Neben Maxi als Trainer waren wir gestern nur drei Teilnehmer und es wurde wieder richtig gut, denn wir drei standen komplett im Focus des Trainers.
Erwärmung:
Zwei Personen (Konstellationen wurden durchgewechselt) begannen mit Reaktionstraining. Locker aus der Bewegung in Kamae heraus sollte erst versucht werden, den Partner an Schulter oder Knie zu berühren. Anschließend ging es mit Randori weiter. Währenddessen beschäftigte sich immer die freie dritte Person in ZK mit Gyaku Zuki am Makiwara.
Danach arbeiteten wir uns an der Kata Hangetsu ab.
Zuerst gingen wir mehrmals den Ablauf der Kata durch.
Dann trainierten wir bahnweise in Hangetsu Dachi vorwärts mit Uchi Uke / Gyaku Zuki. Besonders anstrengend fand ich dabei alleine schon die Fußstellungen und die nach innen gerichteten Knie und die Spannung in der Leiste.
Maxi kontrollierte sehr streng mit Stock in der Hand die Spannung im gesamten Körper.
Danach liefen wir wieder die Kata mit besonderem Augenmerk auf die Atmung, welche besonders bei den langsamen Bewegungen tief und kräftig sein soll.
Kihon:
- Yoko Geri Kekomi,
- Yoko Geri Keage,
Maxi: "Yoko Geri kann man nicht genug trainieren."
Zum Ende war dann noch etwas Abhärtung dran:
Zwei Partner in kurzer Distanz zueinander in Shizentai:
1.
Soto Uke, Gedan Barai und Uchi Uke.
Jede Kombi beide mit der gleichen Unterarmen aufeinander: links, rechts, links,...
2.
Immer abwechselnd zwei kräftige Fauststöße im Bereich Brust/Bauch.
Die dritte Person war wieder mit Gyaku Zuki am Makiwara.
Mittwoch
Zu meiner Freude traf ich in der Umkleide auf Dorian, meinem ehemaligen Trainer bei den Rotfüchsen in Grünau, welcher heute bei uns mittrainieren wollte. Das nutzt er gelegentlich sehr gerne, denn das Level im Braun-/Schwarztraining ist schon recht hoch aufgrund der Ansprüche von Andi als Stützpunkttrainer Nordost des DJKB, der Erfahrung unserer Schwarzgurte und dem Können der jungen Kaderleute.
Das Training übergab Andi an Jonny, welche nach vier Wochen sehr intensiven JKA-Trainings in Japan wieder zurück war und uns eine solche Trainingseinheit gab.
Kihon:
Diverse 2er- bis 4er-Kombinationen, jeweils 5 Wiederholungen, druckvoll nach vorne, aber trotzdem sauber.
Kata:
- Heian 1 - 5, Tekki Shodan,
Jede Kata einmal mit Zählzeiten, dann 100 % jeder für sich, zuletzt lief dann jeder noch seine Lieblingskata.
Kumite:
Beide Partner 2m Abstand zueinander, P1 in Shizentai macht einen Schritt nach vorne, P2 in Jiyu Kamae kommt trifft P1 bevor der Schritt vollendet:
- Kizami Zuki,
- Gyaku Zuki,
- Kizami Zuki, Gyaku Zuki oder Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
Jonny erklärte uns sehr viel, was seine Trainingserfahrungen in Japan betreffen. Zu jeder Technik gabe es Hinweise, worauf kommt es an, wie setzt man den Druck nach vorne um, welche Unterschiede gibt es in den Umsetzungen der Katas.
Danach saßen wir noch eine Weile im Dojo zusammen, besprachen das Training und dies und das.
Freitag
Wir begannen mit ein paar Runden Randori mit wechselnden Partnern und beim letzten Trainingskampf stieß mein Partner mit seinem Fuß gegen meinen. Ein kurzer Schmerz im großen Zeh, Training konnte aber weitergehen.
Dann liefen wir viele Bahnen mit kurzen 2er- und 3er-Kombinationen, jeweils 5 Wiederholungen. War Andi die Bahn nicht kraftvoll genug, wurde diese noch einmal gelaufen, sind schließlich nicht nur zum Spaß dort.
Diese Trainingseinheit war etwas verkürzt, denn Werner vom SV Alemania Forst wollte mit uns seinen bestandenen ersten Dan feiern. Zwischen dem Tonbo Dojo und den Forstern besteht eine freundschaftliche Verbundenheit, denn es ist Andis Heimatverein und er unterstützte Werner bei den Vorbereitungen zur Dan-Prüfung.
Da Werners Karateweg ursprünglich in den 1980ern begann, konnte er so einiges erzählen aus den Anfängen des Karate in der ehemaligen DDR, in welcher Karate eher verdeckt trainiert wurde. Toller Typ mit spannenden Geschichten. Man sieht sich bestimmt beim nächsten Lehrgang.
Nach dem Training machte sich mein Zeh wieder bemerkbar. Da dieser inzwischen zum Teil blau angelaufen ist, ahnte ich nichts Gutes und der Arzt in der Notaufnahme konnte dieses am nächsten Tag nach dem Röntgen bestätigen, Zeh gebrochen.

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