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Sonntag, 2. August 2026

KW 31, Ferientraining

Mittwoch
Zur Erwärmung begannen wir mit Sprintübungen mit Spielkarten:
Auf die andere Seite laufen, auf dem Weg drei Liegestütze. Auf der anderen Seite sind auf dem Boden verteilte, verdeckt liegende Spielkarten. Eine Karte aufdecken, ist es die zugeteilte Karte mit dieser zurücklaufen. Ist es nicht die zugeteilte Farbe, die Karte wieder verdeckt hinlegen und ohne zurücklaufen. Welches Team zuerst alle zugeteilten Karten auf seiner Seite hat, hat gewonnen.
Danach mit erschwerten Bedingungen: bei den verdeckten Karten sind welche mit einem X, wird diese gezogen legt sich der Läufer auf den Rücken und muss von zwei anderen aus dem Team zurückgetragen werden.

Hauptthema im Training war dann Randori, wechselseitig, aus dynamischer Bewegung heraus:
- sehr langsam,
- schneller als zuvor,
- vor Angriff mit einer Hand Boden berühren,
- mit einer Fußtechnik beginnend,
- vor Angriff mit einer Hand stören,

Dazwischen Übungen, auch wieder mit Partner, für schnelle Reaktionen:

1. Beide bewegen sich in Kamae dynamisch, ein Partner geht plötzlich leicht vor mit zur Seite gestreckten Armen, Partner greift mit Gyaku Zuki an,

2. P1 wedelt in Kreisbewegungen mit Gürtel in der Hand:
- horizontal auf Kopfhöhe: P2 duckt sich runter,
- horizontal auf Gedanhöhe: P2 springt hoch,
- vertikal zum Körper, P2 geht seitlich raus,
und greift danach jeweils umgehend zu P1 an,

3. P1 in Kamae, P2 steht dahinter und tippt P1 an verschiedenen Körperstellen an:
- Schulter des vorderen Arms: P1 Kizami Zuki,
- Schulter des hinteren Arms: P1 überlaufener Gyaku Zuki,
- hinterer Oberschenkel des vorderen Beins: Kizami Mawashi Geri,
- hinterer Oberschenkel des hinteren Beins: Mae Geri,
- auf Rücken: Gyaku Zuki,

4. Wechselseitig einen Tennisball zuwerfen etwas weiter als über die seitliche Armlänge, so dass der Partner sich stark strecken muss, um den Ball zu fangen. Erst aus 2m Abstand, dann aus 1m Abstand zueinander.

5. Ein Partner mit 2 Handpratzen: Immer eine Pratze zeigt irgendwo hin, der andere Partner muss blitzschnell zu dieser Pratze angreifen: Kizami Zuki, überlaufener Gyaku Zuki, Gyaku Zuki, Kizami Mawashi Ger, Mae Geri.

Zum Abschluss noch einmal Randori ganz normal: schnelle Reaktion mit Zanshin, alle Techniken sind erlaubt, 2er und 3er Kombinationen, Ashi Barai.


Donnerstag, 9. Juli 2026

KW 28, Arbeitshöhe und Druck nach vorn

Montag
Im Shotokan-Karate bewegen wir uns generell recht tief und damit es bei aufeinanderfolgenden Bewegungen in Kihon, Kata und Kumite kein auf und ab gibt, trainierten wir am Montag die richtige "Arbeitshöhe".
Wir begannen mit der Bewegegung in den tiefen Stand. Dabei gingen wir nicht erst runter und dann vor oder zurück in den Schritt, aber auch nicht diagonal nach unten. Die optimale Bewegung ist eher exponentiell fallend, also als Kurve zu sehen.
Dieses trainierten wir durch wiederholende Bewegung aus Shizentai in Zenkutsu Dachi und Kokutsu Dachi. Anschließend gingen wir jeweils 10x aus Yoi in den ersten Stand aller Heian-Katas.

Weiter mit dem Verbleib in der Höhe in der Bewegung.
In der Vorwärtsbewegung im Zenkutsu Dachi hilft das über dem Fußspann stehende Knie. Würde man nun einfach nachgeben, fällt man ganz ohne Krafteinsatz nach vorn. Zieht man nun das hintere Bein an und drückt sich mit dem Standbein nach vorn. Für die Rückwärtsbewegung zieht man das vordere Bein heran und drückt sich mit dem Standbein nach hinten ab, aufgrund der Schwerkraft bleibt man unten.
Wichtig: die Knie bleiben gebeugt, damit man in der Bewegung nicht aufsteht!
Dazu liefen wir viele Bahnen in Zenkutsu Dachi und Kokutsu Dachi, unter anderem mit einer Gewichtsscheibe in nach vorn ausgestreckten Händen.
Am Ende liefen wir mehrmals die Kata Heian Shodan mit Fokus auf die Lerninhalte dieser Trainingseinheit 

 
Mittwoch
Das große Thema dieses Trainings war sen no sen. Der Verteidiger erkennt den Moment des Angriffs und ergreift die Initiative und kommt dem Angriff zuvor. 
 
Beide Partner in kurzem Abstand gegenüberstehend in Kamae:
- vor YA Kizami Zuki, 
- abwechselnd mit vorderer Hand stören, sofort Ushiro Geri,
- immer abwechseln P1 2x Schritt vor Gyaku Zuki, P2 geht beide Schritte passiv zurück,
 
Beide in dynamischem Jiyu Kamae einander gegenüberstehend:
- P1 vor YA Kizami Zuki, P2 YA zurück Te Nagashi Uke,
- P1 vor YA Kizami Zuki, P2 Gyaku Zuki, 
- P1 angedeuteter Kizami Zuki mit YA, P2 Gyaku Zuki, P1 hinteren Fuß heransetzen, mit vorderem Fuß Mawashi Geri, P2 YA Kizami Zui / Gyaku Zuki,
Wichtig: Der Kizami Zuki kommt mit dem Vorschieben des vorderen Fußes, mit welchem die Distanz verkürzt wird und nach dem Zuki die Faust wieder in Hikite zurückgerissen wird, wodurch der Körper wie durch ein Gummiband in den Gegner katapultiert werden kann.
 
Dazwischen immer wieder Randori, abwechselndes hin und her, mit sauberen geradlinigen Techniken.
 
Mit Partner und Gummiband, P2 geht hinter P1 mit, Gummi dauerhaft auf Vorspannung, P1 geht bahnweise vor:
- Oi Zuki,
- Gyaku Zuki,
- Mae Geri,
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki, 
- überlaufener Gyaku Zuki,
- Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,
 
Danach noch ein paar Bahnen Kumite, P1 schnell vor, P2 zurück mit Abwehrtechnik, Angreifer sollte immer versuchen mit seinem Angriff in den Verteidiger zu gehen.

Donnerstag, 2. Juli 2026

KW 27, Im Dojo bleibt es heiß

Montag
Nach 20 Minuten Erwärmung und Dehnung waren zunächst die Heian-Katas und Tekki Shodan dran. Wir liefen alle Katas gemeinsam, immer eine andere Person sagte an:

"Musubi Dachi", "Rei" mit Verbeugung, "Kata xxx", "Yoi" mit Ausgangsstellung für die jeweilige Kata, Kata laufen mit entsprechenden Zählzeiten, "Rei" Verbeugung, "Yame",

Zur Entspannung, die Temperaturen waren noch nicht wirklich wieder trainingsfreundlich, liefen wir etwas Kumite. P1 mit Yori Ashi vor Kizami Zuki, P2 YA zurück mit Te Nagashi Uke. Ein paar Bahnen mit Richtungswechsel.

Danach weiter mit Jion und der nächsten Prüfungskata, letztere liefen wir gruppenweise. Abschließend zeigte jede Gruppe ihre Kata entsprechend der Wettkampfordnung vor den Augen der anderen Teilnehmer.

Mittwoch
Zuerst mit Antje eine 40-minütige schweißtreibende Erwärmung mit vielen Aspekten aus dem Yoga (ich glaube ich mag Yoga nicht), dann weiter mit Jonny und dem eigentlichen Karate-Training. Obwohl das auch nicht richtig ausgedrückt ist, denn eine gute Erwärmungs- und Dehnungsarbeit sollte Bestandteil eines jeden Karatetrainings sein.

Es waren alle Heian-Katas dran. Erst geinsam mit Zählzeiten, danach jeder für sich mit mindestens 80%, aber vor allem deutliche und saubere Bewegungen, Techniken und Stände.

Nach jeder Kata war bahnweise Jiyu-Kumite-Training dran. Beginnend aus Jiyu Kamae mit dynamischem Stand auf den Fußballen schnell vor:
- Kizami Zuki,
- Gyaku Zuki,
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki, Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- Gyaku Zuki, Gyaku Zuki / Gyaku Zuki, Kizami Zuki / Tritttechnik,
- Gyaku Zuki / Gyaku Zuki, Gyaku Zuki, Kizami Zuki / Tritttechnik,
Im Stand blitzschnelle Wiederholungen bis "Stopp"-Kommando kommt:
- Kizami Zuki,
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- Kizami Zuki / Kizami Zuki / Gyaku Zuki,

Jonny ist Wettkämpfer und legt besonderen Wert auf kraftvolles und schnelles Vorgehen. Immer nochmal wurden die Kombinationen wiederholt und immer wieder heizte er uns an, noch mehr aus uns herauszuholen. Bei den aktuellen Temperaturen echt eine Qual, aber auch richtig gut...

