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Donnerstag, 17. September 2026

KW 38, Wiederholen und festigen

Montag
Nach der Erwärmung begannen wir gleich mit ein paar Bahnen Kihon als Prüfungsvorbereitung, jeweils eine Bahn vorwärts, dann eine Bahn rückwärts:
- ZK Sanbon Zuki,
- ZK Age Uke / Gyaku Zuki,
- ZK Soto Uke / in KB Yoko Empi / Tate Uraken / ZK Gyaku Zuki,
- Uchi Uke / Kizami Mae Geri / Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- KK Shuto Uke, ZK Tate Zuki,
- Shuto Uke / Kizami Mae Geri / Tate Nukite,
- Mae Geri Keage,
- Mae Geri Kekomi
- Mae Geri / mit gleichem Bein Mawashi Geri,
- Sonoba Geri (Mae Geri / Yoko Geri / Ushiro Geri / Mawashi Geri),
- ZK Oi Zuki Chudan,

Training Yori Ashi, schnelles vor und zurückgehen.
Vor:
- den vorderen Fuß weit vorsetzen mit gleichzeitigem Kizami Zuki, hinteren Fuß danach etwas nachziehen,
Zurück:
- den hinteren Fuß weiter nach hinten setzen, das vordere Bein strecken, Gewichtsverlagerung nach hinten, dann den vorderen Fuß nach hinten nachziehen.

Vorherige Techniken als Kumite mit Partner. Beide in Kamae, Fersen nicht auf Boden, Druck ausüben:
- P1 vor YA Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- P2 zurück YA Te Nagashi Uke Jodan / gleicher Arm Te Nagashi Uke Chudan,
Der Verteidiger geht erst zurück, wenn Angriff beginnt, läuft also nicht schon vorher weg.
Der Angreifer hat beim Yori Ashi das hintere Knie nach unten gebeugt und die hintere Ferse vom Boden hoch.

Zum Ende trainierten wir paarweise die nächste Prüfungskata. Ein Partner lief, der andere beobachtete und gab im Anschluß Hinweise und Tipps. Und das braucht man. Die Kata ist bekannt und man läuft sie "eigentlich" recht sicher. Doch es gibt immer wieder Dinge zu verbessern. Es kann immer wieder noch mehr betont werden, sei es die Größe der Techniken oder bei der Differenzierung von Kraft und Geschwindigkeit.

Freitag
Andi zeigte gleich zu Beginn, auf welche Kombinationsmöglichkeiten wir uns für die kommenden Kyu-Prüfungen einstellen können und sollten. Im Tonbo-Dojo schaut man bei den fortgeschrittenen Kyu-Graden nicht nur auf das DJKB-Prüfungsprogramm, sondern gerade bei den Tritttechniken auf das Verständnis und die Umsetzung von Kekomi und Keage bei Mae Geri und Yoko Geri und das gerne in Kombinationen, welche vom Prüfungsprogramm abweichen. Also hieß es viele Bahnen rauf- und runterlaufen, immer eine eine Bahn langsamer, dann eine Bahn schnell und kraftvoll.

Angriffstechniken:
1.
Beide Partner stehen sich in 2 m Abstand gegenüber. Immer ein Partner greift erst 10x mit rechts vor, dann 10x mit links vor an.
2.
P2 geht auf P1 zu, P1 wartet in Jiyu Kamae den "richtigen" Abstand ab, um dann so anzugreifen, dass er den herankommenden Partner gerade so schon erreicht:
- Kizami Zuki,
- Gyaku Zuki,
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- überlaufener Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,

Kata:
Wir liefen immer zu zweit eine spontan angesagte Heian-Kata nach den JKA-Wettkampfregeln. Vom Betreten der Wettkampffläche bis zum Verlassen derselben, wann wird sich wohin verbeugt, Anzahl der Schritte usw. Einfach um diese Abläufe mehr und mehr zu verinnerlichen.

Donnerstag, 10. September 2026

KW 37, In Richtung Prüfungsvorbereitung

Montag
Nach 25 Minuten Erwärmung und Dehnung ging es mit Kihon los.
Kurze 2-er-, 3-er-Kombinationen, jeweils 2 x 5 Wiederholungen mit Fokus auf saubere Ausführung der Techniken. Hin 
Erste Kombis wurden vom Trainer angesagt, dann war jeder Einzelne dran, sich eine Kombination zu überlegen und zu zählen.

Danach ging es dann vor die Spiegelwand:
- im Stand, Zenkutsu Dachi Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
Partner stellte Stock vor den Zehenspitzen senkrecht auf, um zu kontrollieren, dass das vordere Knie des Ausführenden beim Technikwechsel nicht zu weit vor oder zurück geht. Wobei der Druck nach vorne immer noch besser ist, als das Knie zurückzuholen.
- Im Stand, Kokutsu Dachi Uchi Uke / Gyaku Zuki,
Partner hielt Handfläche an Außenseite des vorderen Knies, damit dieses beim Technikwechsel nicht nach außen klappt.
Sehr wichtig hierbei war die starke Hüfte, wobei Schultern und Hüfte voneinander getrennt sein sollten. Hüfte soweit wie möglich rein- oder rausdrehen, die Schultern aber nicht.

Im Katatraining liefen wir erst gemeinsam Heian 1 - 5 und Tekki Shodan, dann gruppenweise oder einzeln die nächste Prüfungskata.
Bei der Prüfungskata kam es darauf an, sich Passagen herauszusuchen, bei welcher man selbst nacharbeiten und verbessern möchte.
Auf die ganze Kata gesehen sollen unterschiedliche Geschwindigkeiten und die Techniken deutlich sein, nicht einfach die Kata runterlaufen. Die Akzente machen sehr viel aus und und bringen Katas erst zum Wirken.
Dann eher etwas langsamer und betonter, als alles schnell hintereinander und somit eintönig.

Mittwoch
Mit Partner, beide in Jiyu Kamae:
- beide bewegen sich dynamisch hin und her bei gleichem Abstand,
- P1 greift mit diversen Techniken / Kombinationen an, P2 passiv,
- beide Partner greifen gegenseitig an,

Kihon:
Keri-Training zum Partner: Mae Geri Keage, Mae Geri Kekomi, Yoko Geri Keage, Yoko Geri Kekomi, Mawashi Geri, Ushiro Geri,
Diverse 2er- und 3er-Kombinationen auf Zuruf als Prüfungsvorbereitung für den ersten Kyu.

Kata:
Jion und Kanku Dai
Beide Katas wurden mehrmals gelaufen mit steigenden Geschwindigkeiten. Besonderer Fokus lag dabei wieder auf deutliche Techniken und das zusammengehörende Kombinationen auch als solche erkennbar sind und entsprechend zusammenhängend ausgeführt werden sollen.

Zum Abschluss noch etwas Bunkai zur Jion:
1.
- P1 hält mit beiden Händen den vorderen Kragen von P2,
- P2 schlägt mit linkem Unterarm auf rechten Arm von P1,
- mit rechtem Faustrücken auf rechtes Ohr von P1,
- P2 mit linkem Arm untenherum unter linken Arm von P1 und sich von Griff lösen, mit beiden Händen P1 wegstossen,
- Mae Geri / Zuki / Zuki,

2.
- rechter Schwinger von P1 auf P2,
- P2 blockt mit Age Uke,
- P2 mit linker Hand in oben links herum um geblockten Arm und diesen somit festhalten / einklemmen,
- P2 mit rechts Zuki zum Solar Plexus,

Ob das Freitagstraining stattfinden wird, ist aus Platzgründen noch nicht ganz geklärt, da im Dojo am Wochenende für die Kinder ein Gasshuku mit Übernachtung stattfindet.
Diese Woche war bis jetzt körperlich noch nicht ganz so anstrengend wie die vergangenen beiden Wochen. Auch mal ganz angenehm, so kann der Körper etwas regenerieren und man geht nicht von einem Muskelkater in den nächsten.
 
Freitag
Da wir im Dojo zwei Trainingsräume haben, konnte unser Training trotz gleichzeitig beginnendem Kinder-Gasshuku stattfinden.
Unter der Anleitung von Lucas begannen wir mit einer Erwärmung, welche ordentlich in Hüfte und Oberschenkel ging, um die Schnellkraft zu fördern. Viele Wiederholungen, viel von unten nach vorn, u.a.:
- aus der Hocke heraus Zuki vor,
- aus ZK nach hinten einbeugen und tief runter, das vordere Bein dabei gestreckt, dann mit dem hinteren Bein hoch- und nach vorn drücken in ZK mit Oi Zuki,

Weiter mit  Kumite.
Aus Jiyu Kamae vor zum passiv mitgehenden Partner, 2x vor, dann Aufgabenwechsel und somit 2x zurück:
- vor YA Kizami Zuki,
- vor Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- vor Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,
- vor überlaufener Gyaku Zuki,
Ziel war es, den Partner zu kriegen, schneller zu sein. Besonders war darauf zu achten, kraftvoll und schnell nach vorn zu kommen und dabei die Zuki-Hand immer blitzschnell wieder zurückzuziehen in Hikite

In der zweiten Trainingshälfte liefen wir die Katas Jion und Kanku Dai. Erst je einmal komplett, dann einzelne Passagen und Zeit, dass jeder diese für sich mehrmals üben konnte.
Dank Lucas, unserem Katafanatiker, war es wieder sehr, sehr lehrreich, denn keiner im Verein kennt die Katas besser als er. Von den groben Abläufen, über die Geschwindigkeiten der einzelnen Bewegungen bis zu den kleinen Feinheiten, Lucas lebt die Katas und gibt sein Wissen einfach auch gerne weiter. 

Dienstag, 1. September 2026

KW 36, Mit Training gegen den Muskelkater

Montag
Der Muskelkater vom Freitagstraining war noch deutlich spürbar, aber der Körper soll ruhig spüren, dass wir wieder voll im Trainingsmodus stecken.

Zur Erwärmung liefen wir selbständig Taikyoku Shodan und Heian Shodan 1 - 5.
Langsam und die Bewegungen ineinander übergehend.

