ein paar Zukis am Makiwara und mit einem guten Gefühl nach Hause, die Trainingsmöglichkeit genutzt zu haben.

Dienstag, 20. Januar 2026

KW 04, Auftakt mit Wettkampftraining

Montag
Beim gestrigen Training haben wir Kizami-Angriffe und deren Konter für Wettkampf trainiert.
Dazu zeigte uns Maxi mehrere Varianten, einerseits wie der Angreifer besser agiert um zu treffen, andererseits wie der Verteidiger seinen Konter besser einbringen kann.
1.
- P1 herantasten, bei circa 1m Abstand langer YA Kizami Zuki, P2 YA zurück,
Tori bleibt tief und fällt mit Kizami Zuki sogar noch etwas tiefer aufgrund der Schwerkraft. Keinesfalls hochkommen, da somit unnötig Kraft verbraucht wird.
2.
- wie zuvor, P2 wehrt YA zurück mit Te Nagashi Uke ab und kontert mit YA vor und Gyaku Zuki,
Uke geht nur kurzen YA zurück, da sonst die Distanz zu groß wird, um mit YA Gyaku Zuki zu kontern. Dafür geht Uke aber tief runter, um unterhalb des Kizami Zuki zu agieren.
3.
- P1 herantasten, bei 1m Abstand langer YA Kizami Zuki, P2 geht mit YA und Gyaku Zuki in dem Moment vor, wenn P1 zum Kizami ansetzt, P2 versucht schneller als P1 zu treffen,
Verteidiger soll den Angriff kommen sehen und schneller sein als der Angreifer.
4.
- Pushen,
Der Angreifer täuscht einen Kizami mit YA nur an, um von Uke eine Reaktion zu bekommen. Das Antäuschen muss aber schnell und kraftvoll geschehen, um die damit geforderte Reaktion vom Verteidiger zu bekommen. Nach der Reaktion vom Verteidiger kommt der eigentliche YA Kizami-Angriff.
Diesen kann man noch verstärken, indem man sofort einen YA Gyaku Zuki folgen lässt und somit den Gegner überläuft.

Zuletzt noch etwas Abhärtung:
1.
- Liegestützposition auf Seiken (Faustknöchel von Zeige- und Mittelfinger) mit gestreckten Armen,
- wie zuvor, immer abwechselnd eine Faust noch oben ziehen, so dass man nur auf einer Faust steht,
- Liegestütze auf Seiken,
2.
Zu zweit gegenüberstehend, Abstand etwas über Unterarmlänge:
- beide wechseln mit rechts, links, rechts,...: Soto Uke, Gedan Barai, Uchi Uke,
Jeweils mit den Unterarmen aneinander.
3.
- Abwechselnd mit 2 Fauststößen oder Schlägen zum Partner im Chudanbereich,

Da ich etwas früher im Dojo war, konnte ich vor- und hinterher noch am Makiwara trainieren.
 
Mittwoch
Andi übergab die Leitung des heutige Trainings an Jonny mit den Worten: "Bitte schönes japanisches JKA-Karate!" Was das heißen sollte, wussten wir schon: Viele schnelle und kraftvolle Techniken, kurze Ansagen, umsetzen.
 
Bahnweise Kihon: 
- vor Kizami Zuki,
- vor Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- Kizami Mae Geri / Mae Geri,
Kizami Mae Geri / seitlich von unten hoch Mae Geri,
Kizami Mae Geri / Ura Mae Geri,
- vor Kizami Zuki / Gyaku Zuki, vor Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- vor Kizami Zuki / Gyaku Zuki, vor Age Uke / Gyaku Zuki,
- vor Kizami Zuki / Gyaku Zuki, vor Soto Uke / Gyaku Zuki,
- vor ZK Kizami Zuki, umsetzen KB Yoko Empi / Uraken, umsetzen ZK Gyaku Zuki,
- vor ZK Kizami Zuki, umsetzen KB Yoko Empi / Uraken, vor ZK Oi Zuki,
- vor ZK Kizami Zuki / mit vorgegangenem Bein zur Seite Gedan Barai / Gyaku Zuki,
- re. vor ZK Kizami Zuki / re. zur Seite li. Gedan Barai / Gyaku Zuki, li. vor Kizami Zuki / li. zur Seite re. Gedan Barai / Gyaku Zuki,
- in Kamae den vorderen Fuß schnell vor- und zurücksetzen,

Kumite:
Pratze: P1 hält Handpratze seitlich auf Jodanhöhe. P2 steht seitlich vor und schwingt die Arme seitlich hin und her, um dann schnell die Rotationsbewegung nutzend mit Gyaku Zuki nach vorn schnellen.
Nun waren wir locker genug und kamen beim Hauptthema an, auf welches wir die ganze hingearbeitet hatten: überlaufener Gyaku Zuki:
Aus lockerer dynamischer Bewegung plötzlich mit enger Armführung den Zuki vorschnellen lassen, nur leicht verzögert den vorderen Fuß dazu vorstellen, um schon mal Distanz zu verkürzen und dann mit Schritt nachsetzen in den Gegner rein.

Abschluss:
- in Shizentai 120 Zukis,
- in ZK 120x Kizami Mae Geri / Mae Geri,
 
Dorian war auch beim Training dabei und so konnten wir nach dem Training noch etwas quatschen. Freue mich, wenn wir uns immer mal wieder treffen.
 
Freitag
Das Freitagstraining ist fast immer Kata-lastiger und dieses Mal war die Kanku Sho dran. Wir liefen sie mehrmals mit und ohne Zählzeiten, zwischendurch besprachen wir einzelne Passagen und übten diese nochmals etwas intensiver.
Neben der Kata Kanku Sho war auch Kumite dran:
- Erst mehrere Runden Randori,
- Ziehen: P1 mit YA zurück, P2 folgt nach, P1 lenkt mit Gyaku Kizami Zuki ab und greift mit Mae Geri und Mawashi Geri an, P2 geht lediglich mit einem Schritt zurück,
- Pushen: Der Angreifer täuscht einen Kizami mit YA schnell und kraftvoll an, um von Uke eine Reaktion zu bekommen. Nach dem Zusammenzucken vom Verteidiger, wenn dieser glaubt dass es das schon war, kommt der eigentliche YA Kizami-Angriff, gefolgt von Gyaku Zuki.
 
Nach dem Training ging es erst wieder ans Makiwara und zuletzt ein paar Liegestütze. Wie fast immer blieben wir dann noch etwas im Dojo, um Techniken nochmal durchzugehen oder Trainiertes zu besprechen. Dieses Mal zogen sich die Gespräche und so blieben wir am Ende zu dritt noch fast bis 2 Stunden nach Trainingsschluss.
Wieder ein sehr schöner Wochenausklang!

Dienstag, 13. Januar 2026

KW 03, Nach dem Training ans Makiwara

Montag
Zum Trainingsauftakt wurden hintereinander Runden gelaufen und von hinten angefangen im Slalom nach vorn zu kommen.
Danach haben wir einen Kraftkreis aufgebaut:
- Schlusssprung auf Bank und wieder runter,
- Bauchseitig auf Stepboard, Arme und Beine nach oben wippen,
- Ausfallschritt mit Langhantelstange/Kettleball,
- Liegestütze auf Sandpapierbrett/Holzklotz,
- Situps, dabei Medizinball gegenseitig zuwerfen,

Anschließend noch Erwärmung und Dehnung im Stand, weiter mit Sanbon Zuki (2x Jodan, Chudan; Jodan, 2x Chudan).

