Dienstag, 14. Oktober 2025

KW 42, Erst locker, dann Kime

Montag
Heute war wieder Bunkaitraining. Wenn zwei erfahrene Schwarzgurte dabei sind, welche sichtlich Spass an diesem Thema haben, ist es für mich als "Neuer" in dieser Runde sehr interessant und spannend, was beide zwischendurch zeigten.
Mit welcher Intensität und Druck sie in die Techniken gingen, die blitzschnellen Übergänge zwischen Block und Konter waren super anzusehen.
Für mich begann es ruhiger, erst einmal die Anspannung rausnehmen, mehr Lockerheit rein. Rechts leichte Zukis nach vorn, dann mit links die ankommenden Zukis nur leicht mit Te Nagashi Uke wegwischen. Dann etwas schneller werden, Seitenwechsel, aber keinesfalls angespannter oder kraftvoller werden. Danach Beinbewegung mit reinnehmen, leicht vor und zurück, dynamischer eben.
Gleiches Prinzip dann z.B. mit Zuki und Abwehr über den eng am Kopf anliegenden Unterarm, wobei der Zuki über der Unterarm nach hinten/oben abgeleitet wird.
Als nächstes kamen von einer Person nur seitliche Schwinger, welche mit doppeltem Armblock gestoppt und unmittelbar danach gekontert werden sollten, Wahl der Konter war frei.
Wie gesagt, die Lockerheit war Mittelpunkt aller Tätigkeiten. Besonders anschaulich wurde es , als mir gezeigt wurde, wie kraftvoll ein fallengelasser Arm war, ohne sofort zurückzuziehen, sondern mit "schwerer Hand". Dabei wird der Druck mit auftreffen auf dem Gegner erzeugt und in den Gegner ausgeübt.
Zum Abschluss der Einheit liefen wir gemeinsam mehrmals die Kata Tekki Nidan vor der Spiegelwand.
Im Anschluss wurden mir noch ein paar Übungen am Makiwara gezeigt, um Lockerheit in der Schlagbewegung und Kime beim auftreffen zu trainieren. 

Mittwoch
Heute waren wir in kleinerer Gruppe, dafür konnte uns Andi intensiver betreuen.
Wir wiederholten viel und wechselten zwischen vielen kleinen Kombinationen, u.a.:
 
Beide Partner halten sich gegenüberstehend an Schultern, abwechselnd re. / li. Ushiro Geri nach hinten.
 
P1 vor Ushiro Geri, P2 geht passiv nach Treffer zurück.

P1 vor 2x Gyaku Zuki,
P2 1x YA zurück, blockt 2. Zuki mit Age Uke / Gyaku Zuki,
 
P1 vor doppelter Gyaku Zuki, dann Gyaku Zuki, Mawashi Geri,
P2 zurück 3x Te Nagashi Uke, Gyaku Te Nagashi Uke,

Tori: vor 2x Ushiro Geri / Gyaku Zuki, Mawashi Geri,
Uke: 2x zurück, Block des Mawashi Geri mit Gyaku Nagashi Uke zurück, dann vor mit hinterem Übersetzschritt, angedeuteter Wurf.

Beide Personen in Kamae, bewegen sich dynamisch. P1 vorderen Arm ausgestreckt, gibt Richtungen vor, P2 geht mit. Läßt P1 den Arm fallen, muss P2 mit Kizami Zuki vor. Kommt P1 mit Mawashi Geri, geht P2 mit Gyaku Nagashi Uke blockend zurück, dann vor mit hinterem Übersetzschritt, angedeuteter Wurf.
Beide je Seite 10 Techniken. 
 
- P1: ZK 3x vor Gyaku Zuki, P2: ZK 3x zurück Gyaku Zuki,
Eine Minute lange hin und her, Takt finden, lange Schritte, Berührung am Kinn, sich aber nicht verletzen.
 
Freitag
Gestern wurden wir nach der gemeinsamen Erwärmung aufgeteilt, die Schwarzgurte in einem, die Blau- und Braungurte im anderen Dojo. Wir trainierten die Katas Jion und Kanku Dai. Neben den Hinweisen von unserer Trainerin Antje war die großflächige Spiegelwand sehr hilfreich. So konnten wir unsere Stände und Haltungen besser kontrollieren und uns sofort korrigieren.
Nach dem Training standen wir noch eine Weile zusammen und besprachen die derzeitigen Anpassungen bei den Katas, zu denen Lukas letztes Wochenende zu einem Lehrgang in Bonn gereist war. Zeitliche Anpassungen vom Honbu Dojo aus Japan wurden vom DJKB zwar für internationales Karate übernommen, national blieb man aber eher auf den herkömmlichen Ochi-Wegen. Dieses ändert sich nun und in Deutschland wird die JKA einen gemeinsamen Weg gehen. Durch die Rotfüche unter Dorian und meinen Lehrgängen beim JKA Berlin waren mir die Katas laut JKA schon vertrauter, um so schöner, sie nun auch intensiv im täglichen Dojotraining verinnerlichen zu können.