Dienstag, 23. Juni 2026

KW 26, Heiße Woche

Montag
Maxi musste heute leider als Trainer absagen und so fuhr ich zum Dojo, um für mich einfach Keris und Katas zu trainieren.
Vor Ort bot sich dann Marc an, uns in sein Bunkaitraining zu nehmen und Bunkai und Selbstverteidigung zu trainieren.
Bunkaitraining mit Marc ist für mich immer ein Highlight, da es sehr realitätsnah ist und so freute ich mich auf dieses Training. Draußen waren 29 °C und im Dojo tropisch feuchtwarm.

Wir begannen mit Clinchübungen:
Beide halten mit der jeweils rechten Hand am vorderen Kragen, die andere Hand liegt auf der Hand des Gegners. Beide Hände kontrollieren somit den Gegner und nun versuchten wir uns gegenseitig zu ziehen und zu drücken und den Gegner zu kontrollieren.
Danach wieder mit beiden Händen halten, mit Tritten zum Schienbein ablenken und dabei immer mal einen Schwinger von rechts oder links, versuchen darunter durchzutauchen und versuchen sich hinter den Partner zu drehen. Mit beiden Händen an den Schultern halten und in eine Kniekehle treten und den Gegner somit zu Fall zu bringen.

Weiter mit Renzoku, also Aufeinanderfolge zweier Techniken:
- Eine Hand (beide rechts oder beide links) Zuki, die andere Hand von außen Te Nagashu Uke, Wechselspiel von Stoß und Abwehr. Die Hände bleiben dabei oben, um den Kopf immer zu schützen.
- Wie zuvor z.B. P1 mit rechts Kizami Zuki, P2 mit links von außen Gyaku Te Nagashi Uke, die rechte Handaußenfläche (Haishu)  übernimmt dahinter im Ellenbogenbereich und führt den Weg des Arms von P1 fort, die rechte Hand drückt dann den Oberarm von P1 zum Körper von P1.
- P1 mit rechts Kizami Zuki, P2 mit mit links von außen Te Nagashi Uke und die rechte Handaußenfläche übernimmt dahinter im Ellenbogenbereich. Mit diesem Block dreht sich P2 aber schon um 90° im nach links raus. Mit der Übernahme durch die rechte Hand wird der gegnerische Arm mit rechts gehalten / fixiert und es folgt ein Stoß mit links zum Kopf des Gegners.

Shuto Uke von innen:
- Beide links vor, P1 Kizami Zuki. P2 mit links Te Nagashi Uke, mit rechts den Ärmel greifen und zu sich heranziehen, gleichzeitig mit linker Hand Shuto Uke zum Hals.
Shuto Uke von außen:
- Beide links vor, linker Kizami Zuki von P1. P2 mit rechts Gyaku Te Nagashi Uke von außen nach innen. Mit links Haishu übernehmen und sich dabei nach rechts um 90° rausdrehen, so dass rechter Fuß hinten ist.
Dann
a) mit rechts Schritt vor und unter das vordere linke Bein von P1. Dadurch wird P1 ausgehebelt. Mit dem hebelnden Schritt mit dem rechten Arm über die Brustseite des Gegners zur hinteren Schulter und ihn über das vordere Bein nach hinten werfen.
b) von außen gegen das vordere Knie von P1 treten und Gegner zu Fall bringen.

Age Uke:
- Beide links vor, linker Kizami Zuki von P1, P2 Gyaku Te Nagashi Uke von außen nach innen (Ausholbewegung des Age Uke). dann mit eigentlichem Age Uke Arm von P1 übernehmen, Rechter Haken in jetzt freien Rippenbereich.

Bei allen Übungen gingen wir mit dem Block zum Gegner bzw. in den Gegner hinein. So wie die meisten Katas es auch zeigen, mit dem Block geht es zum Gegner, nicht zurück, Druck nach vorn.

Zuletzt liefen wir 3x die dazu passende Kata Heian Nidan. Natürlich mit Druck nach vorn.

Nachtrag:
Fast hätte ich doch die Kakie-Übung vergessen! Kakie (übersetzt "klebende Hände") sind Nahkampfübungen, bei welchen man im Clinch kontinuierlich den Hand- bzw. Unterarmkontakt zum Partner hält und auf Druck- und und Schubbewegungen reagiert. Die Bewegungen sind meistens schiebend und kreisend und durch den kontinuierlichen Kontakt braucht man nicht auf die Bewegungen schauen, sondern diese werden gefühlt.
Wir trainierten erst einmal mit einer aktiven Hand. Beide rechte oder linke Hand vor, Kontakt zum Partner über Handgelenk und Shuto (Handaußenkante), die andere Hand mit Handinnenfläche nach oben, unterhalb vom Solarplexus. P1 versuchte nun zum Kinn von P2 zu stoßen, P2 drückte die herankommende Faust nach außen in Richtung P1 zurück. P1 nahm die Faust wieder zurück und versuchte dann wieder geradlinig zum Kinn vorzustoßen. Wichtig: ununterbrochener Kontakt.

Mittwoch
Mit über 30 °C Außentemperatur war es gestern wieder sehr warm. War es anfangs im Dojo noch recht gut erträglich, so waren am Ende die Gis der Beteiligten nur noch nass.
Dabei passte Andi mit dem Training auf und die Übungen waren gar nicht zu anstrengend, aber vielleicht braucht man momentan gar nicht viel, bis der Schweiß läuft.

Anfangs liefen wir die Katas Heian 1 - 5 und Tekki Shodan. Ohne Zählzeiten und nur mit 50 %, aber mit viel Hüfte und starken und deutlichen Bewegungen.

Kumite-Übungen:
Zuerst wieder Kommando durch den passiven Partner, schnelle Reaktion durch den Angreifer:
"Ichi" -> YA Gyaku Zuki,
"Ni" -> YA Kizami Zuki,

Abwechselnd eine Tritttechnik zum Partner. Sofort wenn P1 seinen Fuß wieder am Boden aufsetzt be und sauber.ginnt P2 mit seiner Tritttechnik. Beide nicht stark, aber kontrolliert

Dann waren die Sentei-Katas dran: Hangetsu, Bassai Dai, Kanku Dai, Jion and Empi.

Wieder Kumite-Übungen, dieses Mal ging der passive Partner immer einen Schritt zurück:
"San" -> Gyaku Zuki Jodan, Gyaku Zuki Jodan,
"Shi" -> überlaufener Gyaku Zuki,

Anschließend wieder die Trittübungen zum Partner. Nicht zu statisch, eher aus einer dynamische Bewegung heraus, Lücken sehen, antäuschen.

Als letzte Kata lief jeder seine nächste Prüfungskata, für die Schwargürtel war Unsu angedacht.

Zuletzt wurden Kataübungen zusammengefaßt und der Angreifer kamm auf Kommando Ichi, Ni, San oder Shi mit der jeweiligen Technik vor.

Am Ende war das Klima im Dojo recht tropisch, die feucht-warme Luft blieb trotz geöffneter Fenster.
 
Freitag
Die Temperaturanzeige im Auto stand immer noch auf 36 °C, aber egal, wenn Training stattfindet, gehe ich hin. Heute übernahm Lukas die Leitung und als unser Kataspezialist konnte es nur sehr lehrreich sein.
Nach etwas Erwärmung und Dehnung begannen wir mit Jion. Wir liefen sie zuerst alle gemeinsam auf Zählzeiten von Lukas, anschließend schaute er uns zu, um zu schauen welchen Stand jeder hatte. Danach teilten wir die Kata auf und liefen sie Stück für Stück. Lukas zeigte und erklärte, wir wiederholten.
Den mittleren Part mit Teisho Uke im Kiba Dachi liefen wir erst mehrmals und trainierten danach mit Partner an der Handpratze. Ungewohnt, aber gut um diese Technik zu verstehen.
Da ich die Jion als meine nächste Prüfungskata gewählt habe, war dieses Training sehr interessant und lehrreich für mich und hat mich der Kata ein ganzes Stück näher gebracht. 

Dienstag, 16. Juni 2026

KW 25, Einfach, aber dennoch anspruchsvoll

Montag
Nach 20 Minuten Erwärmung und Dehnung liefen wir erst einmal Kata:
- Heian 1 - 5,
- Tekki Shodan,
Jeweils 1x, nicht schnell, dafür mit Blick auf unterschiedliche Hüftstellungen zwischen Block- und Angriffstechniken und mit viel Druck nach vorn.

Vor der Spiegelwand:
- YA Kizami Zuki, Gyaku Zuki,
Bahnweise:
- YA Kizami Zuki, Gyaku Zuki,
Mit Partner und Handpratze:
- YA Kizami Zuki,

Eigentlich einfach, aber dennoch anspruchsvoll, alleine schon den richtigen Abstand zu finden. Trifft man die Pratze zu stark, sollte der Abstand vergrößert werde. Mit gestrecktem Arm stossen, dann den Zukiarm schnell wieder zurückziehen.