Danach liefen wir Kata:
- Heian 1 - 5,
- Tekki Shodan,
- Jion,
Zuletzt dann gruppenweise die nächsten Prüfungskatas, wobei wir uns gegenseitig kontrollieren und Tipps gaben, in meinem Fall mit der Kanku Dai.
Das neue Makiwara im Dojo musste im Anschluss gleich getestet werden.


Mittwoch
Im Mittelpunkt des Braun-/Schwarzgurttrainings standen Mae Geri und die Abwehr mit Gedan Barai.
Pauschal kann man sagen, dass ein Bein dreimal so schwer ist wie ein Arm. Hat man dann noch einen kräftigeren Gegner vor sich, hat der Verteidiger ordentlich zu tun, seinen Block einzusetzen. Für die Abwehr eines Mae Geri ist also ein starker Gedan Barai notwendig und die Gefahr, dass einer der dünneren Armknochen nachgibt, ist immer gegeben.
Dazu versuchten wir ein Gefühl für diese Techniken zu bekommen:
Partnerweise standen sich zwei Personen in Kamae gegenüber, Tori mit Schienbeinschützern trat immer Mae Geri im Stand und setzte wieder hinten ab. Uke wehrte spät mit Yori Ashi und Gedan Barai ab.
Bei dieser Übung war ein starker Block möglich, ohne dass sich beide Personen verletzen konnten, sofern man es nicht übertrieb.

Weiter mit Jiyu-Ippon-Kumite, aber ohne Schienbeinschützer:
Tori geht mit Yori Ashi zurück, Uke folgt nach, um Abstand kurz zu halten. Tori geht mit Mae Geri vor, Uke wehrt mit Gedan Barai ab und geht dabei mit YA seitlich raus (Tai Sabaki).
Das war die Kernkombination, anschließend folgten noch ein paar Abwandlungen:
- Ähnlich wie zuvor, nach dem Mae Geri folgt vom Angreifer noch ein Mawashi Geri, Uke ging dabei einen Schritt zurück und wehrte mit Nagashi Uke ab.
- Beide in Bewegung, Tori bewegte sich dabei rückwärts und "zog" Uke mit. Finte von Tori mit stark nach vorn gehenden Gyaku Kizami Zuki, direkt gefolgt von Mae Geri und Mawashi Geri. Aufgrund der Finte von Tori ist Uke abgelenkt und hat anschließend zu tun, um die folgenden beiden Tritte abwehren zu können.

Nach dem Training dann wieder ans Makiwara, einfach nutzen, wenn man schon diese Möglichkeiten hat.
 
Freitag
Tekki Sandan war am Freitag dran, eine Kata in welche ich definitiv noch Arbeit stecken muss, denn diese kann ich noch nicht wirklich.
Zuerst liefen wir die Kata sehr langsam und bauten sie langsam auf und wurden dann nach und nach etwas schneller, bis die Kata am Ende selbständig gelaufen wurde. Also mehr oder weniger...
Dazwischen war Partnertraining dran:
1. Zuerst gingen wir die Techniken von Mittwoch nochmal durch:
Beide in Kamae gegenüber, P1 geht mit YA zurück, P2 folgt und geht mit YA vor. P1 macht nun einen Kizami Zuki in Richtung P2 und geht mit Mae Geri vor, P2 geht mit Schritt zurück.
Als Erweiterung folgt nach dem Mae Geri noch ein Mawashi Geri und der zurückgehende Partner macht dazu noch einen weiteren Schritt zurück und wehrt jeweils mit Nagashi Uke ab.
2. Pratzentraining: Ura Zuki aus Kamae, ohne Ausholbewegung, sondern direkt vor aus der Stellung heraus.
3. Randori. Dabei wurde ich dahingehend korrigiert, nicht so häufig Shuto Uchi und Haito Uchi einzusetzen, da diese im Freikampf selten als Punkte gewertet werden. Stattdessen eher Zukis und Empis einsetzen, mehr in den Gegner reingehen und den Gegner zu Fall bringen.
 
Nach dem Training dann noch ein paar Liegestütze und wieder ans Makiwara, bevor es ins Wochenende ging.

Dienstag, 6. Januar 2026

KW 02, Auftakt mit 1000 Zukis

Montag
Vor dem Training meldete ich mich beim Trainer um abzuklären, dass ich aufgrund meines gebrochenen Zehs eher passiver mitmachen würde, denn eine Belastung ist noch nicht möglich. Maxi meinte daraufhin nur: "Kein Problem, heute machen wir 1000 Zukis."
Zur Erwärmung absolvierten die anderen Teilnehmer ein paar Runden Randori, ich bereitete mich mit Dehnung vor.
Und dann ging es los:
- In Shizentai: Oi Zuki Chudan, Oi Zuki Jodan,
- Schritt vorwärts bzw. rückwärts: Ren Zuki, Sanbon Zuki,
- Mit Partner gegenüberstehend im Stand: gleichzeitig zum Partner Ren Zuki, Sanbon Zuki,
- Mit Partner in größerem Abstand zueinander: YA Gyaku Zuki,
- Partnerweise mit Pratze: Gyaku Zuki einzeln je Zählzeit,
- Partnerweise mit Pratze: Gyaku Zuki Treppe (1=1x, 2=2x,...10=10x),
- In Shizentai Oi, Ren und Sanbon Zuki,
Vor den letzten Zukis erinnerte uns Maxi nochmals daran, wenn die Arme ermüdet sind und nicht mehr können, mehr Körper/Hüfte zum Einatz kommen lassen, um mehr Kraft in die Zukis zu bringen.
Das sollte generell immer passieren, aber man denkt leider nicht immer daran. Wieviel Kraft über Körper und Hüfte noch geberiert werden können verstanden wir, als die Arme wirklich müde wurden.
Zum Ausklang folgte eine ausgiebige Dehung, um den Körper wieder etwas vom Stresslevel herunterzuholen.

Ein tolles Auftakttraining ins neue Jahr. War es gesund für meinen gebrochenen Zeh? Eher nicht, denn im Anschluss merkte ich ihn schon etwas, obwohl dieser gut getaped war. Aber nach drei Wochen wollte ich unbedingt wieder rein in Training und den folgenden Muskelkater spüren, einfach den Körper wieder fordern. Das hat funktioniert.

Mittwoch
Für das gestrige Braun-/Schwarzgurttraining war Marc verantwortlich und wie es typisch für ihn ist, wurde es wieder ein interessantes praxisbezogenes Training.
Nach gemeinsamer Erwärmung und Dehnung ging es auch gleich mit Partner los.
Wir begannen mit schnellem Zuki-Uke-Wechsel:
- Rechts Zuki, links Te Nagashi Uke, Konzentriert und sauber,
- Rechts Zuki, links Te Nagashi Uke, mit rechts Bewegungsrichtung übernehmen, mit links Arm zum Gegner drücken,
Dann begannen wir eine 7er-Kombination mit Blockwechseln. Eine Person greift immer mit einer Auslage an, die andere Person blockte auf sieben verschiedenen Arten, es folgte eine Übernahme des geblockten Arms, gefolgt von einem Konter. Bei der Übernahme des angreifenden Arms wurde dieser meistens festgehalten und in Richtung Hikite gezogen. Aufgrund dieser Zugbewegungen wurde der Angreifer aus dem Gleichgewicht gebracht und der folgende Konter konnte somit freier ausgeführt werden. 
Blockwechsel. da die Blöcke abwechselnd nach innen und außen durchgeführt wurden.
Marc erklärte uns nebenher, in welchen Katas man diese Bewegungen wiederfindet und welche Techniken dahinterstecken.