Dienstag, 7. Oktober 2025

KW 41, Bunkaitraining

Montag
Gestern war ich im Tonbo Dojo erstmals zum Bunkaitraining.
Diese von Marc geleitete Trainingsgruppe hatte sich mal eigenständig zusammengefunden und setzt sich neben dem regulären Training intensiv damit auseinandersetzt, was hinter einer Kata steckt bzw. stecken könnte. Beim gestrigen Training war die Kata nur der Rahmen, welcher eine grobe Form darstellte. Dann trainierten wir, wie die jeweilige Passage der Kata als Situation auf der Strasse aussehen könnte. Dabei kommt ja eher selten jemand mit Karatetechniken, wie mit einem Mae Geri, auf einen zu. Häufiger entstehen körperliche Auseinandersetzungen aus Rangeleien, stoßen, festhalten, schubsen oder ähnlichem. In solche Situationen dann die Katabewegungen zu adaptieren ist ein Thema in diesem Bunkaitraining. Vieles war ungewohnt, wie z.B. die Deckung immer oben im Kopfbereich zu behalten und auch die Nähe zum Partner. Anders als im Kumite hielt man keinen Abstand in Kamae, sondern man stand sich auf nur eine Armlänge gegenüber.
Sehr interessant fand ich auch die "schweren Hände". Zwar arbeiteten wir viel mit offenen Händen, aber wir berührten den Partner nicht nur, sondern arbeiteten mit viel Druck aus dem Unterarm, um somit Kraft auf den Gegner auszuüben.
 
Mittwoch
Erwärmung mit Partner: greifen, festhalten, hebeln, schieben, ziehen, danach Dehnung.
Kihon im Stand vor der Spiegelwand:
- Zenkutsu Dachi mit Gedan Barai / Gyaku Zuki, 
- Kokutsu Dachi mit Uchi Uke / Gyaku Zuki,
Zuerst achtete der Partner auf die richtige Position der Knie. Danach hielt er die Pratze, auf die der aktive Partner die Gyaku Zukis stieß.

Mit Gummiband vor Spiegelwand:
- Kiba Dachi mit Gedan Barai / Gyaku Zuki in 45°,
 
Kumite:
1. 
In KK vor mit YA Gyaku Zuki, Partner passiv zurück.
2.
ZK vor mit überlaufenem Gyaku Zuki, Partner Schritt zurück, blocken mit Age Uke / Gyaku Zuki.
3.
Vor Mawashi Geri Jodan ohne Berührung, Partner passiv zurück. 
4.
Überlaufener Gyaku Zuki + Mawashi Geri, Partner blockt zweiten Gyaku Zuki mit Age Uke / Gyaku Zuki, den Mawashi Geri mit Schritt nach hinten Nagashi Uke.
5.
Beide in Kamae gegenüber, auf "Ichi" oder "Ni" gehen beide gleichzeitig mit YA Gyaku Zuki vor. Je nach Zahl geht die entsprechende Person mit überlaufenem Gyaku Zuki vor, andere Person weicht nur dem ersten Gyaku Zuki nach hinten aus und kontert vor dem zweiten Gyaku Zuki mit Age Uke / Gyaku Zuki.
6.
Wie zuvor, nur dass der Angreifer nach dem überlaufenen Gyaku Zuki mit Mawashi Geri fortsetzt. Der Tritt wird mit Schritt nach hinten mit Nagashi Uke geblockt. Dann mit Suri Ashi vor in den Stand des Partners, vorderen Arm über die Brustseite zur hinteren Schulter des Partners und über die Hüfte werfen.
Falls mal jemand nicht aufpasst, gibt es Pflaster.

Donnerstag
Wir begannen mit leichter Erwärmung und anschließendem Circle-Training (zwei Runden, je 1,5 Minuten):
- Langhantelstange vor Brust, aus Hocke hoch-runter,
- auf Rücken liegend, Beine angewinkelt, Medizinball über Kopf strecken -> Situp -> Ball an Wand werfen,
- Klimmzüge, unterstützt mit Füße im Gummiband,
- Kettleball vor Brust, aus Shizentai in Ausfallschritt, über Knie zur Seite drehen,
- Liegestütze mit Seiken auf Schleifpapier oder Holzblöcken,
- Schulterbreit stehen, Kettleball an einem Arm hoch ausgestreckt, anderer Arm beugt zur Bodenmitte,

Danach weiter mit Kihon. Verschiedenste Kombinationen aus verschiedenen Tritt-, Stoß- und Schlagtechniken vorwärts und rückwärts, je 5 Wiederholungen.

Mit passivem Partner:
- ZK Gyaku Zuki Chudan,
- YA Gyaku Zuki, hintere Ferse hoch,
Schnelle Zukis und den Partner spürbar treffen.

Zu dritt, eine Person hält Faustschützer seitlich ausgestreckt. Die beiden anderen mit YA Gyaku Zuki, hintere Ferse hoch, dabei schneller sein als der andere.

Danach haben wir noch in netter Runde und einem kühlen Getränk den Abend ausklingen lassen. Oss



Donnerstag, 2. Oktober 2025

KW 40, Abwechslungsreiche Woche

Mittwoch Training
Kihon im Stand vor Spiegelwand:
- ZK Gyaku Zuki / Kizami Zuki,
- KK Gyaku Zuki / Gedan Barai,
- KB leicht eingedrehte Zukis,
Mit Selbstkontrolle, besonders auf Hüfte achten, viel Arbeit mit Po und Oberschenkel.

