Hier der nächste Lehrgang des JKA-Berlin, ist schon eingeplant!
Samstag, 15. Februar 2020
Training: Kopf und Körper
Das Training in dieser Woche war mal wieder sehr intensiv.
Teil 1:
Leichter Start aus Shizentai mit :
Age Uke, Soto Uke, Uchi Uke, Shuto Uke, Gedan Barai, Gyaku Zuki
Weiter mit Zenkutsu Dachi (ZK) mit den gleichen Kihon-Techniken, erst Oi-seitig, dan Gyaku-seitig, aber alle Technik nur mit dem blockenden/stoßenden Arm
Dann ging es in die Partnerübungen, die letzte Abwehr des Uke variiert (Ausgangsstellung linker Fuß vor):
Tori: vor Oi Zuki Jodan
Uke: zurück Age Uke
T: Gyaku Zuki (ohne Schritt)
U: Gyaku Soto Uke (ohne Schritt)
T: v Oi Zuki Jodan
U: z Age Uke
T: Gyaku Zuki
U: Gyaku Uchi Uke
Gleiche Übungen mit Abschlüssen Gyaku Shuto Uke und Gyaku Gedan Barai.
Dann wieder jeder einzeln im ZK vorwärts:
Age Uke, Gyaku Soto Uke, Soto Uke, Gyaku Uchi Uke, Uchi Uke, Gyaku Shuto Uke, Shuto Uke, Gyaku Gedan Barai, Gedan Barai, Gyaku Zuki
Bei der letzten Übung war Konzentration gefragt. Ab einer bestimmtes Schnelligkeit hat man nicht mehr die Zeit nachzudenken, wie die Technik ausgeführt wird, sondern der Körper muss "einfach" handeln. Leichter gesagt als getan. Schließlich geht es um Ausholbewegung und Hüfteinsatz und letzterer war ja mal wieder Hauptthema des Trainings.
Zum Abschluss sind wir dann noch 2x die Kata Heian Sandan gelaufen.
Teil 2 war weniger schnell, mehr Konzentration auf die saubere Umsetzung bei langsamer Ausführung, immer mehrere Bahnen die Halle rauf und runter:
ZK: Kizami Zuki
ZK: Mae Geri
ZK: Mae Geri, Kizami Zuki
ZK: Uraken
ZK: Mawashi Geri
ZK: Mawashi Geri, Uraken
ZK: Mae Ashi Geri, Schritt vor mit Mawashi Geri, Uraken, Gyaku Zuki
Anschließend ging es mit Ushiro Geri weiter. Erst langsam, wobei uns Boris immer wieder sehr anschaulich die Wichtigkeit der richtigen Eindrehung des Körpers und die entsprechende Hüftstellung erklärte. Dann als Kombi, bei Absetzen des Fußes mit Uraken.
Tiefer Stand und Konzentration auf die Hüftrotation war gefordert. Die langsamen Ausführung waren trotzdem nicht ohne. Der Muskelkater am nächsten Tag bezeugte es ;-)
Teil 1:
Leichter Start aus Shizentai mit :
Age Uke, Soto Uke, Uchi Uke, Shuto Uke, Gedan Barai, Gyaku Zuki
Weiter mit Zenkutsu Dachi (ZK) mit den gleichen Kihon-Techniken, erst Oi-seitig, dan Gyaku-seitig, aber alle Technik nur mit dem blockenden/stoßenden Arm
Dann ging es in die Partnerübungen, die letzte Abwehr des Uke variiert (Ausgangsstellung linker Fuß vor):
Tori: vor Oi Zuki Jodan
Uke: zurück Age Uke
T: Gyaku Zuki (ohne Schritt)
U: Gyaku Soto Uke (ohne Schritt)
T: v Oi Zuki Jodan
U: z Age Uke
T: Gyaku Zuki
U: Gyaku Uchi Uke
Gleiche Übungen mit Abschlüssen Gyaku Shuto Uke und Gyaku Gedan Barai.