Im Stand vor der Spiegelwand:
- ZK Age Uke / ZK Gyaku Zuki,
Wechsel zwischen Hanmi und Gyaku Hanmi mit sehr deutlicher Hüfte. Eine Person führt aus, eine andere hält und korrigiert dabei das vordere Knie des Ausführenden.
Dann mit 2 Stiften. Der aktive Partner hält sich je einen Stift in die rechte und linke Leistenbeuge.
Bei Age Uke und somit Hüfte im Hanmi, sollte der Stift aufgrund der Anspannung in der hinteren Leistenbeuge halten. Im Gegensatz zum Gyaku Zuki und Gyaku Hanmi, wobei der Stift in der vorderen Beuge halten sollte.
Dazu war ein verkürzter Zenkutsu Dachi notwendig, denn ansonsten wäre es sehr schwierig, den Stift auch nur annähernd in der hinteren Beuge zu halten.

Aus Chudan Kamae:
- Kizami Mae Geri / Mae Geri vorn absetzen, Schritt zurück / Kizami Mae Geri / Mae Geri hinten absetzen,
50x rechts, 50x links, auch wenn zum Ende hin die Beine nicht mehr wollten, nicht nachgeben.

Zum Abschluss Heian Nidan:
5x, erst langsam, dann schneller, aber immer kraftvoll und mit sehr starker Hüfte in Hanmi und Gyaku Hanmi.

Mittwoch
Maxi hatte schon zuvor angekündigt, dass wir für sein heutiges Training vorher gut essen und trinken sollten, um konditionell durchzuhalten.
Mir brannten noch etwas die Oberschenkel vom Montagstraining, also hieß es heute, gegen den Schmerz anzukämpfen.
Thema des Trainings war Oikomi, welches Maxi 1:1 von seiner Teilnahme am Lehrgang von Nemoto Sensei mitgenommen hatte.
Oikomi stellt eine Angriffstechnik oder ein Vorgehen mit einem ganzen Schritt dar, wobei der gesamte Körper nach vorne in Richtung des Gegners geht. Die Kraft kommt hauptsächlich aus den Beinen und der Hüfte.
Der Angriff geht mit viel Druck in den Gegner hinein.

Zur Erwärmung erst einmal ohne Partner, jeweils 50 Wiederholungen jede Auslage:
- aus Yoi in die Hocke, nach vorn abdrücken in ZK Oi Zuki,
- Schritt zurück ZK Age Uke, vor ZK Oi Zuki,

P1 steht fest in Chudan Kamae, P2 kommt aus circa 2m Entfernung auf P1 zu und versucht diesen, wie im American Football, aus dem Weg zu räumen / wegzutackeln.
P1 muss tief stehen, leicht nach vorn gebeugt, um gegen den ankommenden Körper stehen zu bleiben. Sofern P2, aufgrund des Drucks, leicht nach hinten gebeugt steht, hat man keine Changce mehr, dagegen standzuhalten.

Gohon Kumite:
- Oi Zuki Jodan - Age Uke,
- Oi Zuki Chudan - Soto Uke,
Zuerst den 5. Angriff kontern, dann nach jedem Angriff kontern.

Tori: vor Suri Ashi (hinteren Fuß heransetzen, mit anderem Fuß nach vorn) Kizami Zuki, überlaufener Gyaku Zuki, YA Gyaku Zuki,
Uke: zurück YA, Schritt ZK, YA,

P1 steht in Chudan Kamae, P2 greift mit überlaufenem Gyaku Zuki an,

Wichtig: Nach vorne abdrücken und dabei die Hüfte vorschieben und mit diesem Schub in den Gegner hineinzugehen,
Viele Bahnen, viele wechselnde Partner, viele Wiederholungen. Der Verteidiger konnte eigentlich nur bei den jeweils ersten langsameren Übungen mithalten. Bei richtigem Druck von vorn konnte man im Zurückgehen keine saubere Schrittfolge mithalten.

Zum Ende dann noch 50 mal aus dem Stand in die Hocke runter, nach vorn in die Hocke springen und wieder in die Hocke zurück.
Dann noch Dehnungsübungen und es war geschafft.
 
Freitag
Zuerst ein paar Zweierkombinationen vor der Spiegelwand:
- vor ZK Oi Zuki, zurück ZK Age Uke,
- zurück ZK Age Uke, vor ZK Oi Zuki,
- vor ZK Oi Zuki, zurück ZK Soto Uke,
- zurück ZK Soto Uke, vor ZK Oi Zuki,
- vor ZK Oi Zuki, zurück ZK Uchi Uke,
- zurück ZK Uchi Uke, vor ZK Oi Zuki,
- vor Mae Geri, zurück ZK Gedan Barai,
- zurück ZK Gedan Barai, vor Mae Geri,
Wichtig: Beim Vor- oder Zurückgehen keine Ferse vom Boden abheben, sondern die Bewegung durch Gewichtsverlagerung einleiten.

Haupthema im Freitagstraining war die Kata Jion. Dazu begannen wir mit Bunkaiübungen im Kumite.

Kumite:
- Tori rechts vor ZK Oi Zuki Chudan, Uke rechts zurück ZK Soto Uke, übernahme mit rechtem Arm, blocken des angreifenden Arms mit Kakiwake Uke. Konter von Uke mit Oi Zuki / Gyaku Zuki / Oi Zuki.
- Tori rechts vor ZK Oi Zuki Jodan, Uke rechts zurück ZK Juji Uke (Kreuzblock), linker Arm über rechtem Arm, linker Arm hält den Zuki, mit dem rechten Arm Tate Uraken auf Nase von Tori.
Direkt Gyaku Zuki Chudan von Tori, Uke wehrt ab mit Zenwan Mune Suhei Kamae (Unteramblock durch Bewegung von vertikal zu horizontal), Konter mit links Tate Uraken Uchi auf Nase.

Beide Kombinationen liefen wir mehrere Bahnen rauf und runter mit jeweils 5 Wiederholungen und wechselnden Auslagen.

Zuerst liefen wir jeweils 2x die Katas Heian 1 - 5 und Tekki Shodan, anschließend war Jion dran. Die Kata wurde in mehrere Parts unterteilt, welche wir uns nach und nach erarbeiteten. Dann liefen wir Jion als Ganzes mit den entsprechenden schnelleren und langsameren Abfolgen, den kraftvolleren und ruhigeren Akzenten.
Zuletzt traten unsere jungen Wettkämpfer gegeneinander an und zeigten Jion auf Wettkampfniveau. 

Dienstag, 25. August 2026

KW 35, Es geht wieder los

Montag
Endlich, die Ferienzeit ist vorbei und somit beginnt wieder das reguläre Training. Zwar fand auch Ferientraining statt, aber entweder war man selbst im Urlaub oder das Dojo blieb geschlossen, weil ein Teil des Teams beim Gasshuku in Füssen war Zusätzlich wurde die vergangene Woche genutzt, um das Dojo zu renovieren. Alles einmal raus, sämtliche Anbauten demontiert, Fenster und Spiegel abgeklebt, Putzarbeiten durchgeführt, Wände und Decken neu gestrichen, am Ende der Woche Matten, Anbauten usw. wieder rein. Wer Zeit hatte, kam vorbei und half, es waren von morgens bis abends immer Leute vor Ort.

Montag leitete Marc wieder mal das Training und somit wurde es entsprechend bunkailastig.

Vor der Spiegelwand, schnell und sauber:
- Oi Zuki, Age Uke, Soto Uke, Uchi Uke, Gedan Barai,

Mit Partner, P1 Schritt vor mit Angriffstechnik, dann Suri Ashi zurück. P2 aus Shizentai einen Schritt zurück bzw. seitlich raus mit Abwehrtechnik und wieder vor in Shizentai:
- Oi Zuki Jodan vs. Age Uke,
- Oi Zuki Chudan vs. Soto Uke,
- Oi Zuki Chudan vs. Uchi Uke,
- Mae Geri vs. Gedan Barai,
Mit dem Zurückgehen mit Suri Ashi von P1 hat man mit dem nächsten Schritt vor gleich einen Auslagenwechsel.
Wichtig: Die Kihon-Ausholbewegung bei den Abwehrtechniken war die erste Abwehr, der eigentliche Kihonblock übernahm den Zuki und leitete diesen weiter.
Die Schrittfolgen mussten schnell erfolgen. P1 ging mit seinem Angriff vor und mit dem Setzen des Fußes auch sofort wieder zurück. Druck aufbauen!

Weiter mit Partner:
- P1 vor YA Kizami Zuki, P2 zurück YA Te Nagashi Uke, Gyakuhand übernimmt und hält, Shuto Uke zum Hals,
- dynamisches vor und zurück in Kamae bei gleichbleibendem Abstand,
- Schieben und drücken im Clinch (beide jeweils eine Hand im Nacken, andere Hand auf dem Arm des Partners),
- Randori, eine Person greift an, andere verteidigt,

Der Dogi war endlich wieder nass, man war erschöpft und spürte sich wieder. Training is back!

Mittwoch
Nach ein paar Lauf- und Dehnungsübungen zur Erwärmung liefen wir
12x die Kata Tekki Shodan, wobei jeder Teilnehmer einmal die Zählzeiten vorgab.

Kihon vor der Spiegelwand:
- Aus Kamae Schritt zurück ZK Age Uke, Schritt vor Oi Zuki,
- Aus Kamae Schritt vor ZK Oi Zuki, Schritt zurück ZK Soto Uke,
Dann mit Gummiband um die Hüfte und Partner, welcher das Band auf Vorspannung hielt.