Mit Partner und Gummiband:
Vordere Person geht vorwärts gegen das Gummi:
Für ZK mit Schwerkraft nach vorn fallen lassen,im Fallen zieht hintere Bein nach. Bis dahin ohne zusätzlichen Krafteinsatz. Erst wenn hintere Bein herangezogen wurde, drückt dieses nach vorn ab. Hierbei trainiert, sich ins Gummi fallen zu lassen, um dann gegen das Gummi abzudrücken.
Gleiche Übung mit ZK Kizami Zuki / Gyaku Zuki.

Rückwärts mit Kokutsu Dachi gegen das Gummi:
Sich nach hinten gegen die Gummispannung fallen lassen. Wieder Schwerkraft nutzen, anderes Bein heranziehen und abdrücken nach hinten.
Gleiche Übung mit Gedan Barai / Gyaku Zuki.

Kumite:
- Tori: vor ZK Kizami Zuki, Uke: zurück ZK Age Uke,
- Tori: vor ZK Oi Zuki Jodan, Uke: zurück ZK Soto Uke,
- Tori: vor ZK Mae Geri, Uke: zurück ZK Gedan Barai,
- Tori: vor ZK Mae Geri, Uke: zurück ZK Gyaku Te Nagashi Uke / Kizami Zuki,

Beide in Kamae gegenüber, eine Person hört auf "Ichi", die andere auf "Ni". Wenn eine der beiden Kommandos gerufen wurde, gehen beide kraftvoll und schnell mit Gyaku Zuki zum Gegner. Dann sofort wieder raus, also leicht zurückrutschen. Die genannte Person geht dann zusätzlich mit überlaufenen Gyaku Zuki vor. Die nun verteidigende Person geht beim ersten Gyaku Zuki mit YA zurück, beim zweiten kontert man mit Block und ebenfalls Gyaku Zuki.
 
Freitag Kampfrichterlehrgang
Zusammen mit 18 weiteren Teilnehmern nahm ich heute im Tonbo Dojo an einem Kampfrichterlehrgang teil. Uwe Lucka vom Karate Dojo Zanshin Prenzlau leitete die Veranstaltung und erläuterte zu Beginn das Schiedsystem im DJKB / JKA, Aufbau des Kampfrichterteams, Flaggenzeichen und deren japanische Begriffe und Benotung von Katas. Nach dem theoretischen Teil übten wir die Umsetzung an praktischen Beispielen. Vier Karateschüler traten in unterschiedlichen Konstellationen in Kumite und Kata gegeneinander an und wir beurteilten als Kampfrichter das Gesehene. Unter welchen Voraussetzungen wird was gewertet, unterschiedliche Ansichten wurden besprochen und Entscheidungen gefällt. Nun gilt es, das Gelernte auch praktisch zu üben.
 
Samstag Tonbo Cup
Im Sportzentrum in Berlin-Adlershof fand heute der Tonbo Cup 2025 statt. Der Wettkampf des Tonbo Vereins für Kinder von 4 bis 15 Jahre war mit 150 Teilnehmers sehr gut besucht, die Tribüne voll besetzt. Angefangen mit Kihon der Kleinsten, über Kihon Ippon Kumite, Jiyu Ippon Kumite, Heian Katas 1 - 4 bis Katateam konnte man wirklich tolle Leistungen bewundern, welche von den Kindern und Jugendlichen auf den drei Areas gezeigt wurden.


 

Mittwoch, 1. Oktober 2025

Veränderungen

Veränderungen gehören zum Leben und sind das Leben.
Durch meine Teilnahme an verschiedenen Lehrgängen und spätestens seit meinen Trainings bei den Rotfüchsen in Grünau konnte ich erleben, wie vielseitig, schnell und kraftvoll Karate und insbesonders Kumite sein kann. Dorians Training war genau darauf ausgerichtet. Keine großen Kombinationen, sondern mit zwei, drei Techniken ran bzw. rein in den Gegner, auch Verteidigungstechniken mal eher nach vorn statt zurück anbringen, den Gegner zu Fall bringen, effektiv trainieren für Wettkampf-Tatami und Straße. Gerne hätte ich mein Training bei Dorian erweitert, doch leider war abends nur das Freitagstraining bei ihm möglich. Da beim PSV Olympia zum Jahresende Veränderungen anstehen, Dorians Trainingszeiten für mich nur eingeschränkt möglich sind und ich gern weiterhin 2-3 mal pro Woche trainieren möchte, galt es für mich und meinen Weg eine Entscheidung zu treffen.
Auf Dorians Empfehlung hin habe ich mir das Tonbo Dojo in Berlin-Johannisthal angeschaut, da es Dorians Stil, der Ausrichtung und dem Anspruch sehr ähnlich ist. Nach ein paar Probetrainings und einigen Gesprächen war mir schnell klar, dass ich hier beim Tonbo Dojo meinen Weg fortsetzen möchte.