Danach den gleichen Durchlauf auch für Gyaku Zuki und danach für Gyaku Zuki, Gyaku Zuki.
Wichtig:
- deutliche Hüfte,
- dynamische Bewegung auf den Fußballen, also Fersen stehen nicht auf dem Boden,
- beim Vorgehen im Gyaku Zuki mit YA weit vor und hintere Ferse hoch um mehr heranzurutschen,
- nach Zuki hinteren Fuß leicht wieder heranziehen um einen etwas kürzeren Stand zu haben, um mit dem nächsten Zuki wieder weit vorgehen zu können,

Nun wieder bahnweise mit passivem Partner in bekannter Weise mit "Ichi", "Ni" oder "San":
- "Ichi" = Gyaku Zuki,
- "Ni" = Kizami Zuki,
- "San" = Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,
Eine Person gibt für alle nach Zufallsprinzip das jeweilige Kommando, mal schneller, mal langsamer, auch mal das gleiche Kommando mehrmals. Die Angreifer sollen gefordert werden.

Zuletzt liefen wir in Gruppen unsere nächste Prüfungskata, erst gemeinsam langsam mit Zählzeiten, dann jeder für sich und zuletzt jeder für sich 100%. Thommy lief mit mir Jion und gab mir im Anschluss wertvolle Tipps, welche Punkte noch zu korrigieren sind und auf was ich mehr achten sollte, um die langsamen Parts und die schnellen und kraftvollen Bewegungen der Kata mehr hervorzuheben.
Lehrgang in Forst mit Jan Stekly
In drei Wochen geht es
nach Forst zum Lehrgang
mit Jan Stekly.

Mittwoch
Nach dem Training ab nach Hause, geduscht und eine Kleinigkeit gegessen und nun heißt es schnell alles aufschreiben, denn es war nicht wenig heute.
Kihon:
In zwei Reihen aufgestellt, Andi nannte 4er- oder 5er-Kombinationen, welche wir bahnweise 5x wiederholten.

Kumite:
- beide kurzer Abstand, P1 geht 2x mit Gyaku Zuki, Gyaku Zuki vor, dann in andere Richtung P2 zu P1 und wieder zurück,
- P1 greift mit diversen Techniken an, P2 verteidigt nur,
- P1 greift an, P2 verteidigt und kontert wenn es passt,

Pratzentraining:
- P1 hält eine oder beide Handpratzen immer wieder in verschiedenste Positionen, P2 greift mit Technik seiner Wahl zur Pratze an,
- P1 hält eine Pratze auf Schulterhöhe zur Seite, die andere auf Bauchhöhe seitlich nach vorn geneigt, P2 stößt mit Empi (Ellenbogen) zur Seite und dreht sich dabei mit der Stoßrichtung seitlich nach unten, von dort dreht man sich wieder zurück hoch und schlägt einen Haken mit der anderen Faust in die Pratze auf Bauchhöhe.
- P1 hält Pratzen in verschiedensten Stellungen als Ziel, um P2 Zielmöglichkeiten aus beiden vorherigen Varianten zu schlagen,

Jiyu-Ippon-Kumite:
- Oi Zuki Jodan,
- Gyaku Zuki,
- Mawashi Geri,
- Ushiro Geri,

Mit den 4 vorgegebenen Angriffstechniken:
P1 sagt Angriffstechnik an, P2 kommt auf P1 zu, P1 greift bei richtigem Abstand den Herankommenden an, P2 blockt und kontert.
Danach wie zuvor, P2 kontert aber mit Gyaku Zuki, Gyaku Zuki.
Zuletzt sagt P1 eigene Techniken an (1 oder 2) und greift wieder Herankommenden an.

Im Stand 5x Gyaku Zuki zum Partner, dann vor mit Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,

Donnerstag, 11. Juni 2026

KW 24, Ausholbewegung ist eine Abwehr

Mittwoch
Nach dem Wochenendlehrgang mit Jonathan Mulolo war gestern wieder reguläres Dojo-Training. Am Montagstraining konnte ich verletzungsbedingt noch nicht teilnehmen, die Schmerzen in der linken Wade waren zu stark und so brauchte ich noch etwas Erholung.
Am Mittwoch trainierte uns Marc. Wir begannen mit Tritten zum passiven Partner. Im Stand mit entsprechendem Abstand zum Partner, hinterer Fuß tritt, vor dem anderen Fuß absetzen und schnell den nun hinteren Fuß weiter nach hinten setzen, so dass ein Wechselschritt entsteht.
- Mae Geri,
- Mawashi Geri,
- Soto Mawashi Geri,
- Uchi Mawashi Geri,

Anschließend die gleichen Tritte mit Pratze, viele Wiederholungen, wieder mit entsprechendem Wechselschritt.
Dann wurde es schwieriger, denn nun waren beide Partner in Bewegung. Der Pratzenhaltende bewegte sich ebenfalls in alle Richtungen, sollte aber dem Angreifer Gelegenheiten bieten, so dass dieser treten konnte. Mit hinterem oder vorderem Fuß war egal, dann treten, wenn es passte.

Danach stellten wir uns einzeln vor den Spiegelwänden auf und trainierten mit Wechselschritt:
- Age Uke / Gyaku Zuki Jodan,
- Uchi Uke / Gyaku Zuki Jodan,
- Gedan Barai / Gyaku Zuki Chudan,
Das Besondere: die Bewegungen sollten runder aussehen. Die Ausholbewegungen stellten den ersten Block dar und geben dem imaginären Zuki bzw. Keri einen Impuls. Die eigentlichen Blocktechniken (Age Uke, Uchi Uke und Gedan Barai) übernehmen und drücken den Stoß oder Tritt zur Seite. Dann eine sofortige Kontertechnik und Wechselschritt.

Nun wieder mit Partner:
1.
Tori vor mit Oi Zuki Jodan,
Uke zurück mit Age Uke / Gyaku Zuki Jodan,
2.
Tori vor mit Oi Zuki Chudan,
Uke zurück mit Uchi Uke / Gyaku Zuki Jodan,
3.
Tori vor mit Mae Geri Chudan,
Uke zurück mit Gedan Barai / Gyaku Zuki Chudan,

Wichtig: an die "Ausholbewegung" denken, das ist der erste Block, die eigentliche Abwehrtechnik ist der übernehmende Block!

Zuletzt liefen wir die Heian-Katas 1 bis 5, jeder für sich 80% Kraft und Geschwindigkeit. Dabei sollten wir die zuvor trainierten Bewegungen im Kopf haben, also Ausholbewegung, Block, Konter.

Freitag
Mit 15 Teilnehmern war das Braun-/Schwarzgurttraining richtig gut besucht. Wie schon am Mittwoch wieder sehr kumitelastig mit viel Abwechslung.
Mit Partner, beide in Kamae, eine Person war dynamischer Angreifer, die andere Person blieb stehen und verteidigte nur mit den Händen und Armen:
- nur Armtechniken,
- nur Beintechniken,
- Arm- und Beintechniken,

Danach beide in Kamae mit kurzem Abstand, P1 Gyaku Zuki / Gyaku Zuki. P2 bleibt passiv stehen.
Der Angreifer arbeitet beim ersten Zuki mit gestrecktem Arm, der zweite Gyaku Zuki und der Schritt sind etwas kürzer, so dass man den Verteiger angedeutet überläuft.
Jetzt P1 geht mit 2x ZK Gyaku Zuki / Gyaku Zuki vor, P2 geht zurück und wehrt mit Te Nagashi Uke ab, dann mit vertauschten Rollen in die andere Richtung.

Weiter vor der Spiegelwand im Kokutsu Dachi Gyaku Zuki / Gedan Barai.
Viel auf die Hüfte achten und wechselseitig Oberschenkel und Po anspannen.
Anschließend mit Partner und Gummiband. P1 hielt das Band gyakuseitig, P2 stand hinter P1 und hielt das Gummiband auf Spannung.

Als nächstes mit wechselnden Partner Jiyu-Ippon-Kumite:
- Oi Zuki Jodan,
- Gyaku Zuki,
- Mae Geri,
Block und Konter waren frei.

P1 sagt Technik an, P2 kam in Kamae auf P1 zu, wenn P1 den Abstand für richtig hielt, griff er an.
P2 blockt und kontert.

Zuletzt wieder Jiyu-Ippon Kumite:
P1 sagt Technik an, kommt auf P2 zu, P2 blockt und kontert, P1 blockt den Konter und kontert seinerseits mit Gyaku Zuki / Gyaku Zuki.
Auch wenn der Abstand für den doppelten Gyaku Zuki recht kurz ist, trotzdem versuchen die Zukis mit gestreckten Armen umzusetzen.

Kata:
- Heian Godan,
- Bassai Sho,
Besonderes Augenmerk auf die Hüftarbeit aus den zuvor trainierten Übungen im Kokutsu Dachi.

Dienstag, 2. Juni 2026

KW 23, Wünsche zum Beginn

Montag
"Gibt es Wünsche für das Training?" fragte Thomas zu Beginn und es kamen gleich diverse Vorschläge wie Jiyu Ippon Kumite, Yoko Geri und Kata. Wenn in einer Erwachsenentrainingsgruppe zwischen orangen und schwarzen Gürteln die Teilnehmer sich auch selbst einschätzen können, was verbessert werden kann, macht es einfach Spass.
Nach den obligatorischen Erwärmungs- und Dehnungsübungen ging es mit etwas Kihon weiter. Dazu wurden je nach Graduierung verschiedene Kombinationen angesagt, welche wir bahnweise 4x bis 5x wiederholten.

