Sonntag, 20. Dezember 2020

"Gichins Faust" von Konno Bin

Gestern kam meine Bestellung von Schlatt-Books an: "Gichins Faust" von Konno Bin. Es ist ein Roman über den Werdegang von Funakoshi Gichin. Auf der Seite von Schlatt-Books ist zu dazu lesen:

"....Konno Bin lässt Funkakoshis Leben an unserem inneren Auge vorbeiziehen: wir fühlen mit ihm die Nöte seiner Kindheit auf den südlichsten Inseln des japanischen Archipels, schauen ihm später bei seiner Tätigkeit als Lehrer in den Grund- und Mittelschulen Okinawas über die Schulter und begleiten ihn schließlich bei seiner Mission als Karate-Meister auf die Hauptinsel Hondo. Er schildert in seiner atmosphärisch dichten Erzählung die Stadien all dieser Veränderungen. Sein Roman ist für alle Karate- oder Kampfsport-Praktizierenden von historischem Interesse..."

Und gerade das war der Grund für die Bestellung, etwas mehr zu erfahren über die Zeit und das Leben in Japan zur Zeit Funakoshis. Ich bin gespannt...

Konno Bin "Gichins Faust", Schlatt-Books


Montag, 30. November 2020

Training zu Hause

Trotz Covid-19 und das daraus resultierende Onlinetraining versuche ich mein allgemeines Training zu erhalten bzw. zu erweitern. Das Onlinetraining für die jeweiligen Gürtelfarben findet zwar "nur" einmal wöchentlich statt, man kann aber auch bei den anderen mittrainieren. Wie schon hier beschrieben, nutze ich das Angebot beim Training meiner Kinder recht gern mit. Mittlerweile ist man ja in einem Alter, in welchem zu wenig Training auch schnell einen Rückschritt bedeutet. Das Makiwara im Garten und Dehnübungen abends vor dem Fernseher sind dabei definitiv recht hilfreich. Zusätzlich habe ich z.B. gestern ein Video von Anh Le Pan Thai (JKA Norway) auf dem Channel Karate@Home für eine Extra-Trainingsstunde genutzt. Nein, ich bekomme kein Geld, wenn ich auf diesen Kanal hinweise, finde es aber Klasse, was die Initiatoren des Channels auf die Beine gestellt haben. Hochgraduierte Trainer(innen) bieten ein tägliches Onlinetraining an, welches wirklich gut zu Hause umzusetzen ist. Natürlich fehlt dabei die notwendige Korrektur des Trainers, aber mit Spiegel und eigenem Auge steht man nicht völlig im Wald und hat ein sehr abwechslungsreiches Hometraining mit freier Wahl der Trainingszeit.

Mittwoch, 11. November 2020

Wieder Online-Training und Tekki Shodan

Zur Zeit ist also mal wieder Online-Training angesagt und meine Meinung dazu ist zweigeteilt.

A: Ich mag es einfach nicht. Punkt. Konnte ich im Frühjahr noch im Garten trainieren, ist es jetzt zur Trainingszeit leider draußen schon dunkel. Drinnen wuselt die Familie um einen herum und diese Ein-Schritt-Bewegungen auf kleinen Fliesen funktionieren auch nicht wirklich.

B: Trotzdem bin ich froh, dass es Online-Training gibt. Da für Anfang Dezember die nächsten Kyu-Prüfungen geplant waren, kommt ein Trainingsstopp gerade sehr unpassend. Um so schöner, dass unser Trainer bemüht ist, uns trotzdem bestmöglich auf die kommenden Prüfungen online vorzubereiten. Zwar gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Karate@Home-Videos, jedoch weiß der eigene Trainer noch am besten, was er von uns erwartet und kann dieses mit uns trainieren. 

Um den eigenen Trainingsrhythmus etwas zu erhöhen, stehe ich auch bei den Einheiten meiner Kinder mit vor dem Laptop. Zusätzlich können wir uns gegenseitig etwas unterstützen und der Spassfaktor wird auch erhöht.

Tekki Shodan
In der Zwischenzeit konnte ich auch die im letzten Dojotraining begonnene Kata Tekki-Shodan zu Hause üben. Diese Kata ist schon sehr ungewohnt, beschränkt sich das Embusen doch auf nur eine Linie und Beinbewegungen finden kaum statt. Um so schwerer (weil ungewohnter) ist es sämtliche Bewegungen ab Hüfte aufwärts im Kiba Dachi durchzuführen.  
Nach der Taikyoku Shodan und den fünf Heian-Katas eine echte Abwechslung!

Hier ein Video von Efthimios Karamitsos, DKV-Bundestrainer im Bereich Kata:

 

Dienstag, 3. November 2020

Extratraining

In den vergangenen Wochen hat das Training einfach Spass gemacht.
Lediglich einmal konnte ich urlaubsbedingt nicht am Training teilnehmen, ansonsten gibt es für mich kaum Gründe, nicht trainieren zu können.
Da coronabedingt fast sämtliche Lehrgänge ausfielen, wollte ich auch einfach nicht auf Training verzichten.
Zumal sich diese Regelmäßigkeit ja auch auf das eigene Karate auswirkt.
Techniken verbessern sich, Kombinationen funktionieren größtenteils ohne viel nachdenken,
Abläufe werden klarer und Schnelligkeit nimmt auch zu. Körperlich und mental ist man einfach schneller drin im Training.

Ob und wie sich das in den kommenden Wochen wieder ändern wird, bleibt abzuwarten. Der zweite Lockdown hat gestern begonnen und das Training wurde bis auf weiteres vorerst abgesagt.

Aus diesem Grund haben wir uns kurzfristig einen Tag zuvor nochmal zu einem Extratraining getroffen. Besonders schön war es, dass sich trotz der besonderen Zeit
(Sonntag 13:00 - 17:00 Uhr) bis zu 22 Karatekas im Dojo einfanden! Großen Dank auch an unseren Sensei, welcher uns an diesem Nachmittag "quälte"!

Thema des Sonntagstrainings war "Kata":

Nach Erwärmung und Dehnung begannen wir mit Taikyoku Shodan und Heian Shodan
- normaler Ablauf,
- jede Arm-Technik 2x
- jede Technik 2x, jedes Mal aus vorheriger Stellung mit Schritt

Heian Nidan und Sandan
- normal und gespiegelt

Heian Yondan und Godan
- normal

Bei den Katas kam es besonders auf das richtige Timing an und die Techniken, Schritte und Stellungen sauber auszuführen.

Jede Kata wurde 4-6 mal wiederholt, erst langsam, dann schnell, zuletzt nach Gürtelfarbe vor den anderen Teilnehmern.

Aus allen 5 Heian-Katas wurde dann je eine 3er- bis 4er-Kombination herausgenommen und diese Kombis einzeln trainiert.

Zwischendurch etwas Abwechslung für das Hüfttraining:
Aus Gedan Barai, ZK: mit Gyaku Zuki schnelle Richtungswechsel um 180°, 90°, 180°, 90°, 180°.
Dabei bleibt das vorderes Bein passiv, Drehung erfolgt über die Seite des hinteren Beins, dieses setzt lediglich um, jedoch ohne richtigen Schritt.
Ziel: optimaler Hüfteinsatz, laut Sensei müssen die Gürtelenden "nur so fliegen"

Zum Ende folgte dann noch als neue Kata Tekki Shodan:
Erst kurz etwas zur Historie und den Ablauf, danach wurde die Kata Stück für Stück erarbeitet,
bis sie am Ende selbständig gelaufen wurde.