Sonntag, 28. September 2025

Lehrgang mit André Bertel

Auf Einladung des Keiko Dojo Wildau fand an diesem Wochenende der erste Lehrgang mit André Bertel nahe Berlin statt und die Teilnahmebestätigung hatte ich schon seit einem halben Jahr in meinem Postfach. Austragungsort war die Paul-Dinter-Halle in Königs Wusterhausen und schon das Ankommen war sehr angenehm. Eine große, lichtdurchflutete Sporthalle mit Tribüne erwartete uns und bei der Anmeldung bekam man vom Veranstalter einen Briefumschlag mit einem Infoblatt über den Ablauf der beiden Tage, eine Teilnahmesticker für den Verbandsausweis und einen Sticker für den Gürtel als Eintrittskarte. Das kannte ich so auch noch nicht.
André Bertel erklärte uns gleich zu Beginn, dass seine Lehrgänge stilrichtungsoffen sind. Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern er wollte uns Wege zeigen, wie sein Verständnis des Karate zum Ziel führen. Ob wir das Erlernte danach im heimischen Dojo anwenden können in unserer Stilrichtung, in unserem Verband oder unter unserem Trainer ist dahingestellt, auf jeden Fall wird unser Wissen erweitert.
Als roter Faden diente die Kata Niju Happo, welcher André Bertel erstmalig außerhalb Japans lehrte. Diese von Asai Sensei entwickelte Kata bauten wir Schritt für Schritt auf, André erläuterte uns seine Interpretationen, worauf es dabei ankommt und demonstrierte mit Freiwilligen die verschiedenen Bunkaimöglichkeiten dieser Kata. Stände, Zukis, Würfe, Hebel, Fegetechniken, dynamische Bewegungen, wie Kraft und Druck aufbauen, wie wichtig die Lockerheit zu Beginn einer Technik bis zum Kime ist und vieles mehr waren Punkte, welche er uns näher brachte.
Zu jeder Kombination, welche er uns demonstrierte, gehörte im Anschluss das Training mit Partner, um das gesehene umzusetzen und zu verstehen. Und in zwei Tagen, vier Einheiten und insgesamt 7,5 Stunden Training war es einfach eine Menge, was André Bertel über 120 Teilnehmern aus 12 Nationen mit sichtlich viel Spass näher brachte. 


© André Bertel. Oita City, Japan (2025).




Donnerstag, 25. September 2025

KW 39, Dojo mit Spiegelwänden

Mittwoch
Diese Woche wieder Training im Tonbo Dojo, wir begannen mit Erwärmung, Dehnung und Schattenlauf. Dabei läuft ein Partner durch das Dojo und absolviert verschiedene Übungen, der andere Partner folgt und macht nach. Nach einer Weile wechseln beide die Positionen.

Kumite aus Kamae:
- YA Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- YA Gyaku Zuki / Gyaku Zuki,
- Mae Geri,

Erst Bahnen rauf und runter mit Partnerwechsel, nur angedeutete Abwehr mit Nagashi Uke.
Dann mit Abwehr und Konter:
Uke geht beim ersten Zuki mit Yori Ashi so zurück, dass nicht wirklich abgewehrt werden muss. Der startende zweite Zuki wird im Kommen geblockt und gleichzeitig mit Gyaku Zuki gekontert.

Zwischenzeitlich standen wir vor den Spiegelwänden und haben in ZK, KK und KB Kizami Zuki / Gyaku Zuki trainiert. Wichtig war die effektive Arbeit von Leiste und Hüfte. Dann nochmal mit Partner nur Kokutsu Dachi mit Kizami Zuki / Gyaku Zuki, wobei der Partner kniete und mit flacher Hand die Bewegung des vorderen Knies nach innen oder außen verhinderte.
Ich liebe diese Spiegelwände. Angesprochene Verbesserungen / Korrekturen können selbst gesehen werden und sind somit natürlich nachvollziehbarer.
Zum Abschluss gemeinsames Dehnen.


Freitag
Schwerpunkt war heute die Hüftarbeit, besonders in den Tekki Katas. 
 
Kata:
Tekki Shodan, mehrmals gelaufen, Standard und in gespiegelter Richtung.
 
Partner kniet am Boden und drückt seitlich mit flacher Hand das vordere Knie.
- Kokutsu Dachi mit Shuto Uke / Gyaku Zuki,
- Anfangssequenz aus Heian Nidan bis Chudan Tettsui Uchi,
 
Mit Partner und Gummiband im Stand:
- aus Kiba Dachi Zuki 45° nach außen,
- ZK Kizami Zuki mit Gummi / Gyaku Zuki,
Fokus auf Anspannung und Entspannung des Körpers, viel Kraft mit Leiste und Hüfte entwickeln. 
 
Kata:
Tekki Sandan
 
Mit Partner etwas Bunkai aus der Kata:
P1 greift mit Schwinger von außen zum Kopf an. P2 blockt mit Unterarm seitlich nach oben, mit der anderen Hand druckvoller Schlag in den Bereich oberhalb der Achsel, dann mit Druck vor mit Ura Zuki zum Gesicht.
 
Zum Abschluss mit Partner an der Pratze:
- ZK Gyaku Zuki,
In Grundstellung in Gyaku-Zuki-Stellung mit Vordruck an der Pratze, dann Ausholbewegung und kraftvoll Gyaku Zuki stoßen. 

Freitag, 19. September 2025

KW 38, Auswärtstraining II

Mittwoch (Tonbo Dojo)
Dorian fällt noch krankheitsbedingt aus und beim PSV gibt es auch diese Woche kein reguläres Hallentraining, so dass ich wieder zum Tonbo-Dojo nach Johannisthal ging. Da der Verein am Wochenende bei den Norddeutschen Meisterschaften des DJKB teilnimmt, wurde am Mittwoch Wettkampf-Kumite trainiert. Die Schnelligkeit und das kraftvolle Agieren in allen Techniken ist wirklich bemerkenswert. Nach etwas Erwärmung ging es gleich voll los, ohne langsames Herantasten. Ähnlich wie Dorian uns am Freitag trainiert, scheint es hier ebenfalls voll zur Sache zu gehen. Mit Ausnutzung des Körpergewichts nach vorn fallen, hinteres Bein durch zusammenziehen der Leiste heranziehen und kraftvoll nach vorn.