Anschließend war dann Kumite dran:
- Kihon Ippon Kumite,
- Kaeshi Ippon Kumite,
Oi Zuki Jodan, Oi Zuki Chudan, Mae Geri, Yoko Geri, Mawashi Geri,

- Jiyu Ippon Kumite,
Kizami Zuki, Oi Zuki Jodan, Oi Zuki Chudan, Mae Geri, Yoko Geri, Mawashi Geri, Ushiro Geri,

Den Gegner anschauen, beobachten, bereit sein - Zanshin eben. Und nun kommt es daraof an: welchen Block wende ich an, zu welcher Seite geht man raus, mit welcher Technik kontere ich? Damit diese Kette funktioniert, sollte ich vorher wissen, wenn man nach rechts oder links rausgeht, dann bieten sich bestimmte Körperbereiche an, zu denen man mit bestimmten Techniken kontern kann. Dieses Zusammenspiel muss funktionieren, denn man hat im Kumite kaum Zeit, darüber nachzudenken. Das heißt nicht, dass jeder Konter auch in diesem Moment funktioniert, aber zu 90% sollte er es. War der Block nicht optimal, ist man zu weit zurückgegangen, ist der Gegner zu nah gekommen, kommt man mit dem Konter nicht richtig ran, ist der Bereich des Gegners nicht wirklich frei. Es gibt viele Dinge, welche Einfluss haben, aber das meiste kann man trainieren und ein paar Prozent Glück und Pech gehören auch dazu.

Mittwoch
Beginn mit Kata:
- Heian 1 -5,
- Tekki Shodan,
Jede Kata wurde von einer anderen Person gezählt. Nicht schnell, aber dafür den Fokus auf die Punkte setzen, welche in den letzten Wochen vermehrt trainiert wurden, wie z.B. Hüfte beim Wechsel zwischen Block- und Angriffstechnik (besonders im Kokutsu Dachi).

Im Kumitetraining ging es hauptsächlich um den überlaufenen Gyaku Zuki.
1.
Beide Partner stehen sich in Kamae gegenüber. Mit der vorderen Hand wird ein- bis zweimal "gestört", heißt die vordere Hand des Partners wird etwas nach außen geschlagen, wodurch der Partner abgelenkt wird. Nun wird mit der Gyaku-Hand die vordere Hand des Partners nach innen geschlagen und sofort mit der Oi-seitigen-Hand übernommen und zum Körper des Partners gedrückt. Die Gyaku-Hand stieß nun mit Zuki Jodan vor.
2.
Die vordere Hand "stört", die Gyaku-Hand drückt die vordere Hand des Partners nach innen und der Angreifer nutzt die nun freie Seite und tritt mit Mawashi Geri auf Gürtelhöhe. Dabei das Knie so anreiße und eindrehen, dass es schon bis zur Körpermitte des Partners zeigt. Dann den Unterschenkel schnappen lassen. Smoit kann man sicher sein, dass auch bei leichter Seitwärtsbewegung des Partners der Tritt trifft, bewegt er sich nicht, geht der Tritt (theoretisch) durch.
3.
Wie 1., nur dass nach dem Zuki der Gyaku-seitige Fuß leicht nach außen gestellt wird, die zuvor nach innen gedrückte Hand mit "schwerer" Hand wieder nach außen gedrückt wird und man mit Mawashi Geri zur jetzt wieder offenen Seite des Partners tritt.
Wichtig: vor dem Tritt die Hand/Handgelenk des Gegners nicht greifen oder festhalten. Dadurch würde man den Gegner eher heranziehen und und man sich selbst einem Zuki des Gegners ausliefern.

Zum Ende waren dann wieder die Kommandos 1 bis 4 dran und so langsam ist man ganz gut drin.
Der passive Partner sagte die Kommandos an und ging auf Abstand mit, der Ausführende musste dranbleiben und treffen:
"Ichi" -> YA Gyaku Zuki,
"Ni" -> YA Kizami Zuki,
"San" -> Gyaku Zuki Jodan, Gyaku Zuki Jodan,
"Shi" -> überlaufener Gyaku Zuki wie zuvor trainiert,
Mehrere Bahnen und sich immer wieder verbessern.

Nach dem Training wurde dann noch bei dem ein oder anderen Kaltgetränk in entspannter Runde auf einen Geburtstag angestoßen.


Freitag und Samstag geht es nach Berlin Bohnsdorf. Dorian und die Rotfüchse Berlin e.V. haben den Belgier Jonathan Mulolo für einen Kumite-Lehrgang zu Gast.

Donnerstag, 28. Mai 2026

KW 22, Kombinationen-Training

Montag
Gestern sind wir hauptsächlich Kombinationen gelaufen, erst als Kihon, dann im Kumite.
1.
"Ichi" -> vor ZK Sanbon Zuki (Kizami Z. Jodan, Gyaku Z. Chudan, Oi Z. Chudan)
"Ni" -> zurück ZK Age Uke / gleicher Arm Gedan Barai (Tendenz Gedan Zuki) / Gyaku Uchi Uke / Kizami Zuki / Gyaku Zuki,

2.
"Ichi" -> vor ZK Mae Geri / mit Absetzen Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
"Ni" -> zurück KK Gedan Barai Uke / Anfangssequenz aus Heian Nidan: Jodan Haiwan Uke u. Jodan Kamae / Soto Uke u. Gyaku Chudan Tettsui Uchi / Tettsui Uchi,

Wir begannen zuerst die ersten beiden Kombinationen bahnweise zu laufen, die eine vor-, die andere rückwärts. 
Danach stellten wir uns paarweise auf, einander zugewandt, aber mit größerem Abstand. Auf Kommando "Ichi" reagierte die eine Seite mit Zuki und die andere mit der Abwehrkombination. Auf "Ni" jeweils die andere Seite. "Ichi" oder "Ni" wurden per Zufallsprinzip genannt und es musste auf beiden Seiten schnell reagiert werden.
Nun beide Kombinationen als Zusammenspiel im Kumite. Dabei wollte Andi sehen, dass besonders die Verteidigungstechniken ausprobiert wurden. Dreht man sich seitlich raus, steht man mit rechtem oder linkem Bein vor, stört man mittels Ausholbewegung usw.
Testen und verstehen.
Anschließend das gleiche Prinzip mit den Kombinationen aus dem 2. Part.

Zwischendurch liefen wir wieder mit Partner die Übungen, welche wir auch schon in den letzten Wochen trainierten. Der passive Partner sagte die Kommandos an und ging auf Abstand mit, der Ausführende musste dranbleiben und treffen:
"Ichi" -> YA Gyaku Zuki,
"Ni" -> YA Kizami Zuki,
"San" -> Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,
"Shi" -> überlaufener Gyaku Zuki, seitlich raus und nachsetzen mit Mawashi Geri,

Sonoba Geri, im Stand:
- Mae Geri / Yoko Geri Kekomi / Mawashi Geri,

Zuletzt mit Partner an der Pratze. Ein Partner hielt die Pratze und ging langsam, aber ohne Unterbrechung vorwärts. Der andere Partner ging zwar rückwärts, musste aber so seine Gyaku Zukis setzen, dass der Pratzenhalter in seiner Bewegung mit jedem Zuki kurz gestoppt wurde.

Freitag
Heute ging es hauptsächlich um Hüftarbeit. Dazu trainierten wir verschiedene Kihontechniken und vor dem Spiegel, zuletzt die Umsetzung in den Katas.

Wir begannen mit etwas Randori:
- Schieben und ziehen, beide Personen versuchen den Abstand beizubehalten,
- eine Person greift an, die andere verteidigt nur,

Kihon:
- ZK Ren Zuki,
- ZK Age Uke / Gyaku Zuki,
- ZK Gedan Barai / Gyaku Zuki,
- ZK Soto Uke / Gyaku Haito Uchi,
- ZK Uchi Uke / Gyaku Age Empi,
- Kamae Mae Geri / gleiches Bein Mawashi Geri,
- Kamae Ushiro Geri,
- KB Yoko Geri Kekomi,
- Kamae Ura Mawashi Geri,

Im Stand vor Spiegelwand. Ohne viel Oberkörper, die meiste Kraft mittels Hüfte und Oberschenkel:
- KK Soto Uke / Gyaku Zuki / Gedan Barai / Gyaku Zuki / Uchi Uke / Gyaku Zuki,
- KB Gyaku Zuki / Kizami Zuki (jeweils beides 45° nach li. bzw. re.),

Kata:
- Heian 1 - 5,
- Tekki Shodan,
- Bassai Dai,
- Bassai Sho,

Zuletzt noch ein paar Bunkaiübungen zu Bassai Sho.

Freitag, 22. Mai 2026

KW 21, Konditionell sehr fordernd

Montag
Das gestrige Training galt wieder der Prüfungsvorbereitung.
Kihon:
Kombinationen, Anzahl und Richtung der Wiederholungen wurden entsprechend Graduierung angesagt und wurden entsprechend bahnweise gelaufen.

Kumite:
- Gohon-Kumite,
- Kihon-Ippon-Kumite,
- Jiyu-Ippon-Kumite,

Kata:
Jeder bekam die Möglichkeit seine nächste Prüfungskata mehrmals zu laufen. Wir begannen langsam, wobei besonderes Augenmerk auf die exakte und saubere Ausführung der Techniken.

Mittwoch
Dieses Training war einfach nur fordernd und ich weiß gar nicht, wann ich zuletzt so ermüdet und fertig nach Hause gefahren bin.