Zum Abschluss stießen wir noch mit unserem Sensei Boris auf seine zwei Tage zuvor bestandene Prüfung zum 4. Dan an. Herzlichen Glückwunsch!

Wenn der Arm 2 1/2 Wochen später noch verf
ärbt ist, war das Kumite nicht zu sanft...


Dienstag, 6. Oktober 2020

Von Tik-du-bist zu Randori

Zu Beginn der meisten Trainingseinheiten steht eine Übung, welche bei uns "Tik-du-bist" genannt wird. In dieser Form des Kumite werden bisher gelernte Zukis und Uchis sowie Schritte angewendet, wobei der Gegner mit offenen Händen ab Gürtelhöhe aufwärts berührt wird.
Dabei gibt es auch schon mal die eine oder andere leichte "Klatsche", denn Ziel ist es, in der Deckung des beim Gegners Lücken zu sehen und zu nutzen.
Die Abwehr sollte, wenn überhaupt mit geöffneter Hand als ein Abklatschen erfolgen. Es ist ein abwechselndes, spielerisches Miteinander (daher wohl auch der Name "Tik-du-bist") und sehr wichtig: kein Wettkampf.
Ziel ist das Umsetzen von erlernten Techniken und Schritten, das Sehen/Erkennen von Aktionen des Gegners, rechtzeitiges Vor- oder Zurückgehen (Aktion/Reaktion), saubere Techniken und Hüfteinsatz.
Treffer sollten auch als solche erkannt werden können, den Gegner aber nicht verletzen oder umhauen.
Eine Stufe höher kommt dann in unserem Training Randori. Dabei werden die Fäuste geschlossen, aber das Prinzip ist vergleichbar. Auch hier sollen beide Partner in Bewegung sein, ein flüssiges Hin und Her
und keinesfalls verharren und warten. Man soll sich ausprobieren können, sowohl als Angreifer, aber auch als Ausweichender.
Die Ausführungen mit geschlossener Faust fordern im Gegensatz zur offenen Hand natürlich noch etwas mehr Gefühl für Schlag-/Stosskraft und die richtige Distanz.
Aber das ist ja auch Sinn und Zweck des Trainings, wir wollen lernen.

Freitag, 18. September 2020

Keri Waza

Unsere Erwachsenen-Trainingsgruppe hat sich in der letzten Zeit schön vergrößert. Mittlerweile sind wir an beiden Tagen (Montags und Donnerstags) jeweils zwischen 12 und 16 Karateschüler! Einige trainieren 2x pro Woche, andere eher unregelmäßig, aber bei Trainingszeiten ab 18:00 bzw 18:45 Uhr auch nicht immer leicht, da fast alle Familie haben und zeitlich eingeschränkt sind.

Das gestrige Training stand mal wieder unter der Überschrift Keri Waza, also Tritttechniken. Nach einer ausgiebigen Erwärmung und viel Dehnung, vor allem ab Hüfte abwärts, ging es direkt in die Partnerübungen.
Körperberührung war angesagt, braucht man es doch um ein passendes Gefühl für Distanz und Trittstärke zu bekommen. Immer abwechseld begannen wir aus Kamae mit Mae Geri.
Tori ging einen Schritt vor, Uke ging rückwärts nur mit, ohne Abwehr. Für den Tretenden war es demzufolge wichtig, den Partner zwar zu berühren, ihn aber nicht zu verletzen.
Weiter ging es mit Mawashi Geri, Yoko Geri Keage und Ushiro Geri. Erst jeweils einzeln, dann in aufeinanderfolgenden Kombinationen. Die letzte Kombi wurde dann noch mit Ura Mawashi Geri und Ushiro Mawashi Geri erweitert, was konditionell und mental schon eine Herausforderung war. Und im Anschluss war jedem auch schnell klar, welcher Arbeit noch vor uns liegt...

Beim Garten-Training am Makiwara hatte ich mal wieder ein paar kleine Abschürfungen an den Knöcheln. Generell nicht weiter schlimm, schließlich verheilt es ja wieder und gehört auch irgendwie dazu. Aber beim nächsten Kumitetraining ist es dann doch weniger optimal, da der Partner schnell rote Punkte an den Trefferflächen bekommt und und Pflaster an den Knöcheln nicht wirklich halten. Also habe ich mir online ein paar Kampfsporthandschuhe bestellt. Für das nächste Mal bin ich ab sofort gut gewappnet ;-)
Die Handschuhe sind sehr leicht, die Trainingspartner bleiben geschützt und aufgrund der geringen Stärke der Handschuhe von nur 1 cm ändert sich kaum etwas am Distanzgefühl.


Mittwoch, 2. September 2020

Prüfung 6. Kyu

Bisher war es in unserem Verein üblich, dass Kyu-Prüfungen einmal pro Jahr angeboten werden und unser Trainer zuvor bekannt gibt, wer zur Prüfung zugelassen wird. Laut DKV-Prüfungsordnung, nach welcher auch wir geprüft werden, sollten zwischen zwei Prüfungen mindestens drei Monate liegen. Nach unserer letzten Prüfung im November stellte sich mir die Frage, ob man die vereinsinterne Zeitspanne von einem Jahr nicht auch verkürzen könnte. Mit dieser Idee war ich wohl nicht alleine, denn ingesamt sogar drei Karateschüler (Jördis, Ingo und ich) traten im Frühjahr mit diesem Thema an unseren Trainer heran. Boris bat sich Bedenkzeit aus und wollte uns zeitnah eine Antwort geben. Leider kam ihm das Coronavirus zuvor und legte auf längere Zeit das Dojo-Training auf Eis. Umso überraschender kam Mitte August vom Trainer die Aussage, dass für Jördis und mich noch in diesem Monat eine Prüfung (Jördis zu gelb, ich zu grün) stattfinden wird. Ingo hatte in der Zwischenzeit leider unseren Verein verlassen. Viel Zeit blieb nun nicht mehr. Neben Training, Beruf und Familie gehörte die restliche Zeit der Prüfungsvorbereitung. Das Programm an sich war klar, aber mit höherem Kyu steigt auch die Anforderung nach verbesserter, akzentuierter Umsetzung. Und Boris' Anforderungen sind hoch, im Training sowie in den Prüfungen. Zur Vorbereitung trafen Jördis, Boris und ich uns zwei Tage vor der Prüfung in Jördis Garagen-Dojo und Boris teilte uns nochmals mit, auf welche Punkte er besonders Wert legt. Er ließ uns unser jeweiliges Programm laufen, korrigierte hier und dort und brachte uns im Kumite mächtig ins schwitzen. Am letzten Donnerstag war es dann soweit. Nach 1,5 Stunden schweißtreibendem Training mit viel Kumite und Pratzentraining begann unsere Prüfung. Für Kihon und Kata traten wir immer abwechseln vor zeigten die vom Prüfer angesagten Techniken und Kombinationen, bevor wir uns gemeinsam zum Kumite gegenübertraten. Erst durchliefen wir ihren Prüfungsteil, dann meinen. Insgesamt war ich an diesem Abend sehr unentspannt und der selbst aufgebaute eigene Druck, nach einer vorgezogenen Prüfung zu fragen und diese nur zu zweit vor den anderen abzulegen, war recht groß. Aber Jördis meinte schon ein paar Tage zuvor augenzwinkernd "Wer strebt, der muss liefern!". Und sie hat ja recht. Am Ende haben wir unsere Prüfungen erfolgreich abgelegt und bekamen unsere neuen Gürtel von Boris umgelegt. Ab sofort wird mit der Vorbereitung der nächste Prüfung begonnen und genannte Kritikpunkte will ich unbedingt umsetzen. Die nächste Prüfung möchte ich definitiv wieder entspannter sein, dann ist der Kopf auch freier und die Hüfte beweglicher. Oss