Zu dritt: P1 hält Gummi fest, P2 davor in der Mitte in Kamae hält Gummi in hinterer Hand. P3 kommt in Kamae langsam auf P2 zu, P2 muss optimalen Abstand einschätzen und P3 mit Gyaku Zuki angreifen.
Beide Auslagen je 10x, durchrotieren bis alle dran waren.

Tennisbälle
- P1 hält ausgestreckt in jeder Hand einen Ball nach unten gerichtet und lässt mal aus der einen, mal aus der anderen Hand einen Ball fallen. P2 hat seine Hände über denen von P1 und muss die Bälle fangen.

- Beide stehen sich mit größerem Abstand gegenüber in Shizentai. P1 wirft einen Ball zu P2 in den Bereich von dessem ausgestreckten Arm.
- Beide stehen sich mit größerem Abstand gegenüber in Shizentai. P1 wirft einen Ball zu P2, so dass dieser den Ball nur mit einem Ausfallschritt erreichen kann.

Kumite:
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- Gyaku Zuki / Gyaku Zuki,
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki /Mawashi Geri,
- Kizami Mawashi, Mawashi Geri,
- Ashi Barai,
Der Fußfeger fegt hier nicht wirklich, sondern man geht etwas hinter den Fuß des Gegners und drückt durch das schnelle Vorgehen dessen Fuß weg. Somit sieht der Gegner zwar den Fuß kommen, erkennt aber zwangsläufig den Ashi Barai nicht rechtzeitig.

Deuserband, P1 im Gummi, P2 hält dahinter fest:
- Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
- Gyaku Zuki / Gyaku Zuki,

Auf Wettkampffeld, beide Partner in Bewegung, eine Person weicht nach rechts und links aus, der andere Partner muss abwarten und zum richtigen Zeitpunkt mit den zuvor trainierten Techniken angreifen.

Die Kumiteübungen wurden hauptsächlich mit Handschützern durchgeführt, die Fäuste trafen und der angreifende Körper drückte in den Gegner.
 
Freitag (Tonbo Dojo)
Erwärmung, Dehnung, Heian Katas 1 - 5, jeder seine Tokui-Kata,
Andi wies uns wieder auf die Hüftbewegung hin, welche wir hauptsächlich durch die Arbeit mit der Leiste und der Hüftkontraktion erreichen.
Kumite, beide Partner in Kamae:
- auf Ichi beide gleichzeitig Kizami Zuki Jodan, auf Ni Gyaku Zuki Chudan,
- auf Ichi geht eine Person mit Gyaku Zuki / Gyaku Zuki vor (überlaufener Gyaku Zuki), auf Ni die andere Person,
- auf Ichi oder Ni beide gleichzeitig Gyaku Zuki, aber nur Ichi oder Ni geht mit überlaufenen Gyaku Zuki weiter vor, andere Person mit Yori Ashi zurück,
- wie Kombi zuvor, aber Verteidiger geht mit YA zurück und wehrt ersten Gyaku Zuki nur leicht mit Te Nagashi Uke ab und bevor der zweite Gyaku Zuki wirklich kommt, geht der Verteidiger schon mit Konter Gyaku Zuki Chudan rein,

Gummiband beide Auslagen, je 10 Woederholumgen, im Stand:
- ZK Gyaku Zuki,
- KB Gyaku Zuki,
- KK Gyaku Zuki,
Beim Kokutsu Dachi half uns anschließend ein Partner, indem das vordere oder hintere Knie gehalten wurde, um eine Kniebewegung nach innen oder außen verhindert werden sollte.
Danach noch Arbeit mit einer kleinen Pratze: P1 hält Pratze in Bauchhöhe, P2 in Kokutsu Dachi mit Gyaku Zuki,

Zum Abschluss liefen wir nochmals jeder seine Tokui-Kata mit Blick auf die hoffentlich verbesserte Hüfte, 

Samstag, 13. September 2025

KW 37, Auswärtstraining

Mittwoch (Tonbo Dojo)
Montag habe ich es zeitlich leider nicht zum Training geschafft und da wir ab Dienstag einen großräumigen Stromausfall in unserem Stadtteil hatten, welcher erst Donnerstagabend repariert sein sollte, habe ich mich Mittwoch wieder in den benachbarten Ortsteil gerettet, um beim Tonbo-Dojo mitzutrainieren.
 
Erwärmung, Dehnung, die Katas Heian Shodan, Heian Sandan, Heian Godan, Heian Nidan, Tekki Shodan. Reaktionsübung: Zwei Partner, beide in Kamae, P1 hebt beide Arme hoch oder läßt beide Arme fallen, P2 reagiert mit Gyaku Zuki oder Kizami Zuki. Dann waren wir warm.
Kaeshi-Ippon-Kumite: 
- P1 vor Kizami Zuki, P2 zurück Age Uke,
- P2 vor Kizami Zuki, P1 zurück Age Uke,
Gleiches Schema mit Oi Zuki Chudan und Soto Uke; Mae Geri Chudan und Nagashi Uke; Mawashi Geri Jodan und Te Nagashi Uke,
 
- P1 vor Yori Ashi Kizami Zuki / Gyaku Zuki, P2 zurück YA Te Nagashi Uke / Te Nagashi Uke,
- P2 Schritt vor Kizami Zuki / Gyaku Zuki, P2 Schritt zurück Te Nagashi Uke / Te Nagashi Uke, 
- P2 Schritt vor Kizami Zuki / Gyaku Zuki, P2 zurück YA Te Nagashi Uke / Te Nagashi Uke,
 
Dann mit Mawashi Geri mal vom Angreifer, mal vom Verteidiger mit anschließendem Block und Wurf.
 