Dann wieder jeder einzeln im ZK vorwärts:
Age Uke, Gyaku Soto Uke, Soto Uke, Gyaku Uchi Uke, Uchi Uke, Gyaku Shuto Uke, Shuto Uke, Gyaku Gedan Barai, Gedan Barai, Gyaku Zuki
Bei der letzten Übung war Konzentration gefragt. Ab einer bestimmtes Schnelligkeit hat man nicht mehr die Zeit nachzudenken, wie die Technik ausgeführt wird, sondern der Körper muss "einfach" handeln. Leichter gesagt als getan. Schließlich geht es um Ausholbewegung und Hüfteinsatz und letzterer war ja mal wieder Hauptthema des Trainings.
Zum Abschluss sind wir dann noch 2x die Kata Heian Sandan gelaufen.
Teil 2 war weniger schnell, mehr Konzentration auf die saubere Umsetzung bei langsamer Ausführung, immer mehrere Bahnen die Halle rauf und runter:
ZK: Kizami Zuki
ZK: Mae Geri
ZK: Mae Geri, Kizami Zuki
ZK: Uraken
ZK: Mawashi Geri
ZK: Mawashi Geri, Uraken
ZK: Mae Ashi Geri, Schritt vor mit Mawashi Geri, Uraken, Gyaku Zuki
Anschließend ging es mit Ushiro Geri weiter. Erst langsam, wobei uns Boris immer wieder sehr anschaulich die Wichtigkeit der richtigen Eindrehung des Körpers und die entsprechende Hüftstellung erklärte. Dann als Kombi, bei Absetzen des Fußes mit Uraken.
Tiefer Stand und Konzentration auf die Hüftrotation war gefordert. Die langsamen Ausführung waren trotzdem nicht ohne. Der Muskelkater am nächsten Tag bezeugte es ;-)
Mittwoch, 5. Februar 2020
Training: Hüftarbeit
Wie wichtig die Hüfte im Karate ist, lernen wir in fast jedem Training.
Die letzten beiden Male haben wir recht einfache Übungen dazu durchgeführt,
aber einfach nur vom Verständnis her, bei den Ausführungen war es dann doch schwieriger als gedacht.
1. Uchi Uke und Gyaku Zuki
Zuerst jede Technik einzeln im ZK vor und zurück.
Langsam mit Stop, wenn die Füße auf gleicher Höhe sind und die Armbewegung/Ausholbewegung wechselt.
2. In Kombination
ZK Gedan Barai, zurück mit Uchi Uke, 2x vorwärts mit Gyaku Zuki, wieder zurück mit Uchi Uke...
Beim Übergang vom Uchi Uke zum Gyaku Zuki geht der blockende Arm zurück in Hikite und dann als Stoß nach vorn.
Der andere Arm führt die entsprechende Ausholbewegung aus und zieht dann zurück in Hikite.
Der Übergang der beiden Gyaku Zukis erfolgt ohne Unterbrechung,
der Gegner wird praktisch überlaufen.
Hauptprobleme (nicht nur bei mir) bei dieser Übung sind Armbewegungen und die Hüfte.
Hat man die Armbewegungen verstanden, deutet der Trainer auf die Hüfte und man weiß sofort, was vernachlässigt wurde:
ZK Gedan Barai: Hüfte abgedreht im Hanmi
Uchi Uke: Hüfte abgedreht im Hanmi
Gyaku Zuki: Hüfte im Gyaku Hanmi
Die Schnappbewegung der Hüfte erfolgt erst im letzten Moment!
Bis dahin, also in der allgemeinen Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung ist die Hüfte im Shomen, gerade nach vorn.
Die Fußbewegungen sind natürlich halbkreisförmig, Stellungen sind tief und die Schultern auf gleicher Höhe.
Eine weitere Übung dazu.
In Kombination hintereinander (Hüftstellung):
ZK Oi Zuki (Shomen), Kizami Zuki (Hanmi), Uraken (Hanmi), Gyaku Zuki (Gyaku Hanmi), Mae Geri (Shomen)
Dass jede Technik für sich sauber ausgeführt wird, sollte klar sein. Bei jeder Technik kommen Fuß und Faust/Arm gleichzeitig an. Das Timing ist also nicht unwichtig. Hauptaugenmerk liegt aber auf die entsprechenden Hüftrotationen sowie die fließenden Übergänge zwischen den Techniken.
Aufpassen, da beim Übergang vom Uraken zum Gyaku Zuki ein kleiner "Umweg" über Hikite gemacht wird. Ein zusätzlicher Weg, welcher für einen schnellen folgenden Zuki eine zeitlicher Herausforderung ist.