Kaeshi Ippon Kumite, also Angriff - Abwehr, gleicher Gegenangriff - Abwehr, Konter frei:
- Oi Zuki Jodan,
- Oi Zuki Chudan,
- Mae Geri,
- Yoko Geri Kekomi,
- Mawashi Geri,
- Ushiro Geri,

Danach ähnlich, jedoch den Gegenangriff in umgekehrter Reihenfolge: - Angriff mit Oi Zuki Jodan, Abwehr mit Age Uke, Gegenangriff mit Ushiro Geri, Abwehr z.B. Nagashi Uke, Konter, - Angriff mit Oi Zuki Chudan, Abwehr mit Soto Uke, Gegenangriff mit Mawashi Geri, ... ,

Freitag
Jonny kam gerade von einem Lehrgang eines japanischen Uni-Karate-Teams und so wurde auch sein Training am Freitag: sehr schnell, ohne wirkliche Pausen, kein Nachlassen, kraftvoll und wach sein bis zum Schluss.
Wir begannen mit  vielen Bahnen Kihon. Einzeltechniken oder kurze Kombinationen, aber Umsetzung wie im Kumite. Blitzschnelles vor und zurück, bei aufeinanderfolgenden Techniken beim Zwischenschritt den Fuß kaum richtig aufsetzen. Wie im Kumite schnell rein und sofort wieder raus.

Im zweiten Teil liefen wir alle gemeinsam die Katas Heian 1 - 5, jede Kata einmal gemeinsam mit Zählzeiten, dann jeder für sich. Aber immer 100 %. Mit dem Zurückgehen in Yoi nach der Kata blieben wir komplett im Zanshin, fokussiert und bereit und begannen dann sofort die nächste Kata, ohne Pausen. 

Danach liefen wir in kleineren Gruppen Katas auf Zuruf, wobei neben den Heian Katas auch noch Bassai Dai, Kanku Dai und Empi hinzukamen.

Zuletzt war dann noch Kumite dran, beide Partner im Jiyu Kamae:
- P1 und P2 gehen dynamisch einen Schritt aufeinander zu, klatschen mit der jeweils vorderen Hand ab und gehen den Schritt sofort wieder zurück. Also wieder wettkampfartig rein-raus. Die Gyakuhand deute dabei beim Abklatschen schon den Gyaku Zuki an, entsprechende Arbeit mit der Hüfte.
- danach dann beim Vorgehen ein Partner mit Gyaku Zuki, sofort wieder raus,
- P1 mit Vorwärtsbewegung, P2 kommt mit Gyaku Zuki im Beginn der Bewegung von P1 (Sen no Sen),
- schneller werden, bis P2 mit Gyaku Zuki kommt, wenn Vorwärtsbewegung von P1 noch nicht wirklich begonnen hat (Sen Sen no Sen),

Sehr forderndes Training mit kontinuierlichem Druck, nicht nachlassen, sondern eher in die nächste Technik noch mehr Kraft reinzulegen.

Mittwoch, 12. August 2026

KW 33, Ferientraining und wieder ein Zeh

Montag,
Partnerübungen zur Erwärmung:
1.
Beide in dynamischem Jiyu Kamae zueinander, bewegen sich im Raum und müssen dabei den Abstand beibehalten.
2.
Beide haben die rechte Hand im Nacken des Partners, die andere Hand hält den Arm des Partners im Bereich der Armbeuge.
Mit Schub und Zug versucht man nun den Partner zu bewegen und zu dominieren. Zwischendurch Armwechsel.
3.
Wie zuvor, aber zwischendurch löst immer eine Person seinen Griff und holt  zu einem Schwinger aus, welcher vom anderen Partner oberhalb des Ellenbogens geblockt wird. Um den Partner zusätzlich abzulenken, wird immer wieder zum Schienbein getreten.

Danach ein paar Dehnungsübungen allein und zu zweit.

Ein paar
1.
Aus ZK Kamae, jeweils mit Schritt vor: Mae Geri, Yoko Geri Keage, Yoko Geri Kekomi, Mawashi Geri, Ushiro Geri, Uraken / Gyaku Zuki, Sprungwechsel Uraken / Gyaku Zuki,
Dann mit passivem Partner, welcher jeweils nur schrittweise zurückging.
Zuerst etwas langsamer und sauber, dann schneller und Druck zum Partner aufbauen. Zuletzt versuchen, mit jedem Tritt den Partner zu überlaufen.

2.
YA Kizami Zuki, hinteren Fuß etwas heranziehen und den Schritt verkürzen. Dann den vorderen Fuß nach hinten setzen, also einen Schritt zurück.
Dann das Gleiche mit Gyaku Zuki.
Nun P1 mit beiden Kombis zu anderem Partner, dann beide Partner gleichzeitig zueinander:
P1 mit YA Kizami Zuki zu P2, Schritt verkürzen, Schritt zurück.
Gleichzeitig P2 mit YA Gyaku Zuki zu P1, Schritt verkürzen, Schritt zurück.
Dann beide gleichzeitig die jeweils die andere Technik.
Ständiger Wechsel, immer hin und her.

3.
P1 steht links vor in Kamae, dann rechts Schritt vor Oi Zuki Chudan, P2 aus Shizentai links Schritt zurück und Soto Uke mit rechts, dann reindrehen und Ushiro Empi Uchi zum Partner.

4.
Beide stehen links vor in Kamae. P1 mit YA vor Kizami Zuki.
P2 Gyaku Te Nagashi Uke, anderer Arm übernimmt zu Age Uke, Rippenseite von P1 nun offen für gyakuseitigen Stoss von P2 in die Rippen.

5.
Beide stehen links vor in Kamae. P1 mit YA vor Kizami Zuki.
P1 vor YA Kizami Zuki,
P2 zurück YA Te Nagashi Uke, andere Hand übernimmt und hält bzw. greift Arm oder Ärmel von P1, mit Oi-seitigem Unterarm Schlag gegen Hals von P1

Ach ja, bei der ersten Erwärmungsübung bin ich in der Vorwärtsbewegung mit einem Zeh an den Matten hängen geblieben und spürte einen stechenden Schmerz.
Zwar habe ich das Training mit getapten Zeh durchgezogen, aber kaum zu Hause angekommen, konnte man es schon erkennen... der nächste Zehbruch.

Mittwoch
Kurz war die Überlegung da, dem gebrochenen Zeh etwas Ruhe zugeben, aber wenn schon Training angeboten wird, muss man einfach hin. Also ordentlich Tape rauf, mit den Nachbarzehen verbunden und hoffen, dass kein Stoß von vorne kommt.
Wie schon am Montag gab Marc wieder das Training und passenderweise setzten wir das Training entsprechend fort.
Zur Erwärmung gab es mit Partner viel Handgemenge. Beide stehen recht eng, beide das rechte oder beide das linke Bein vor.
P1 Kizami Zuki / Gyaku Te Nagashi Uke, P2 Gyaku Te Nagashi Uke / Kizami Zuki, dann umgekehrt. Zwischendurch Auslagenwechsel, indem direkt nach dem Kizami Zuki mit der gleichen Hand Te Nagashi Uke ausgeführt wird.
Danach diverse schnelle Wechsel: eine Hand Zuki, der Abwehrende Te Nagashi Uke, der andere Arm übernimmt und führt die Abwehrbewegung fort, andere Hand Zuki.
So konnten wir verschiedene Kombinationen aus den Heian-Katas trainieren und die Bewegungen dann für den Einsatz auf der Straße.
Das heißt, weniger gerade Zuki, sondern eher Schwinger; statt Te Nagashi Uke mit Unterarm bzw. Ellenbogen in den Block und zum Kopf des Gegners.
Ebend ein Training, welches wir von Marc kennen!

Danach liefen wir mehrmals erst die Heian-Katas, dann die Jion. Unter Marcs prüfendem Blick wurde korrigiert und wiederholt, bis der Sensei zufrieden war.
Und wir auch, denn was gibt es besseres, als erfolgreich trainiert zu haben.

Sonntag, 2. August 2026

KW 31, Ferientraining

Mittwoch
Zur Erwärmung begannen wir mit Sprintübungen mit Spielkarten:
Auf die andere Seite laufen, auf dem Weg drei Liegestütze. Auf der anderen Seite sind auf dem Boden verteilte, verdeckt liegende Spielkarten. Eine Karte aufdecken, ist es die zugeteilte Karte mit dieser zurücklaufen. Ist es nicht die zugeteilte Farbe, die Karte wieder verdeckt hinlegen und ohne zurücklaufen. Welches Team zuerst alle zugeteilten Karten auf seiner Seite hat, hat gewonnen.
Danach mit erschwerten Bedingungen: bei den verdeckten Karten sind welche mit einem X, wird diese gezogen legt sich der Läufer auf den Rücken und muss von zwei anderen aus dem Team zurückgetragen werden.

Hauptthema im Training war dann Randori, wechselseitig, aus dynamischer Bewegung heraus:
- sehr langsam,
- schneller als zuvor,
- vor Angriff mit einer Hand Boden berühren,
- mit einer Fußtechnik beginnend,
- vor Angriff mit einer Hand stören,

Dazwischen Übungen, auch wieder mit Partner, für schnelle Reaktionen:

1. Beide bewegen sich in Kamae dynamisch, ein Partner geht plötzlich leicht vor mit zur Seite gestreckten Armen, Partner greift mit Gyaku Zuki an,

2. P1 wedelt in Kreisbewegungen mit Gürtel in der Hand:
- horizontal auf Kopfhöhe: P2 duckt sich runter,
- horizontal auf Gedanhöhe: P2 springt hoch,
- vertikal zum Körper, P2 geht seitlich raus,
und greift danach jeweils umgehend zu P1 an,

3. P1 in Kamae, P2 steht dahinter und tippt P1 an verschiedenen Körperstellen an:
- Schulter des vorderen Arms: P1 Kizami Zuki,
- Schulter des hinteren Arms: P1 überlaufener Gyaku Zuki,
- hinterer Oberschenkel des vorderen Beins: Kizami Mawashi Geri,
- hinterer Oberschenkel des hinteren Beins: Mae Geri,
- auf Rücken: Gyaku Zuki,

4. Wechselseitig einen Tennisball zuwerfen etwas weiter als über die seitliche Armlänge, so dass der Partner sich stark strecken muss, um den Ball zu fangen. Erst aus 2m Abstand, dann aus 1m Abstand zueinander.

5. Ein Partner mit 2 Handpratzen: Immer eine Pratze zeigt irgendwo hin, der andere Partner muss blitzschnell zu dieser Pratze angreifen: Kizami Zuki, überlaufener Gyaku Zuki, Gyaku Zuki, Kizami Mawashi Ger, Mae Geri.