Nach Erwärmung und Dehnung im Kreis wurde die Erwärmung noch etwas erweitert und zwar mit Partner:
- P2 hält die Handflächen auf Gürtelhöhe , P1 Kniehebelauf im Stand gegen die Hände von P2,
- P2 auf den Rücken nehmen (Huckepack), P1 geht Bahn in Zenkutsu Dachi vorwärts jeweils Bahn hin und zurück,
- P1 geht in Schubkarre, P2 hält beide Fußgelenke von P1 hoch, P1 läuft auf Händen vorwärts jeweils Bahn hin und zurück,
- P2 hält die Handflächen auf Gürtelhöhe , P1 Kniehebelauf im Stand,
- P2 auf den Rücken nehmen (Huckepack), P1 geht Bahn in Zenkutsu Dachi vorwärts jeweils Bahn hin und zurück,
- P1 geht in Schubkarre, P2 hält ein Fußgelenk von P1 hoch, P1 hält das andere Bein selbst hoch und läuft auf Händen vorwärts,
- P1 geht in Schubkarre, P2 hält Oberschenkel von P1 hoch, P1 drückt sich mit beiden Handflächen gleichzeitig ab und "hüpft" vorwärts,
- beide sitzen Rücken an Rücken auf Boden, P1 mit herangezogenen Beinen hebt Hüfte leicht an und drückt Oberkörper gegen P2, P2 hält dagegen mit gestreckten Beinen nach vorn am Boden,
- wie zuvor, aber P1 mit gespreizten Beinen,

Beide Partner mit Abstand gegenüber. Auf Kommando "Ichi" reagierte die eine Seite mit Zuki und die andere mit der Abwehrkombination. Auf "Ni" jeweils die andere Seite. 10x rechts vor, 10x links vor, mehrere Wiederholungen.
1.
"Ichi" -> vor ZK Ren Zuki,
"Ni" -> zurück ZK Age Uke / Gedan Nagashi Uke / Gyaku Zuki,

2.
"Ichi" -> vor ZK Sanbon Zuki,
"Ni" -> zurück ZK Age Uke / Gyaku Soto Uke / Uchi Uke / Kizami Zuki / Gyaku Zuki,

Beide gleiche Kombination im Stand:
- KK Age Uke / Gyaku Zuki,
- KK Gedan Barai / Gyaku Zuki,
- KK Age Uke / Gyaku Zuki / Gedan Barai / Gyaku Zuki,
- KK Age Uke / Gyaku Zuki / Gedan Barai / Gyaku Zuki / Soto Uke / Gyaku Zuki,

Sonoba Geri, im Stand, 10x rechtes Bein, 10x linkes Bein:
- Mae Geri / Yoko Geri Kekomi / Ushiro Geri / Mawashi Geri,

Bei allen Übungen erwartete Andi volle Leistung mit Kraft, sichtbarer Hüftarbeit und natürlich Kime. Da bei den Partnerübungen zu Beginn mein Partner circa 25 kg mehr Körpergewicht hatte als ich, war ich bei der Hälfte des Trainings schon platt und ab da hieß es nurch noch "durchhalten". Aber das Gefühl nach dem Training war einfach top!

Freitag
Kurzeund schnelle Beschreibung:
Wir liefen die Kata Bassai Sho.
Stück für Stück aufgebaut, Techniken und Übergänge besprochen, verschiedene Bunkaianwendungen besprochen und mit Partner trainiert.

Dienstag, 12. Mai 2026

KW 20, Kurze Woche

Montag
Gestern stand wieder etwas mehr Kihon auf dem Trainingsplan und so liefen wir bahnweise folgende Techniken / Kombinationen, jeweils 4 Wiederholungen:

- vor ZK Oi Zuki Jodan,
- vor ZK Sanbon Zuki,
- zurück ZK Age Uke / Gyaku Zuki,
- vor ZK Soto Uke / in KB Yoko Empi / Tate Uraken,
- zurück Uchi Uke / Kizami Mae Geri / Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- vor KK Shuto Uke,
- vor Shuto Uke / Kizami Mae Geri / Tate Nukite

Aus Chudan Kamae:
- vor Mae Geri Keage,
- vor Mae Geri Kekomi,
- vor Ren Geri: Mae Geri vorn absetzen, mit anderem Bein Mawashi Geri,
- in KB Übersetzschritt Yoko Geri Keage,
- in KB Übersetzschritt Yoko Geri Kekomi,
- vor Kamae Ushiro Geri,

Um die Yoko Geris etwas zu verbessern, stellten sich alle seitlich an eine Wand und stützten sich mit einer Hand etwas ab. Beim nach außen zeigenden Bein wurde nun das Knie angezogen, so dass es in Trittrichtung zeigt und dann wurde zuerst der Unterschenkel nach oben geschnappt, somit wurde also zuerst der Keage trainiert. Die Hüfte konnte dabei seitlich etwas hochkippen.
Im Gegensatz dann der Yoko Geri Kekomi. Wieder das Knie hoch und in Trittrichtung zeigen lassen, nun aber das Bein seitlich durchstrecken und dabei die Hüfte durchdrücken.
Wichtig bei beiden Tritten: von oben gesehen bewegt sich der Fuß auf einer geraden Linie.

Anschließend ging es weiter mit der Kata Bassai Dai, wobei wir uns hauptsächlich dem zweiten Teil widmeten (nach dem ersten Kiai).
Wieder ging es ganz viel darum, was sich vom bisherigen DJKB-Standard zum allgemeinen JKA-Standard geändert hat.
Dazu schauten wir uns zwei Bunkaianwendungen an, welche wir anschließend mit Partner trainierten.
 
Mittwoch
1. Kumite
Randori, beide Personen in Kamae gegenüberstehend: 
- lockeres hin und her.
- eine Person greift nur an, die andere verteidigt nur.
- eine Person greift nur an, die andere Person geht aber nur verteidigend vorwärts zum Partner und stört somit seine Angriffe.
 
Bahnweise, Tori stört vorher mit vorderer Hand, Uke geht nur passiv zurück:
- P1 greift mit Kizami Zuki an,
- P1 vor mit überlaufenem Gyaku Zuki,
- P1 vor mit Ushiro Geri,

Passiver Partner gibt abwechselnd Kommandos, Tori greift entsprechend an:
Ichi  -> YA Gyaku Zuki,
Ni    -> YA Kizami Zuki,
San -> Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,
Shi  -> überlaufener Gyaku Zuki, Konter von Uke mit Ushiro Geri,
 
Kihon, ebenfalls bahnweise, Andi nannte uns civerse Kombinationen, bestehnd aus Tritt-, Angriffs- und Blocktechniken, welche wir ablaufen mussten. Wieder mit Kommando:
"Ichi"  -> die ganze Kombination
"Ni"    -> eine bestimmte Technik vorwärts,
"San" -> gleiche bestimmte Technik rückwärts, 
 
Kata:
Wieder paarweise, P1 läuft seine nächste Prüfungskata, P2 beobachtet, anschließend gibt P2 Hinweise und Tipps was gegebenfalls zu verbessern ist.
 
Aufgrund des Feiertags an Himmelfahrt und dem damit verlängertem Wochenende ist für den Rest der Woche kein Training. Aber jeder weiß ja, was man auch zu Hause für sich tun kann.


Dienstag, 5. Mai 2026

KW 19, Woche mit vielen Katas

Montag
Nach einer ausgiebigen und schweißtreibenden Erwärmung waren Katas dran:
- Heian 1 - 5, Tekki Shodan, Jion, Kanku Dai,
Zuerst wurden alle Katas einmal gemeinsam durchgelaufen und anschließend paarweise an der nächsten Prüfungskata gearbeitet.
Unter Beobachtung eines Partners lief die andere Person erst Teile der entsprechenden Kata, dann die komplette Kata. Nach jedem (Teil-)Lauf besprachen dann beide die zu verbessernden Punkte und tauschten anschließend die Rollen. Besonders wichtig waren Rhythmus, erkennbare langsame und kraftvolle Parts, saubere Techniken und die Einhaltung der aktuellen Standards. Dazu ging Tommy durch die Reihen, beobachtete und sprach bestimmte Punkte direkt an, was ebenfalls sehr hilfreich war.
Am Ende lief dann jeder noch einmal seine Kata vor der Gruppe.
 
Das war auf jeden Fall ein sehr guter Trainingsauftakt für diese Woche, da ich es schon im Vorfeld geplant hatte, jeden Abend auch zu Hause noch Katas zu laufen und die Standards zu festigen.