Beim anschließenden Jiyu-Ippon-Kumite nahm ich mich aufgrund meiner Zehverletzungen raus, da ich eine zu starke Bewegungsbelastung und vor allem einen Block zum Fuß/Zeh vermeiden wollte. Stattdessen gingen Maxi und ich zwar auch die Kumitetechniken durch, allerdings nur mit 50%, also eher langsamer und kontrollierter.
Wie gesagt, ein super Training. Marc weiß, wie Techniken auf der Straße angewandt werden können und gab viele Tipps, wie man sich in bestimmten Situationen auf der Strasse am Besten verhält bzw. sich verhalten sollte.
 
Freitag
Mit 14 Leuten beim Braun-/Schwarzgurttraining, und es waren nicht alle anwesend, das macht schon Spass.
Wir begannen mit Zweierkombinationen:
- 90° nach links, 180° nach rechts, 90° nach links, 180° nach rechts, 90° nach links, 180° nach rechts, 90° nach links, 180° nach rechts,
Das gleiche dann seitenwechselnd, beginnend mit Bewegung nach rechts.
Anschließend ging es mit Kata weiter. Wir begannen gemeinsam mit Heian 1 - 5, Tekki Shodan und Jion.
Dann wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Schwarzgurte trainierten Sōchin, die Braungurte liefen weiterhin Jion. Gelaufen wurde abwechselnd, während eine Gruppe trainierte, schaute die andere zu. Mehrere Durchgänge,mit und ohne Zählzeiten. Zum Ende des Trainings wurden Braungurte den Schwarzgurten zugeteilt, wobei die Höhergraduierten kontrollierten und verbesserten.
 
Den Zeh, welchen ich mir vor Weihnachten gebrochen hatte, merke ich im Training zwar, es wird aber besser und ich kann schon recht gut mithalten. Den Sprung in der Heian Godan lasse ich noch, konnte aber gestern bei Liegestützen schon beide Füße auf dem Boden stellen. Bis dahin habe ich den linken Fuß immer auf dem rechten Fuß abgelegt. es wird also langsam.
 

Montag, 22. Dezember 2025

Jahresrückblick 2025

Jahresrückblick
Ein aus Karate-Sicht für mich sehr spannendes Jahr geht langsam zu Ende. Gefühlt mal wieder viel zu schnell, aber das sagen wir doch alle über jedes Jahr, oder?
Die Anzahl der von mir besuchten Lehrgänge war in diesem Jahr recht überschaubar, dafür aber sehr intensiv und lehrreich: im Februar Wintercamp des JKA-Berlin mit Dirk und Pierre Leiding, im Juni beim Fujinaga-Dojo mit Shimizu Sensei und im September zu Gast beim Keiko Dojo zum Lehrgang mit Andre Bertel.
Es geht mir ja auch nicht darum, so viele Lehrgänge wie möglich zu besuchen, dafür sind der zeitliche Aufwand und oftmals auch die Kosten zu hoch. Eher sollen Lehrgänge eine Bereicherung sein, mein wöchentliche Training unterstützen und die Sicht etwas erweitern und dieses Jahr passten diese Lehrgänge für mich sehr gut.
Der für mich wichtigste Punkt in diesem Jahr aber war mein Vereinswechsel zum Tonbo Dojo nach Berlin-Johannisthal. Nachdem im Sommer bekanntgegeben wurde, dass die Karateabteilung des PSV Olympia in seiner jetzigen Konstellation aufgelöst wird, viel die Entscheidung anfangs nicht so leicht, welchen Weg ich nun gehe.
Gern wäre ich, statt bisher freitags, komplett zu Dorian und den Rotfüchsen nach Grünau gewechselt, da ich ihn und sein Training sehr schätze. Leider fallen die recht frühen Trainingszeiten an den anderen Tagen teilweise in meine Arbeitszeiten und ein gesichertes mehrmaliges Training pro Woche einfach nicht möglich.
Dorian selbst empfahl mir zu dieser Zeit den Tonbo Dojo, bei welchem er selbst hin und wieder mittrainiert. Inzwischen bin ich nun seit vier Monaten dabei und kann sagen, ich bin richtig gut angekommen. Zeitlich könnte ich an fünf Tagen in der Woche trainieren, das Trainerteam ist super, die Mitstreiter haben mich toll aufgenommen und das Training selbst ist einfach top. Hohes Niveau, schnell und kraftvoll. Die Einstellung ist so, dass nach Trainingsschluss kaum jemand sofort in den Umkleideraum geht, sondern Techniken nochmal durchgegangen werden, offene Fragen besprochen werden und man geht auseinander, wenn jeder sein Häkchen an das Training setzen kann.

Allen Lesern wünsche ich jetzt erst einmal schöne Weihnachtsfeiertage, kommt gut ins neue Jahr und bleibt gesund. Im Januar geht es dann weiter, vorausgesetzt mein gebrochener Zeh lässt das Training wieder zu.
Ossu!

Mittwoch, 10. Dezember 2025

KW 50, Stark gefordert, nächste Verletzung

Montag
Neben Maxi als Trainer waren wir gestern nur drei Teilnehmer und es wurde wieder richtig gut, denn wir drei standen komplett im Focus des Trainers.
Erwärmung:
Zwei Personen (Konstellationen wurden durchgewechselt) begannen mit Reaktionstraining. Locker aus der Bewegung in Kamae heraus sollte erst versucht werden, den Partner an Schulter oder Knie zu berühren. Anschließend ging es mit Randori weiter. Währenddessen beschäftigte sich immer die freie dritte Person in ZK mit Gyaku Zuki am Makiwara.

Danach arbeiteten wir uns an der Kata Hangetsu ab.
Zuerst gingen wir mehrmals den Ablauf der Kata durch.
Dann trainierten wir bahnweise in Hangetsu Dachi vorwärts mit Uchi Uke / Gyaku Zuki. Besonders anstrengend fand ich dabei alleine schon die Fußstellungen und die nach innen gerichteten Knie und die Spannung in der Leiste.
Maxi kontrollierte sehr streng mit Stock in der Hand die Spannung im gesamten Körper.
Danach liefen wir wieder die Kata mit besonderem Augenmerk auf die Atmung, welche besonders bei den langsamen Bewegungen tief und kräftig sein soll.

Kihon:
- Yoko Geri Kekomi,
- Yoko Geri Keage,
Maxi: "Yoko Geri kann man nicht genug trainieren."

Zum Ende war dann noch etwas Abhärtung dran:
Zwei Partner in kurzer Distanz zueinander in Shizentai:
1.
Soto Uke, Gedan Barai und Uchi Uke.
Jede Kombi beide mit der gleichen Unterarmen aufeinander: links, rechts, links,...
2.
Immer abwechselnd zwei kräftige Fauststöße im Bereich Brust/Bauch.

Die dritte Person war wieder mit Gyaku Zuki am Makiwara.