Zum Abschluss noch einmal Randori ganz normal: schnelle Reaktion mit Zanshin, alle Techniken sind erlaubt, 2er und 3er Kombinationen, Ashi Barai.


Donnerstag, 9. Juli 2026

KW 28, Arbeitshöhe und Druck nach vorn

Montag
Im Shotokan-Karate bewegen wir uns generell recht tief und damit es bei aufeinanderfolgenden Bewegungen in Kihon, Kata und Kumite kein auf und ab gibt, trainierten wir am Montag die richtige "Arbeitshöhe".
Wir begannen mit der Bewegegung in den tiefen Stand. Dabei gingen wir nicht erst runter und dann vor oder zurück in den Schritt, aber auch nicht diagonal nach unten. Die optimale Bewegung ist eher exponentiell fallend, also als Kurve zu sehen.
Dieses trainierten wir durch wiederholende Bewegung aus Shizentai in Zenkutsu Dachi und Kokutsu Dachi. Anschließend gingen wir jeweils 10x aus Yoi in den ersten Stand aller Heian-Katas.

Weiter mit dem Verbleib in der Höhe in der Bewegung.
In der Vorwärtsbewegung im Zenkutsu Dachi hilft das über dem Fußspann stehende Knie. Würde man nun einfach nachgeben, fällt man ganz ohne Krafteinsatz nach vorn. Zieht man nun das hintere Bein an und drückt sich mit dem Standbein nach vorn. Für die Rückwärtsbewegung zieht man das vordere Bein heran und drückt sich mit dem Standbein nach hinten ab, aufgrund der Schwerkraft bleibt man unten.
Wichtig: die Knie bleiben gebeugt, damit man in der Bewegung nicht aufsteht!
Dazu liefen wir viele Bahnen in Zenkutsu Dachi und Kokutsu Dachi, unter anderem mit einer Gewichtsscheibe in nach vorn ausgestreckten Händen.
Am Ende liefen wir mehrmals die Kata Heian Shodan mit Fokus auf die Lerninhalte dieser Trainingseinheit 

 
Mittwoch
Das große Thema dieses Trainings war sen no sen. Der Verteidiger erkennt den Moment des Angriffs und ergreift die Initiative und kommt dem Angriff zuvor. 
 
Beide Partner in kurzem Abstand gegenüberstehend in Kamae:
- vor YA Kizami Zuki, 
- abwechselnd mit vorderer Hand stören, sofort Ushiro Geri,
- immer abwechseln P1 2x Schritt vor Gyaku Zuki, P2 geht beide Schritte passiv zurück,
 
Beide in dynamischem Jiyu Kamae einander gegenüberstehend:
- P1 vor YA Kizami Zuki, P2 YA zurück Te Nagashi Uke,
- P1 vor YA Kizami Zuki, P2 Gyaku Zuki, 
- P1 angedeuteter Kizami Zuki mit YA, P2 Gyaku Zuki, P1 hinteren Fuß heransetzen, mit vorderem Fuß Mawashi Geri, P2 YA Kizami Zui / Gyaku Zuki,
Wichtig: Der Kizami Zuki kommt mit dem Vorschieben des vorderen Fußes, mit welchem die Distanz verkürzt wird und nach dem Zuki die Faust wieder in Hikite zurückgerissen wird, wodurch der Körper wie durch ein Gummiband in den Gegner katapultiert werden kann.
 
Dazwischen immer wieder Randori, abwechselndes hin und her, mit sauberen geradlinigen Techniken.
 
Mit Partner und Gummiband, P2 geht hinter P1 mit, Gummi dauerhaft auf Vorspannung, P1 geht bahnweise vor:
- Oi Zuki,
- Gyaku Zuki,
- Mae Geri,
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki, 
- überlaufener Gyaku Zuki,
- Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,
 
Danach noch ein paar Bahnen Kumite, P1 schnell vor, P2 zurück mit Abwehrtechnik, Angreifer sollte immer versuchen mit seinem Angriff in den Verteidiger zu gehen.

Donnerstag, 2. Juli 2026

KW 27, Im Dojo bleibt es heiß

Montag
Nach 20 Minuten Erwärmung und Dehnung waren zunächst die Heian-Katas und Tekki Shodan dran. Wir liefen alle Katas gemeinsam, immer eine andere Person sagte an:

"Musubi Dachi", "Rei" mit Verbeugung, "Kata xxx", "Yoi" mit Ausgangsstellung für die jeweilige Kata, Kata laufen mit entsprechenden Zählzeiten, "Rei" Verbeugung, "Yame",

Zur Entspannung, die Temperaturen waren noch nicht wirklich wieder trainingsfreundlich, liefen wir etwas Kumite. P1 mit Yori Ashi vor Kizami Zuki, P2 YA zurück mit Te Nagashi Uke. Ein paar Bahnen mit Richtungswechsel.

Danach weiter mit Jion und der nächsten Prüfungskata, letztere liefen wir gruppenweise. Abschließend zeigte jede Gruppe ihre Kata entsprechend der Wettkampfordnung vor den Augen der anderen Teilnehmer.

Mittwoch
Zuerst mit Antje eine 40-minütige schweißtreibende Erwärmung mit vielen Aspekten aus dem Yoga (ich glaube ich mag Yoga nicht), dann weiter mit Jonny und dem eigentlichen Karate-Training. Obwohl das auch nicht richtig ausgedrückt ist, denn eine gute Erwärmungs- und Dehnungsarbeit sollte Bestandteil eines jeden Karatetrainings sein.

Es waren alle Heian-Katas dran. Erst geinsam mit Zählzeiten, danach jeder für sich mit mindestens 80%, aber vor allem deutliche und saubere Bewegungen, Techniken und Stände.

Nach jeder Kata war bahnweise Jiyu-Kumite-Training dran. Beginnend aus Jiyu Kamae mit dynamischem Stand auf den Fußballen schnell vor:
- Kizami Zuki,
- Gyaku Zuki,
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki, Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- Gyaku Zuki, Gyaku Zuki / Gyaku Zuki, Kizami Zuki / Tritttechnik,
- Gyaku Zuki / Gyaku Zuki, Gyaku Zuki, Kizami Zuki / Tritttechnik,
Im Stand blitzschnelle Wiederholungen bis "Stopp"-Kommando kommt:
- Kizami Zuki,
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- Kizami Zuki / Kizami Zuki / Gyaku Zuki,

Jonny ist Wettkämpfer und legt besonderen Wert auf kraftvolles und schnelles Vorgehen. Immer nochmal wurden die Kombinationen wiederholt und immer wieder heizte er uns an, noch mehr aus uns herauszuholen. Bei den aktuellen Temperaturen echt eine Qual, aber auch richtig gut...

Dienstag, 23. Juni 2026

KW 26, Heiße Woche

Montag
Maxi musste heute leider als Trainer absagen und so fuhr ich zum Dojo, um für mich einfach Keris und Katas zu trainieren.
Vor Ort bot sich dann Marc an, uns in sein Bunkaitraining zu nehmen und Bunkai und Selbstverteidigung zu trainieren.
Bunkaitraining mit Marc ist für mich immer ein Highlight, da es sehr realitätsnah ist und so freute ich mich auf dieses Training. Draußen waren 29 °C und im Dojo tropisch feuchtwarm.

Wir begannen mit Clinchübungen:
Beide halten mit der jeweils rechten Hand am vorderen Kragen, die andere Hand liegt auf der Hand des Gegners. Beide Hände kontrollieren somit den Gegner und nun versuchten wir uns gegenseitig zu ziehen und zu drücken und den Gegner zu kontrollieren.
Danach wieder mit beiden Händen halten, mit Tritten zum Schienbein ablenken und dabei immer mal einen Schwinger von rechts oder links, versuchen darunter durchzutauchen und versuchen sich hinter den Partner zu drehen. Mit beiden Händen an den Schultern halten und in eine Kniekehle treten und den Gegner somit zu Fall zu bringen.

Weiter mit Renzoku, also Aufeinanderfolge zweier Techniken:
- Eine Hand (beide rechts oder beide links) Zuki, die andere Hand von außen Te Nagashu Uke, Wechselspiel von Stoß und Abwehr. Die Hände bleiben dabei oben, um den Kopf immer zu schützen.
- Wie zuvor z.B. P1 mit rechts Kizami Zuki, P2 mit links von außen Gyaku Te Nagashi Uke, die rechte Handaußenfläche (Haishu)  übernimmt dahinter im Ellenbogenbereich und führt den Weg des Arms von P1 fort, die rechte Hand drückt dann den Oberarm von P1 zum Körper von P1.
- P1 mit rechts Kizami Zuki, P2 mit mit links von außen Te Nagashi Uke und die rechte Handaußenfläche übernimmt dahinter im Ellenbogenbereich. Mit diesem Block dreht sich P2 aber schon um 90° im nach links raus. Mit der Übernahme durch die rechte Hand wird der gegnerische Arm mit rechts gehalten / fixiert und es folgt ein Stoß mit links zum Kopf des Gegners.

Shuto Uke von innen:
- Beide links vor, P1 Kizami Zuki. P2 mit links Te Nagashi Uke, mit rechts den Ärmel greifen und zu sich heranziehen, gleichzeitig mit linker Hand Shuto Uke zum Hals.
Shuto Uke von außen:
- Beide links vor, linker Kizami Zuki von P1. P2 mit rechts Gyaku Te Nagashi Uke von außen nach innen. Mit links Haishu übernehmen und sich dabei nach rechts um 90° rausdrehen, so dass rechter Fuß hinten ist.
Dann
a) mit rechts Schritt vor und unter das vordere linke Bein von P1. Dadurch wird P1 ausgehebelt. Mit dem hebelnden Schritt mit dem rechten Arm über die Brustseite des Gegners zur hinteren Schulter und ihn über das vordere Bein nach hinten werfen.
b) von außen gegen das vordere Knie von P1 treten und Gegner zu Fall bringen.

Age Uke:
- Beide links vor, linker Kizami Zuki von P1, P2 Gyaku Te Nagashi Uke von außen nach innen (Ausholbewegung des Age Uke). dann mit eigentlichem Age Uke Arm von P1 übernehmen, Rechter Haken in jetzt freien Rippenbereich.