 

Freitag, 21. August 2020

Wieder mehr Kumite

Das reguläre Training hat wieder begonnen und die fünf, in der Ferienzeit sehr intensiv trainierten Heian-Katas, gehören derzeit zum Abschluss jedes Trainings.
In den vergangenen zwei Wochen stand Kumite wieder mehr im Trainingsmittelpunkt. Beim Gohon-Kumite begannen wir mit Abstand zwischen Tori und Uke, um ein Gefühl für Geschwindigkeit und Rhythmus zu bekommen, bevor man auf Körperkontakt überging. Als Techniken kamen die Basis-Kihontechniken zum Einsatz: Für Tori, also dem Angreifer, z.B. Oi Zuki Jodan und Chudan, Kizami Zuki, Uraken und Gyaku Zuki. Uke verwendete in der Verteidigung Age, Soto, Uchi, Te Nagashi Uke (Fegeabwehr) oder Haisho Uke (Block mit Handrücken) und konterte mit Gyaku oder Nagashi Uke. Ähnlich ging es beim Kihon-Ippon-Kumite zu, besonders wichtig waren vor allem wieder Timing und Rhythmus. Unser Trainer legte besonderen Wert darauf, dass die Techniken schnell, aber sauber durchgeführt wurden. Die Angriffe sollten so kommen, dass der Verteidiger schnell und kraftvoll reagieren musste, um nicht getroffen zu werden. Zu hohe Zukis über den Kopf des Gegners oder zu kurze Angriffe sorgen dafür, die Abwehr nicht sauber ausführen zu lassen. Ebenso sollte zwischen Abwehr und Konter keine Pause sein.
Und dann sind da noch der sichere Stand und die Hüfte, welche man leider noch zu häufig vernachlässigt, aber zu wichtig sind für saubere und wirkungsvolle Techniken.

Freitag, 17. Juli 2020

Ferientraining

Zwar sind seit dem 25.06.2020 Sommerferien, doch unserem Trainer sei Dank können wir trotzdem trainieren. Seit letzter Woche wurden nun auch die bisher geltenden Abstandsregeln gelockert und somit wurde auch Kontakt beim Vereinssport wieder zugelassen. Es ist also wieder gewohntes Karatetraining möglich! Ich hatte mir zuvor extra noch Kampfsportschuhe im Internet bestellt, da es mit den normalen Sportschuhen nicht so gut funktioniert hat, zu glatt, zu dicke Sohle, kaum Gefühl, vielleicht auch einfach nur ungewohnt. Die neuen Schuhe waren zwar mit 24 Euro recht günstig, doch für das Training wirklich brauchbar. Sehr enganliegend, leicht und mit sehr dünner Sohle besser geeignet als jeder Turnschuh, doch aufgrund der jetzigen Lockerungen brauchte ich sie auch nur 3x beim Training anzuziehen. Aber der Bodenkontakt mit nackten Füßen ist doch einfach am besten...


Für das Ferientraining hat sich unser Trainer Boris ein schönes Programm überlegt: die Heian-Katas 1 bis 5. Aus jeder Kata trainieren wir im Kihon erst einige Technikfolgen und gehen dann über, die jeweilige Kata zu laufen. Erst langsam mit Zählzeiten, dann als Ura-Kata (also spiegelverkehrt), mit zusätzlichen Techniken, danach schneller und ohne Ansagen. Die jeweils trainierten Technikfolgen aus den Katas variieren bei fast jedem Training, so dass wir bis zum Ende der Ferien jede Heian-Kata ausgiebig erkunden können. Derzeit liebe ich das Training. Je höher die Kata ist, desto schöner finde ich die zunehmenden Techniken und es macht einfach mehr Spass, diese auch zu laufen. Die Abfolgen haben sich inzwischen eingeprägt, nun geht es an die saubere Ausführung. Der Sprung in der Heian Godan von Renoji Dachi mit Koho Zuki Age in den Kosa Dachi mit Gedan Juji Uke ist derzeit noch die größte Hürde. Schön ist anders...
also trainieren...

Dienstag, 9. Juni 2020

Wieder Dojo-Training

Nach 10 Wochen Online-Training ging es gestern erstmals seit der Coronapause wieder in die Sporthalle. Das letzte reguläre Training im Dojo fand am 12.03.2020 statt, also vor 12 1/2 Wochen!
Die Einschränkungen, unter denen momentan ein Hallentraining wieder erlaubt ist, sind nicht schön, aber machbar:
Grob zusammengefasst heißt es für uns:
- Gruppen bis 12 Personen
- Vor der Sporthalle warten, werden mit 2m Abstand zueinander eingelassen
- Hände desinfizieren
- Umkleideräume und Duschen gesperrt, also schon im Gi zur Halle oder in Sporthalle umziehen
- Trainieren mit Abstand und Sportschuhen
Die letzten beiden Punkte stellen die eigentliche Einschränkung des Trainings dar.
Aufgrund des Abstandes zueinander fallen natürlich sämtliche Partner-Übungen weg und in der Halle mit Sportschuhen trainieren ist einfach ungewohnt.
Aber egal, endlich wieder in der Gruppe und in der Halle trainieren!
Längs der Halle waren auf beiden Seiten, in Abständen von 2m, Kegel aufgestellt, an welchen wir uns zu orientieren hatten und die unseren Trainingsbereich darstellten.
Zwischen den jeweiligen Kegelpaaren begannen wir mit Sprintübungen. Nach 10 Minuten merkte ich, außer Atem und schwitzend, den Gegensatz zum Onlinetraining. Ja, das hat gefehlt!
Anschließend begannen wir mit einzelnen Techniken im Kokutsu Dachi und schnell war klar, es ging in Richtung Heian Godan.
So haben wir uns die einzelnen Techniken und Kombinationen nach und nach bis Technik 19 erarbeitet und sind die Kata bis dahin mehrmals gelaufen.
Zwar hatte ich in den letzten 10 Wochen zwischen 2 und 5 mal pro Woche an Onlinetrainings teilgenommen, aber das anschließende Gefühl, müde vom Training zu sein, war nicht da. Heute schon...