Mittwoch
Zu meiner Freude traf ich in der Umkleide auf Dorian, meinem ehemaligen Trainer bei den Rotfüchsen in Grünau, welcher heute bei uns mittrainieren wollte. Das nutzt er gelegentlich sehr gerne, denn das Level im Braun-/Schwarztraining ist schon recht hoch aufgrund der Ansprüche von Andi als Stützpunkttrainer Nordost des DJKB, der Erfahrung unserer Schwarzgurte und dem Können der jungen Kaderleute.
Das Training übergab Andi an Jonny, welche nach vier Wochen sehr intensiven JKA-Trainings in Japan wieder zurück war und uns eine solche Trainingseinheit gab.

Kihon:
Diverse 2er- bis 4er-Kombinationen, jeweils 5 Wiederholungen, druckvoll nach vorne, aber trotzdem sauber.

Kata:
- Heian 1 - 5, Tekki Shodan,
Jede Kata einmal mit Zählzeiten, dann 100 % jeder für sich, zuletzt lief dann jeder noch seine Lieblingskata.

Kumite:
Beide Partner 2m Abstand zueinander, P1 in Shizentai macht einen Schritt nach vorne, P2 in Jiyu Kamae kommt trifft P1 bevor der Schritt vollendet:
- Kizami Zuki,
- Gyaku Zuki,
- Kizami Zuki, Gyaku Zuki oder Kizami Zuki / Gyaku Zuki,

Jonny erklärte uns sehr viel, was seine Trainingserfahrungen in Japan betreffen. Zu jeder Technik gabe es Hinweise, worauf kommt es an, wie setzt man den Druck nach vorne um, welche Unterschiede gibt es in den Umsetzungen der Katas.

Danach saßen wir noch eine Weile im Dojo zusammen, besprachen das Training und dies und das.

Freitag
Wir begannen mit ein paar Runden Randori mit wechselnden Partnern und beim letzten Trainingskampf stieß mein Partner mit seinem Fuß gegen meinen. Ein kurzer Schmerz im großen Zeh, Training konnte aber weitergehen.
Dann liefen wir viele Bahnen mit kurzen 2er- und 3er-Kombinationen, jeweils 5 Wiederholungen. War Andi die Bahn nicht kraftvoll genug, wurde diese noch einmal gelaufen, sind schließlich nicht nur zum Spaß dort.

Diese Trainingseinheit war etwas verkürzt, denn Werner vom SV Alemania Forst wollte mit uns seinen bestandenen ersten Dan feiern. Zwischen dem Tonbo Dojo und den Forstern besteht eine freundschaftliche Verbundenheit, denn es ist Andis Heimatverein und er unterstützte Werner bei den Vorbereitungen zur Dan-Prüfung.
Da Werners Karateweg ursprünglich in den 1980ern begann, konnte er so einiges erzählen aus den Anfängen des Karate in der ehemaligen DDR, in welcher Karate eher verdeckt trainiert wurde. Toller Typ mit spannenden Geschichten. Man sieht sich bestimmt beim nächsten Lehrgang.

Nach dem Training machte sich mein Zeh wieder bemerkbar. Da dieser inzwischen zum Teil blau angelaufen ist, ahnte ich nichts Gutes und der Arzt in der Notaufnahme konnte dieses am nächsten Tag nach dem Röntgen bestätigen, Zeh gebrochen.


Donnerstag, 4. Dezember 2025

KW 49, Training für den Weihnachtsmarkt

Mittwoch
Für das Montagstraining war ich leider nicht fit genug und musste pausieren, dafür ging es am Mittwoch  anspruchsvoll weiter.
Kihon:
- aus Kamae vor Kizami Zuki,
- aus Kamae vor Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- aus Kamae vor Kizami Zuki / Gyaku Zuki, Mawashi Geri,

Pratzentraining zu dritt:
1.
Zwei Personen mit jeweils einer Handpratze, eine Person mittig. Mit YA Kizami Zuki zur ersten Pratze, 180°-Drehung und mit YA Kizami Zuki zur zweiten Pratze.
2.
Zwei Personen mit jeweils einer großen Pratze zur Mitte gehalten, eine Person mittig. Mit YA Gyaku Zuki zur ersten Pratze, 180°-Drehung und mit YA Gyaku Zuki zur zweiten Pratze.
3.
Zwei Personen mit jeweils einer großen Pratze zur Mitte gehalten, eine Person mittig. Mit YA Kizami Zuki / Gyaku Zuki, Mawashi Geri zur ersten Pratze, 180°-Drehung und mit YA Kizami Zuki / Gyaku Zuki, Mawashi Geri zur zweiten Pratze.
Hierbei gehen die Zukis in die Luft und der Mawashi Geri auf die Pratze.
4.
Die beiden Pratzenhalter entscheiden spontan, wie sie die Pratze halten: Jodan oder Chudan zur Mitte bzw. Chudan zur Seite. Je nach Richtung der Pratze muss der aktive Partner entsprechend agieren: Kizami Zuki (Jodan) oder Gyaku Zuki (Chudan) oder Kizami Zuki / Gyaku Zuki, Mawashi Geri.
5.
Eine Person mit 2 Handpratzen, Arme seitlich ausgestreckt, auf Kommendo stießen die beiden anderen Personen mit Kizami Zuki zur Pratze, Pratzenhalter zeigt an, wer von beiden schneller war.

Zum Abschluss noch etwas Reaktionstraining. Dazu stellten wir uns im großen Kreis auf und warfen mit Aufpraller mehrkugligen Reaktionsbälle (vier waren im Spiel) zu den Mitspielern, welche die fangen mussten.

Zu Hause habe ich dann meine Schienbeinprellung von vergangener Woche wieder gekühlt, da durch die Mawashi Geris auf die Pratze die Schwellung stärker wurde.


Mittwoch, 26. November 2025

KW 48, Mal wieder mit Verletzung

Montag
Die Prüfungen sind vorbei und nun geht es wieder mit regulärem Training weiter. So gab es gleich zum Anfang die Frage, auf was wir besonders Lust hätten und die Entscheidung fiel auf Pratzentraining.

Aber zu Beginn ging es erst einmal los mit Reaktion und Konzentration:
1. Beide Partner in größerem Abstand zueinander und ein kleiner sechseckiger Reaktionsball wird abwechselnd einander zugeworfen:
- mit 1 Aufprall,
- direkt auf eine seitliche Armlänge,
- direkt auf mehr als eine seitliche Armlänge,

2. Beide Partner stehen sich gegenüber mit fast ausgestreckten Armen. P1 hält in beiden Händen jeweils einen Ball. P2 hält seine Hände ausgestreckt über den Händen von P1. P1 lässt nun immer einen Ball fallen und P2 muss diesen auffangen, bevor der Ball den Boden berührt. Danach beginnen beiden das gleiche Spiel mit nur einem Ball, aber so hoch wie möglich. Auf der Höhe, auf welcher der Ball gefangen wurde, geht es weiter und am Ende wird gezählt, welches Paar am Häufigsten den Ball gefangen hat.

Abhärtung, mit Partner, beide sich gegenüberstehend, beide rechts vor. P1 tritt mit hinterem Bein auf die Innenseite des vorderen Oberschenkels von P2. Dann mit dem vorderen Bein auf die Außenseite des vorderen Oberschenkels, zuletzt mit dem hinteren Bein auf die Außenseite des hinteren Beins von P2. Dann ist der andere Partner dran. Takt finden, nicht zu hart treten, aber auch nicht zu schwach, einfach ein kraftvolles hin und her.
 