Bei allen Übungen gingen wir mit dem Block zum Gegner bzw. in den Gegner hinein. So wie die meisten Katas es auch zeigen, mit dem Block geht es zum Gegner, nicht zurück, Druck nach vorn.

Zuletzt liefen wir 3x die dazu passende Kata Heian Nidan. Natürlich mit Druck nach vorn.

Nachtrag:
Fast hätte ich doch die Kakie-Übung vergessen! Kakie (übersetzt "klebende Hände") sind Nahkampfübungen, bei welchen man im Clinch kontinuierlich den Hand- bzw. Unterarmkontakt zum Partner hält und auf Druck- und und Schubbewegungen reagiert. Die Bewegungen sind meistens schiebend und kreisend und durch den kontinuierlichen Kontakt braucht man nicht auf die Bewegungen schauen, sondern diese werden gefühlt.
Wir trainierten erst einmal mit einer aktiven Hand. Beide rechte oder linke Hand vor, Kontakt zum Partner über Handgelenk und Shuto (Handaußenkante), die andere Hand mit Handinnenfläche nach oben, unterhalb vom Solarplexus. P1 versuchte nun zum Kinn von P2 zu stoßen, P2 drückte die herankommende Faust nach außen in Richtung P1 zurück. P1 nahm die Faust wieder zurück und versuchte dann wieder geradlinig zum Kinn vorzustoßen. Wichtig: ununterbrochener Kontakt.

Mittwoch
Mit über 30 °C Außentemperatur war es gestern wieder sehr warm. War es anfangs im Dojo noch recht gut erträglich, so waren am Ende die Gis der Beteiligten nur noch nass.
Dabei passte Andi mit dem Training auf und die Übungen waren gar nicht zu anstrengend, aber vielleicht braucht man momentan gar nicht viel, bis der Schweiß läuft.

Anfangs liefen wir die Katas Heian 1 - 5 und Tekki Shodan. Ohne Zählzeiten und nur mit 50 %, aber mit viel Hüfte und starken und deutlichen Bewegungen.

Kumite-Übungen:
Zuerst wieder Kommando durch den passiven Partner, schnelle Reaktion durch den Angreifer:
"Ichi" -> YA Gyaku Zuki,
"Ni" -> YA Kizami Zuki,

Abwechselnd eine Tritttechnik zum Partner. Sofort wenn P1 seinen Fuß wieder am Boden aufsetzt be und sauber.ginnt P2 mit seiner Tritttechnik. Beide nicht stark, aber kontrolliert

Dann waren die Sentei-Katas dran: Hangetsu, Bassai Dai, Kanku Dai, Jion and Empi.

Wieder Kumite-Übungen, dieses Mal ging der passive Partner immer einen Schritt zurück:
"San" -> Gyaku Zuki Jodan, Gyaku Zuki Jodan,
"Shi" -> überlaufener Gyaku Zuki,

Anschließend wieder die Trittübungen zum Partner. Nicht zu statisch, eher aus einer dynamische Bewegung heraus, Lücken sehen, antäuschen.

Als letzte Kata lief jeder seine nächste Prüfungskata, für die Schwargürtel war Unsu angedacht.

Zuletzt wurden Kataübungen zusammengefaßt und der Angreifer kamm auf Kommando Ichi, Ni, San oder Shi mit der jeweiligen Technik vor.

Am Ende war das Klima im Dojo recht tropisch, die feucht-warme Luft blieb trotz geöffneter Fenster.
 
Freitag
Die Temperaturanzeige im Auto stand immer noch auf 36 °C, aber egal, wenn Training stattfindet, gehe ich hin. Heute übernahm Lucas die Leitung und als unser Kataspezialist konnte es nur sehr lehrreich sein.
Nach etwas Erwärmung und Dehnung begannen wir mit Jion. Wir liefen sie zuerst alle gemeinsam auf Zählzeiten von Lucas, anschließend schaute er uns zu, um zu schauen welchen Stand jeder hatte. Danach teilten wir die Kata auf und liefen sie Stück für Stück. Lucas zeigte und erklärte, wir wiederholten.
Den mittleren Part mit Teisho Uke im Kiba Dachi liefen wir erst mehrmals und trainierten danach mit Partner an der Handpratze. Ungewohnt, aber gut um diese Technik zu verstehen.
Da ich die Jion als meine nächste Prüfungskata gewählt habe, war dieses Training sehr interessant und lehrreich für mich und hat mich der Kata ein ganzes Stück näher gebracht. 

Dienstag, 16. Juni 2026

KW 25, Einfach, aber dennoch anspruchsvoll

Montag
Nach 20 Minuten Erwärmung und Dehnung liefen wir erst einmal Kata:
- Heian 1 - 5,
- Tekki Shodan,
Jeweils 1x, nicht schnell, dafür mit Blick auf unterschiedliche Hüftstellungen zwischen Block- und Angriffstechniken und mit viel Druck nach vorn.

Vor der Spiegelwand:
- YA Kizami Zuki, Gyaku Zuki,
Bahnweise:
- YA Kizami Zuki, Gyaku Zuki,
Mit Partner und Handpratze:
- YA Kizami Zuki,

Eigentlich einfach, aber dennoch anspruchsvoll, alleine schon den richtigen Abstand zu finden. Trifft man die Pratze zu stark, sollte der Abstand vergrößert werde. Mit gestrecktem Arm stossen, dann den Zukiarm schnell wieder zurückziehen.

Danach den gleichen Durchlauf auch für Gyaku Zuki und danach für Gyaku Zuki, Gyaku Zuki.
Wichtig:
- deutliche Hüfte,
- dynamische Bewegung auf den Fußballen, also Fersen stehen nicht auf dem Boden,
- beim Vorgehen im Gyaku Zuki mit YA weit vor und hintere Ferse hoch um mehr heranzurutschen,
- nach Zuki hinteren Fuß leicht wieder heranziehen um einen etwas kürzeren Stand zu haben, um mit dem nächsten Zuki wieder weit vorgehen zu können,

Nun wieder bahnweise mit passivem Partner in bekannter Weise mit "Ichi", "Ni" oder "San":
- "Ichi" = Gyaku Zuki,
- "Ni" = Kizami Zuki,
- "San" = Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,
Eine Person gibt für alle nach Zufallsprinzip das jeweilige Kommando, mal schneller, mal langsamer, auch mal das gleiche Kommando mehrmals. Die Angreifer sollen gefordert werden.

Zuletzt liefen wir in Gruppen unsere nächste Prüfungskata, erst gemeinsam langsam mit Zählzeiten, dann jeder für sich und zuletzt jeder für sich 100%. Thommy lief mit mir Jion und gab mir im Anschluss wertvolle Tipps, welche Punkte noch zu korrigieren sind und auf was ich mehr achten sollte, um die langsamen Parts und die schnellen und kraftvollen Bewegungen der Kata mehr hervorzuheben.
Lehrgang in Forst mit Jan Stekly
In drei Wochen geht es
nach Forst zum Lehrgang
mit Jan Stekly.

Mittwoch
Nach dem Training ab nach Hause, geduscht und eine Kleinigkeit gegessen und nun heißt es schnell alles aufschreiben, denn es war nicht wenig heute.
Kihon:
In zwei Reihen aufgestellt, Andi nannte 4er- oder 5er-Kombinationen, welche wir bahnweise 5x wiederholten.

Kumite:
- beide kurzer Abstand, P1 geht 2x mit Gyaku Zuki, Gyaku Zuki vor, dann in andere Richtung P2 zu P1 und wieder zurück,
- P1 greift mit diversen Techniken an, P2 verteidigt nur,
- P1 greift an, P2 verteidigt und kontert wenn es passt,

Pratzentraining:
- P1 hält eine oder beide Handpratzen immer wieder in verschiedenste Positionen, P2 greift mit Technik seiner Wahl zur Pratze an,
- P1 hält eine Pratze auf Schulterhöhe zur Seite, die andere auf Bauchhöhe seitlich nach vorn geneigt, P2 stößt mit Empi (Ellenbogen) zur Seite und dreht sich dabei mit der Stoßrichtung seitlich nach unten, von dort dreht man sich wieder zurück hoch und schlägt einen Haken mit der anderen Faust in die Pratze auf Bauchhöhe.
- P1 hält Pratzen in verschiedensten Stellungen als Ziel, um P2 Zielmöglichkeiten aus beiden vorherigen Varianten zu schlagen,

Jiyu-Ippon-Kumite:
- Oi Zuki Jodan,
- Gyaku Zuki,
- Mawashi Geri,
- Ushiro Geri,

Mit den 4 vorgegebenen Angriffstechniken:
P1 sagt Angriffstechnik an, P2 kommt auf P1 zu, P1 greift bei richtigem Abstand den Herankommenden an, P2 blockt und kontert.
Danach wie zuvor, P2 kontert aber mit Gyaku Zuki, Gyaku Zuki.
Zuletzt sagt P1 eigene Techniken an (1 oder 2) und greift wieder Herankommenden an.

Im Stand 5x Gyaku Zuki zum Partner, dann vor mit Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,

Donnerstag, 11. Juni 2026

KW 24, Ausholbewegung ist eine Abwehr

Mittwoch
Nach dem Wochenendlehrgang mit Jonathan Mulolo war gestern wieder reguläres Dojo-Training. Am Montagstraining konnte ich verletzungsbedingt noch nicht teilnehmen, die Schmerzen in der linken Wade waren zu stark und so brauchte ich noch etwas Erholung.
Am Mittwoch trainierte uns Marc. Wir begannen mit Tritten zum passiven Partner. Im Stand mit entsprechendem Abstand zum Partner, hinterer Fuß tritt, vor dem anderen Fuß absetzen und schnell den nun hinteren Fuß weiter nach hinten setzen, so dass ein Wechselschritt entsteht.
- Mae Geri,
- Mawashi Geri,
- Soto Mawashi Geri,
- Uchi Mawashi Geri,

Anschließend die gleichen Tritte mit Pratze, viele Wiederholungen, wieder mit entsprechendem Wechselschritt.
Dann wurde es schwieriger, denn nun waren beide Partner in Bewegung. Der Pratzenhaltende bewegte sich ebenfalls in alle Richtungen, sollte aber dem Angreifer Gelegenheiten bieten, so dass dieser treten konnte. Mit hinterem oder vorderem Fuß war egal, dann treten, wenn es passte.