Sonntag, 12. April 2020

Makiwara im Garten

Schon seit längerer Zeit wollte ich gern ein Makiwara im Garten haben und nun bot sich die Möglichkeit, das kleine Projekt anzugehen. Der Name Makiwara ist japanisch und bedeutet "gerolltes Stroh" und bezeichnet eine Rolle Reisstroh, welches an einem federndem Pfosten oder Brett befestigt ist. An diesem übt man Schläge, Tritte und andere Techniken. Anfangs stellte sich die Frage, ein fertiges Makiwara zu kaufen oder selbst zu bauen. Da ich aber gern ein ursprüngliches Trainingsgerät haben wollte, war die Entscheidung einfach. Warum viel Geld ausgeben für ein gepolstertes Brett? Im Baumarkt waren das Material schnell zusammengesucht:

1 Sack Beton, 40kg
1 H-Pfosten-Träger (7,1 x 30 x 60 cm)
1 Glattkantbrett (200 x 9,4 x 2,4 cm)
2 Schrauben M10 x 80, Unterlegscheiben , Federringe
Gesamtpreis unter 20 Euro.

Im Garten habe ich dann ein circa 80 cm tiefes und 30 cm breites Loch gegraben. Den mit Wasser vermengten Beton, ein paar kleinere Betonsteine aus der Resteecke des Gartens ins Loch gefüllt, den H-Pfosten-Träger eingesetzt und ausgerichtet. Das Holz auf Länge gesägt, Befestigungslöcher gebohrt und lasiert. Für die Länge des Schlagbrettes habe ich 1,20 m gewählt, zwei kürzere Bretter dahinter, um auf die nötige Pfostenstärke zu kommen. Nach drei Tagen war der Beton soweit getrocknet, dass er belastet werden konnte. Also Bretter eingesetzt, Schrauben rein. Beim Polster am oberen Ende des Brettes war ich mir anfangs nocht nicht sicher, was ich nehmen sollte. Da Reisstroh in unserer Gegend nicht wirklich zu bekommen ist, wollte ich mir eigentlich ein Polster aus Holz, Gummi und Teichfolie (wieder aus der Resteecke) als Überzug bauen. Aber um meine Konstruktion überhaupt erst einmal testen zu können, habe ich einfach einen nicht mehr benötigten Gi straff um das obere Ende des Brettes gewickelt und getestet. Perfekt und völlig ausreichend! Nun brauche ich doch kein anderes Polster mehr.
Die nächsten Tage werde ich Stück für Stück mit dem Schlagtraining beginnen. Um die Knöchel der Zeige- und Mittelfinger und die Haut langsam an die nicht geringe Belastung zugewöhnen, sollte man es anfangs nicht gleich übertreiben, die Verletzungsgefahr ist gar nicht so gering.


Montag, 30. März 2020

Training at home

An ein offizielles Dojo-Training ist momentan und leider auch in nächster Zeit noch nicht zu denken. Stay@home und Kontakteinschränkungen bestimmen gerade unseren Alltag. Gesundheit geht einfach vor. Wie viele andere hat auch unser Verein reagiert und so haben wir seit dieser Woche die Möglichkeit, mit unserem Trainer Boris zu Hause per Videokonferenz zu trainieren. Die Übungen sind extra auf engen Raum ausgelegt und man kommt auch dabei gut ins schwitzen. Das ist doch was! Eine schöne Idee und auf jeden Fall besser als für mich alleine durchs Zimmer zu toben. Und falls man es zeitlich doch nicht schafft, gibts hier die Videos.
Ein schönes Video für zu Hause und wenig Platz hat auch Shinji Akita Sensei online gestellt mit Dehnung, Basics und Kihon. Vielen Dank! Weitere Videos sollen folgen, ich bin gespannt.


Update
Hier noch mehr Links zu Videos für das Training zu Hause:

Youtube-Channel von Akita Sensei

Youtube-Channel von Schlatt

Youtube-Channel von Boris Heizenreder

Karate@Home - The World's Largest Online Dojo for Shotokan karate!



Freitag, 20. März 2020

Kein offizielles Training

Weltweit grassiert das Corona-Virus und so war es nur eine Frage der Zeit, bis auch in Berlin das Vereinsleben zum Erliegen kam. Bis Ende der Osterferien findet vorerst kein offizielles Training mehr statt, was mindestens eine 5-wöchige Pause bedeutet. Das betrifft leider auch die nun abgesagten, aber lange eingeplanten Lehrgänge bei Risto Kiiskilä und Shiina Sensei.
Eine so lange Zeit ohne Training geht für mich gerade nicht, also muß das Training zu Hause stattfinden!
Dehnung, Kihon- und Katatraining können im Wohnzimmer und Garten umgesetzt werden. Im Wohnzimmer sind die Bahnen eben nur nicht so lang wie im Dojo. Für das Deuserbandtraining habe ich einen geeigneten Pfahl im Garten, das Wetter spielt ja mittlerweile auch mit, der Frühling ist schon spürbar.
Abends vor dem Fernseher ist dann Zeit für Rumpfbeugen, Liegestütze und das "Schnappen" der Hüfte aus den verschiedenen Ständen. Es ist einiges möglich, auch wenn es natürlich nicht mit der Gemeinsamkeit im Dojotraining vergleichbar ist. Nun bleibt zu hoffen, dass diese Zeit schnell vorübergeht und wir gesund bleiben.

Mittwoch, 18. März 2020

Wieder viel Hüftarbeit

Hier eine kleine Rückschau zum Training letzter Woche.
Montag stand komplett unter dem Thema Kumite:
Tori ging vor im ZK mit:
Oi Zuki, Kizami Zuki, Gyaku Zuki, Mae Geri
Uke ZK ging zurück mit:
Nagashi Uke, Age Uke, Soto Uke, Uchi Uke, Heiwan Uke
Erst die Techniken einzeln, dann in Kombinationen.

Donnerstag begannen wir aus Shizentai heraus und wieder zurück:
ZK -> Kizami Zuki
ZK -> Kizami Zuki, Gyaku Zuki

Weiter mit ZK Kamae
in     -> Suri Ashi Kizami Zuki
bzw. -> Suri Ashi Kizami Zuki, Gyaku Zuki
und
in     -> Yori Ashi Kizami Zuki
bzw. -> Yori Ashi Kizami Zuki, Gyaku Zuki
und  -> Drehung über geschlossene Seite in -> Kizami Zuki, Gyaku Zuki

Also wieder viel Hüfte, Hüfte, Hüfte...

Samstag, 7. März 2020

Frühjahrslehrgang in Bestensee

Heute fand der Frühjahrslehrgang des SC Karate in Bestensee statt. Auf dem Programm standen drei Trainingseinheiten zur Kata Heian Sandan: Kihon, Kata und Bunkai, je 1,5 Stunden. Das Thema kam mir sehr gelegen, ist es doch Schwerpunkt meiner nächsten Gürtelprüfung. Die erste Einheit wurde von Nicole Springer (Landestrainerin Brandenburg, 3. Dan) durchgeführt. Sämtliche Techniken der Heian Sandan wurden einzeln und in Kombinationen trainiert. Das Schöne an solchen Lehrgängen ist, man bekommt manches anders als vom eigenem Trainer gezeigt. Dabei muss die Ausführung gar nicht mal von der schon bekannten abweichen. Aber die Tipps, worauf man hier und dort achten sollte, können sehr hilfreich sein.
Die zweite Einheit trainierte uns Stanley Schulze, 4. Dan und KDB-Stilrichtungsreferent Shotokan.
Er teilte die Kata in mehrere Bereiche und nachdem die jeweiligen Abfolgen von ihm gezeigt und erläutert wurden, trainierten wir zum Teil paarweise. Dabei bekam immer ein Erfahrener einen unerfahreneren Partner zur Seite. Nach einer bestimmten Zeit mußten die bis dahin Unerfahreneren vorführen, was ihnen beigebracht wurde. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Am Ende wurden die einzelnen Bereiche zusammengefaßt und alle liefen die Kata.
Das dritte und letzte Training wurde wieder von Nicole Springer durchgeführt, Bunkai war an der Reihe und es ging in die praktische Selbstverteidigung. Nun wurde die zuvor erarbeitete Kata wieder auseinander genommen und gezeigt, warum manche Techniken und Abfolgen durchgeführt werden und wie die Kata interpretiert werden kann. Im Kampf ist das Vorgehen immer situationsabhängig und schon eine kleine Abweichung in den Angriffen, kann eine abweichende Verteidigung notwendig machen. Um so spannender ist es im Bunkai zu sehen, warum Katas und ihre Techniken vor langer Zeit entstanden sind. Danke nach Bestensee, tolle Organisation und ein sehr schöner Lehrgang!