Pratzentraining zu zweit:
Mit der großen Pratze Mawashi Geri und Ushiro Geri.
Mit zwei kleinen Handpratzen YA Kizami Zuki / Gyaku Zuki. Zuerst hielt P1 beide Handpratzen hoch und P2 konnte in seinem Takt die Zukis ausführen. Danach gab P1 den Takt an, indem er die hängenden Arme hochriss und P2 in dem Moment die Zukis stoßen musste.

Zum Abschluss dann noch ein paar Bahnen Kihon, bestehend aus schnellen Stoss- und Tritttechniken:
- Mae Geri,
- Mawashi Geri,
- Ushiro Geri,
- YA Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
 
Heute, einen Tag später, spüre ich wieder, wie gut das Training war. Die Beine brennen einfach.

Mittwoch
Da Marc das Training gab und sein Lieblingsthemen Bunkai und Anwendung von Karate auf der Straße sind, freute ich mich schon auf das Training.
 
Wir fingen direkt mit Partner an. Beide links vor in Kamae, Fäuste recht hoch.
- P1 beginnt mit Gyaku Zuki Jodan, P2 wehrt oi-seitig mit Te Nagashi Uke zur Seite ab.
- Wie zuvor, P2 wehrt mit Te Nagashi Uke zur Seite ab, die Gyaku-Hand übernimmt weiter mit Haishu (dem Handrücken) und wird oi-seitig mit der Hand zum Partner gedrückt. Dann Gyaku Oi Zuki Jodan.
 
Wir begannen gleich mit 80% Kraft und Geschwindigkeit und standen uns so nah, dass der Zuki definitiv traf, wenn die Abwehr nicht stimmte. Schnelles Wechselspiel, locker, aber kenzentriert.
 
Weiter mit Jiyu Ippon Kumite: Kizami Zuki, Oi Zuki Jodan und Chudan, Mae Geri, Yoko Geri, Mawashi Geri und Ushiro Geri. Abwehr und Konter frei.
Einer meiner Partner war neu in der Braungurtgruppe und noch nicht so kundig mit Abwehr und dem Herausgehen aus der Angriffslinie. Bei meinem Mawashi Geri Jodan blieb er stehen und blockte sehr hart mit Morote Uke. Einen Moment später sah mein Unterschenkel aus, als wenn ich ein halbes Ei unter der Haut hätte. So eine Schwellung hatte ich dort auch noch nicht.
 
Weiter mit Partner, in dem wir versuchten uns vorn am Anzug oder im Nacken zu greifen und den Partner dabei zu ziehen und zu schieben. Den körperlichen Vorteil hatte man, wenn man die Ellenbogen innen behielt und sich die Arme nicht nach außen drücken ließ.
Hinzu kamen verschiedene Zusatztechniken wie angedeutete Faustschwinger und zusätzliche Tritte gegen den Unterschenkel des Partners. Bei diesen Übungen war ich dann raus, denn stärker durfte meine Schwellung nicht werden.
 
Zuletzt Jiyu Ippon Kumite mit Kizami Zuki - der Partner wehrte den Zuki mit Te Nagashi Uke ab und den vorderen Fuß des Angreifers sollte man vor dem Aufkommen auf dem Boden mit dem vorderen Bein mittels Ashi Barai wegfegen. Auch das schaute ich mir mit Coolpack von der Bank an.
 
Freitag
Marc übernahm wieder das Training und wir liefen die Katas:
Tekki Shodan, Tekki Nidan, Tekki Sandan, Enpi, Kanku Dai,
Zu den beiden letzten Katas wählte Marc dann ein paar Kombinationen aus und zeigte uns verschiedene Bunkai-Möglichkeiten dazu, welche wir anschließend mit Partner trainierten. Sehr interessant fand ich, dass wir wieder als Verteidiger nicht wirklich zurückgingen, sondern eher nur etwas zu Seite auswichen und den Angriff umlenkten. Gar nicht stark, bei so manchem Angriff reichte ein kleiner Impuls. Um so stärker aber dann die Gegenreaktion des Verteidigers. Mit schweren Händen, Druck und Kraft in den Angreifer. Häufig mittels reinstellen des Beins bzw. des Fußes seinen Weg blockieren und den Partner zu Fall bringen.
 

Dienstag, 18. November 2025

KW 47, Intensiver Start mit Yoko Geri

Montag
Da Anje gerade im letzten Freitagstraining wieder die Yoko Geris kritisierte, bat ich Maxi vor Trainingsbeginn, darauf etwas einzugehen und uns seine Herangehensweise zu zeigen. Von Trainer zu Trainer weichen die Trainingsvarianten etwas ab, aber das Ergebnis sollte am Ende eine saubere Tritttechnik sein.
 
Kihon:
Bahnweise zwischen 3 und 5 Wiederholungen liefen wir auf Zuruf diverse Kombinationen. Mit jedem höheren Kyu-Grad kam eine Technik hinzu, so dass man einerseits gut zuhören musste und andererseits die Technikfolgen adhoc umzusetzen hatte.
 
Zwischendurch trainierten wir sehr intensiv Yoko Geri Keage und Kekomi. Maxi erklärte erst, auf was zu achten war und wie wir es optimal umsetzen sollten, dann kontrollierte er bei jedem und verbesserte uns individuell. Nach vielen Wiederholungen langsamer und schneller Keris merkte man die Ermüdung von Hüfte und Beinen, sah aber auch die Verbesserungen und das war die Schmerzen wert.

Kumite:
- Gohon-Kumite,
- Kihon-Ippon-Kumite,
- Jiyu-Ippon Kumite,
Je nach Graduierung wurden verschiedene Kumite-Varianten gelaufen. Zum Ende des Kumite wurde dann paarweise vor den anderen einmal vorgeführt und Maxi bewertete umgehend das Gezeigte.

Kata:
Heian Shodan, 
Heian Yondan,
Tekki Shodan,
nächste Prüfungskata (Enpi), 
 
Zum Abschluss wurde nochmal ausgiebig gedehnt, was gerade bei den vielen Yoko Geris nicht von Nachteil war.
 
Mittwoch
Ein letztes Mal Prüfungsprogramm durchgehen, bevor dann am Samstag im Tonbo Dojo die nächsten Prüfungen anstehen. Mal schauen, wann ich zur nächsten Prüfung antreten werde. Momentan habe ich noch zu tun, die Anforderungen und Abläufe des Vereins umzusetzen. Jeder Trainer, jeder Verein hat ja so seine Ansichten und Verständnisse von "seinem" Karate. Als Neues Vereinsmitglied ist es daher gar nicht so einfach, dieses Verständnis des Trainers und dessen Fokus so schnell zu verstehen, anzunehmen und auch zu verinnerlichen. Für den Schüler sind es oftmals gefühlt nur Kleinigkeiten von denen man abweicht, weil man es viele Jahre etwas anders trainiert hat. Aber für den Sensei sind es elementare Fehler, welche er sieht und anspricht. Aber darum gehe ich jede Woche mehrmals in das Dojo, um zu lernen, um zu verstehen, um anzunehmen und zu lernen. Oss!!!
 
