Nach einer ausgiebigen Erwärmung starteten wir mit Kihon vor der Spiegelwand.
Aus Shizentai ein Bein zurück in ZK mit:
- Age Uke / Mae Geri hinten absetzen / Gyaku Zuki,
- Soto Uke / umsetzen in KB Empi / Gyaku Zuki,
- Gedan Barai / Mae Geri hinten absetzen / Gyaku Zuki,
Gar nicht so schnell, dafür aber saubere Techniken, Stände und Hüfte.
Dann weiter mit Partner. Im Abstand von circa drei Metern warf P1 einen Tennisball in einer Bogenlampe zu P2. P2 führte jeweils eine der vorherigen Kombinationen aus und musste mit dem Gyaku Zuki den Ball fangen.
Da beim Wurf des Tennisballs eine Kombi mit drei Techniken auszuführen war, wurden viele Bälle nicht gefangen.
Anschließend wurde bei den Dreierkombinationen jeweils die mittlere Kombi weggelassen, also nur Age Uke und Gyaku Zuki, Soto Uke und Gyaku Zuki und Gedan Barai und Gyaku Zuki wurden ausgeführt. Dieses war definitiv einfacher und auf einmal hatte der ausführende Partner genug Zeit, die Bälle zu fangen.
Diesen Unterschied besprach der Trainer dann mit uns und auch, wie wir mit der hinzugewonnen Zeit im Kumite umzugehen haben. Und zwar mit "warten". In bestimmten Situationen sollen wir den Gegner sich sicher fühlen lassen und kommen lassen. Erst im letzten Moment agieren wir mit Abwehr und Konter.
Dieses trainierten wir dann mit wechselnden Partnern mit Jiyu Ippon Kumite. Aus Kamae ging P1 mit Schritt vor Oi Zuki Jodan oder Chudan
vor. P2 wartete und ging aus Shizentai erst im letzten Moment zurück, blockte und konterte. Erst kam die Angriffe recht langsam, dann schneller. So konnte sich der Verteidiger auf die Situation einstellen und ein Gefühl dafür bekommen, was es heißt, auf den richtigen Moment zu "warten".
Zum Abschluss noch etwas Abhärtung mit Partner in Shizentai sich gegenüberstehend:
- Soto Uke / Gedan Barai / Uchi Uke mit Unteram aneinander.
Mittwoch Nach intensiver Erwärmung und Dehnung begannen wir das Training mit Kihon. Auf Zuruf von Antje liefen wir dazu diverse Kombinationen bahnweise vorwärts oder rückwärts. Danach weiter mit Kumite: - Ushiro Geri, Der passive Partner hielt seine Hände horizontal auf Brust- und Gürtelhöhe und gab somit den Zielbereich vor, der andere Partner trat 20 rechts und 20x links mit Uhiro Geri in diesen Bereich. Danach die gleiche Anzahl mit der Kombination Ushiro Geri / Uraken, der andere Partner wehrte nur mit Te Nagashi Uke ab.Kaeshi Ippon Kumite, Jiyu Ippon Kumite:
- Kizami Zuki, Oi Zuki, Gyaku Zuki, Mae Geri, Yoko Geri Kekomi, Mawashi Geri, Ushiro Geri,Waren die Rollen als Tori und Uke zuvor klar aufgeteilt, ging es zuletzt mit den gleichen Techniken ohne Ansage direkt hin und her:
P1 Kizami Zuki vor, P2 Abwehr, P2 Kizami Zuki vor, P1 Abwehr, P1 Oi Zuki vor, P2 Abwehr,...
Schneller Angriff, Abwehr, schneller Konter und aus dem Block gleich wieder mit Angriff vor.FreitagZur Erwärmung starteten wir mit Partnertraining:1. In Kamae beide gegenüber, dynamisch vor, zurück und zur Seite. Ohne Techniken, aber den Abstand einhalten, push and pull, als wenn man einen Gummiball zwischen sich hätte.2. Eine Person greift an, die andere Person verteidigt nur, geht aber dabei mehr vor als zurück, drängt Tori also zum Platz suchen.3. Zuletzt dann Randori, aber sehr langsam. Lockeres hin und her, eben warm werden.Danach kamen wir zu Kata: Tekki Shodan und Kanku Dai:Zuerst liefen wir Tekki jeder für sich und Marc schaute, wieweit jeder so ist. Dann mit Zählzeiten und wir korrigierten die Passagen, welche verbessert werden sollten. Dann stellten wir uns mit Partner gegenüber, Höhergraduierte auf eine Seite, die anderen auf die andere Seite. Alle begannen zeitgleich, aber die Höhergraduierten liefen die Kata gespiegelt, so dass die darunter Graduierten die Kata optimal abschauen konnten. Danach lief nur eine Reihe die Kata, die Partner schauten zu und besprachen anschließend Verbesserungsmöglichkeiten.Paul und Lukas zeigten dann, wie die Tekki auf Wettkampfniveau aussehen soll und wir versuchten anschließend, die Kata ebenfalls so kraftvoll und den entsprechenden Geschwindigkeiten zu laufen.Marc zeigte uns dann Bunkaimöglichkeiten für den Kata-Auftakt und wir trainierten diese danach mit Partner.Als nächstes dann die Kanku Dai. Erst auf Zählzeiten, dann jeder für sich und danach wieder reihenweise, wobei eine Reihe ausführte und die andere Reihe beobachtete und anschließend wieder Verbesserungen ansprachen.Auch hier wurden uns Bunkaimöglichkeiten für den Auftakt gezeigt und trainiert.Das war einfach eine tolle Trainingswoche. Hohes Niveau bei den Mitstreitern, gut gefordert, aber ohne Probleme dabei. Zusätzliche Liegestütze und Zukis am Makiwara gehören zu meinem täglichen Training, im Dojo und auch zu Hause. Mein Zeh verheilt auch gut, obgleich es ohne Tape noch nicht einwandfrei funktioniert. Es läuft...