Mit Stanley Schulze in Bestensee
Stanley Schulze, Marieke und ich

Mein Trainer Boris und ich

Kombination im Donnerstagstraining

Im zweiten Training dieser Woche erarbeiteten wir uns eine schöne Kombination.
Erst trainierten wir die einzelnen Schrittfolgen, weiter mit den Armbewegungen, dann die Geris.
Am Ende wurde das Puzzle zusammen gesetzt und es entstand diese Kombi:

1. - Vor Kokutsu Dachi (KK) Shuto Uke
2. - Vor KK Shuto Uke, Vorderfuß umsetzen in ZD Tate Nukite
3. - Zurück KK Shuto Uke, Mae Ashi Geri,
      aufsetzenden Vorderfuß in ZD absetzen mit Tate Nukite
4. - Vorwärts Drehung über den vorderen Fuß über die Rückenseite
      in KK Shuto Uke
    - Mae Ashi Geri, Mae Geri
      (nach Mae Geri Fuß wieder hinten absetzen, Vorderfuß umsetzen in ZD
5. - Drehung über hinteren Fuß über die offene Brustseite in KK

Donnerstag, 5. März 2020

Von allem etwas

Das Training der vergangenen Woche war recht unterschiedlich.
Das Montagstraining startete mit Choku Zuki aus Shizentai. Danach ging es mit Oi Zukis weiter.
Aus ZK Gedan Barai trainierten wir: Oi Zuki Jodan, Oi Zuki J - Gyaku Zuki Ch, Oi Zuki J - Gyaku Zuki Ch - Oi Zuki J.
Erst im Kihon viele Bahnen jeder einzeln, dann die jeweiligen Kombinationen im Kumite mit immer nur einem Schritt. Uke wehrte die Angriffe mit Nagashi Uke Oi-seitig ab, Jodan natürlich oben, Chudan dann mit einer halbkreisförmigen Bewegung des gleichen Arms nach unten.
Der letzte Oi Zuki der dritten Kombi wird dann mit Gyaku Nagashi Uke geblockt.
Am Ende war dann etwas mehr Konzentration von Tori und Uke gefragt, als alle drei Kombinationen zusammen gelaufen wurden.
Am Donnerstag begannen wir mit Choku Zukis und Uraken aus Shizentai, Augenmerk lag auf den Armbewegungen. Gerade für Uraken ist Lockerheit notwendig, da die Unterarmbewegung peitschenartig passieren soll.
Im Kumite danach arbeiteten wir an Oi Zuki, Kizami Zuki, Uraken, Mae Geri, Mawashi Geri, Ura Mawashi Geri und Ushiro Geri, ohne großartige Kombinationen.
Aus ZK Kamae ging es mehrere Bahnen immer schrittweise vorwärts, Tori setzte die Technik um, Uke blieb passiv und ging nur mit. So hatte wir die Möglichkeit, uns mehr auf die saubere Umsetzung der Techniken zu konzentrieren: Hikite, die verschiedenen Hüftstellungen, tiefer Stand, Fußstellungen, Position der Schultern usw.
Zum Abschluss liefen wir ein paar Katas: Taikyoku Shodan, Heian Shodan und Heian Nidan.

Samstag, 22. Februar 2020

Mawashi-Geri-Woche

Diese Woche stand ganz unter dem Motto "Mawashi Geri". Am Montag fingen wir nach der Erwärmung zwar noch mit Mae Geri an, wobei wir mehrere Bahnen vorwärts Mae Geri und rückwärts mit Mae Ashi Geri traten, erst einfache, dann doppelte...
Nun ging es über zum Mawashi Geri. Zu beginn in Zeitlupe wurden die Bewegungen mit Zählzeiten Stück für Stück erarbeitet, dann die ganze Technik mit zählen, mehrere Bahnen rauf und runter. Im Vordergrund stand dabei die saubere Ausführung. Anschließend trainierten wir an der Pratze, nun kam es auch auf die saubere Technik, aber vor allem auf Kraft an. Zwischenzeitlich machte uns Boris immer wieder auf die Besonderheiten dieser Tritttechnik aufmerksam: Knie erst seitlich hoch, wobei der Unterschenkel eng am Oberschenkel ist. Dann Drehung auf dem Standbein, bis das Knie in die Trittrichtung zeigt, nun schnappt der Unterschenkel vor und der Fuß trifft auf das Ziel. Dabei (natürlich!) mal wieder auf die Hüfte achten, denn diese schiebt den Körper vor und hilft die Distanz zum Gegner zu überwinden.

Am Donnerstag wurde es dann richtig anstrengend. Wir begannen mit einer 40-minütigen Erwärmung und Dehnung, wobei es hauptsächlich um Hüfte und Beine ging. Bei keinem Training zuvor war mein Gi schon bei den Dehnungsübungen so durchgeschwitzt! Als dann noch das Zittern im Oberschenkel dazukam, war ich eigentlich schon durch... Im Kihon war es dann ähnlich wie am Montag: mehrere Bahnen Mawashi Geri. Anfangs Bewegung für Bewegung mit Zählzeiten, dann die ganze Technik auf eine Zählzeit und am Ende Gohon einzelne und doppelte Tritte und jeweils der letzte mit Kiai. Die letzten 20 Minuten wurde mit Partner trainiert. Beide standen ZK links vor, Tori tritt Mawashi Geri über den Gürtel von Uke, Uke ging passiv mit. Einzelne und doppelte Tritte (nicht Schritte!).

Sehr gut hat mir gefallen, dass wir uns in dieser Woche ganz auf Mawashi Geri konzentriert haben, ohne großartige Kombinationen. Wenn man wie ich nach 25 Jahren Sportabstinenz wieder mit Training begann und mittlerweile die 46 erreicht hat, sind Dehnung und Streckung nicht mehr so leicht auf brauchbares Niveau zu bringen. Und damit waren wir diese Woche genug gefordert... Andererseits fühle ich mich zur Zeit so fit, wie seit vielen Jahren nicht mehr und das ist einfach ein wunderbares Gefühl.