Kihon:
- ZK Oi Zuki Jodan u. Chudan,
- ZK Ren Zuki,
- ZK Sanbon Zuki, 
- ZK Age Uke / Gyaku Zuki,
- ZK Soto Uke / umsetzen in KB Yoko Empi, Uraken / umsetzen in ZK Tate Nukite,
- KK Shuto Uke / Gyaku Zuki,
- Mae Geri Keage u. Kekomi, 
- ZK Uchi Uke / Kizami Mawashi Geri,
- ZK Uchi Uke / Kizami Mae Geri, Mae Geri, Tate Zuki,
- KB Yoko Geri Keage u. Kekomi,
- Ushiro Geri,
 
Kaeshi Ippon Kumite:
Tori, der Angreifer, geht jeweils aus Kame vor mit Oi Zuki Jodan, Chudan, Mae Geri, Yoko Geri Kekomi, Mawashi Geri Chudan oder Jodan, Ushiro Geri.
Uke, der Verteidiger, geht zurück, blockt und dann das Gleiche in die andere Richtung. Der abschließende Konter vom ursprünglichen Angreifer ist frei, muss aber mit einer funktionierenden Technik ausgeführt werden. Die Blocktechniken müssen dabei auf jeden Fall treffen, geht man zu weit zurück oder seitlich raus, so dass die Blocktechnik nicht heranreicht, so zählt dieses nicht als geblockte Technik. Ebenso darf der abschließende Konter nicht Kizami-seitig erfolgen, auch dieses würde als Fehler gewertet werden.
 
Kata:
Heian 1 - 5, Tekki Shodan,
Antje machte uns nochmal darauf aufmerksam, langsamere und schnellere Bewegungen in den Katas deutlicher hervorzuheben 

Dienstag, 11. November 2025

KW 46, Weiter geht es

Montag 
Nach Urlaub und einer ordnetlichen Erkältung fühlte ich mich wieder fit genug, um zum Training zu gehen und dieses auch bewältigen zu können.
Was ich am Tonbo Dojo besonders mag, sind die wechselnden Trainer. Neben Antje und Andi haben wir weitere Leute im Team, welche ihr Wissen und Verständnis auf sehr hohem Niveau weitergeben wollen und können. Das gestrige Training wurde von Thomas geleitet und es war wieder richtig gut. Da im Dojo demnächst Prüfungen anstehen sind wir Kombinationen, Katas und Kumiteübungen durchgegangen, so dass alle Beteiligten gefordert wurden. Thomas schaute sich alles genau an, Fragen und wurden besprochen und er gab umgehend Korrekturen und Tipps zu Verbesserungen.

Kihon:
1. aus Gedan-Kamae links, vorwärts in ZK mit Oi-Zuki,
Wendung mit Gedan-Barai in ZK,
2. vorwärts in ZK mit Sanbon-Zuki (Jodan / Chudan / Chudan),
3. rückwärts in ZK mit Age-Uke / Gyaku-Zuki,
4. vorwärts in ZK mit Soto-Uke /
umsetzen in KB mit Yoko-Empi-Uchi / Tate-Uraken,
5. rückwärts in ZK mit Uchi-Uke / Kizami-Mae-Geri / Gyaku-Zuki,
6. vorwärts in KK mit Shuto-Uke / Kizami-Mae-Geri / Nukite in ZK,
Wendung mit Gedan-Barai in ZK,
7. aus Chudan-Kamae, vorwärts in ZK mit Mae-Geri,
Wendung mit Gedan-Barai in ZK,
8. aus Chudan-Kamae, vorwärts in ZK mit Mawashi-Geri,
Wendung mit Gedan-Barai in ZK,
9. aus Chudan-Kamae, vorwärts in ZK mit Ren-Geri
(Chudan-Mae-Geri / Zwischenschritt / Mawashi-Geri),
Wendung mit Gedan-Barai in KB,
10. aus Chudan-Kamae, vorwärts in KB mit Yoko-Geri-Keage (in beide Richtungen),
Wendung mit Gedan-Barai in KB,
11. aus Chudan-Kamae, vorwärts in KB mit Yoko-Geri-Kekomi (in beide Richtungen),

Gohon-Kumite:
- Oi Zuki Jodan; Age Uke / Konter frei,
- Oi Zuki Chudan; Soto Uke / Konter frei,
 
Kihon-Ippon-Kumite und Jiyu-Ippon-Kumite:
- Kizami Zuki,
- Oi Zuki Jodan,
- Oi Zuki Chudan,
- Mae Geri,
- Mawashi Geri,
- Yoko Geri Kekomi,
- Ushiro Geri,
Abwehr und Konter waren frei, bei den Tritttechniken sollte auch ein Keri-Konter dabei sein.
Bei Jiyu-Ippon-Kumite kam es vor allem auf Zanshin an. Die Bereitschaft, Konzentration und Wachsamkeit solte absolut erkennbar sein! 
 
Kata:
- Heian Shodan,
- Heian Sandan,
- Heian Yondan,
- Heian Godan,
- jeder seine nächste Prüfungskata,
 
Mittwoch
Mit sechs Leuten standen wir am Mittwochabend auf den Matten zum Braun-Schwarzgurttraining. Wie schon am Montag war auch dieses Mal Prüfungsvorbereitung angesagt.

Kihon:
Trainerin Antje überlegte sich spontan diverse Kombinationen, welche an die Kihonprüfungen ab 3. Kyu aufwärts angelehnt waren.
Die Schwierigkeit bestand dabei gar nicht so sehr in den einzelnen Techniken, sondern viel mehr an der sehr spontanen Umsetzung der Kombinationen auf Zuruf.
Mal vor, mal zurück, meistens 4er-Kombinationen mit je 7 Wiederholungen.

Kaeshi-Ippon-Kumite:
- Oi Zuki Jodan - Age Uke,
- Oi Zuki Chudan - Soto Uke,
- Mae Geri - Gedan Barai,
- Yoko Geri - Gedan Barai oder Nagashi Uke,
- Mawashi Geri Jodan oder Chudan - Haiwan Uke oder Nagashi Uke,
- Ushiro Geri - Nagashi Uke,

Konter waren wieder frei wählbar, es durfte aber kein Kizami-seitiger Konter sein. Bei der Abwehr wieder nicht zu weit zurückgehen, da sonst der Abstand für den Konter zu groß ist und man nicht an den Partner herankommt.

Danach lockeres hin und her nach Kaeshi-Ippon-Kumite, aber ohne Kime und ohne Zanshin, eher spielerisch:
- vor YA Kizami Zuki, Abwehr Te Nagashi Uke,
- überlaufener Gyaku Zuki, Abwehr Te Nagashi Uke,
- vor YA Kizami Zuki / Gyaku Zuki, Abwehr Te Nagashi Uke Jodan und Chudan,
 
Freitag
Wie schon am Mittwoch begannen wir mit Kihonkombinationen, jeweils 7 Wiederholungen, welche mehr oder weniger den Prüfungskombinationen entsprachen.

Kihon-Ippon-Kumite:
- Oi Zuki Jodan,
- Oi Zuki Chudan,
- Mae Geri,
- Yoko Geri,
- Mawashi Geri Jodan oder Chudan,
- Ushiro Geri,
Jede Technik wurde von Tori 2x durchgeführt, Ausgangsstellung war immer links ZK Gedan Barai bzw. Kamae um dann mit rechts vorzugehen. Uke musste jeweils 1x mit links und 1x mit rechts mit unterschiedlichen Techniken blocken. Konter waren wie immer frei wählbar.
 
Kata:
In zwei Gruppen eingeteilt, eine Seite bis Blaugurte, andere Seite ab Braun, so dass sich immer zwei Personen gegenüberstanden. Zuerst war die Gruppe bis Blau dran mit Heian Godan. Die Person gegenüber beobachtete und wertete im Anschluss die Kata aus. Anschließend wurde die Kata wiederholt und die zuvor angesprochenen Punkte sollte nun verbessert worden sein.
Danach war die andere Seite dran mit ihrer nächsten Prüfungskata und auch hier sollten, wenn möglich, Kritikpunkte angesprochen und bei der folgenden Wiederholung der Kata verbessert werden.