Die letzten beiden Male haben wir recht einfache Übungen dazu durchgeführt,
aber einfach nur vom Verständnis her, bei den Ausführungen war es dann doch schwieriger als gedacht.
1. Uchi Uke und Gyaku Zuki
Zuerst jede Technik einzeln im ZK vor und zurück.
Langsam mit Stop, wenn die Füße auf gleicher Höhe sind und die Armbewegung/Ausholbewegung wechselt.
2. In Kombination
ZK Gedan Barai, zurück mit Uchi Uke, 2x vorwärts mit Gyaku Zuki, wieder zurück mit Uchi Uke...
Beim Übergang vom Uchi Uke zum Gyaku Zuki geht der blockende Arm zurück in Hikite und dann als Stoß nach vorn.
Der andere Arm führt die entsprechende Ausholbewegung aus und zieht dann zurück in Hikite.
Der Übergang der beiden Gyaku Zukis erfolgt ohne Unterbrechung,
der Gegner wird praktisch überlaufen.
Hauptprobleme (nicht nur bei mir) bei dieser Übung sind Armbewegungen und die Hüfte.
Hat man die Armbewegungen verstanden, deutet der Trainer auf die Hüfte und man weiß sofort, was vernachlässigt wurde:
ZK Gedan Barai: Hüfte abgedreht im Hanmi
Uchi Uke: Hüfte abgedreht im Hanmi
Gyaku Zuki: Hüfte im Gyaku Hanmi
Die Schnappbewegung der Hüfte erfolgt erst im letzten Moment!
Bis dahin, also in der allgemeinen Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung ist die Hüfte im Shomen, gerade nach vorn.
Die Fußbewegungen sind natürlich halbkreisförmig, Stellungen sind tief und die Schultern auf gleicher Höhe.
Eine weitere Übung dazu.
In Kombination hintereinander (Hüftstellung):
ZK Oi Zuki (Shomen), Kizami Zuki (Hanmi), Uraken (Hanmi), Gyaku Zuki (Gyaku Hanmi), Mae Geri (Shomen)
Dass jede Technik für sich sauber ausgeführt wird, sollte klar sein. Bei jeder Technik kommen Fuß und Faust/Arm gleichzeitig an. Das Timing ist also nicht unwichtig. Hauptaugenmerk liegt aber auf die entsprechenden Hüftrotationen sowie die fließenden Übergänge zwischen den Techniken.
Aufpassen, da beim Übergang vom Uraken zum Gyaku Zuki ein kleiner "Umweg" über Hikite gemacht wird. Ein zusätzlicher Weg, welcher für einen schnellen folgenden Zuki eine zeitlicher Herausforderung ist.
Dienstag, 21. Januar 2020
Winterlehrgang des JKA Berlin
Unter der Leitung von Dirk und Pierre Leiding fand am 30. November 2019
der Winterlehrgang des JKA Berlin statt. Meine
Tochter und ich hatten Lust und waren dabei. Die Teilnehmer bis zum blauen Obi begannen
bei Pierre Leiding mit Kihonkombinationen aus verschiedene Fußstellungen und
Armtechniken und Kumite mit Oi Zuki und Uchi Uke im Jodan und Chudan,
anschließend Kata Heian Shodan. Schwerpunkt lag auf der richtigen Hüftstellung,
Shomen oder Hanmi.
In der zweiten Trainingseinheit bei Dirk Leiding wurde dann die Kata
Heian Sandan erarbeitet mittels Kihon- und Kumiteübungen. Augenmerk lag u.a.
zum Fumikomi das Knie in einem engen Korridor hochzuziehen und deutliches
Hikite bei den Armtechniken.
Dirk:"Wieviele Hände haben die Meisten mitbekommen? Richtig, zwei.
Nutzt sie!"
Führungsschiene, ausholen, Hikite…
Für meine Tochter war es der erste Lehrgang ohne andere Kinder aus
unserem Verein. Besonders interessant fand sie manche unterschiedlichen
Ausführungen einiger Techniken zwischen JKA und unserem Vereinstraining.