Samstag, 15. Februar 2020

Termin: JKA-Winter-Camp 2020

Hier der nächste Lehrgang des JKA-Berlin, ist schon eingeplant!

https://www.jka-berlin.de/wp-content/uploads/2020/01/JKA_flyer_feb_2020_lehrgang_Info.pdf

Training: Kopf und Körper

Das Training in dieser Woche war mal wieder sehr intensiv.
Teil 1:
Leichter Start aus Shizentai mit :
Age Uke, Soto Uke, Uchi Uke, Shuto Uke, Gedan Barai, Gyaku Zuki
Weiter mit Zenkutsu Dachi (ZK) mit den gleichen Kihon-Techniken, erst Oi-seitig, dan Gyaku-seitig, aber alle Technik nur mit dem blockenden/stoßenden Arm
Dann ging es in die Partnerübungen, die letzte Abwehr des Uke variiert (Ausgangsstellung linker Fuß vor):
Tori: vor Oi Zuki Jodan
Uke: zurück Age Uke
T: Gyaku Zuki (ohne Schritt)
U: Gyaku Soto Uke (ohne Schritt)

T: v Oi Zuki Jodan
U: z Age Uke
T: Gyaku Zuki
U: Gyaku Uchi Uke

Gleiche Übungen mit Abschlüssen Gyaku Shuto Uke und Gyaku Gedan Barai.

Dann wieder jeder einzeln im ZK vorwärts:
Age Uke, Gyaku Soto Uke, Soto Uke, Gyaku Uchi Uke, Uchi Uke, Gyaku Shuto Uke, Shuto Uke, Gyaku Gedan Barai, Gedan Barai, Gyaku Zuki

Bei der letzten Übung war Konzentration gefragt. Ab einer bestimmtes Schnelligkeit hat man nicht mehr die Zeit nachzudenken, wie die Technik ausgeführt wird, sondern der Körper muss "einfach" handeln. Leichter gesagt als getan. Schließlich geht es um Ausholbewegung und Hüfteinsatz und letzterer war ja mal wieder Hauptthema des Trainings.

Zum Abschluss sind wir dann noch 2x die Kata Heian Sandan gelaufen.

Teil 2 war weniger schnell, mehr Konzentration auf die saubere Umsetzung bei langsamer Ausführung, immer mehrere Bahnen die Halle rauf und runter:
ZK: Kizami Zuki
ZK: Mae Geri
ZK: Mae Geri, Kizami Zuki
ZK: Uraken
ZK: Mawashi Geri
ZK: Mawashi Geri, Uraken
ZK: Mae Ashi Geri, Schritt vor mit Mawashi Geri, Uraken, Gyaku Zuki

Anschließend ging es mit Ushiro Geri weiter. Erst langsam, wobei uns Boris immer wieder sehr anschaulich die Wichtigkeit der richtigen Eindrehung des Körpers und die entsprechende Hüftstellung erklärte. Dann als Kombi, bei Absetzen des Fußes mit Uraken.

Tiefer Stand und Konzentration auf die Hüftrotation war gefordert. Die langsamen Ausführung waren trotzdem nicht ohne. Der Muskelkater am nächsten Tag bezeugte es ;-)

Mittwoch, 5. Februar 2020

Training: Hüftarbeit

Wie wichtig die Hüfte im Karate ist, lernen wir in fast jedem Training.
Die letzten beiden Male haben wir recht einfache Übungen dazu durchgeführt,
aber einfach nur vom Verständnis her, bei den Ausführungen war es dann doch schwieriger als gedacht.

1. Uchi Uke und Gyaku Zuki
Zuerst jede Technik einzeln im ZK vor und zurück.
Langsam mit Stop, wenn die Füße auf gleicher Höhe sind und die Armbewegung/Ausholbewegung wechselt.

2. In Kombination
ZK Gedan Barai, zurück mit Uchi Uke, 2x vorwärts mit Gyaku Zuki, wieder zurück mit Uchi Uke...
Beim Übergang vom Uchi Uke zum Gyaku Zuki geht der blockende Arm zurück in Hikite und dann als Stoß nach vorn.
Der andere Arm führt die entsprechende Ausholbewegung aus und zieht dann zurück in Hikite.
Der Übergang der beiden Gyaku Zukis erfolgt ohne Unterbrechung,
der Gegner wird praktisch überlaufen.
Hauptprobleme (nicht nur bei mir) bei dieser Übung sind Armbewegungen und die Hüfte.
Hat man die Armbewegungen verstanden, deutet der Trainer auf die Hüfte und man weiß sofort, was vernachlässigt wurde:
ZK Gedan Barai: Hüfte abgedreht im Hanmi
Uchi Uke: Hüfte abgedreht im Hanmi
Gyaku Zuki: Hüfte im Gyaku Hanmi
Die Schnappbewegung der Hüfte erfolgt erst im letzten Moment!
Bis dahin, also in der allgemeinen Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung ist die Hüfte im Shomen, gerade nach vorn.
Die Fußbewegungen sind natürlich halbkreisförmig, Stellungen sind tief und die Schultern auf gleicher Höhe.

Eine weitere Übung dazu.
In Kombination hintereinander (Hüftstellung):
ZK Oi Zuki (Shomen), Kizami Zuki (Hanmi), Uraken (Hanmi), Gyaku Zuki (Gyaku Hanmi), Mae Geri (Shomen)
Dass jede Technik für sich sauber ausgeführt wird, sollte klar sein. Bei jeder Technik kommen Fuß und Faust/Arm gleichzeitig an. Das Timing ist also nicht unwichtig. Hauptaugenmerk liegt aber auf die entsprechenden Hüftrotationen sowie die fließenden Übergänge zwischen den Techniken.
Aufpassen, da beim Übergang vom Uraken zum Gyaku Zuki ein kleiner "Umweg" über Hikite gemacht wird. Ein zusätzlicher Weg, welcher für einen schnellen folgenden Zuki eine zeitlicher Herausforderung ist.

Dienstag, 21. Januar 2020

Winterlehrgang des JKA Berlin

Unter der Leitung von Dirk und Pierre Leiding fand am 30. November 2019
der Winterlehrgang des JKA Berlin statt. Meine Tochter und ich hatten Lust und waren dabei. Die Teilnehmer bis zum blauen Obi begannen bei Pierre Leiding mit Kihonkombinationen aus verschiedene Fußstellungen und Armtechniken und Kumite mit Oi Zuki und Uchi Uke im Jodan und Chudan, anschließend Kata Heian Shodan. Schwerpunkt lag auf der richtigen Hüftstellung, Shomen oder Hanmi.
In der zweiten Trainingseinheit bei Dirk Leiding wurde dann die Kata Heian Sandan erarbeitet mittels Kihon- und Kumiteübungen. Augenmerk lag u.a. zum Fumikomi das Knie in einem engen Korridor hochzuziehen und deutliches Hikite bei den Armtechniken.
Dirk:"Wieviele Hände haben die Meisten mitbekommen? Richtig, zwei. Nutzt sie!"
Führungsschiene, ausholen, Hikite…
Für meine Tochter war es der erste Lehrgang ohne andere Kinder aus unserem Verein. Besonders interessant fand sie manche unterschiedlichen Ausführungen einiger Techniken zwischen JKA und unserem Vereinstraining. Begeistert war sie aber davon, dass einerseits im Training, neben Pierre oder Dirk, weitere Schwarzgurte durch die Reihen gingen und korrigierten und Hilfestellungen gaben. Als wir beide in der Pause eine bestimmte Technik und die richtige Fußstellung besprachen, kam sofort ein Schwarzgurt auf uns zu und erklärte die Besonderheiten. Unterstützung die ganze Zeit, optimal!