Mittwoch
An diesem Mittwoch setzten wir an das Mittwochstraining der letzten Woche wieder an. Ihr wisst ja, Festigung ist wichtig. Entsprechend ähnelt sich natürlich die Trainingsbeschreibung.
Wir arbeiteten wieder mit den vier Kommandos und den zugewiesenen Techniken:
Ichi  -> YA Gyaku Zuki,
Ni    -> YA Kizami Zuki,
San -> Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,
Shi  -> überlaufener Gyaku Zuki,

Wir begannen erst mit den ersten beiden Kommandos, später die anderen beiden und zuletzt alle vier Kommandos:
- 10x im Stand,
- Partner hielt 2 Handpratzen, auf Ansage eines Kommandos reagieren,
- ein Partner kommt auf den anderen zu, bei "richtigem" Abstand reagiert der andere Partner aus dem Stand mit Zuki,

Im Stand gab es verschiedene Varianten:
- 10x pro Seite auf Ansage,
- 10x pro Seite als Reaktion auf leichte Vorbewegung des Partners,
- 10x pro Seite auf leichte Fußbewegung des Partners,
- 10x pro Seite als Reaktion auf Einatmen des passiven Partners,

Bei der Arbeit mit den Handpratzen gab es ebenfalls verschiedene Varianten:
- bei "Ichi" und "Ni" blieb Pratzenhalter stehen,
- bei "San" und "Shi" ging der pratzenhaltende Partner rückwärts, um nicht überlaufen zu werden,

Andi legte besonderen Wert darauf, dass wir weniger mit Yori Ashi vorgingen, sondern beim vorderen Bein der Unterschenkel schnell vorsetzten. Starkes Gyaku Hanmi bei Gyaku Zuki und einfachen und doppelten überlaufenen Gyaku Zuki, der ganze Schritt folgte immer erst nach dem starken Durchstrecken des Zukis.

Zwischendurch immer wieder eine Runde leichtes Randori mit wechselseitigen Angriffen, Abwehr, Gegenangriffen.
Zum Trainingsabschluss liefen wir dann gemeinsam Bassai Sho und Bassai Dai.
Hier waren besonders die jeweiligen Zählzeiten und somit der Rhythmus zu beachten.

Freitag
Wie schon zu Beginn der Woche angekündigt, sollten in dieser Woche viele Katas gelaufen werden und dazu passte dann auch das Freitagstraining.
Wir liefen alle fünf Heian-Katas, erst langsam mit Zählzeiten, dann schneller und zuletzt jeder für sich. Zwischendurch wurde zu jeder Kata eine mögliche Bunkaianwendung gezeigt und erklärt, welche wir dann mit wechselnden Partnern trainierten.

Dienstag, 28. April 2026

KW 18, Beginn mit Jiyu-Ippon-Kumite

Montag
Nach einem gemeinsamen Frühlingsfest am Samstag ging es Montag mit dem Training weiter.

Der erste Teil der Kata Bassai Dai und Jiyu-Ippon-Kumite waren Trainingsschwerpunkte am heutigen Abend.

Zuerst besprachen wir die wichtigen Merkmale der Bassai Dai, wie z.B. die großen ausladenden Bewegungen und dem Druck nach vorn bei den verschiedenen Techniken.
Dazu liefen wir zur Festigung des Ablaufs ausschließlich den ersten Teil der Kata bis zum Shuto Uke nach dem ersten Kiai.
Dieses blieb Bestandteil der Trainingseinheit und wir wechselten nun immer Kumite mit Kata ab.

Der Kumite-Teil sah wie folgt aus:

Jiyu-Ippon-Kumite
- Kizami Zuki,
- Oi Zuki Jodan,
- Oi Zuki Chudan,
- Mae Geri,
- Yoko Geri Kekomi,
- Mawashi Geri,
Abwehr und Konter frei wählbar.
Dazu besprach Maxi mit uns anschließend Blocktechniken und Konter, welche am besten zu den jeweiligen Angriffstechniken passen. Denn obwohl Abwehr und Konter frei wählbar sind, ist es nicht ratsam, diese dauernd zu variieren. Gerade wenn die Angriffstechniken klar sind, ist es vorteilhaft, Block und Konter parat zu haben, von denen man weiß, dass sie (meistens) funktionieren. Natürlich spielen bestimmte Faktoren eine nicht unwesentliche Rolle, wie z.B. Reichweite und Schnelligkeit des Partners, auf die ich mich ggf. anpassen muss. Aber für die meisten Fälle kann ich mir Techniken zuordnen, mit denen ich mich am sichersten fühle.

Wieder Jiyu-Ippon-Kumite mit den "angebotenen" Block- und Kontertechniken.

Kizami Zuki, welcher Abstand ist notwendig? Schulung des Blicks für den richtigen Abstand zum Partner für den Angriff, Uke bleibt dabei fest auf seinem Platz Block mit Te Nagashi Uke und Konter mit Gyaku Zuki.

Als nächstes sind beide dynamisch und kommen aufeinander zu, wer den Abstand als richtig ansieht, greift zuerst an. Damit man nicht mit den Fäusten zusammenstößt, geht der Angriff Richtung hinterer Schulter, damit die Zukis ggf. aneinander vorbeigehen können. Die andere Person versucht zu blocken und zu kontern.

Uke mit sen-no-sen, der Verteidiger geht somit nicht zurück, sondern mit Abfangen des Angriff geht man direkt in den Gegner:
Kizami Zuki, Block mit Te Nagashi Uke, übernehmen und nach außen leiten mit der anderen Hand, mit Shuto Uke vor ins Schultergelenk des Partners.

Mittwoch
Auch an diesem Trainingstag stand Kumite im Mittelpunkt.
Insgesamt gab es vier Kommandos und diesen waren Techniken zugeordnet:
"Ichi"  -> YA Gyaku Zuki,
"Ni"    -> YA Kizami Zuki,
"San" -> überlaufener Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,
"Shi"  -> überlaufener Gyaku Zuki,

Beide Partner in Kamae, erst ging eine Person mit Gyaku Zuki und dann mit Kizami Zuki vor, danach die andere Person.
Nun begannen wir mit den ersten beiden Kommandos, also Ichi und Ni. Der passiv zurückgehende Partner sagte "Ichi" oder "Ni" und die andere Person musste entsprechend ausführen. Bei "Wechsel" musste die Beinstellung getauscht werden.

Danach der gleiche Ablauf mit überlaufenen Gyaku Zuki, Gyaku Zuki und einfachem überlaufenen Gyaku Zuki. Erst bahnweise die einzelnen Techniken, dann mit den Kommandos "San" und "Shi".

Anschließend ging es ins Gummiband, jeweils ein Partner und während die hintere Person das Gummi auf Vorspannung hielt, ging die andere Person bahnweise in der Reihenfolge Ichi-Ni-San-Shi vor.

Nun wieder mit einem Gegenüber, beide in Kamae. Ein Partner ruft 10x eines der vier Kommandos und der andere führt schnell und kraftvoll (mit leichter Berührung) aus, dann Aufgabenwechsel.

Dann als Kumite, beide in dynamischer Bewegung, auch mal mit Richtungsänderung. Beide gehen vor und zurück und wenn man der Meinung ist, dass der Abstand nun richtig ist, wird mit einer dieser vier Techniken angegriffen. 

Zuletzt als Kumite mit passivem Partner Den Auftakt gibt der nichtaktive Partner durch eine leichte Bewegung zu Tori und dieser reagiert ab diesem Zeitpunkt und versucht mit den vier Techniken hintereinander nicht nur den Partner zu erreichen, sondern ihn zu überlaufen.

Freitag, 24. April 2026

KW 17, Sehr volle Trainingseinheiten

Mittwoch
Das Dojo war zum Braun-Schwarz-Training wieder gut gefüllt. Und es wurde ein v
 
Beide dynamisch in Kamae:
Eine Person schlägt zur Ablenkung mit der vorderen Hand die vordere Hand des Partners zur Seite und Tritt dann mit Ushiro Geri. Zwar nicht mit gestrecktem Bein, reicht aber, um als Tritt beim Partner anzukommen.
 
Beide stehen gespiegelt, eine Person schlägt zur Ablenkung mit der vorderen Hand die vordere Hand des Partners zur Seite und Tritt mit Mawashi Geri Chudan in den nun ungeschützten Bereich. Aber nicht mit seitlichem anziehen des Beins, sondern von schräg unten kommend. Die zur Seite geschlagene Hand verdeckt die Sicht auf den kommenden Tritt.
 
Beide links oder rechts vor, eine Person schlägt zur Ablenkung mit der vorderen Hand die vordere Hand des Partners nach außen, dann mit der Gyaku-Hand nach die vordere Hand nach innen, um sofort mit Mawashi Geri Jodan die jetzt offene Seite zu nutzen.

Weiter mit Gummiband, eine Person mit Gummiband um Hüfte, andere Person hält von hinten auf Vorspannung:
- vorderer Partner aus Kamae das vordere Bein vorsetzen mit Kizami Zuki,
- das vordere Bein vorsetzen mit Kizami Zuki / Gyaku Zuki Chudan,

Gleiches nun als Kumite mit Partner in Kamae:
beide links oder rechts vor, Angriff mit Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
 
Wieder mit Gummiband, eine Person mit Gummiband um Hüfte, andere Person hält von hinten auf Vorspannung:
- vorderer Partner aus Kamae vor Gyaku Zuki Jodan,
- vor Gyaku Zuki Jodan, vor Gyaku Zuki Jodan,

Nun wieder Kumite, beide bewegen sich links oder rechts vor in dynamischem Kamae:
Ein Partner ruft "1" oder "2" und Partner muss umgehend mit Kizami Zuki / Gyaku Zuki Chudan oder 
Gyaku Zuki Jodan, Gyaku Zuki Jodan angreifen.
 