Danach stellten wir uns einzeln vor den Spiegelwänden auf und trainierten mit Wechselschritt:
- Age Uke / Gyaku Zuki Jodan,
- Uchi Uke / Gyaku Zuki Jodan,
- Gedan Barai / Gyaku Zuki Chudan,
Das Besondere: die Bewegungen sollten runder aussehen. Die Ausholbewegungen stellten den ersten Block dar und geben dem imaginären Zuki bzw. Keri einen Impuls. Die eigentlichen Blocktechniken (Age Uke, Uchi Uke und Gedan Barai) übernehmen und drücken den Stoß oder Tritt zur Seite. Dann eine sofortige Kontertechnik und Wechselschritt.

Nun wieder mit Partner:
1.
Tori vor mit Oi Zuki Jodan,
Uke zurück mit Age Uke / Gyaku Zuki Jodan,
2.
Tori vor mit Oi Zuki Chudan,
Uke zurück mit Uchi Uke / Gyaku Zuki Jodan,
3.
Tori vor mit Mae Geri Chudan,
Uke zurück mit Gedan Barai / Gyaku Zuki Chudan,

Wichtig: an die "Ausholbewegung" denken, das ist der erste Block, die eigentliche Abwehrtechnik ist der übernehmende Block!

Zuletzt liefen wir die Heian-Katas 1 bis 5, jeder für sich 80% Kraft und Geschwindigkeit. Dabei sollten wir die zuvor trainierten Bewegungen im Kopf haben, also Ausholbewegung, Block, Konter.

Freitag
Mit 15 Teilnehmern war das Braun-/Schwarzgurttraining richtig gut besucht. Wie schon am Mittwoch wieder sehr kumitelastig mit viel Abwechslung.
Mit Partner, beide in Kamae, eine Person war dynamischer Angreifer, die andere Person blieb stehen und verteidigte nur mit den Händen und Armen:
- nur Armtechniken,
- nur Beintechniken,
- Arm- und Beintechniken,

Danach beide in Kamae mit kurzem Abstand, P1 Gyaku Zuki / Gyaku Zuki. P2 bleibt passiv stehen.
Der Angreifer arbeitet beim ersten Zuki mit gestrecktem Arm, der zweite Gyaku Zuki und der Schritt sind etwas kürzer, so dass man den Verteiger angedeutet überläuft.
Jetzt P1 geht mit 2x ZK Gyaku Zuki / Gyaku Zuki vor, P2 geht zurück und wehrt mit Te Nagashi Uke ab, dann mit vertauschten Rollen in die andere Richtung.

Weiter vor der Spiegelwand im Kokutsu Dachi Gyaku Zuki / Gedan Barai.
Viel auf die Hüfte achten und wechselseitig Oberschenkel und Po anspannen.
Anschließend mit Partner und Gummiband. P1 hielt das Band gyakuseitig, P2 stand hinter P1 und hielt das Gummiband auf Spannung.

Als nächstes mit wechselnden Partner Jiyu-Ippon-Kumite:
- Oi Zuki Jodan,
- Gyaku Zuki,
- Mae Geri,
Block und Konter waren frei.

P1 sagt Technik an, P2 kam in Kamae auf P1 zu, wenn P1 den Abstand für richtig hielt, griff er an.
P2 blockt und kontert.

Zuletzt wieder Jiyu-Ippon Kumite:
P1 sagt Technik an, kommt auf P2 zu, P2 blockt und kontert, P1 blockt den Konter und kontert seinerseits mit Gyaku Zuki / Gyaku Zuki.
Auch wenn der Abstand für den doppelten Gyaku Zuki recht kurz ist, trotzdem versuchen die Zukis mit gestreckten Armen umzusetzen.

Kata:
- Heian Godan,
- Bassai Sho,
Besonderes Augenmerk auf die Hüftarbeit aus den zuvor trainierten Übungen im Kokutsu Dachi.

Dienstag, 2. Juni 2026

KW 23, Wünsche zum Beginn

Montag
"Gibt es Wünsche für das Training?" fragte Thomas zu Beginn und es kamen gleich diverse Vorschläge wie Jiyu Ippon Kumite, Yoko Geri und Kata. Wenn in einer Erwachsenentrainingsgruppe zwischen orangen und schwarzen Gürteln die Teilnehmer sich auch selbst einschätzen können, was verbessert werden kann, macht es einfach Spass.
Nach den obligatorischen Erwärmungs- und Dehnungsübungen ging es mit etwas Kihon weiter. Dazu wurden je nach Graduierung verschiedene Kombinationen angesagt, welche wir bahnweise 4x bis 5x wiederholten.

Anschließend war dann Kumite dran:
- Kihon Ippon Kumite,
- Kaeshi Ippon Kumite,
Oi Zuki Jodan, Oi Zuki Chudan, Mae Geri, Yoko Geri, Mawashi Geri,

- Jiyu Ippon Kumite,
Kizami Zuki, Oi Zuki Jodan, Oi Zuki Chudan, Mae Geri, Yoko Geri, Mawashi Geri, Ushiro Geri,

Den Gegner anschauen, beobachten, bereit sein - Zanshin eben. Und nun kommt es daraof an: welchen Block wende ich an, zu welcher Seite geht man raus, mit welcher Technik kontere ich? Damit diese Kette funktioniert, sollte ich vorher wissen, wenn man nach rechts oder links rausgeht, dann bieten sich bestimmte Körperbereiche an, zu denen man mit bestimmten Techniken kontern kann. Dieses Zusammenspiel muss funktionieren, denn man hat im Kumite kaum Zeit, darüber nachzudenken. Das heißt nicht, dass jeder Konter auch in diesem Moment funktioniert, aber zu 90% sollte er es. War der Block nicht optimal, ist man zu weit zurückgegangen, ist der Gegner zu nah gekommen, kommt man mit dem Konter nicht richtig ran, ist der Bereich des Gegners nicht wirklich frei. Es gibt viele Dinge, welche Einfluss haben, aber das meiste kann man trainieren und ein paar Prozent Glück und Pech gehören auch dazu.

Mittwoch
Beginn mit Kata:
- Heian 1 -5,
- Tekki Shodan,
Jede Kata wurde von einer anderen Person gezählt. Nicht schnell, aber dafür den Fokus auf die Punkte setzen, welche in den letzten Wochen vermehrt trainiert wurden, wie z.B. Hüfte beim Wechsel zwischen Block- und Angriffstechnik (besonders im Kokutsu Dachi).

Im Kumitetraining ging es hauptsächlich um den überlaufenen Gyaku Zuki.
1.
Beide Partner stehen sich in Kamae gegenüber. Mit der vorderen Hand wird ein- bis zweimal "gestört", heißt die vordere Hand des Partners wird etwas nach außen geschlagen, wodurch der Partner abgelenkt wird. Nun wird mit der Gyaku-Hand die vordere Hand des Partners nach innen geschlagen und sofort mit der Oi-seitigen-Hand übernommen und zum Körper des Partners gedrückt. Die Gyaku-Hand stieß nun mit Zuki Jodan vor.
2.
Die vordere Hand "stört", die Gyaku-Hand drückt die vordere Hand des Partners nach innen und der Angreifer nutzt die nun freie Seite und tritt mit Mawashi Geri auf Gürtelhöhe. Dabei das Knie so anreiße und eindrehen, dass es schon bis zur Körpermitte des Partners zeigt. Dann den Unterschenkel schnappen lassen. Smoit kann man sicher sein, dass auch bei leichter Seitwärtsbewegung des Partners der Tritt trifft, bewegt er sich nicht, geht der Tritt (theoretisch) durch.
3.
Wie 1., nur dass nach dem Zuki der Gyaku-seitige Fuß leicht nach außen gestellt wird, die zuvor nach innen gedrückte Hand mit "schwerer" Hand wieder nach außen gedrückt wird und man mit Mawashi Geri zur jetzt wieder offenen Seite des Partners tritt.
Wichtig: vor dem Tritt die Hand/Handgelenk des Gegners nicht greifen oder festhalten. Dadurch würde man den Gegner eher heranziehen und und man sich selbst einem Zuki des Gegners ausliefern.

Zum Ende waren dann wieder die Kommandos 1 bis 4 dran und so langsam ist man ganz gut drin.
Der passive Partner sagte die Kommandos an und ging auf Abstand mit, der Ausführende musste dranbleiben und treffen:
"Ichi" -> YA Gyaku Zuki,
"Ni" -> YA Kizami Zuki,
"San" -> Gyaku Zuki Jodan, Gyaku Zuki Jodan,
"Shi" -> überlaufener Gyaku Zuki wie zuvor trainiert,
Mehrere Bahnen und sich immer wieder verbessern.

Nach dem Training wurde dann noch bei dem ein oder anderen Kaltgetränk in entspannter Runde auf einen Geburtstag angestoßen.


Freitag und Samstag geht es nach Berlin Bohnsdorf. Dorian und die Rotfüchse Berlin e.V. haben den Belgier Jonathan Mulolo für einen Kumite-Lehrgang zu Gast.