Dienstag, 21. Oktober 2025

KW 43, Ferientraining

Montag 
Kihon:
- Mae Geri Keage,
- Mae Geri Kekomi, 
- Oi Zuki, Mae Geri wieder hinten absetzen, 
- aus Shizentai seitlich zurück (Tai Sabaki) mit Age Uke / Gyaku Zuki,
 
Kihon Ippon Kumite:
P1 aus Kamae vor Oi Zuki, P2  aus Shizentai seitlich zurück (Tai Sabaki) mit Age Uke, Konter Gyaku Zuki. Erst etwas langsamer, dann schneller, wechselnde Partner.
 
Nun noch etwas Abhärtung. Zwei Partner stehen sich in Kiba Dachi gegenüber, jeweils mit einem Arm ausholen und dann die Unterarme aneinander:
- Soto Uke,
- Uchi Uke,
- Gedan Barai,

Zum Abschluss trainierten wir Randori. Zuerst recht langsam, um ersteinmal das Sehen zu üben. Was macht der Gegner, wie reagiere ich darauf? Dann mit Angriffen von P1, P2 wehrt nur ab. Anschließend wechselseitiges agieren: P1 greift mit Technik(en) an, P2 wehrt ab und kontert umgehend, dieser Konter wird dann der neue Angriff und P1 muss nun verteidigen und kontern. So kommt man langsam in ein "hin und her" und wenn es passt, steigert man nach und nach die Geschwindigkeit.
Randori bedeutet beim Tonbo Dojo auch Randori. Geschlossene Fäuste, alle Techniken erlaubt, egal ob Zukis, Uchis oder Tritte, aber im Trainingsmodus.

Mittwoch
Man merkt dass Ferien sind, die Teilnehmerzahl ist definitiv geringer als sonst,
aber ein schönes und intensives Braungurt-Training war es trotzdem.
Zur Erwärmung spielten wir Abwerfball und wer getroffen wurde, dufte 5 Burpees machen.
Da wir mit 6 Leuten und 2 Bällen auf halber Dojogröße spielten, hörte man irgendwann auf zu zählen, wie oft man getroffen wurde. Wir waren jedenfalls mehr als erwärmt.

Kihon im Stand vor Spiegelwand:
- KK Uchi Uke / Gyaku Zuki,
- KB abwechselnd auf 45° nach außen Tate Shuto Uke / Gyaku Zuki,
- KB Uchi Uke / Gedan Uke / Jodan Nagashi Uke / Ura Zuki (8-9a aus Tekki Shodan),
- ZK Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
Besonderes Augenmerk auf die Hüftarbeit! 

Sentei Kata:
- Empi, Jion, Bassai Dai, Kanku Dai, Hangetsu,

Jiyu Ippon Kumite, Abwehr und Konter frei:
- YA Kizami Zuki,
- Schritt vor Oi Zuki Jodan,
- überlaufener Gyaku Zuki Chudan,
- Mae Geri Chudan,
- Mawashi Geri Jodan,
- Ushiro Geri,
 
Freitag
Dojo war sehr gut gefüllt, ab Blau aufwärts hatten wir ein sehr abwechslungsreiches Training.
Nach der Erwärmung ging es mit Kihon los, wobei es vor allen Dingen um die richtige Hüftarbeit ging. Wir blieben im Stand und kontrollierten die Knie vor der Spiegelwand.
- KK Shuto Uke / Gyaku Zuki,
- KK Anfangssequenz aus Heian Nidan bis ersten Tetsui Uchi,
- KB Gedan Barai auf 45° nach außen /  Gyaku Zuki / Oi Zuki,
- ZK Kizami Zuki / Gyaku Zuki, 
- ZK Gedan Barai / Gyaku Age Zuki,
 
Kata: Empi,
Zwischendurch mit Partner an Handpratze:
- KB Gedan Barai auf 45° nach außen /  Gyaku Zuki,
 
Kata: Heian Nidan,
Zwischendurch mit Partner an Handpratze: 
- KK Anfangssequenz aus Heian Nidan bis ersten Tetsui Uchi,

Kata: Empi,
Zwischendurch mit Partner an Handpratze:
- ZK Gedan Barai / Gyaku Age Zuki,

Die Kata liefen sehr oft, immer wieder wurde verbessert und korrigiert, zwischendurch das beschriebene Pratzentraining. Bei den Kata wurde mehr Wert auf saubere Techniken und die zuvor eintrainierte Hüfte gelegt als auf Geschwindigkeit.
Zwischendurch erklärte Lukas nochmals die kleinen Anpassungen, welche nun von DJKB zur JKA zu beachten sind.
Ein tolles Training zum Wochenabschluss! 

Dienstag, 14. Oktober 2025

KW 42, Erst locker, dann Kime

Montag
Heute war wieder Bunkaitraining. Wenn zwei erfahrene Schwarzgurte dabei sind, welche sichtlich Spass an diesem Thema haben, ist es für mich als "Neuer" in dieser Runde sehr interessant und spannend, was beide zwischendurch zeigten.
Mit welcher Intensität und Druck sie in die Techniken gingen, die blitzschnellen Übergänge zwischen Block und Konter waren super anzusehen.
Für mich begann es ruhiger, erst einmal die Anspannung rausnehmen, mehr Lockerheit rein. Rechts leichte Zukis nach vorn, dann mit links die ankommenden Zukis nur leicht mit Te Nagashi Uke wegwischen. Dann etwas schneller werden, Seitenwechsel, aber keinesfalls angespannter oder kraftvoller werden. Danach Beinbewegung mit reinnehmen, leicht vor und zurück, dynamischer eben.
Gleiches Prinzip dann z.B. mit Zuki und Abwehr über den eng am Kopf anliegenden Unterarm, wobei der Zuki über der Unterarm nach hinten/oben abgeleitet wird.
Als nächstes kamen von einer Person nur seitliche Schwinger, welche mit doppeltem Armblock gestoppt und unmittelbar danach gekontert werden sollten, Wahl der Konter war frei.
Wie gesagt, die Lockerheit war Mittelpunkt aller Tätigkeiten. Besonders anschaulich wurde es , als mir gezeigt wurde, wie kraftvoll ein fallengelasser Arm war, ohne sofort zurückzuziehen, sondern mit "schwerer Hand". Dabei wird der Druck mit auftreffen auf dem Gegner erzeugt und in den Gegner ausgeübt.
Zum Abschluss der Einheit liefen wir gemeinsam mehrmals die Kata Tekki Nidan vor der Spiegelwand.
Im Anschluss wurden mir noch ein paar Übungen am Makiwara gezeigt, um Lockerheit in der Schlagbewegung und Kime beim auftreffen zu trainieren. 

Mittwoch
Heute waren wir in kleinerer Gruppe, dafür konnte uns Andi intensiver betreuen.
Wir wiederholten viel und wechselten zwischen vielen kleinen Kombinationen, u.a.:
 
Beide Partner halten sich gegenüberstehend an Schultern, abwechselnd re. / li. Ushiro Geri nach hinten.
 
P1 vor Ushiro Geri, P2 geht passiv nach Treffer zurück.