Begeistert war sie aber davon, dass einerseits im Training, neben Pierre oder
Dirk, weitere Schwarzgurte durch die Reihen gingen und korrigierten und
Hilfestellungen gaben. Als wir beide in der Pause eine bestimmte Technik und
die richtige Fußstellung besprachen, kam sofort ein Schwarzgurt auf uns zu und
erklärte die Besonderheiten. Unterstützung die ganze Zeit, optimal!
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Dirk Leiding,
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Pierre Leiding
Neuer Gi
Als ich wieder mit Karate begonnen habe, sollte ein einfacher Karateanzug
erst einmal reichen. Diesen gab es bei Decathlon für 24,99 €. Der Nachteil für
mich war die Qualität des sehr leichten Stoffes. Das Gewicht von Karateanzüge
wird meistens in Unzen bzw. oz angegeben. Mit 240 g/m² entsprach dieser Gi
somit einem Gewicht von 8 oz und bei diesem Gewicht beginnen die
Erwachsenenanzüge. Mir war er zu leicht und weich. Der Anzug nahm zwar Schweiß sehr gut auf, behielt
ihn aber auch und lag nach kurzer Zeit wie ein nasses Tuch auf dem Rücken.
Den nächsten Anzug habe ich dann schon gezielter ausgesucht. Der "Tokaido
Kata Master" hat 12 oz, somit auch schon merklich schwerer als der 8er. Als
Kata-Gi hat er einen kürzeren Schnitt an Armen und Beinen (ich finde es
angenehmer zu tragen), der Stoff ist dichter und fester gewebt und qualitativ
erheblich besser. Zwar nimmt er Schweiß gut auf, liegt aber aufgrund seiner
Festigkeit nicht auf der Haut auf und trocknet auch wieder sehr schnell. Für 85
€ ein wirklich gut tragbarer Gi. Sofern man mehrmals in der Woche trainiert und
auch am Wochenende mal an Lehrgängen teilnimmt, kommt um einen Zweitanzug nicht
herum. Mein Decathlonmodell wollte ich
aber gerne aussortieren. Also wieder im Internet nach bestimmten Kriterien
gesucht und die Marke Shobu ins Auge gefaßt mit den Varianten Standard und Spezial.
Der Schnitt ist bei beiden ziemlich gleich, der Standard lediglich etwas
leichter und mit einfacher Schnürung, Preis 122 €. Der Spezial ist mit 205 €
sicherlich kein Schnäppchen, aber der Stoff und der breite traditionelle Hüftbund haben mich
dann doch überzeugt. Mit diesem merkt man die Schnürung nicht und der Sitz ist
optimal. So wurde aus dem Zweitanzug sofort der erste…
Wer Interesse hat kann hier schauen. (Nein, ich bekomme dafür keine Prozente)
Wer Interesse hat kann hier schauen. (Nein, ich bekomme dafür keine Prozente)
| Schmaler Bund beim Tokaido Kata Master |
| Hoher Hüftbund beim Shobu Spezial |
Lehrgang bei Efthimios Karamitsos
Am 02. November fuhren unser Trainer, mehrere Vereinsmitglieder und ich zum
Berlin-Lehrgang von Efthimios Karamitsos. Mir war er durch diverse
Youtube-Videos bekannt und da unser Trainer Boris Heizenreder seine 3
Dan-Prüfungen bei ihm abgelegt hatte, waren wir sehr gespannt auf das Training
des Bundestrainers (Kata) des DKV.
Leider war es definitiv nicht mein Tag, was aber nicht an Efthimios
Karamitsos lag. Es begann damit dass der Lehrgangspreis höher als auf unserem
Flyer angegeben war. Als es an der Kasse dann hieß "oh, da habt ihr wohl
einen älteren Flyer erhalten", fand ich es schon etwas frech. Zumal ich
mit meinen beiden Kindern teilnahm und die Preiserhöhung von 5 € pro Person
nicht wenig war. Man hätte auch zu seinem Fehler stehen können… Die Halle war
nicht weiter hergerichtet, die Begrüßung führte Karamitsos selbst durch… Mmmhh,
das kannte ich von JKA und DJKB anders, zumal Karate in meinen Augen auch von
diesen Ritualen lebt. Das fand ich schon etwas schade. Für den Rest war ich dann
selber schuld. Da ich mit einer prächtigen Erkältung zum Lehrgang fuhr, bekam
ich ziemlich schnell Probleme mit fehlender Konzentration und Kurzatmigkeit,
nach dem ersten Durchgang am Vormittag war ich schon platt. Zuschauen wollte
ich trotzdem nicht und ich nahm mit falschem Ehrgeiz auch an der zweiten
Einheit teil. So lief ich lediglich mit, aber war eigentlich nicht wirklich
dabei. Die
Ausführungen von Karamitsos und Erklärungen zu verschiedenen Techniken, z.B.