Danach die Kombinationen ähnlich wie zuvor, nur dass Uke den Kizami Zuki zwar blockt, aber direkt mit Gyaku Zuki kontert, bevor Tori den Gyaku Zuki setzen kann.. In dem Moment, wenn Tori den Gyaku Zuki auch nur andeutet, muss der Konter schon kommen. Dazu ist es wichtig, dass der Verteidiger zwar schnell mit großem Schritt bzw. YA zurückweicht und Distanz schafft, aber dann in sehr kurzem Kamae steht, um mit einem großen Schritt zu kontern. Auch hierbei natürlich zusätzlich mit dem Mawashi Geri, Block und Wurf. 
Distanz überbrücken war somit der Schwerpunkt des Trainings.
 
Wir waren insgesamt 10 Braun- und Schwarzgurte und das Tempo war wirklich enorm. Ich glaube ich habe beim Kumitetraining noch nie Seitenstechen bekommen. 

Donnerstag, 4. September 2025

KW 36, Ferientraining IV

Mittwoch (Tonbo Dojo)
Da in dieser Woche sonst kein Training stattfinden würde, war ich gestern zu Gast beim Tonbo-Dojo in Berlin-Johannisthal. Man hat sich hier und dort schon auf verschiedenen Lehrgängen getroffen und folgt sich auf verschieden Sozialen Medien.
 
Gohon-Kumite
- Tori greift 5x mit Oi Zuki Jodan an, Uke geht 5 mal mit Age Uke zurück,
- Tori: 5x vor Oi Zuki Chudan, Uke: 5x Soto Uke zurück,
 
Sanbon-Kumite
- Tori: 3x vor Oi Zuki Chudan, Uke: 3x Soto Uke zurück,
- Tori: 3x vor Schritt Oi Zuki Jodan / YA Gyaku Zuki, Uke: 3x zurück Schritt Te Nagashi Uke Jodan / YA Te Nagashi Uke Chudan,
 
Tori geht nach dem letzten Zuki gleich noch einen Mawashi Geri vor, Uke geht einen Schritt zurück und wehrt mit Nagashi Uke mit Trittrichtung ab.Uke steht dann im verkürzten seitlichen Kiba Dachi zu Tori. Durch einen hinteren Übersetzschritt dringt man in den Stand von Tori ein, greift um die Schulter und wirft den Partner über die Hüfte und lässt einen Zuki zum am Boden liegenden Partner folgen.
 
Ein paar Runden später kam der Mawashi Geri nach dem letzten Zuki von Uke und die Positionen wurden somit getauscht.
 
Statt Mawashi Geri wurde als nächstes ein Mae Geri getreten. Diesem wurde seitlich nach hinten ausgewichen und bevor der Fuß auf dem Boden wieder aufkam, mit Ashi Barai weggefegt. 
 
- Tori: 3x vor Schritt Oi Zuki Jodan / YA Gyaku Zuki, Uke: 3x zurück Schritt Te Nagashi Uke Jodan / Te Nagashi Uke Chudan, gleichzeitig Gyaku Zuki.
Der Verteidiger macht nach dem Schritt keinen Yori Ashi, sondern bleibt stehen, setzt gleichzeitig  mit dem Block einen Gyaku Zuki. Man lässt den Gegner eher auflaufen.
 
- zu dritt, die Person in der Mitte mit Gyaku Zuki Chudan abwechselnd mit Yori Ashi mittels sehr schnellen Wechseln zu den Partnern rechts und links.
 
Das war ein recht forderndes Training, da Fußfeger und Würfe in meinen bisherigen Trainings kaum vorkamen und ich an diesem Tag so viel wie noch nie am Boden lag. Neben einem Blaugurt trainierten mit uns mehrere Schwarzgurte, von denen einige als Wettkämpfer im DJKB unterwegs sind. Und das war in Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer klar spürbar.

Sonntag, 31. August 2025

KW 35, Ferientraining III

Freitag (Grünau)
Das Ferientraining findet aktuell nicht so häufig statt wie regulär, aber auch den Senseis sei etwas Urlaub gegönnt.
Bei Dorian stand am Freitag Impulstraining auf dem Plan und zwar für impulsartiges Vorstoßen beim Zuki.
- Sehr tief in Zenkutsu Dachi, das hintere Knie knapp über dem Boden, im Stand Gyaku Zuki. Um die Anstrengung zu erhöhen, drückte ein Partner mit einer Hand von hinten im Hüftbereich. Die Oberschenkel brannten, aber das war egal, man musste dem Druck von hinten standhalten.
- Sehr langer und tiefer Zenkutsu Dachi-Stand, das hintere Bein an das vordere heranziehen, wieder hinten absetzen. Beim Heranziehen des hinteren Beins wird die Leiste zusammengezogen, nicht mit dem hinteren Fuß abgestoßen.
-  Sehr langer Stand mit gestreckten Beinen, das hintere Bein wird so herangezogen, so dass man in verkürzter Kamae-Stellung steht, um sich dann nach vorn abzustoßen.
- in Shizentai, beide Fäuste auf halbem Weg zwischen Hikite und Zuki, Ellenbogen im Hüftbereich. Abwechseln rechte und linke Faust nach vorne schllen zum Zuki.
-  ZK Schritt vor Oi Zuki, aus Hikite gestoßen. Faust wieder zurück in Hikite und nochmals Zuki stoßen.
 