P1 vor 2x Gyaku Zuki,
P2 1x YA zurück, blockt 2. Zuki mit Age Uke / Gyaku Zuki,
 
P1 vor doppelter Gyaku Zuki, dann Gyaku Zuki, Mawashi Geri,
P2 zurück 3x Te Nagashi Uke, Gyaku Te Nagashi Uke,

Tori: vor 2x Ushiro Geri / Gyaku Zuki, Mawashi Geri,
Uke: 2x zurück, Block des Mawashi Geri mit Gyaku Nagashi Uke zurück, dann vor mit hinterem Übersetzschritt, angedeuteter Wurf.

Beide Personen in Kamae, bewegen sich dynamisch. P1 vorderen Arm ausgestreckt, gibt Richtungen vor, P2 geht mit. Läßt P1 den Arm fallen, muss P2 mit Kizami Zuki vor. Kommt P1 mit Mawashi Geri, geht P2 mit Gyaku Nagashi Uke blockend zurück, dann vor mit hinterem Übersetzschritt, angedeuteter Wurf.
Beide je Seite 10 Techniken. 
 
- P1: ZK 3x vor Gyaku Zuki, P2: ZK 3x zurück Gyaku Zuki,
Eine Minute lange hin und her, Takt finden, lange Schritte, Berührung am Kinn, sich aber nicht verletzen.
 
Freitag
Gestern wurden wir nach der gemeinsamen Erwärmung aufgeteilt, die Schwarzgurte in einem, die Blau- und Braungurte im anderen Dojo. Wir trainierten die Katas Jion und Kanku Dai. Neben den Hinweisen von unserer Trainerin Antje war die großflächige Spiegelwand sehr hilfreich. So konnten wir unsere Stände und Haltungen besser kontrollieren und uns sofort korrigieren.
Nach dem Training standen wir noch eine Weile zusammen und besprachen die derzeitigen Anpassungen bei den Katas, zu denen Lukas letztes Wochenende zu einem Lehrgang in Bonn gereist war. Zeitliche Anpassungen vom Honbu Dojo aus Japan wurden vom DJKB zwar für internationales Karate übernommen, national blieb man aber eher auf den herkömmlichen Ochi-Wegen. Dieses ändert sich nun und in Deutschland wird die JKA einen gemeinsamen Weg gehen. Durch die Rotfüche unter Dorian und meinen Lehrgängen beim JKA Berlin waren mir die Katas laut JKA schon vertrauter, um so schöner, sie nun auch intensiv im täglichen Dojotraining verinnerlichen zu können.

Dienstag, 7. Oktober 2025

KW 41, Bunkaitraining

Montag
Gestern war ich im Tonbo Dojo erstmals zum Bunkaitraining.
Diese von Marc geleitete Trainingsgruppe hatte sich mal eigenständig zusammengefunden und setzt sich neben dem regulären Training intensiv damit auseinandersetzt, was hinter einer Kata steckt bzw. stecken könnte. Beim gestrigen Training war die Kata nur der Rahmen, welcher eine grobe Form darstellte. Dann trainierten wir, wie die jeweilige Passage der Kata als Situation auf der Strasse aussehen könnte. Dabei kommt ja eher selten jemand mit Karatetechniken, wie mit einem Mae Geri, auf einen zu. Häufiger entstehen körperliche Auseinandersetzungen aus Rangeleien, stoßen, festhalten, schubsen oder ähnlichem. In solche Situationen dann die Katabewegungen zu adaptieren ist ein Thema in diesem Bunkaitraining. Vieles war ungewohnt, wie z.B. die Deckung immer oben im Kopfbereich zu behalten und auch die Nähe zum Partner. Anders als im Kumite hielt man keinen Abstand in Kamae, sondern man stand sich auf nur eine Armlänge gegenüber.
Sehr interessant fand ich auch die "schweren Hände". Zwar arbeiteten wir viel mit offenen Händen, aber wir berührten den Partner nicht nur, sondern arbeiteten mit viel Druck aus dem Unterarm, um somit Kraft auf den Gegner auszuüben.
 
Mittwoch
Erwärmung mit Partner: greifen, festhalten, hebeln, schieben, ziehen, danach Dehnung.
Kihon im Stand vor der Spiegelwand:
- Zenkutsu Dachi mit Gedan Barai / Gyaku Zuki, 
- Kokutsu Dachi mit Uchi Uke / Gyaku Zuki,
Zuerst achtete der Partner auf die richtige Position der Knie. Danach hielt er die Pratze, auf die der aktive Partner die Gyaku Zukis stieß.

Mit Gummiband vor Spiegelwand:
- Kiba Dachi mit Gedan Barai / Gyaku Zuki in 45°,
 
Kumite:
1. 
In KK vor mit YA Gyaku Zuki, Partner passiv zurück.
2.
ZK vor mit überlaufenem Gyaku Zuki, Partner Schritt zurück, blocken mit Age Uke / Gyaku Zuki.
3.
Vor Mawashi Geri Jodan ohne Berührung, Partner passiv zurück. 
4.
Überlaufener Gyaku Zuki + Mawashi Geri, Partner blockt zweiten Gyaku Zuki mit Age Uke / Gyaku Zuki, den Mawashi Geri mit Schritt nach hinten Nagashi Uke.
5.
Beide in Kamae gegenüber, auf "Ichi" oder "Ni" gehen beide gleichzeitig mit YA Gyaku Zuki vor. Je nach Zahl geht die entsprechende Person mit überlaufenem Gyaku Zuki vor, andere Person weicht nur dem ersten Gyaku Zuki nach hinten aus und kontert vor dem zweiten Gyaku Zuki mit Age Uke / Gyaku Zuki.
6.
Wie zuvor, nur dass der Angreifer nach dem überlaufenen Gyaku Zuki mit Mawashi Geri fortsetzt. Der Tritt wird mit Schritt nach hinten mit Nagashi Uke geblockt. Dann mit Suri Ashi vor in den Stand des Partners, vorderen Arm über die Brustseite zur hinteren Schulter des Partners und über die Hüfte werfen.
Falls mal jemand nicht aufpasst, gibt es Pflaster.

Donnerstag
Wir begannen mit leichter Erwärmung und anschließendem Circle-Training (zwei Runden, je 1,5 Minuten):
- Langhantelstange vor Brust, aus Hocke hoch-runter,
- auf Rücken liegend, Beine angewinkelt, Medizinball über Kopf strecken -> Situp -> Ball an Wand werfen,
- Klimmzüge, unterstützt mit Füße im Gummiband,
- Kettleball vor Brust, aus Shizentai in Ausfallschritt, über Knie zur Seite drehen,
- Liegestütze mit Seiken auf Schleifpapier oder Holzblöcken,
- Schulterbreit stehen, Kettleball an einem Arm hoch ausgestreckt, anderer Arm beugt zur Bodenmitte,

Danach weiter mit Kihon. Verschiedenste Kombinationen aus verschiedenen Tritt-, Stoß- und Schlagtechniken vorwärts und rückwärts, je 5 Wiederholungen.

Mit passivem Partner:
- ZK Gyaku Zuki Chudan,
- YA Gyaku Zuki, hintere Ferse hoch,
Schnelle Zukis und den Partner spürbar treffen.

Zu dritt, eine Person hält Faustschützer seitlich ausgestreckt. Die beiden anderen mit YA Gyaku Zuki, hintere Ferse hoch, dabei schneller sein als der andere.

Danach haben wir noch in netter Runde und einem kühlen Getränk den Abend ausklingen lassen. Oss