zur schrittweisen Erarbeitung der Kata Heian Jondan, waren sehr lehrreich, aber
aufgrund meiner Mattigkeit in diesem Moment weniger umsetzbar. Besonders seine
Worte "eine Technik braucht Geschmack und Farbe" fand und finde ich
absolut klasse und auf den Punkt gebracht. Mehr Erklärung wie eine gute Technik
auszusehen hat, braucht es nicht.
Die Mehrzahl der Blau- und Braungurte, welche im Anschluss an den
Lehrgang bei ihm Kyu-Prüfungen absolvierten, hatten davon aber zuvor wohl nichts
gehört. Katas ohne Takt, Hüfte nicht zu sehen, ohne Kraft. Man sah es
Karamitsos an und er sagte es ihnen wohl auch.
Lehrgang bei Ochi Sensei
Auf Einladung von Axel Dzirsk gab Shihan Ochi am 26.10.2019 einen
Lehrgang in Berlin und das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Sucht man im
Internet nach Informationen über Karate in Deutschland, ist Ochi Sensei schnell
zu finden: Mehrmaliger Weltmeister der Japan Karate Association im Kumite und Kata, 9. Dan, ehemaliger deutscher
Bundestrainer, Gründer und Chief Instructor des DJKB und Chiefinstruktor der JKA World
Federation-Europe sind nur einige Stichpunkte, die den Weg des fast 80jährigen
Mannes beschreiben. Die beiden Trainingseinheiten für die Gruppe bis 5. Kyu
befaßte sich an diesem Tag mit Blocktechniken, Gyaku Zuki, Kizami Zuki, Sanbon Zuki und Mae Geri vor und zurück und
gingen von Kihon über zu Gohon-Kumite, Kihon-Ippon-Kumite und Freikampf. Danach
waren alle Heian-Katas in wechselnde Richtungen dran. Zwar ging Shihan Ochi
aufgrund seines Alters sehr gemächlich durch die Halle, Fehler sah er trotzdem!
So manches Mal blieb er stehen, lachte und schüttelte den Kopf, korrigierte und
gab im Weitergehen einen Klapps auf den Po mit. Nach einer nicht optimalen
Umsetzung eines Kommandos sorgte sein Spruch
„Mein Deutsch ist zwar Sch…e, aber Gedan Barai müßtet ihr verstehen“,
gefolgt von einem Kichern, für allgemeines Lachen. Spass kam an diesem Tag
jedenfalls nicht zu kurz, trotz intensiven Trainings.
Trainingstagebuch
Vor einem dreiviertel Jahr begann ich die Inhalte und Besonderheiten des Trainings
und der Lehrgänge in ein Notizbuch zu schreiben. Was haben wir gemacht, was war
Schwerpunkt, worauf kommt es bei den jeweiligen Techniken an, was lief gut, was
weniger? Natürlich habe ich nach einem anstrengenden Training nicht unbedingt
Lust darauf, aber egal. Einerseits setzt man sich so nach dem Training mit den
Techniken und Übungen nochmal auseinander, geht manches nochmal im Kopf durch.
Wie hieß die Technik? Warum wurde sie so angewendet? Andererseits denke ich
darüber nach, wie ich mit dem Training klargekommen bin. Was lief gut, was
nicht so, worauf muss ich mehr achten? Nicht selten gehe ich vor dem Schlafen
so manche Technik nochmal im Wohnzimmer. Was hat der Trainer an dieser Stelle
der Bewegung kritisiert? Meistens ist es die Hüfte im Hanmi oder Shomen, Kime
im richtigen Moment oder das Bein, wenn mal wieder nicht richtig durchgestreckt
wurde. Dass ich es mir aufschreibe heißt nicht dass ich es beim nächsten Mal
richtig umsetze und Fehler nicht mehr passieren. Wäre zu schön. Nein, aber ich
setze mich damit auseinander. Dass es der Kopf weiß, heißt ja nicht, dass der
Körper es auch kann oder gleich umsetzt. Aber man lernt stetig.