Weiter mit Kombi-Übung von letztem Freitag:
P1: aus Kamae YA vor mit Kizami Zuki / YA Gyaku Zuki,
P2: aus Kamae YA zurück, Block mit Te Nagashi Uke, dann Block mit YA mit KK Gedan Barai,
a)
P2: aus KK Gyaku Zuki,
P1: Block in KK mit Gedan Barai, Konter Gyaku Zuki,
b)
P2: aus KK vor Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,
P1 blockt mit Te Nagashi Uke und freier Konter,
c)
P2: aus KK vor Ushiro Geri, 
 
Freitag
Erwärmung und Dehnung schon in sehr tiefen Ständen, denn diese sollten Mittelpunkt des Trainings werden.
Bahnweise in Zenkutsu Dachi:
- Oi Zuki,
- Gedan Barai,
Als Besonderheit kam die Armbewegung erst nach dem vollendeten Schritt, dafür aber um so kräftiger.
Nicht schnell, aber jede folgende Technik sollte kraftvoller als die vorherige sein.
 
Bahnweise mit Partner:
- Huckepack auf dem Rücken in Zenkutsu Dachi,
- Schubkarre auf Händen oder Fäusten,
- Schubkarre, Partner hält nur ein Bein, das andere muss man selbst hoch halten, 
 
Dann liefen wir Heian Shodan, tief und schnell. Nach den vorherigen Übungen waren die Beine nun warm und es funktionierte richtig gut.
 
Wieder bahnweise mit Partner.
1. 
Beide stehen gespiegelt in Kamae:
P1 mit ZK vor mit Oi Zuki Jodan, P2 in ZK Schritt zurück, mit absetzen Soto Uke und angedeuteter Ashi Barai,
2.
Beide links vor in Kamae:
P1 mit ZK Oi Zuki Jodan, P2 in ZK Schritt zurück, mit absetzen Soto Uke und angedeuteter Ashi Barai, P1 im Stand Gyaku Zuki, P2 im Stand Gedan Barai / reinrutschen mit Morote Zuki,

Anschließend eine kleine Kombination:
- links vor in ZK, vor mit Soto Uke und Ashi Barai, absetzen in KB mit Morote Zuki, zur anderen Seite Tetsui Uchi, dann in diese Richtung Schritt vor ZK Oi Zuki, dann wieder ansetzen mit Soto Uke und Morote Zuki,...
Dazu liefen wir anschließend passend die Kata Bassai Sho 
 
Zum Abschluss stellten wir uns im Kreis auf und wiederholten folgende Kombination im Stand 50x links, dann 50x rechts:
- Mae Geri hinten absetzen / Kizami Zuki / Gyaku Zuki, 


Dienstag, 14. April 2026

KW 16, Auftakt mit Schwerpunkten zu Heian Nidan

Montag
Nach zwei Wochen Ferienpause ging es gestern wieder mit dem Training los. Zwar war ich davon eine Woche im Wanderurlaub und täglich einige Kilometer in den Bergen unterwegs, aber trotzdem merke ich die zwei Wochen ohne Dojo-Training schon.
Die Woche begann mit einem sehr schön aufgebauten Training:
1.
Shizentai, linker Zuki vor. Sehr flacher Sprung um 90° um die eigene Achse nach links, mit aufkommen beider Füße Zuki mit anderem Arm. Mit jedem Sprung um 90° ein Zuki.
Dann andere Richtung aus Shizentai rechter Zuki vor und Sprünge um die eigene Achse nach rechts mit wechselnden Zukis.
Zuerst pro Sprung / Zuki eine Zählzeit, dann pro Zählzeit zwei Sprünge / Zukis, dann vier Sprünge / Zukis pro Zählzeit.
Wichtig: Flach hüpfen und sehr locker bleiben bis zum Kime beim Zuki. Nur durch die Lockerheit zu Beginn wird es kraftvoll und schnell zum Ende. Sehr wichtig für Bewegungen in den Katas.

2.
In Kokutsu Dachi stehen:
- beide Knie nach innen drücken, Leiste zusammenziehen,
- beide Knie wieder nach außen dücken, Oberschenkel und Po anspannen,
Dann in Kokutsu Dachi mit Shuto Uke vor- und rückwärts gehen. Z.B. vorwärts: eine Zählzeit hinteren Fuß neben den vorderen heranziehen (Leisten zusammenziehen), nächste Zählzeit gleichen Fuß vor in KK (Oberschenkel und Po anspannen). Danach eine Zählzeit beide Bewegungen.
Wichtig: Schritt vor oder zurück nicht als 2 Bewegungen nicht getrennt durchführen, sondern als eine Bewegung.

3.
Übung zu dritt, zwei Personen stehen sich mit 1,5 m Abstand gegenüber, halten Seil-Enden locker, so dass es in der Mitte zwischen Knie- und Hüfthöhe durchhängt.
Person in der Mitte steht in Heisoku Dachi seitlich zum Seil und tritt jeweils 10x, erst rechts, dann links:
- Yoko Geri Keage über das Seil,
- erst Yoko Uraken, dann Yoko Geri Keage,
- gleichzeitig Yoko Uraken und Yoko Geri Keage,
Wichtig: den Yoko Uraken kraftvoll zur Seite, so wird der der Yoko Geri Keage unterstützt und man muss sich zum Schwerpunktausgleich beim Tritt nicht zur Gegenseite lehnen.

Zum Ende liefen wir dann mehrmals die Kata Heian Nidan, wobei wir die zuvor trainierten drei Schwerpunkten besonders beachteten.
 
Donnerstag
Wir waren nur zu viert und da ein Beginner dabei war, welcher kaum Techniken kannte und konnte, war einfach mal Basistraining angesagt. Auch das sollte zwischendurch einfach mal sein, schon um Techniken langsam und sehr sauber anzugehen.
- Oi Zuki,
- Age Uke,
- Soto Uke,
- Uchi Uke,
- Gedan Barai,
Um die Ausführungen der Techniken besser darzustellen, trainierten wir mit Partner weiter.
Partner hielt uns am Kragen, mit einer Hand als Ausholbewegung ins Gesicht des Partners, dann mit Age Uke den greifenden Arm nach oben schlagen.
Für die anderen Übungen wurde ein Handgelenk gegriffen. Z.B. wird das Handgelenk in Hüfthöhe gehalten, den Unteram nach oben anwinkeln und mit Soto Uke von außen gegen den Ellenbogen schlagen. Dieses trainierten wir aber nur recht vorsichtig, denn der gegnerische Ellenbogen sollte das Training unbeschadet überstehen.
7Ziletzt liefen wir noch Heian Nidan, Heian Jondan und Heian Godan.
 
Freitag
Nach Erwärmung und Dehnung übernahm Jonny (Jonathan Cassarino, Vize bei den DM im Kumite des DJKB) die Leitung des Trainings, es wurde wieder vielseitig, kraftvoll und schnell.
Wir begannen mit einem Mix aus Kihon und Kumite.
In Heisoku Dachi, dann linken Arm seitlich ausstrecken mit geöffneter Hand. Dann Schwerpunkt absenken und das linke gestreckte Bein nach links vorschieben. Nun in Armrichtung umsetzen in ZK und weit vor mit Gyaku Zuki. 
Weiter aus sehr verkürztem Kamae mit Yori Ashi weit vor mit Gyaku Zuki, dann wieder zurück in verkürztem Kamae mit Kizami Zuki. Statt Kizami Zuki dann auch mit Age Uke, Soto Uke und Gedan Barai.
Als nächstes statt vor mit YA nun aus verkürztem Kamae nur den vorderen Unterschenkel vorsetzen, so dass das vordere Bein somit gestreckt ist. Das mit Gyaku Zuki und dann mit Ya Kizami Zuki nachsetzen. Diesen dann "überlaufenen" Gyaku Zuki bahnweise mit passivem Partner. Aufgrund des vorgestreckten Beins hat man indirekt den Abstand zum Gegner verringert und kann mit dem Gyaku Zuki, spätestens mit dem Kizami Zuki, an den Gegner ran.
Nun den Partner auf den Rücken nehmen und auch wieder aus verkürztem Kamae, den vorderen Fuß vorstrecken und die Hüfte aus Hanmi in Shomen drehen. Dann ohne Partner auf dem Rücken, aber dafür vor der Spiegelwand und die gleiche Übung klappt nun viel schneller.
Weiter mit Gummiband: in Kokutsu Dachi aus Gedan Barai das Gummiband mittels Gyaku Zuki spannen, dann wieder Gedan Barai.
Zuletzt wieder mit Partner:
P1: aus Kamae YA vor mit Kizami Zuki / YA Gyaku Zuki,
P2: aus Kamae YA zurück, Block mit Te Nagashi Uke, dann Block mit YA mit KK Gedan Barai,
P2: aus KK Gyaku Zuki,
P1: Block in KK mit Gedan Barai, Konter Gyaku Zuki,
Besonders auf Gewichtsverlagerung und den Einsatz der Hüfte achten.