Neuer Gi

Als ich wieder mit Karate begonnen habe, sollte ein einfacher Karateanzug erst einmal reichen. Diesen gab es bei Decathlon für 24,99 €. Der Nachteil für mich war die Qualität des sehr leichten Stoffes. Das Gewicht von Karateanzüge wird meistens in Unzen bzw. oz angegeben. Mit 240 g/m² entsprach dieser Gi somit einem Gewicht von 8 oz und bei diesem Gewicht beginnen die Erwachsenenanzüge. Mir war er zu leicht und weich. Der Anzug nahm zwar Schweiß sehr gut auf, behielt ihn aber auch und lag nach kurzer Zeit wie ein nasses Tuch auf dem Rücken.
Den nächsten Anzug habe ich dann schon gezielter ausgesucht. Der "Tokaido Kata Master" hat 12 oz, somit auch schon merklich schwerer als der 8er. Als Kata-Gi hat er einen kürzeren Schnitt an Armen und Beinen (ich finde es angenehmer zu tragen), der Stoff ist dichter und fester gewebt und qualitativ erheblich besser. Zwar nimmt er Schweiß gut auf, liegt aber aufgrund seiner Festigkeit nicht auf der Haut auf und trocknet auch wieder sehr schnell. Für 85 € ein wirklich gut tragbarer Gi. Sofern man mehrmals in der Woche trainiert und auch am Wochenende mal an Lehrgängen teilnimmt, kommt um einen Zweitanzug nicht herum. Mein Decathlonmodell wollte ich aber gerne aussortieren. Also wieder im Internet nach bestimmten Kriterien gesucht und die Marke Shobu ins Auge gefaßt mit den Varianten Standard und Spezial. Der Schnitt ist bei beiden ziemlich gleich, der Standard lediglich etwas leichter und mit einfacher Schnürung, Preis 122 €. Der Spezial ist mit 205 € sicherlich kein Schnäppchen, aber der Stoff und der breite traditionelle Hüftbund haben mich dann doch überzeugt. Mit diesem merkt man die Schnürung nicht und der Sitz ist optimal. So wurde aus dem Zweitanzug sofort der erste…
Wer Interesse hat kann hier schauen. (Nein, ich bekomme dafür keine Prozente)
Schmaler Bund beim Tokaido Kata Master
Hoher Hüftbund  beim Shobu Spezial

Lehrgang bei Efthimios Karamitsos

Am 02. November fuhren unser Trainer, mehrere Vereinsmitglieder und ich zum Berlin-Lehrgang von Efthimios Karamitsos. Mir war er durch diverse Youtube-Videos bekannt und da unser Trainer Boris Heizenreder seine 3 Dan-Prüfungen bei ihm abgelegt hatte, waren wir sehr gespannt auf das Training des Bundestrainers (Kata) des DKV.
Leider war es definitiv nicht mein Tag, was aber nicht an Efthimios Karamitsos lag. Es begann damit dass der Lehrgangspreis höher als auf unserem Flyer angegeben war. Als es an der Kasse dann hieß "oh, da habt ihr wohl einen älteren Flyer erhalten", fand ich es schon etwas frech. Zumal ich mit meinen beiden Kindern teilnahm und die Preiserhöhung von 5 € pro Person nicht wenig war. Man hätte auch zu seinem Fehler stehen können… Die Halle war nicht weiter hergerichtet, die Begrüßung führte Karamitsos selbst durch… Mmmhh, das kannte ich von JKA und DJKB anders, zumal Karate in meinen Augen auch von diesen Ritualen lebt. Das fand ich schon etwas schade. Für den Rest war ich dann selber schuld. Da ich mit einer prächtigen Erkältung zum Lehrgang fuhr, bekam ich ziemlich schnell Probleme mit fehlender Konzentration und Kurzatmigkeit, nach dem ersten Durchgang am Vormittag war ich schon platt. Zuschauen wollte ich trotzdem nicht und ich nahm mit falschem Ehrgeiz auch an der zweiten Einheit teil. So lief ich lediglich mit, aber war eigentlich nicht wirklich dabei. Die Ausführungen von Karamitsos und Erklärungen zu verschiedenen Techniken, z.B. zur schrittweisen Erarbeitung der Kata Heian Jondan, waren sehr lehrreich, aber aufgrund meiner Mattigkeit in diesem Moment weniger umsetzbar. Besonders seine Worte "eine Technik braucht Geschmack und Farbe" fand und finde ich absolut klasse und auf den Punkt gebracht. Mehr Erklärung wie eine gute Technik auszusehen hat, braucht es nicht.
Die Mehrzahl der Blau- und Braungurte, welche im Anschluss an den Lehrgang bei ihm Kyu-Prüfungen absolvierten, hatten davon aber zuvor wohl nichts gehört. Katas ohne Takt, Hüfte nicht zu sehen, ohne Kraft. Man sah es Karamitsos an und er sagte es ihnen wohl auch.

Lehrgang bei Ochi Sensei

Auf Einladung von Axel Dzirsk gab Shihan Ochi am 26.10.2019 einen Lehrgang in Berlin und das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Sucht man im Internet nach Informationen über Karate in Deutschland, ist Ochi Sensei schnell zu finden: Mehrmaliger  Weltmeister der Japan Karate Association  im Kumite und Kata, 9. Dan, ehemaliger deutscher Bundestrainer, Gründer und Chief Instructor des DJKB und Chiefinstruktor der JKA World Federation-Europe sind nur einige Stichpunkte, die den Weg des fast 80jährigen Mannes beschreiben. Die beiden Trainingseinheiten für die Gruppe bis 5. Kyu befaßte sich an diesem Tag mit Blocktechniken, Gyaku Zuki, Kizami Zuki, Sanbon Zuki und Mae Geri vor und zurück und gingen von Kihon über zu Gohon-Kumite, Kihon-Ippon-Kumite und Freikampf. Danach waren alle Heian-Katas in wechselnde Richtungen dran. Zwar ging Shihan Ochi aufgrund seines Alters sehr gemächlich durch die Halle, Fehler sah er trotzdem! So manches Mal blieb er stehen, lachte und schüttelte den Kopf, korrigierte und gab im Weitergehen einen Klapps auf den Po mit. Nach einer nicht optimalen Umsetzung eines Kommandos sorgte sein Spruch  „Mein Deutsch ist zwar Sch…e, aber Gedan Barai müßtet ihr verstehen“, gefolgt von einem Kichern, für allgemeines Lachen. Spass kam an diesem Tag jedenfalls nicht zu kurz, trotz intensiven Trainings.
Der Termin für 2020 ist schon im Kalender vorgemerkt…

Trainingstagebuch

Vor einem dreiviertel Jahr begann ich  die Inhalte und Besonderheiten des Trainings und der Lehrgänge in ein Notizbuch zu schreiben. Was haben wir gemacht, was war Schwerpunkt, worauf kommt es bei den jeweiligen Techniken an, was lief gut, was weniger? Natürlich habe ich nach einem anstrengenden Training nicht unbedingt Lust darauf, aber egal. Einerseits setzt man sich so nach dem Training mit den Techniken und Übungen nochmal auseinander, geht manches nochmal im Kopf durch. Wie hieß die Technik? Warum wurde sie so angewendet? Andererseits denke ich darüber nach, wie ich mit dem Training klargekommen bin. Was lief gut, was nicht so, worauf muss ich mehr achten? Nicht selten gehe ich vor dem Schlafen so manche Technik nochmal im Wohnzimmer. Was hat der Trainer an dieser Stelle der Bewegung kritisiert? Meistens ist es die Hüfte im Hanmi oder Shomen, Kime im richtigen Moment oder das Bein, wenn mal wieder nicht richtig durchgestreckt wurde. Dass ich es mir aufschreibe heißt nicht dass ich es beim nächsten Mal richtig umsetze und Fehler nicht mehr passieren. Wäre zu schön. Nein, aber ich setze mich damit auseinander. Dass es der Kopf weiß, heißt ja nicht, dass der Körper es auch kann oder gleich umsetzt. Aber man lernt stetig.