Donnerstag, 28. Mai 2026

KW 22, Kombinationen-Training

Montag
Gestern sind wir hauptsächlich Kombinationen gelaufen, erst als Kihon, dann im Kumite.
1.
"Ichi" -> vor ZK Sanbon Zuki (Kizami Z. Jodan, Gyaku Z. Chudan, Oi Z. Chudan)
"Ni" -> zurück ZK Age Uke / gleicher Arm Gedan Barai (Tendenz Gedan Zuki) / Gyaku Uchi Uke / Kizami Zuki / Gyaku Zuki,

2.
"Ichi" -> vor ZK Mae Geri / mit Absetzen Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
"Ni" -> zurück KK Gedan Barai Uke / Anfangssequenz aus Heian Nidan: Jodan Haiwan Uke u. Jodan Kamae / Soto Uke u. Gyaku Chudan Tettsui Uchi / Tettsui Uchi,

Wir begannen zuerst die ersten beiden Kombinationen bahnweise zu laufen, die eine vor-, die andere rückwärts. 
Danach stellten wir uns paarweise auf, einander zugewandt, aber mit größerem Abstand. Auf Kommando "Ichi" reagierte die eine Seite mit Zuki und die andere mit der Abwehrkombination. Auf "Ni" jeweils die andere Seite. "Ichi" oder "Ni" wurden per Zufallsprinzip genannt und es musste auf beiden Seiten schnell reagiert werden.
Nun beide Kombinationen als Zusammenspiel im Kumite. Dabei wollte Andi sehen, dass besonders die Verteidigungstechniken ausprobiert wurden. Dreht man sich seitlich raus, steht man mit rechtem oder linkem Bein vor, stört man mittels Ausholbewegung usw.
Testen und verstehen.
Anschließend das gleiche Prinzip mit den Kombinationen aus dem 2. Part.

Zwischendurch liefen wir wieder mit Partner die Übungen, welche wir auch schon in den letzten Wochen trainierten. Der passive Partner sagte die Kommandos an und ging auf Abstand mit, der Ausführende musste dranbleiben und treffen:
"Ichi" -> YA Gyaku Zuki,
"Ni" -> YA Kizami Zuki,
"San" -> Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,
"Shi" -> überlaufener Gyaku Zuki, seitlich raus und nachsetzen mit Mawashi Geri,

Sonoba Geri, im Stand:
- Mae Geri / Yoko Geri Kekomi / Mawashi Geri,

Zuletzt mit Partner an der Pratze. Ein Partner hielt die Pratze und ging langsam, aber ohne Unterbrechung vorwärts. Der andere Partner ging zwar rückwärts, musste aber so seine Gyaku Zukis setzen, dass der Pratzenhalter in seiner Bewegung mit jedem Zuki kurz gestoppt wurde.

Freitag
Heute ging es hauptsächlich um Hüftarbeit. Dazu trainierten wir verschiedene Kihontechniken und vor dem Spiegel, zuletzt die Umsetzung in den Katas.

Wir begannen mit etwas Randori:
- Schieben und ziehen, beide Personen versuchen den Abstand beizubehalten,
- eine Person greift an, die andere verteidigt nur,

Kihon:
- ZK Ren Zuki,
- ZK Age Uke / Gyaku Zuki,
- ZK Gedan Barai / Gyaku Zuki,
- ZK Soto Uke / Gyaku Haito Uchi,
- ZK Uchi Uke / Gyaku Age Empi,
- Kamae Mae Geri / gleiches Bein Mawashi Geri,
- Kamae Ushiro Geri,
- KB Yoko Geri Kekomi,
- Kamae Ura Mawashi Geri,

Im Stand vor Spiegelwand. Ohne viel Oberkörper, die meiste Kraft mittels Hüfte und Oberschenkel:
- KK Soto Uke / Gyaku Zuki / Gedan Barai / Gyaku Zuki / Uchi Uke / Gyaku Zuki,
- KB Gyaku Zuki / Kizami Zuki (jeweils beides 45° nach li. bzw. re.),

Kata:
- Heian 1 - 5,
- Tekki Shodan,
- Bassai Dai,
- Bassai Sho,

Zuletzt noch ein paar Bunkaiübungen zu Bassai Sho.

Freitag, 22. Mai 2026

KW 21, Konditionell sehr fordernd

Montag
Das gestrige Training galt wieder der Prüfungsvorbereitung.
Kihon:
Kombinationen, Anzahl und Richtung der Wiederholungen wurden entsprechend Graduierung angesagt und wurden entsprechend bahnweise gelaufen.

Kumite:
- Gohon-Kumite,
- Kihon-Ippon-Kumite,
- Jiyu-Ippon-Kumite,

Kata:
Jeder bekam die Möglichkeit seine nächste Prüfungskata mehrmals zu laufen. Wir begannen langsam, wobei besonderes Augenmerk auf die exakte und saubere Ausführung der Techniken.

Mittwoch
Dieses Training war einfach nur fordernd und ich weiß gar nicht, wann ich zuletzt so ermüdet und fertig nach Hause gefahren bin.

Nach Erwärmung und Dehnung im Kreis wurde die Erwärmung noch etwas erweitert und zwar mit Partner:
- P2 hält die Handflächen auf Gürtelhöhe , P1 Kniehebelauf im Stand gegen die Hände von P2,
- P2 auf den Rücken nehmen (Huckepack), P1 geht Bahn in Zenkutsu Dachi vorwärts jeweils Bahn hin und zurück,
- P1 geht in Schubkarre, P2 hält beide Fußgelenke von P1 hoch, P1 läuft auf Händen vorwärts jeweils Bahn hin und zurück,
- P2 hält die Handflächen auf Gürtelhöhe , P1 Kniehebelauf im Stand,
- P2 auf den Rücken nehmen (Huckepack), P1 geht Bahn in Zenkutsu Dachi vorwärts jeweils Bahn hin und zurück,
- P1 geht in Schubkarre, P2 hält ein Fußgelenk von P1 hoch, P1 hält das andere Bein selbst hoch und läuft auf Händen vorwärts,
- P1 geht in Schubkarre, P2 hält Oberschenkel von P1 hoch, P1 drückt sich mit beiden Handflächen gleichzeitig ab und "hüpft" vorwärts,
- beide sitzen Rücken an Rücken auf Boden, P1 mit herangezogenen Beinen hebt Hüfte leicht an und drückt Oberkörper gegen P2, P2 hält dagegen mit gestreckten Beinen nach vorn am Boden,
- wie zuvor, aber P1 mit gespreizten Beinen,

Beide Partner mit Abstand gegenüber. Auf Kommando "Ichi" reagierte die eine Seite mit Zuki und die andere mit der Abwehrkombination. Auf "Ni" jeweils die andere Seite. 10x rechts vor, 10x links vor, mehrere Wiederholungen.
1.
"Ichi" -> vor ZK Ren Zuki,
"Ni" -> zurück ZK Age Uke / Gedan Nagashi Uke / Gyaku Zuki,

2.
"Ichi" -> vor ZK Sanbon Zuki,
"Ni" -> zurück ZK Age Uke / Gyaku Soto Uke / Uchi Uke / Kizami Zuki / Gyaku Zuki,

Beide gleiche Kombination im Stand:
- KK Age Uke / Gyaku Zuki,
- KK Gedan Barai / Gyaku Zuki,
- KK Age Uke / Gyaku Zuki / Gedan Barai / Gyaku Zuki,
- KK Age Uke / Gyaku Zuki / Gedan Barai / Gyaku Zuki / Soto Uke / Gyaku Zuki,

Sonoba Geri, im Stand, 10x rechtes Bein, 10x linkes Bein:
- Mae Geri / Yoko Geri Kekomi / Ushiro Geri / Mawashi Geri,

Bei allen Übungen erwartete Andi volle Leistung mit Kraft, sichtbarer Hüftarbeit und natürlich Kime. Da bei den Partnerübungen zu Beginn mein Partner circa 25 kg mehr Körpergewicht hatte als ich, war ich bei der Hälfte des Trainings schon platt und ab da hieß es nurch noch "durchhalten". Aber das Gefühl nach dem Training war einfach top!

Freitag
Kurzeund schnelle Beschreibung:
Wir liefen die Kata Bassai Sho.
Stück für Stück aufgebaut, Techniken und Übergänge besprochen, verschiedene Bunkaianwendungen besprochen und mit Partner trainiert.

Dienstag, 12. Mai 2026

KW 20, Kurze Woche

Montag
Gestern stand wieder etwas mehr Kihon auf dem Trainingsplan und so liefen wir bahnweise folgende Techniken / Kombinationen, jeweils 4 Wiederholungen:

- vor ZK Oi Zuki Jodan,
- vor ZK Sanbon Zuki,
- zurück ZK Age Uke / Gyaku Zuki,
- vor ZK Soto Uke / in KB Yoko Empi / Tate Uraken,
- zurück Uchi Uke / Kizami Mae Geri / Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- vor KK Shuto Uke,
- vor Shuto Uke / Kizami Mae Geri / Tate Nukite

Aus Chudan Kamae:
- vor Mae Geri Keage,
- vor Mae Geri Kekomi,
- vor Ren Geri: Mae Geri vorn absetzen, mit anderem Bein Mawashi Geri,
- in KB Übersetzschritt Yoko Geri Keage,
- in KB Übersetzschritt Yoko Geri Kekomi,
- vor Kamae Ushiro Geri,

Um die Yoko Geris etwas zu verbessern, stellten sich alle seitlich an eine Wand und stützten sich mit einer Hand etwas ab. Beim nach außen zeigenden Bein wurde nun das Knie angezogen, so dass es in Trittrichtung zeigt und dann wurde zuerst der Unterschenkel nach oben geschnappt, somit wurde also zuerst der Keage trainiert. Die Hüfte konnte dabei seitlich etwas hochkippen.
Im Gegensatz dann der Yoko Geri Kekomi. Wieder das Knie hoch und in Trittrichtung zeigen lassen, nun aber das Bein seitlich durchstrecken und dabei die Hüfte durchdrücken.
Wichtig bei beiden Tritten: von oben gesehen bewegt sich der Fuß auf einer geraden Linie.

Anschließend ging es weiter mit der Kata Bassai Dai, wobei wir uns hauptsächlich dem zweiten Teil widmeten (nach dem ersten Kiai).
Wieder ging es ganz viel darum, was sich vom bisherigen DJKB-Standard zum allgemeinen JKA-Standard geändert hat.
Dazu schauten wir uns zwei Bunkaianwendungen an, welche wir anschließend mit Partner trainierten.
 
Mittwoch
1. Kumite
Randori, beide Personen in Kamae gegenüberstehend: 
- lockeres hin und her.
- eine Person greift nur an, die andere verteidigt nur.
- eine Person greift nur an, die andere Person geht aber nur verteidigend vorwärts zum Partner und stört somit seine Angriffe.
 