Zum Ende liefen wir mehrmals die Taikyoku Shodan, aber mit den zuvor trainierten Doppeltechniken. Alle Bewegungen gingen deutlich nach vorn, auch der abwehrende Gedan Barai ging stark zum virtuellen Gegner.


Samstag, 23. August 2025

KW 34, Ferientraining II

Freitag (Grünau)
Seit circa zwei Wochen nervet mich eine Achillessehnenentzündung, aber trotzdem wollte ich gestern mal wieder zum Training. Daß die Idee nicht optimal war, merkte ich dann recht schnell, um genauer zu sein schon beim Seiza, also der Begrüßung, denn aufgrund der Fußstellung spürte ich schon die Schmerzen.
Nach der wieder einmal recht heftigen Erwärmung begannen wir mit Basisübungen:
- im Stand ZK Kizami Zuki / Gyaku Zuki,
Da Dorian die wackeligen Knie der Teilnehmer auffiel, ging es danach in Dreiergruppen weiter. Eine Person stand in ZK und führte Ren Zuki aus, die anderen beiden knieten bei dem Ausführenden und hielten die Ferse am Boden und das Knie fest.
 
Als nächstes folgte viel Arbeit mit den Deuserbändern. Eine Person arbeitete mit Zukis vorwärts oder rückwärts gegen die Spannung des Gummibandes, die andere Person ging mit und hielt die Vorspannung. Dorian kam es vor allem darauf an, die Kraft deutlich in die Bewegungsrichtung umzusetzen.
Danach wurde das Gummi auf Schritthöhe an der Sprossenwand befestigt. Eine Person stieg mit Blick zur Wand mit einem Bein ein und drehte sich dann von der Wand weg. Somit hatten wir eine aufgedrehte Vorspannung und mussten nun mit Kizami Zukis und Gyaku Zukis im Stand gegen die Spannung beim Zuki bzw. beim Hikite arbeiten. Viele Wiederholungen, beide Auslagen.

Mae Geri:
- in Kamae 10 mal Mae Geri, 9x wieder hinten absetzen, den 10. mit Schritt vor, 
Das haben wir so oft wiederholt, bis wir an der anderen Hallenseite angekommen sind. Dann natürlich auch wieder zurück.
 
Weiter mit Partner, beide einander zugewandt, kurzer Abstand. P1 mit Mae Geri zum Bauch von P2, dieser geht nur passiv mit. Abstand so, dass das Bein von P1 nur halb gestreckt wird, das Knie von P1 musste also recht hoch angezogen werden, um den Gürtelbereich von P2 treffen zu können.
 
Aktuell sind aufgrund der Ferien nur wenige Trainingseinheiten pro Woche, somit können Ferse und Achillessehne etwas pausieren.
 
 

Mittwoch, 13. August 2025

KW 33, Ferientraining

Montag
Zurück aus dem Urlaub nutzte ich gleich die Chance am Ferientraining teilzunehmen, denn nach zwei Wochen Entspannung und lediglich etwas wandern und Ballspiele am Strand tat es richtig gut, sich im Dojo mal wieder auszupowern.
Nach etwas Erwärmung und Dehnung begannen wir mit Kumite.
Zu Beginn wurde jeweils eine Technik vorgegeben und mit dieser griffen wir wechselseitig aus der Bewegung an.
Nach ein paar Runden und verschiedensten Techniken gab nun jeweils ein Partner eine Angriffstechnik vor und der andere musste dann ebenfalls aus der Bewegung diese Technik wiederholen. 

Sen-no-sen: Eine Person macht eine Bewegung auf den Partner zu oder von ihm weg und der andere greift mit einem kurzen oder längerem Gleitschritt und einer Technik an.
Als nächstes ähnlich wie zuvor. Person 1 macht eine Bewegung auf den Partner zu, der andere greift mit YA und Gyaku Zuki an. Person 1 wehrt mit Te Nagashi Uke ab und kontert ebenfalls mit Gyaku Zuki.

Kihon:
Schrittweiser Aufbau einer Kombination:
- aus Kamae Schritt vor ZK Oi Zuki, zurück KK Shuto Uke, vor Ushiro Geri / Uraken / Gyaku Zuki,

Kata:
Bis Grüngurt die Katas der Heian-Reihe, ab Blau aufwärts liefen wir Tekki Shodan, Bassai Dai, Enpi, Bassai Sho, Gojushiho Sho, Meikyo.
 
Donnerstag
Bei Außentemperaturen von bis zu 35° C war Training in Hose, Gürtel und T-Shirt erlaubt.
Wir begannen mit leichten Randorirunden und dann ging es mit Deuserbändern weiter. Mit einem festen Partner und einem starken Gummiband ausgestattet, wurde ab dann die ganze Trainingseinheit nur noch geschwitzt.
 
