Vor dem Training meldete ich mich beim Trainer um abzuklären, dass ich aufgrund meines gebrochenen Zehs eher passiver mitmachen würde, denn eine Belastung ist noch nicht möglich. Maxi meinte daraufhin nur: "Kein Problem, heute machen wir 1000 Zukis."
Zur Erwärmung absolvierten die anderen Teilnehmer ein paar Runden Randori, ich bereitete mich mit Dehnung vor.
Und dann ging es los:
- In Shizentai: Oi Zuki Chudan, Oi Zuki Jodan,
- Schritt vorwärts bzw. rückwärts: Ren Zuki, Sanbon Zuki,
- Mit Partner gegenüberstehend im Stand: gleichzeitig zum Partner Ren Zuki, Sanbon Zuki,
- Mit Partner in größerem Abstand zueinander: YA Gyaku Zuki,
- Partnerweise mit Pratze: Gyaku Zuki einzeln je Zählzeit,
- Partnerweise mit Pratze: Gyaku Zuki Treppe (1=1x, 2=2x,...10=10x),
- In Shizentai Oi, Ren und Sanbon Zuki,
Vor den letzten Zukis erinnerte uns Maxi nochmals daran, wenn die Arme ermüdet sind und nicht mehr können, mehr Körper/Hüfte zum Einatz kommen lassen, um mehr Kraft in die Zukis zu bringen.
Das sollte generell immer passieren, aber man denkt leider nicht immer daran. Wieviel Kraft über Körper und Hüfte noch geberiert werden können verstanden wir, als die Arme wirklich müde wurden.
Zum Ausklang folgte eine ausgiebige Dehung, um den Körper wieder etwas vom Stresslevel herunterzuholen.
Ein tolles Auftakttraining ins neue Jahr. War es gesund für meinen gebrochenen Zeh? Eher nicht, denn im Anschluss merkte ich ihn schon etwas, obwohl dieser gut getaped war. Aber nach drei Wochen wollte ich unbedingt wieder rein in Training und den folgenden Muskelkater spüren, einfach den Körper wieder fordern. Das hat funktioniert.
Mittwoch
Für das gestrige Braun-/Schwarzgurttraining war Marc verantwortlich und wie es typisch für ihn ist, wurde es wieder ein interessantes praxisbezogenes Training.
Nach gemeinsamer Erwärmung und Dehnung ging es auch gleich mit Partner los.
Wir begannen mit schnellem Zuki-Uke-Wechsel:
- Rechts Zuki, links Te Nagashi Uke, Konzentriert und sauber,
- Rechts Zuki, links Te Nagashi Uke, mit rechts Bewegungsrichtung übernehmen, mit links Arm zum Gegner drücken,
Dann begannen wir eine 7er-Kombination mit Blockwechseln. Eine Person greift immer mit einer Auslage an, die andere Person blockte auf sieben verschiedenen Arten, es folgte eine Übernahme des geblockten Arms, gefolgt von einem Konter. Bei der Übernahme des angreifenden Arms wurde dieser meistens festgehalten und in Richtung Hikite gezogen. Aufgrund dieser Zugbewegungen wurde der Angreifer aus dem Gleichgewicht gebracht und der folgende Konter konnte somit freier ausgeführt werden.
Blockwechsel. da die Blöcke abwechselnd nach innen und außen durchgeführt wurden.
Marc erklärte uns nebenher, in welchen Katas man diese Bewegungen wiederfindet und welche Techniken dahinterstecken.
Beim anschließenden Jiyu-Ippon-Kumite nahm ich mich aufgrund meiner Zehverletzungen raus, da ich eine zu starke Bewegungsbelastung und vor allem einen Block zum Fuß/Zeh vermeiden wollte. Stattdessen gingen Maxi und ich zwar auch die Kumitetechniken durch, allerdings nur mit 50%, also eher langsamer und kontrollierter.
Wie gesagt, ein super Training. Marc weiß, wie Techniken auf der Straße angewandt werden können und gab viele Tipps, wie man sich in bestimmten Situationen auf der Strasse am Besten verhält bzw. sich verhalten sollte.
Freitag
Mit 14 Leuten beim Braun-/Schwarzgurttraining, und es waren nicht alle anwesend, das macht schon Spass.
Wir begannen mit Zweierkombinationen:
- 90° nach links, 180° nach rechts, 90° nach links, 180° nach rechts, 90° nach links, 180° nach rechts, 90° nach links, 180° nach rechts,
Das gleiche dann seitenwechselnd, beginnend mit Bewegung nach rechts.
Anschließend ging es mit Kata weiter. Wir begannen gemeinsam mit Heian 1 - 5, Tekki Shodan und Jion.
Dann wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Schwarzgurte trainierten Sōchin, die Braungurte liefen weiterhin Jion. Gelaufen wurde abwechselnd, während eine Gruppe trainierte, schaute die andere zu. Mehrere Durchgänge,mit und ohne Zählzeiten. Zum Ende des Trainings wurden Braungurte den Schwarzgurten zugeteilt, wobei die Höhergraduierten kontrollierten und verbesserten.
Den Zeh, welchen ich mir vor Weihnachten gebrochen hatte, merke ich im Training zwar, es wird aber besser und ich kann schon recht gut mithalten. Den Sprung in der Heian Godan lasse ich noch, konnte aber gestern bei Liegestützen schon beide Füße auf dem Boden stellen. Bis dahin habe ich den linken Fuß immer auf dem rechten Fuß abgelegt. es wird also langsam.
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