Autumn Camp des JKA Berlin
Vom 27. - 28.09.2019 nahm ich am Autumn Camp des JKA Berlin in Buch teil. Das Eröffmumgstraining fand am Freitagabend statt. Es
war mein erster Wochenendlehrgang und meine Nervosität schon sehr hoch.
Jedoch war es von Beginn an ein absolut sportliches Miteinander. Die Teilnehmer kamen aus dem In- und Ausland und vom Weiß- bis Schwarzgurt waren alle Farben
vertreten. Die Begrüßung und Erwärmung wurde gemeinsam
durchgeführt. Danach wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt,
weiße bis blaue Obi auf die eine Hallenseite, braune und schwarze
Gürtelträger auf die andere. Die beiden japanischen Trainer,
Imura Takenori (8. Dan) und Shiina Katsutoshi (7. Dan), haben jeder
jeweils eine Gruppe trainiert, in der nächsten Trainingseinheit haben
dann beide gewechselt. JKA-Training zeichnet sich besonders durch viele
Wiederholungen aus. Ich begann bei Imura Sensei. Beim Kihon wurden die
Übungen kurz und knapp erklärt und dann auf vier bis fünf Teilnehmer
gezeigt, welche jeweils auf japanisch bis 10 die Techniken vorzählen
sollten. Im Laufe der Trainingseinheiten kamen wir auf sehr viele
Wiederholungen! Schwerpunkt der ersten Einheit waren Mae Geri im Stehen
und aus der Hocke sowie Shuto Uke. Dem
Trainer fielen auch die kleinsten Fehler auf und nahm sich auch die
Zeit Hinweise zu gegeben, wie diese Fehler abzustellen sind.
Da das Samstagstraining am nächsten Morgen begann, brauchte ich nicht extra zum Schlafen wieder nach Hause fahren und übernachtete im Dojo der JKA Berlin in Berlin Pankow. Vielen Dank nochmals an Dirk Leiding, welcher es mir ermöglichte und mich auch hinbrachte. Aufgrund der tollen Ausstattung dieser Trainingshalle habe ich noch bis Mitternacht vor der Spiegelwand und an den Makiwaras trainiert, bevor ich irgendwann erschöpft einschlief.
Am nächsten Morgen ging es dann ausgeschlafen bei Shiina Sensei mit den Katas Heian Shodan und Heian Nidan weiter, in Kombination mit Kihon, Gohon Kumite und Bunkai-Übungen zu den in den Katas vorkommenden Techniken. Wichtig wie immer: die Hüftarbeit. Besonders einprägend fand ich das Motto "Mach die Kata zu deiner Kata". Ich habe das so verstanden: Eine Kata sollte nicht nur in einer bestimmten Form gelaufen werden, sondern die Techniken, Takte und Embusen sollen eine Einheit bilden. Nur wenn ich die Kata verstanden habe und Takt und Techniken auch so umsetze, dass mein Verständnis der Kata auch zu sehen ist, wird es richtig.
Das Nachmittagstraining, wieder bei Imura sensei, begann mit Zuki- und Uke-Kombinationen, Kumite mit Shuto Uchi. Imura Sensei legte besonderen Wert auf tiefe Stände und tiefe Kiais. Nicht nur das der Kiai überhaupt zu hören sein sollte, der Kiai sollte kraftvoll und tief aus dem Bauch kommen!
Es war ein sehr schöner Lehrgang mit beeindruckenden Trainern. Sehr gefreut habe ich mich auch als ich dort Thomas Frommer getroffen habe und wir uns kurz unterhalten konnten. Ein Karateka, essen Beschreibungen seines Budoweges mich dazu gebracht haben, auch mit Lehrgängen zu beginnen.
Da das Samstagstraining am nächsten Morgen begann, brauchte ich nicht extra zum Schlafen wieder nach Hause fahren und übernachtete im Dojo der JKA Berlin in Berlin Pankow. Vielen Dank nochmals an Dirk Leiding, welcher es mir ermöglichte und mich auch hinbrachte. Aufgrund der tollen Ausstattung dieser Trainingshalle habe ich noch bis Mitternacht vor der Spiegelwand und an den Makiwaras trainiert, bevor ich irgendwann erschöpft einschlief.