Autumn Camp des JKA Berlin

Vom 27. - 28.09.2019 nahm ich am Autumn Camp des JKA Berlin in Buch teil. Das Eröffmumgstraining fand am Freitagabend statt. Es war mein erster Wochenendlehrgang und meine Nervosität schon sehr hoch. Jedoch war es von Beginn an ein absolut sportliches Miteinander. Die Teilnehmer kamen aus dem In- und Ausland und vom Weiß- bis Schwarzgurt waren alle Farben vertreten. Die Begrüßung und Erwärmung wurde gemeinsam durchgeführt. Danach wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt, weiße bis blaue Obi auf die eine Hallenseite, braune und schwarze Gürtelträger auf die andere. Die beiden japanischen Trainer, Imura Takenori (8. Dan) und Shiina Katsutoshi (7. Dan), haben jeder jeweils eine Gruppe trainiert, in der nächsten Trainingseinheit haben dann beide gewechselt. JKA-Training zeichnet sich besonders durch viele Wiederholungen aus. Ich begann bei Imura Sensei. Beim Kihon wurden die Übungen kurz und knapp erklärt und dann auf vier bis fünf Teilnehmer gezeigt, welche jeweils auf japanisch bis 10 die Techniken vorzählen sollten. Im Laufe der Trainingseinheiten kamen wir auf sehr viele Wiederholungen! Schwerpunkt der ersten Einheit waren Mae Geri im Stehen und aus der Hocke sowie Shuto Uke. Dem Trainer fielen auch die kleinsten Fehler auf und nahm sich auch die Zeit Hinweise zu gegeben, wie diese Fehler abzustellen sind.
Da das Samstagstraining am nächsten Morgen begann, brauchte ich nicht extra zum Schlafen wieder nach Hause fahren und übernachtete im Dojo der JKA Berlin in Berlin Pankow. Vielen Dank nochmals an Dirk Leiding, welcher es mir ermöglichte und mich auch hinbrachte. Aufgrund der tollen Ausstattung dieser Trainingshalle habe ich noch bis Mitternacht vor der Spiegelwand und an den Makiwaras trainiert, bevor ich irgendwann erschöpft einschlief.

 
 

Am nächsten Morgen ging es dann ausgeschlafen bei Shiina Sensei mit den Katas Heian Shodan und Heian Nidan weiter, in Kombination mit Kihon, Gohon Kumite und Bunkai-Übungen zu den in den Katas vorkommenden Techniken. Wichtig wie immer: die Hüftarbeit. Besonders einprägend fand ich das Motto "Mach die Kata zu deiner Kata". Ich habe das so verstanden: Eine Kata sollte nicht nur in einer bestimmten Form  gelaufen werden, sondern die Techniken, Takte und Embusen sollen eine Einheit bilden. Nur wenn ich die Kata verstanden habe und Takt und Techniken auch so umsetze, dass mein Verständnis der Kata auch zu sehen ist, wird es richtig.
Das Nachmittagstraining, wieder bei Imura sensei, begann mit Zuki- und Uke-Kombinationen, Kumite mit Shuto Uchi. Imura Sensei legte besonderen Wert auf tiefe Stände und tiefe Kiais. Nicht nur das der Kiai überhaupt zu hören sein sollte, der Kiai sollte kraftvoll und tief aus dem Bauch kommen!
Es war ein sehr schöner Lehrgang mit beeindruckenden Trainern. Sehr gefreut habe ich mich auch als ich dort Thomas Frommer getroffen habe und wir uns kurz unterhalten konnten. Ein Karateka, essen Beschreibungen seines Budoweges mich dazu gebracht haben, auch mit Lehrgängen zu beginnen.
Mit Thomas Frommer beim JKA Autumn Camp
 Mit Shiina Sensei u. Imura Sensei
 Imura Sensei
 

Sonntag, 19. Januar 2020

Erstes Gasshuku unseres Vereins

Unser Trainer Boris hatte den Vorschlag gemacht, ein Gasshuku, also ein Trainingscamp für unsere Erwachsenengruppe durchzuführen. Das hörte sich gut an und wurde von den meisten gern angenommen. Da nicht alle ihre Kinder unterbringen konnten, durften diese mitkommen. So fuhren wir vom 13. – 15. September 2019 nach Schluft in die Schorfheide. Ohne brauchbaren Handyempfang, sehr spartanisch eingerichte Mehrbettzimmer bot es alles was man für ein Gasshuku braucht: Zeit zum Herunterkommen, Ruhe, Idylle, Zeit für ein Miteinander. Gleich nach der Ankunft begann die erste Trainingseinheit und die hatte es auch gleich in sich (haben wir aber von Boris auch nicht anders erwartet): Kaeshi-Ippon-Kumite, Deuserbänder, Kokutsu Dachi in Kombination mit diversen Ukes und der erste Teil der Kata Heian Sandan bis zum ersten Oi Zuki. Anschließend wurde gegessen und der Abend in geselliger Runde verbracht.
Die erste Trainingseinheit nach dem Frühstück beinhaltete dann Deuserbänder, Kaeshi-Ippon-Kumite, Kokutsu Dachi in Kombination mit Ukes und dem zweiten Teil der Heian Sandan bis zum zweiten Oi Zuki.
Nachmittags wurde fortgesetzt mit einer Kombination aus den vorherigen Techniken und dem letzten Teil der Heian Sandan. Eine Abkühlung im Pool trotz etwas kühlerer Temperatur tat dann allen richtig gut. Nach dem Abendessen wurde es dann etwas feucht-fröhlicher. Hatte doch unser Sensei am nächsten Tag seinen 50. Geburtstag und in diesen Tag haben wir dann entsprechend reingefeiert.
Trotz nächtlicher Party stand am nächsten Vormittag unser Abschlusstraining auf dem Programm. Pratzentraining, Kokutsu Dachi Shuto Uchi, Zenkutsu Dachi mit Shuto Uchi/Oi Zuki/Suri Ashi Gyaku Zuki und abschließend die komplette Heian Sandan.
Wir waren alle der Meinung dass dieses ein tolles und erfolgreiches Wochenende war. Die Kinder waren gemeinsam in Zimmern untergebracht, hatten eigene Trainingseinheiten und wurden während unseres Trainings betreut. Somit konnten wir uns alle auf das konzentrieren, weswegen wir dort waren: gemeinschaftlich Karate zu trainieren. Das nächste Gasshuku wird schon geplant!