Das Programm sah dann ungefähr so aus:
- Beide stehen hintereinander, hinterer Partner Gummi um Güfte, vorderer Partner in ZK, mit Gummi Gyaku Zuki,
- Beide einander zugewandt, Arme Oi-seitig ausgestreckt, Gummi auf Vorspannung, abwechselnd in Hikite ziehen,
- Beide einander zugewandt, Arme Gyaku-seitig ausgestreckt, Gummi auf Vorspannung, abwechselnd in Hikite ziehen,
- Beide einander zugewandt in KB, Gummi mit beiden Händen ausgestreckt halten, abwechselnd beide Arme gleichzeitig in Hikite ziehen,
- Beide Partner im Gummi (Hüftbereich), Rücken zueinander, abwechselnd ZK einen Schritt vor und wieder zurück,
- Beide Partner im Gummi (Hüftbereich), einander zugewandt, gleichzeitig ZK einen Schritt zurück und wieder vor,
Wichtig, das Gummi musste vor der Technik oder dem Schritt immer auf Vorspannung sein. Jeweils beide Auslagen, jeweils 50 Wiederholungen, bei Schritttechniken nur jeweils 25 Wiederholungen pro Auslage.

Plank: 3 min., 2 min., 1 min.,
Situps: 50, 40, 30, 20, 10,

Zu Hause angekommen landete das T-Shirt tropfnass auf der Wäscheleine und man wollte gar nicht mehr aufhören zu trinken.

Freitag (Grünau)
Eineinhalb Stunden Einzeltraining mit Dorian, wobei wir Stück für Stück die Kata Jion durchgingen. Dorian ließ mich Sequenzen immer wieder laufen, korrigierte und erklärte jeweils, warum die Ausführungen auf bestimmte Art und Weise erfolgen müssen. Es gab viel zu tun, körperlich, aber auch für den Kopf. Tolles Training, denn wann hat man schon mal zu zweit soviel Zeit, sich intensiv um ein Thema zu kümmern.


Dienstag, 22. Juli 2025

KW 30, Kurze Kombis

Montag
Erst ein paar Runden leichtes Randori nur mit offenen Händen, dann etwas Erwärmung und Dehnung. Anschließend versammelten wir 10 uns um den Mittelkreis der Halle und führten aus Kamae verschiedene Techniken Richtung Kreismitte und wieder zurück in Kamae:
- YA Gyaku Zuki,
- YA Gyaku Zuki, vorderen Fuß zurückholen und mit dem anderen Fuß vor Kizami Zuki,
- YA Gyaku Zuki, Beinwechsel Uraken,

Diese Vorgensweisen übten wir dann mit Partner und setzten diesen Techniken zusammen zu einer Kombination:
- YA Gyaku Zuki,
- Beinwechsel Kizami Zuki,
- Beinwechsel Uraken,
Dynamisch aus der Bewegung schnell nach vorn, beim Beinwechsel den Schwerpunkt wieder nach hinten verlagern und mit der nächsten Technik wieder stark zum Partner.

Wir blieben (fast) bei der letzten Kombination, jetzt aber jede Technik 2x. Natürlich wieder mit Schwerpunktverlagerung und aktiv mit Yori Ashi vor. Also vor mit Technik, leicht zurück und sofort wieder vor.
Die Grundreihenfolge blieb, also Gyaku Zuki, Beinwechsel Kizami, Beinwechsel Uraken, aber statt gleichen Doppeltechniken war die jeweils zweite Technik frei. Schon etwas mehr für den Kopf, aber dann doch recht gut umsetzbar ohne lange nachdenken zu müssen.

Zuletzt dann noch etwas Kihon Ippon Kumite:
Tori sagt aus Kamae Kizami, Gyaku oder Uraken an, Uke blockt mit Te Nagashi Uke und kontert erst mit einer diesen Techniken, später dann mit zwei Techniken.
Schönes Training mit viel Blick auf Hüftarbeit und Schwerpunktverlagerung.

Donnerstag
Kondition und Reaktion waren die Schwerpunktthemen und das zog sich durch die ganze Trainingseinheit.
Wir begannen mit paarweiser Erwärmung. Während eine Person eine oder zwei Hallenrunden lief, absolvierte die andere Person bestimmte Aufgaben, z.B. Liegestütze, Situps, Plank, Hockstrecksprünge usw. - abklatschen, wechseln.
Danach wurden zwischen den beiden Partnern drei farbige Tafeln nebeneinander auf den Boden gelegt in rot, gelb und blau. Beide Personen standen oder lagen den Tafeln zu- oder abgewandt und auf Zuruf einer Farbe musste die entsprechende Farbe berührt werden.

Anschließend fanden wir uns in Dreiergruppen zusammen und stellten uns mit Kamae im Dreieck auf, jeweils mit Blick auf die anderen beiden Partner, jeder bekam eine Farbe zugewiesen.
Wenn nun von Boris eine Farbe gerufen wurde, so gab es in den verschiedenen Runde unterschiedliche Aufgaben, je nachdem welches Bein vorne steht zum rechten oder zum linken Partner.
Aufgerufene Farbe war Angreifer mit YA Oi Zuki oder mit Mawashi Geri Chudan, angegriffene Person wehrte mit Nagashi Uke ab.
Aufgerufene Farbe war Verteidiger und musste also schauen, von welcher Seite der Angriff kam.
Aufpassen war für alle drei notwendig, denn die Aufgabenwechsel änderten sich in den Runden dauernd und auch die Auslage und somit auch die Richtung, in welcher die Techniken ausgeführt werden mussten.