Am nächsten Morgen ging es dann ausgeschlafen bei Shiina Sensei mit den Katas Heian Shodan und Heian Nidan weiter, in Kombination mit Kihon, Gohon Kumite und Bunkai-Übungen zu den in den Katas vorkommenden Techniken. Wichtig wie immer: die Hüftarbeit. Besonders einprägend fand ich das Motto "Mach die Kata zu deiner Kata". Ich habe das so verstanden: Eine Kata sollte nicht nur in einer bestimmten Form gelaufen werden, sondern die Techniken, Takte und Embusen sollen eine Einheit bilden. Nur wenn ich die Kata verstanden habe und Takt und Techniken auch so umsetze, dass mein Verständnis der Kata auch zu sehen ist, wird es richtig.
Das Nachmittagstraining, wieder bei Imura sensei, begann mit Zuki- und Uke-Kombinationen, Kumite mit Shuto Uchi. Imura Sensei legte besonderen Wert auf tiefe Stände und tiefe Kiais. Nicht nur das der Kiai überhaupt zu hören sein sollte, der Kiai sollte kraftvoll und tief aus dem Bauch kommen!
Es war ein sehr schöner Lehrgang mit beeindruckenden Trainern. Sehr gefreut habe ich mich auch als ich dort Thomas Frommer getroffen habe und wir uns kurz unterhalten konnten. Ein Karateka, essen Beschreibungen seines Budoweges mich dazu gebracht haben, auch mit Lehrgängen zu beginnen.
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Thomas Frommer
Sonntag, 19. Januar 2020
Erstes Gasshuku unseres Vereins
Unser Trainer Boris hatte den Vorschlag gemacht, ein Gasshuku, also ein Trainingscamp
für unsere Erwachsenengruppe durchzuführen. Das hörte sich gut an und wurde von
den meisten gern angenommen. Da nicht alle ihre Kinder unterbringen konnten,
durften diese mitkommen. So fuhren wir vom 13. – 15. September 2019 nach
Schluft in die Schorfheide. Ohne brauchbaren Handyempfang, sehr spartanisch
eingerichte Mehrbettzimmer bot es alles was man für ein Gasshuku braucht: Zeit zum Herunterkommen, Ruhe, Idylle, Zeit für ein Miteinander. Gleich nach
der Ankunft begann die erste Trainingseinheit und die hatte es auch gleich in sich (haben wir aber von Boris auch nicht anders erwartet): Kaeshi-Ippon-Kumite, Deuserbänder, Kokutsu Dachi in Kombination mit
diversen Ukes und der erste Teil der Kata Heian Sandan bis zum ersten Oi Zuki.
Anschließend wurde gegessen und der Abend in geselliger Runde verbracht.
Die erste Trainingseinheit nach dem Frühstück beinhaltete dann
Deuserbänder, Kaeshi-Ippon-Kumite, Kokutsu Dachi in Kombination mit Ukes und
dem zweiten Teil der Heian Sandan bis zum zweiten Oi Zuki.
Nachmittags wurde fortgesetzt mit einer Kombination aus den vorherigen
Techniken und dem letzten Teil der Heian Sandan. Eine Abkühlung im Pool trotz etwas
kühlerer Temperatur tat dann allen richtig gut. Nach dem Abendessen wurde es dann etwas
feucht-fröhlicher. Hatte doch unser Sensei am nächsten Tag seinen 50.
Geburtstag und in diesen Tag haben wir dann entsprechend reingefeiert.
Trotz nächtlicher Party stand am nächsten Vormittag unser
Abschlusstraining auf dem Programm. Pratzentraining, Kokutsu Dachi Shuto Uchi,
Zenkutsu Dachi mit Shuto Uchi/Oi Zuki/Suri Ashi Gyaku Zuki und abschließend die
komplette Heian Sandan.
Wir waren alle der Meinung dass dieses ein tolles und erfolgreiches
Wochenende war. Die Kinder waren gemeinsam in Zimmern untergebracht, hatten eigene
Trainingseinheiten und wurden während unseres Trainings betreut. Somit konnten
wir uns alle auf das konzentrieren, weswegen wir dort waren: gemeinschaftlich
Karate zu trainieren. Das nächste Gasshuku wird schon geplant!
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