Montag
Montags und donnerstags sind die Erwachsenentraining unabhängig von der Gürtelfarbe und da gestern zwei "Neue" zum Schnuppertraining anwesend waren,setzte Maxi ein Basistraining auf die Tagesordnung. Egal welche Gürtelfarbe man hat oder wieviele Jahre man schon trainiert, Grundlagentraining ist immer wieder wichtig, denn schließlich basiert alles darauf.
Wir fingen mit Kihon an:
- Shizentai mit Choku Zuki,
- Shizentai mit Gedan Barai,
- ZK Gedan Barai / Gyaku Zuki,
- ZK Age Uke / Gyaku Zuki,
- KK Shuto Uke,
Diese Techniken übten wir anschließend auch mit Partner vor der Spiegelwand, wobei eine Person die Übungen ausübte und die andere Person die Kniestellungen kontrollierte und korrigierte.
Für die beiden Gäste blieb es bei Gedan Barai / Gyaku Zuki, denn die sauberen Ausführungen von Zenkutsu Dachi und der beiden Techniken sind schon sehr anspruchsvoll.
Weiter mit Keri, also Tritttechniken:
- Mae Geri,
- Mawashi Geri,
Beide Tritttechniken im Stand, sehr langsam und mit mehrern Zählzeiten: 1 für Knie hochziehen, 2 für Tritttechnik nach vorn, 3 für zurückziehen des Knies und abstellen des Beines.
Aufgrund der sehr langsamen Bewegungen wurde es besonders anstrengend und einen Tritt mit Schwung nach vorn zu bringen ist weitaus leichter als mit der reinen Muskelkraft.
Danach traten wir mit Mae Geri noch gegen die Pratze, jetzt aber kraftvoll und schnell.
Wichtig war, nicht mit dem Oberkörper nach hinten zu gehen als Gewichtsausgleich, sondern mit Gewicht nach vorn, um auch entsprechend Druck auszuüben.
Nach vielen Wiederholungen und weichen Beinen am Ende trainierten wir noch etwas Bunkai.
Zwei Partner standen sich in Shizentai gegenüber und eine Person hielt mit einer Hand über Kreuz das Handgelenk der anderen Person.
Nun gab es zwei Varianten:
- festgehaltene Person ging in ZK mit Gedan Barai zurück,
- festgehaltene Person ging in ZK mit Gedan Barai 90° zur Seite der festgehaltenen Hand,
Durch den Schritt zurück (zur Seite) wird die haltende Person nach vorn (zur Seite) gezogen und kann aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Die gehaltene Hand wird in Hikite gezogen und mit dem anderen Arm wird mittels Gedan Barai die haltende Hand weggeschlagen.
Nach dem Training absolvierte ich, wie mittlerweile jedes Mal, noch ein paar Liegestütze und Gyaku Zukis am Makiwara.
Mittwoch
Zur Erwärmung mit Partner, recht dicht zueinander in Kamae, immer abwechselnd:
- Gyaku Zuki / Te Nagashi Uke, schnelles hin und her,
- Mawashi Geri mit Spann auf Unterschenkel, Kizami Mawashi Geri mit Koshi in Bereich Chudan,
- Mawashi Geri auf Innenseite vom Oberschenkel
Keiner soll verletzt werden, aber schon recht stark, denn es soll auf Training zur Abhärtung sein.
Kihon vor Spiegelwand:
- KK Uchi Uke / Gyaku Zuki,
Knie nicht nach innen fallen lassen, deutliche Hüftbewegung, Spannungen im Oberschenkel passend zum Technikseite,
Handpratzentraining mit Partner:
- KK Uchi Uke / Gyaku Zuki, wobei der Gyaku Zuki zur Handpratze ging,
- ZK Gyaku Zuki, dabei zuerst Vordruck auf Handpratze, auf Zählzeit sehr schnell zurück in Kikite und Zuki,
Zwischendurch liefen wir mit wechselnden Partnern Jiyu Ippon Kumite mit folgenden Techniken:
- Kizami Zuki, Oi Zuki, Gyaku Zuki, Mae Geri, Mawashi Geri, Ushiro Geri,
Abwehr und Konter waren von Uke frei wählbar.
Übung zum besseren Vorschnellen wieder vor der Spiegelwand:
Beide Beine gestreckt, weit auseinander. Vorderes Bein wird gebeugt und zieht damit das hintere Bein heran.
Wichtig: nicht den Oberkörper vorbeugen, Kraft soll alleine aus Beugung und Anspannung im Oberschenkel des vorderen Beins kommen!
Mit dieser Übung trainierten wir dann noch zu zweit den überlaufenen Gyaku Zuki:
Beide standen sich in Kamae gegenüber, wobei Tori zuerst mit auseinanderstehenden, gestreckten Beinen stand. Dann plötzlich nach vorn, dabei mit der vorderen Hand die vordere Hand vom Verteidiger wegstoßen und den Gyaku Zuki vorschnellen lassen. Dann die Hand schnell wieder zurückziehen und auf Uke laufen.
Als Kata liefen wir mehrere Male Kanku Sho mit Zählzeiten.
Alle Übungen griffen gut ineinander und waren aufeinander aufgebaut. Hier habe ich den Ablauf etwas einfacher dargestellt, da es sonst noch unverständlicher geworden wäre...