Bahnweise, Tori stört vorher mit vorderer Hand, Uke geht nur passiv zurück:
- P1 greift mit Kizami Zuki an,
- P1 vor mit überlaufenem Gyaku Zuki,
- P1 vor mit Ushiro Geri,

Passiver Partner gibt abwechselnd Kommandos, Tori greift entsprechend an:
Ichi  -> YA Gyaku Zuki,
Ni    -> YA Kizami Zuki,
San -> Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,
Shi  -> überlaufener Gyaku Zuki, Konter von Uke mit Ushiro Geri,
 
Kihon, ebenfalls bahnweise, Andi nannte uns civerse Kombinationen, bestehnd aus Tritt-, Angriffs- und Blocktechniken, welche wir ablaufen mussten. Wieder mit Kommando:
"Ichi"  -> die ganze Kombination
"Ni"    -> eine bestimmte Technik vorwärts,
"San" -> gleiche bestimmte Technik rückwärts, 
 
Kata:
Wieder paarweise, P1 läuft seine nächste Prüfungskata, P2 beobachtet, anschließend gibt P2 Hinweise und Tipps was gegebenfalls zu verbessern ist.
 
Aufgrund des Feiertags an Himmelfahrt und dem damit verlängertem Wochenende ist für den Rest der Woche kein Training. Aber jeder weiß ja, was man auch zu Hause für sich tun kann.


Dienstag, 5. Mai 2026

KW 19, Woche mit vielen Katas

Montag
Nach einer ausgiebigen und schweißtreibenden Erwärmung waren Katas dran:
- Heian 1 - 5, Tekki Shodan, Jion, Kanku Dai,
Zuerst wurden alle Katas einmal gemeinsam durchgelaufen und anschließend paarweise an der nächsten Prüfungskata gearbeitet.
Unter Beobachtung eines Partners lief die andere Person erst Teile der entsprechenden Kata, dann die komplette Kata. Nach jedem (Teil-)Lauf besprachen dann beide die zu verbessernden Punkte und tauschten anschließend die Rollen. Besonders wichtig waren Rhythmus, erkennbare langsame und kraftvolle Parts, saubere Techniken und die Einhaltung der aktuellen Standards. Dazu ging Tommy durch die Reihen, beobachtete und sprach bestimmte Punkte direkt an, was ebenfalls sehr hilfreich war.
Am Ende lief dann jeder noch einmal seine Kata vor der Gruppe.
 
Das war auf jeden Fall ein sehr guter Trainingsauftakt für diese Woche, da ich es schon im Vorfeld geplant hatte, jeden Abend auch zu Hause noch Katas zu laufen und die Standards zu festigen.

Mittwoch
An diesem Mittwoch setzten wir an das Mittwochstraining der letzten Woche wieder an. Ihr wisst ja, Festigung ist wichtig. Entsprechend ähnelt sich natürlich die Trainingsbeschreibung.
Wir arbeiteten wieder mit den vier Kommandos und den zugewiesenen Techniken:
Ichi  -> YA Gyaku Zuki,
Ni    -> YA Kizami Zuki,
San -> Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,
Shi  -> überlaufener Gyaku Zuki,

Wir begannen erst mit den ersten beiden Kommandos, später die anderen beiden und zuletzt alle vier Kommandos:
- 10x im Stand,
- Partner hielt 2 Handpratzen, auf Ansage eines Kommandos reagieren,
- ein Partner kommt auf den anderen zu, bei "richtigem" Abstand reagiert der andere Partner aus dem Stand mit Zuki,

Im Stand gab es verschiedene Varianten:
- 10x pro Seite auf Ansage,
- 10x pro Seite als Reaktion auf leichte Vorbewegung des Partners,
- 10x pro Seite auf leichte Fußbewegung des Partners,
- 10x pro Seite als Reaktion auf Einatmen des passiven Partners,

Bei der Arbeit mit den Handpratzen gab es ebenfalls verschiedene Varianten:
- bei "Ichi" und "Ni" blieb Pratzenhalter stehen,
- bei "San" und "Shi" ging der pratzenhaltende Partner rückwärts, um nicht überlaufen zu werden,

Andi legte besonderen Wert darauf, dass wir weniger mit Yori Ashi vorgingen, sondern beim vorderen Bein der Unterschenkel schnell vorsetzten. Starkes Gyaku Hanmi bei Gyaku Zuki und einfachen und doppelten überlaufenen Gyaku Zuki, der ganze Schritt folgte immer erst nach dem starken Durchstrecken des Zukis.

Zwischendurch immer wieder eine Runde leichtes Randori mit wechselseitigen Angriffen, Abwehr, Gegenangriffen.
Zum Trainingsabschluss liefen wir dann gemeinsam Bassai Sho und Bassai Dai.
Hier waren besonders die jeweiligen Zählzeiten und somit der Rhythmus zu beachten.

Freitag
Wie schon zu Beginn der Woche angekündigt, sollten in dieser Woche viele Katas gelaufen werden und dazu passte dann auch das Freitagstraining.
Wir liefen alle fünf Heian-Katas, erst langsam mit Zählzeiten, dann schneller und zuletzt jeder für sich. Zwischendurch wurde zu jeder Kata eine mögliche Bunkaianwendung gezeigt und erklärt, welche wir dann mit wechselnden Partnern trainierten.

Dienstag, 28. April 2026

KW 18, Beginn mit Jiyu-Ippon-Kumite

Montag
Nach einem gemeinsamen Frühlingsfest am Samstag ging es Montag mit dem Training weiter.

Der erste Teil der Kata Bassai Dai und Jiyu-Ippon-Kumite waren Trainingsschwerpunkte am heutigen Abend.

Zuerst besprachen wir die wichtigen Merkmale der Bassai Dai, wie z.B. die großen ausladenden Bewegungen und dem Druck nach vorn bei den verschiedenen Techniken.
Dazu liefen wir zur Festigung des Ablaufs ausschließlich den ersten Teil der Kata bis zum Shuto Uke nach dem ersten Kiai.
Dieses blieb Bestandteil der Trainingseinheit und wir wechselten nun immer Kumite mit Kata ab.

Der Kumite-Teil sah wie folgt aus:

Jiyu-Ippon-Kumite
- Kizami Zuki,
- Oi Zuki Jodan,
- Oi Zuki Chudan,
- Mae Geri,
- Yoko Geri Kekomi,
- Mawashi Geri,
Abwehr und Konter frei wählbar.
Dazu besprach Maxi mit uns anschließend Blocktechniken und Konter, welche am besten zu den jeweiligen Angriffstechniken passen. Denn obwohl Abwehr und Konter frei wählbar sind, ist es nicht ratsam, diese dauernd zu variieren. Gerade wenn die Angriffstechniken klar sind, ist es vorteilhaft, Block und Konter parat zu haben, von denen man weiß, dass sie (meistens) funktionieren. Natürlich spielen bestimmte Faktoren eine nicht unwesentliche Rolle, wie z.B. Reichweite und Schnelligkeit des Partners, auf die ich mich ggf. anpassen muss. Aber für die meisten Fälle kann ich mir Techniken zuordnen, mit denen ich mich am sichersten fühle.

Wieder Jiyu-Ippon-Kumite mit den "angebotenen" Block- und Kontertechniken.

Kizami Zuki, welcher Abstand ist notwendig? Schulung des Blicks für den richtigen Abstand zum Partner für den Angriff, Uke bleibt dabei fest auf seinem Platz Block mit Te Nagashi Uke und Konter mit Gyaku Zuki.

Als nächstes sind beide dynamisch und kommen aufeinander zu, wer den Abstand als richtig ansieht, greift zuerst an. Damit man nicht mit den Fäusten zusammenstößt, geht der Angriff Richtung hinterer Schulter, damit die Zukis ggf. aneinander vorbeigehen können. Die andere Person versucht zu blocken und zu kontern.

Uke mit sen-no-sen, der Verteidiger geht somit nicht zurück, sondern mit Abfangen des Angriff geht man direkt in den Gegner:
Kizami Zuki, Block mit Te Nagashi Uke, übernehmen und nach außen leiten mit der anderen Hand, mit Shuto Uke vor ins Schultergelenk des Partners.

Mittwoch
Auch an diesem Trainingstag stand Kumite im Mittelpunkt.
Insgesamt gab es vier Kommandos und diesen waren Techniken zugeordnet:
"Ichi"  -> YA Gyaku Zuki,
"Ni"    -> YA Kizami Zuki,
"San" -> überlaufener Gyaku Zuki, Gyaku Zuki,
"Shi"  -> überlaufener Gyaku Zuki,

Beide Partner in Kamae, erst ging eine Person mit Gyaku Zuki und dann mit Kizami Zuki vor, danach die andere Person.
Nun begannen wir mit den ersten beiden Kommandos, also Ichi und Ni. Der passiv zurückgehende Partner sagte "Ichi" oder "Ni" und die andere Person musste entsprechend ausführen. Bei "Wechsel" musste die Beinstellung getauscht werden.

Danach der gleiche Ablauf mit überlaufenen Gyaku Zuki, Gyaku Zuki und einfachem überlaufenen Gyaku Zuki. Erst bahnweise die einzelnen Techniken, dann mit den Kommandos "San" und "Shi".

Anschließend ging es ins Gummiband, jeweils ein Partner und während die hintere Person das Gummi auf Vorspannung hielt, ging die andere Person bahnweise in der Reihenfolge Ichi-Ni-San-Shi vor.

Nun wieder mit einem Gegenüber, beide in Kamae. Ein Partner ruft 10x eines der vier Kommandos und der andere führt schnell und kraftvoll (mit leichter Berührung) aus, dann Aufgabenwechsel.

Dann als Kumite, beide in dynamischer Bewegung, auch mal mit Richtungsänderung. Beide gehen vor und zurück und wenn man der Meinung ist, dass der Abstand nun richtig ist, wird mit einer dieser vier Techniken angegriffen. 

Zuletzt als Kumite mit passivem Partner Den Auftakt gibt der nichtaktive Partner durch eine leichte Bewegung zu Tori und dieser reagiert ab diesem Zeitpunkt und versucht mit den vier Techniken hintereinander nicht nur den Partner zu erreichen, sondern ihn zu überlaufen.