Dienstag, 24. März 2026

KW 13, Abwehr und Konter festigen

Montag
Verschiedene Laufübungen zu Beginn und Erwärmungs und Dehnungsübungen im Kreis.
Danach war Kihon dran, vorrangig Kombinationen aus mehreren Prüfungsprogrammen, jeweils vorwärts 5 Wiederholungen:
- ZK Sanbon Zuki,
- ZK Age Uke / Mae Geri hinten absetzen / Gyaku Zuki,
- ZK Soto Uke, umsetzen KB Yoko Empi / Tate Uraken, umsetzen ZK Gyaku Zuki,
- ZK Uchi Uke / Kizami Mae Geri / Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- KK Shuto Uke / Gyaku Zuki,
- Ren Geri,
- Mawashi Geri / Yoko Uraken,
- KB Übersetzschritt Yoko Geri Keage, mit anderem Bein Yoko Geri Kekomi,
- Sonoba Geri,

Im Anschluss ging es mit Kumite weiter und zwar Kihonn-Ippon-Kumite:
- Oi Zuki Jodan,
- Oi Zuki Chudan,
- Mae Geri,
- Yoko Geri Kekomi,
- Mawashi Geri,
Zuerst mit Ansage und Bestätigung, dann Ansage ohne Bestätigung, zuletzt ohne Ansage (die Reihenfolge war ja klar).
Besonders wichtig war darauf zu achten, dass beim Zurückgehen in der Abwehr der Abstand zu Tori nicht zu groß wurde und somit der Konter noch funktionierte.
Andererseits macht es auch keinen Sinn einen Trittkonter einzusetzen, wenn man zu nah aneinander steht und man gerade mal das Knie hochbekommt. Abwehr und Konter müssen sich einfach einschleifen. Es gibt zu bestimmten festen Angriffen gut passende Abwehrtechniken und Konter, welche fast immer einsetzbar sind und diese muss man für sich finden und festigen.

Mittwoch
Jonny übernahm spontan das gestrige Training und damit war klar, viel Zeit zum Durchatmen sollte es für uns nicht geben.
1.
- aus Age Uke in verkürztem Kamae, Belastung mehr auf hinterem Bein, Hüfte seitlich raus,
- Hüfte rein, hinteres Bein durchstrecken, Gyaku Zuki, vorderes Bein geht weit vor,
2.
- aus Soto Uke in verkürztem Kamae, Belastung mehr auf hinterem Bein, Hüfte seitlich raus,
- Hüfte rein, hinteres Bein durchstrecken, Gyaku Zuki, vorderes Bein geht weit vor,

Weiter mit Partner und Handpratze
Übung aus Age Uke in verkürztem Kamae, Hüfte rein, Bein durchstrecken, nach vorne schnellen mit Gyaku Zuki,

Zu dritt:
Partner in der Mitte wird von Gummiband um Hüfte von hinten gehalten und geht aus Kamae auf Partner mit Handpratze vor.
1. Dabei den Abstand so groß wählen, dass sich der Angreifer den Schritt sehr lang machen muss, um gerade noch die Pratze gut zu erreichen.
2. Abstand zur Pratze noch größer, Pratzenhalter geht aus Shizentai kleinen Schritt vor und im Vorgehen muss der Angreifer den Gyaku Zuki starten.

Zu zweit:
1.
Beide Partner links vor in verkürztem Kamae, Belastung hinteres Bein. Beide schieben sich wechselseitig mit den Handflächen mit ausgestrecktem oi-seitigem Arm (ähnlich Tate Shuto Uke) hin und her. Beim dritten Schub schnellt Tori mit Gyaku Zuki vor und es folgt ein Schritt vor in ZK, wobei man mit dem Bein an Uke vorbei geht. Das wäre dann der überlaufene Gyaku Zuki. Zuerst der Gyaku Zuki, dieser zieht den Schritt mit sich. Der Gyaku Zuki kommt direkt aus der Kamae-Haltung, somit ist der Start des Stosses für Uke nicht wirklich sichtbar und wird überrascht.
2. Beide in verkürtem Kamae, P1 kommt mit Yori Ashi leicht vor, P2 kommt im Moment der Bewegung von P1 mit Gyaku Zuki vor. P2 muss also schneller als P1 sein. Sollte die Deckung im Weg sein, wird diese mit der vorderen Hand weggestoßen.

Schnelligkeit stand im Mittelpunkt des Trainings und Jonny wollte auch das Maximum sehen. Aber es war richtig gut und wir haben verstanden, was von uns erwartet wurde. Besonders wichtig und Voraussetzung ist eine entsprechende Lockerheit in der Bewegung. Je angespannter man in die Techniken gehen, desto langsamer sind wir auch. Also locker und entspannt beginnen und das Kime auf den Punkt. 

Mittwoch, 18. März 2026

KW 12, Anstrengende Tritte zum Wochenbeginn

Montag
Ura Mawashi Geri und Ushiro Geri sollten an diesem Abend Trainingsschwerpunkt werden, entsprechend bein- und hüftlastig waren dann auch die Dehnungsübungen.
Wir begannen mit einer leichten Aufwärmübung:
Ein Partner mit einem Knie am Boden, das andere aufgestellt. Während der andere Partner nun diverse Tritte zum Körper des Knieenden ausübte, musste der andere diese Tritte abwehren. Trittstärke nicht zu doll, aber so, dass der Abwehrende warm wurde.

Ura Mawashi Geri:
- P1 kniet am Boden, ein Bein aufgestellt, auf dieser Seite Unterarm rechtwinklig schräg nach oben halten, so dass Hand auf Kopfhöhe ist. P2 in Kamae zu P1, hinteres Knie neben Hand von P1 hochziehen, Hüfte eindrehen und mit Fußsohle an Hand vorbei zum Kopf von P1.
- wie zuvor, aber Knie bleibt vorn ohne abzusetzen,
- P1 hält Handpratze schräg hinter sich, P2 in Kamae vor P1, hinteres Knie hochziehen schräg neben Körper von P1, Hüfte eindrehen und mit Ferse auf Pratze treten,

Ushiro Geri:
- in Shizentai zur Wand stellen, mit Händen an Wand abstützen. Knie hochziehen und gestreckt nach hinten treten. Knie wieder Richtung Wand hochziehen, wieder nach hinten treten, ...
- in ZK Kamae, Zählzeit 1: 180°-Drehung, dabei das zuvor hintere Knie hochziehen. Zählzeit 2: Bein nach hinten durchstrecken, wieder 180°-Drehung und dabei Knie wieder zurückziehen, dann Bein absetzen in ZK.
- anschließend beide Bewegungen auf eine Zählzeit,
- Jiyu-Ippon-Kumite: P1 in Kamae, tastet sich heran, Tritt mit Ushiro Geri, P2 aus Shizentai ein Bein zurück, rausdrehen und Abwehr mit Nagashi Uke,
- P1 mit großer Pratze in Chudan-Bereich, P2 tritt mit Drehung Ushiro Geri,

Beim Ushiro Geri sollte der Blick über die Schulter erst zum Ende kommen und auch nur leicht. Den Oberkörper für den Blick nicht mit einbringen, da sich sonst die Hüfte öffnet und der Tritt nicht mehr sauber nach hinten geht.

Nachtrag zur Deutschen Meisterschaft des DJKB 2026, zu welcher der Tonbo Dojo mit sechs Startern angetreten war:
- Jonny wurde Vizemeister im Kumite Einzel, 
- 3. Platz Kumite Team, gestartet für HKC Magdeburg, 
- Finaleinzug Kata Team, aber aufgrund einer Verletzung nach einem Unfall eines Teammitglieds auf Start verzichtet,
 
Mittwoch
Kumite mit Partner in Kamae, 3 Matten Abstand:
Uke geht auf Tori zu, Tori wartet auf richtigen Abstand und greift an mit:
- YA Kizami Zuki,
- YA Mae Geri,
- YA Gyaku Zuki,

Dazwischen Standübungen vor den Spiegelwänden in Kokutsu Dachi:
- Jodan Heiwan Uke, Jodan Kamae - Soto Uke, Gyaku Tettsui Uchi - Tettsui Uchi, (Anfangssequenz Heian Nidan),
-  Tsukami Yose - Tettsui Uchi - Gyaku Zuki, 
Ein Partner hält das vordere Knie des Ausführenden, besonderes Augenmerk auf die Hüftarbeit.

Kihon:
Zwei Reihen, 3er- oder 4er-Kombi wird angesagt, erste Reihe läuft Kombi mit 5 Wiederholungen, am Ende der Bahn Mawate und Gyaku Zuki. Ist erste Reihe fertig, startet zweite Reihe, insgesamt 6 verschiedene Kombinationen.

Jiyu-Ippon-Kumite
- Kizami Zuki, Oi Zuki Jodan, Gyaku Zuki, Mae Geri, Mawashi Geri, Ushiro Geri,
1. Ansage Technik, warten auf Bestätigung von Uke mit "Oss",
2. Ansage Technik, nicht auf Bestätigung von Uke warten,
3. Ansage Technik, Uke geht auf Tori, wenn Abstand stimmt greift Tori an, Uke muss aus seinem Vorwärtsgang abwehren und kontern,
 
Besonders die letzte Übung fand ich herausfordernd, denn Uke musste aus seinem Vorwärtsgang im Moment des Angriffs diesen abwehren und kontern.
 
Freitag
Heute hatten wir mal wieder Trainingsgäste aus Forst dabei und es wurde recht viel vom Mittwochstraining zur Festigung wiederholt. Oftmals besser, als in jeder Trainingseinheit neues zu trainieren, denn vieles muss sich einschleifen, also immer wieder und wieder trainiert werden, um es zu verinnerlichen. Bis auf die Kihonbahnen wiederholte Andi mit uns also:
- Kumite - Uke geht auf Tori zu,
- Zukis in Kokutsu Dachi vor Spiegelwand,
- Jiyu-Ippon-Kumite,
 
Im Anschluß liefen wir die Kata Gankaku. Erst komplett mit Zählzeiten, dann einzelne Passagen und zuletzt nochmals ohne Zählzeiten.